<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
 <channel>
  <title><![CDATA[Stichwort | Deutsch Lernen | Deutsche Welle]]></title>
  <link>http://www.dw-world.de/stichwort?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
  <description><![CDATA[Liebe Hörer des Stichworts! Bitte beachten Sie, dass sich die URL dieses Feeds geändert hat. Sie können das Stichwort künftig mit dem Feedlink http://rss.dw-world.de/xml/DKpodcast_stichwort_de abonnieren.]]></description>
  <language>de</language>
  <copyright>2009 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</copyright>
  <pubDate>Sat, 21 Nov 2009 00:03:49 GMT</pubDate>
  <lastBuildDate>Sat, 21 Nov 2009 00:03:49 GMT</lastBuildDate>
  <atom:link href="http://rss.dw-world.de/xml/podcast_stichwort" rel="self"/>
  <image>
   <url>http://www.dw-world.de/image/0,,2273635_7,00.jpg</url>
   <title><![CDATA[Stichwort | Deutsch Lernen | Deutsche Welle]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/stichwort?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
  </image>
  <itunes:image href="http://www.dw-world.de/image/0,,2273635_7,00.jpg"/>
  <itunes:block>yes</itunes:block>
  <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
  <itunes:author>DW-WORLD.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
  <itunes:owner>
   <itunes:name>DW-WORLD.DE | Deutsche Welle</itunes:name>
   <itunes:email>podcasts@dw-world.de</itunes:email>
  </itunes:owner>
  <itunes:subtitle><![CDATA[Liebe Hörer des Stichworts! Bitte beachten Sie, dass sich die URL dieses Feeds geändert hat. Sie können das Stichwort künftig mit dem Feedlink http://rss.dw-world.de/xml/DKpodcast_stichwort_de abonnieren.]]></itunes:subtitle>
  <itunes:summary><![CDATA[Liebe Hörer des Stichworts! Bitte beachten Sie, dass sich die URL dieses Feeds geändert hat. Sie können das Stichwort künftig mit dem Feedlink http://rss.dw-world.de/xml/DKpodcast_stichwort_de abonnieren.]]></itunes:summary>
  <itunes:category text="Education">
   <itunes:category text="K-12"/>
   <itunes:category text="Higher Education"/>
   <itunes:category text="Training"/>
  </itunes:category>
  <ttl>30</ttl>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,275907,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Schlachten]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,275907,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Das Schlachten ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Der Bezug zum Schlachttier ist jedoch vor allem in Industrieländern verlorengegangen. Große Schlachten bleiben inzwischen den Geschichtsbüchern überlassen.<br /><p>Zunächst eine Begriffserklärung: Töten ist nicht gleich schlachten. Eine ganze Rinderherde wird beispielsweise getötet, weil sie eine hochansteckende Krankheit hat. Diese Tötung geschieht blutlos, damit eventuell infektiöses Blut gar nicht erst austreten kann. Das Tier wird dann vollständig beseitigt, sprich verbrannt. Anders ist das beim Schlachten: Das Schlachttier muss zum Zwecke der Fleischgewinnung ausbluten. </p>

<p><strong>Schlacht(en) und schlachten </strong></p>

<p>Ein Tier schlachten heißt, es zum Zwecke der Nahrungsgewinnung zu töten. "Schlachten" gibt es aber auch als Substantiv und groß geschrieben. Dann ist es der Plural von "Schlacht". Schlachten sind kriegerische Handlungen. Es gibt Feldschlachten, Seeschlachten, Abwehrschlachten, Panzerschlachten und auch Luftschlachten. </p>

<p>Der Wortursprung ist aber ein und derselbe: Schlacht, mittelhochdeutsch "slaht" (die germanische Wurzel lautet "slah") bedeutet immer "Tötung" oder auch "Hinschlachtung". In der Tat werden ja in jeder Schlacht Menschen getötet, und wenn dies besonders grausam geschieht, kann man auch sagen, sie werden abgeschlachtet. </p>

<p><strong>Kampfwort</strong></p>

<p>"Schlacht" und "schlachten" haben eine gemeinsame Wortwurzel: das Verb "schlagen". Die enge Verwandtschaft zwischen den Wörtern wird deutlich, wenn man sich den Wortsinn von "schlagen" vergegenwärtigt. Ein lebendes Wesen teilt den Schlag aus, der Schlag trifft ein Objekt, der Schlag selbst wird mit einem Werkzeug ausgeführt. </p>

<p>Schlagen ist ein Kampfwort. Auf dem Schlachtfeld, dort wo die Schlacht geschlagen wird, werden dem Feind schwere Schläge zugefügt. Die Werkzeuge haben sich im Laufe der Zeit geändert. </p>

<p><strong>"Waterloo" und Schlachtenbummler</strong></p>

<p>Die moderne Schlacht ist – handelt es sich um eine Feldschlacht – ein aus verschiedenen Gefechten bestehender Kampf zwischen größeren militärischen Einheiten. Es gibt außerordentlich berühmte Schlachten. Zum Beispiel die Völkerschlacht bei Leipzig oder die Schlacht von Waterloo, in der Napoleon 1815 vernichtend geschlagen wurde. Von 140.000 Soldaten fielen 60.000. In der Schlacht wird nicht gestorben, in der Schlacht fällt man. </p>

<p>"Sein Waterloo erleben" bedeutet im übertragenen Sinne "eine schwere Niederlage einstecken müssen". Übrigens ist Waterloo das meistbesuchte Schlachtfeld Europas. Das Wort "Schlachtenbummler" – eine gängige Bezeichnung für Besucher von Fußballspielen – ist während des deutsch-französischen Krieges 1870/71 aufgekommen. Da gab es tatsächlich Zivilisten, die aus Neugier und Sensationslust an die Front reisten. Diese wurden "Schlachtenbummler" genannt. </p>

<p><strong>Hausschlachtung </strong></p>

<p>Tiere werden inzwischen massenhaft geschlachtet, anders als früher. Und was früher selbstverständlich war, nämlich die Hausschlachtung, wird inzwischen weitgehend nur noch in ländlichen Gebieten praktiziert. Das Schlachttier wurde, wenn es schlachtreif war, geschlachtet, ohne dass es in Lastwagen den elend langen Weg zum Schlachthaus zurücklegen musste. </p>

<p>Auf der Schlachtbank wurde es vom Schlachter zerlegt und in den meisten Fällen gab es dann ein Schlachtfest. Dieses war ursprünglich ein richtiges Festessen. In zweierlei Hinsicht.</p>

<p><strong>Schlachtfest</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Am sauber gedeckten Tisch setzte man sich nieder und aß frische Wurst und frisches Fleisch. Meist wurde den Nachbarn eine Schlachtschüssel mit den dampfenden Köstlichkeiten gebracht und es wurde ein Dankgebet gesprochen. So wurde wie bei den Griechen und Römern, den Kelten und vielen Naturvölkern auch dem getöteten Tier Ehre erwiesen. </p>

<p>Auch bei verschiedenen Religionen wird eine Art Schlachtfest gefeiert. Im Judentum und im Islam ist das rituelle Schlachten als "Schächten" bekannt. Eines der höchsten Feste der Moslems ist das Opferfest. Es fällt auf den letzten Tag der Wallfahrt nach Mekka. Jeder Muslim, der finanziell dazu in der Lage ist, muss ein Tier opfern. Auch dieses Fleisch wird mit Verwandten und Freunden geteilt. </p>

<p><strong>Bedeutungsverlust</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>In Zeiten der Massentierhaltung und -schlachtung, in denen das Fleisch aus der Fleischtheke im Supermarkt kommt, ist diese Einzelstellung des Tieres verlorengegangen. Außer wenn es um die traditionelle Weihnachtsgans oder den Truthahn zum amerikanischen Erntedankfest, dem Thanksgiving, geht. Da steht dann das Tier im Mittelpunkt. Allerdings meist nicht selbst geschlachtet.</p>

<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>Von einer Schlacht spricht man, wenn …</strong></p>
<p>1. Soldaten gegeneinander kämpfen.</p>
<p>2. Tiere getötet werden.</p>
<p>3. Kinder miteinander rangeln. </p>

<p><strong>Wenn man sprichwörtlich sein Waterloo erlebt, dann …</strong></p>
<p>1. hat man die Stadt Waterloo gesehen.</p>
<p>2. liebt man den Song der Musikgruppe Abba.</p>
<p>3. hat man bei einer Sache verloren.</p>

<p><strong>Das Opferfest findet statt während der Pilgerfahrt nach …</strong></p>
<p>1. Medina.</p>
<p>2. Mekka.</p>
<p>3. Lourdes.</p>

<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Stellen Sie sich vor, es gäbe noch keine Supermärkte. Sie müssen ein Tier für ein Fest schlachten, haben dies aber noch nie gemacht. Beschreiben Sie in einem Text, wie Sie vorgehen würden.</p>

<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Sprachkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Schlachten, Schlachttier, Waterloo, Hausschlachtung, Schlachter, töten, Opferfest, Schächten, Erntedankfest]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/0103B7F9.mp3" type="audio/mpeg" length="4486918"/>
   <itunes:duration>04:41</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 16 Nov 2009 09:23:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,275898,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Reichstag]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,275898,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Er brannte, wurde zerstört und war auch schon verkleidet – der deutsche Reichstag hat eine lange, schicksalhafte Geschichte. Mit Kuppel und neu restauriert ist er nun das Symbol des wiedervereinten Deutschlands.<br /><p>Das Reichstagsgebäude in Berlin – oder wie es im allgemeinen Sprachgebrauch genannt wird der Reichstag – hat eine lange und wechselhafte Geschichte. Reichstag, das bedeutet sowohl politische Institution als auch der Ort, an dem diese "tagt". </p>

<p><strong>Versammlung der Mächtigen</strong></p>

<p>Der Reichstag war bis zum Jahre 1806 die Versammlung der Kurfürsten, Fürsten und Reichsstädte. Er wurde vom Kaiser, dem Herrscher des Reiches, einberufen und zwar an verschiedenen Orten. </p>

<p>Diese so genannte Versammlung ist zum ersten Mal für das Jahr 1495 in Worms bezeugt. Seit 1663 tagte der Reichstag als ständige Versammlung in Regensburg. Die Volksvertretungen des Norddeutschen Bundes 1867-1871, des Deutschen Reiches und der Weimarer Republik hießen ebenfalls Reichstag. Im Dritten Reich verlor der Reichstag jegliche Selbstständigkeit und Bedeutung. </p>

<p><strong>Klare Worte Wilhelms II.</strong></p>

<p>Weshalb der national-monarchistische Obrigkeitsstaat – das Reich von 1871 – ein monumentales Reichstagsgebäude bauen ließ, wird von vielen Historikern als Alibi des autoritären Staates gegenüber seinen demokratischen Kräften gesehen. Was Kaiser Wilhelm II. vom Reichstag als politischer Institution und selbst vom Reichstagsgebäude hielt, zeigt das folgende Zitat: "Es ist mir egal, ob gelbe, rote oder schwarze Affen in diesem Reichstagskäfig herumspringen."</p>

<p>Mit Affen wollte man natürlich nichts gemein haben und so gab es das Kaiserportal, das Ostportal des Reichstagsgebäudes, durch das nur der Kaiser gehen durfte. Heute ist dieses der Haupteingang für die Abgeordneten und Angestellten des Parlaments.</p>

<p><strong>Der Bau des Reichstags</strong></p>

<p>Aber zurück zur Geschichte. Am ehemaligen Königsplatz, heute dem "Platz der Republik", wurde 1884 auf einer Fläche von 14.000 Quadratmetern mit dem Bau des Reichstagsgebäudes begonnen. </p>

<p>Nach Plänen des deutschen Architekten Paul Wallot entstand in zehnjähriger Bauzeit mit einem Kostenaufwand von circa 26 Millionen Reichsmark das Reichstagsgebäude. Ein Prachtbau in Formen der deutschen und italienischen Renaissance mit der berühmten Kuppel, die 1945 stark beschädigt wurde und 1954 gesprengt werden musste.</p>

<p><strong>Flächenbrand</strong></p>

<p>9. November 1918: Der sozialdemokratische Abgeordnete Philipp Scheidemann ruft von einem Eckfenster des Reichstagsgebäudes die Republik aus. Am 11. August 1919 gab sich die erste deutsche Republik ihre Verfassung. Das Ende der Weimarer Republik, des Parlamentarismus und der Demokratie war nach der Annahme des Ermächtigungsgesetzes und der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler 1933 besiegelt. </p>

<p>Für Hitler, der den Reichstag nur dreimal betreten hatte, hatte das Gebäude vor den Reichstagswahlen eine makabre Bedeutung gewonnen: Am 27. Februar 1933 brannte der Reichstag. Als Brandstifter wurde der holländische Kommunist van der Lubbe verhaftet. Inzwischen gilt als gesichert, dass er als Einzeltäter gehandelt hat. Hitler nutzte den Reichstagsbrand als Beweis für eine groß angelegte kommunistische Verschwörung. Der Terror gegen Kommunisten und Sozialisten brach sich Bahn. </p>

<p><strong>Wieder Sitz der Demokratie</strong></p>

<p>Das Reichstagsgebäude überstand den Zweiten Weltkrieg, wenn auch stark zerstört. 1957 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Bereits 1963 wurde der Südflügel dem deutschen Bundestag übergeben, der damals in Bonn tagte. 1995 verhüllte Christo nach langen Debatten und schwierigen Verhandlungen das Reichstagsgebäude und machte es so zu einem Kunstwerk besonderer Art.</p>

<p>Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde das Reichstagsgebäude mit großem Aufwand nach Plänen des Architekten Sir Norman Foster umgebaut und mit einer – inzwischen weltberühmten – Kuppel versehen. Es ist jetzt Sitz des Deutschen Bundestages.</p>

<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Die deutsche Republik wurde … ausgerufen.</strong><strong></strong></p>
<p>1. am 9. November 1918</p>
<p>2. am 3. Oktober 1990</p>
<p>3. am 24. Dezember 1900</p>

<p><strong>Die Bundestagsabgeordneten betreten den Reichstag überwiegend durch …</strong></p>
<p>1. das Südportal.</p>
<p>2. das Nordportal.</p>
<p>3. das Ostportal.</p>

<p><strong>Der Reichstag wurde verhüllt von …</strong></p>
<p>1. Andy Warhol.</p>
<p>2. Lichtenstein.</p>
<p>3. Christo.</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag </strong></p>
<p>Suchen Sie sich alle Informationen über den Umbau des Reichstagsgebäudes zusammen. Beschreiben Sie in einem Text, wie der Umbau nach den Plänen des Architekten Sir Normal Foster vor sich ging.</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Sprachkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Reichstag, Reichstagsgebäude, Bundestag, Christo, Sir Norman Foster, Kuppel]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/0100059a.mp3" type="audio/mpeg" length="3744658"/>
   <itunes:duration>03:54</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 9 Nov 2009 15:46:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,907677,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Fremd]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,907677,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Mancher wird mit offenen Armen empfangen, mancher erfährt Feindschaft: ein Fremder. Allerdings "fremd" ist jeder – nämlich in der Fremde.<br /><p>Das Stichwort der Woche heißt "fremd". Wie in "Fremdenverkehr" oder "Fremdenzimmer". Dass so ein "Fremdenzimmer" für den oder die "Fremde" oder auch für mehrere "Fremde" da ist, erklärt sich von selbst. Das Schild "Fremdenzimmer" an Gasthäusern oder am hübschen Privatwohnhaus signalisiert: Hier kann ich übernachten. Aber wer ist "ich"? "Ich" ist der "Fremde".</p>

<p><strong>In der Fremde </strong></p>

<p>Das kann jeder und jede sein, vor allem in der Urlaubszeit. Aber wer ist der "Fremde" oder umgekehrt, was macht das "Ich" zum Fremden? Die Sprache, der Ursprung des Wortes, hilft die Frage zu beantworten: "Von fern", "von weit", das ist die Grundbedeutung von "fremd". Im englischen "from", das die selbe Wortwurzel wie unser "fremd" hat, ist diese Bedeutung noch ganz lebendig.</p>

<p>"From Liverpool" könnte beispielsweise der "Fremde" im Londoner Hotel auf die Frage antworten, woher er kommt. Der oder die "Fremde" ist also jemand, der aus einer anderen Gegend, einem anderen Land stammt und sich an einem von seiner Heimat mehr oder weniger weit entfernten Ort befindet. "Weit entfernt von": Mit dieser Definition lässt sich im wörtlichen wie im bildhaften Sinne nahezu jedes mit "fremd" gebildete Wort erklären.</p>

<p><strong>Raus aus der Anonymität</strong></p>

<p>Aber zurück zur fremden Person "from Liverpool" im Londoner Hotel. Sie hat sich ins "Fremdenbuch" des Hotels eingetragen und ist nun aus der Anonymität herausgetreten und zum Hotelgast geworden. Im Hotel vom "Fremden" zum Gast zu werden ist eine formale Angelegenheit. Im richtigen Leben sieht das anders aus und ist auch viel schwieriger.</p>

<p>Ein Blick in die Geschichte: In vorrömischer Zeit war der Fremde rechtlos. Er konnte straflos getötet oder verknechtet werden. So konnten Küstenbewohner Schiffbrüchige samt Schiff und zugehöriger Ladung ohne weiteres in Anspruch nehmen. Nur wenn sich jemand fand, der den oder die Fremden als Gast aufnahm und so zum Gastgeber wurde, trat der Fremde gewissermaßen unter den Rechtsschutz seines Gastgebers. Heute sind im Fremdenrecht Rechte und Freiheiten des Fremden im Rahmen der Menschenrechtskonvention festgelegt. Es ist ja nicht einfach, irgendwo in der "Fremde" zu sein.</p>

<p><strong>Vom Fremden zum Gast </strong></p>

<p>Die gesprochene Sprache ist "Fremdsprache". Fremde Länder, fremde Sprachen. Alles wirkt "befremdlich" oder es kann zumindest so wirken, wenn der "Fremde" ausschließlich auf Ablehnung trifft. Zum Glück ist dies ja nicht grundsätzlich so.</p>

<p>Nicht zuletzt der internationale Tourismus – aber vermeiden wir das "Fremdwort" und sagen "Fremdenverkehr" – hat dazu beigetragen, dass die Menschen unterschiedlicher Kulturen und Nationen sich kennen- und verstehen lernen. Bei allem Optimismus dürfen wir aber nicht so tun, als gäbe es sie nicht: die "Fremdenfeindlichkeit".</p>

<p><strong>Furcht vor dem Unbekannten </strong></p>

<p>Das "Fremdwort" dafür heißt "Xenophobie". "Xenos" heißt im Griechischen "Fremder", aber auch interessanterweise "Gastfreund". "Phobos" bedeutet Furcht. Es ist zu verstehen, dass sich Menschen vor anderen Menschen fürchten können, die von weither kommen, von denen sie nichts wissen, deren Sprache sie nicht verstehen, die auch noch anders aussehen.</p>

<p>Nur: Den anderen geht es ganz genauso und wir reden jetzt nicht von Urlaubern. Sich fürchten und Angst haben ist schlimm. Für jeden. Man kann es dabei belassen oder diesem schlechten Gefühl etwas entgegensetzen.</p>

<p><strong>Ein Lächeln</strong></p>

<p>In jedem Sprachführer – ganz gleich für welche Fremdsprache – findet sich unter den wichtigsten Redewendungen in der Fremdsprache diese: "Wie geht es Ihnen?" Die Antwort ist fast immer erstmal ein Lächeln. </p>

<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong>Jemand, der aus einer anderen Gegend kommt und fern der Heimat ist, ist ...</strong></p>
<p>1. ein Fremder. </p>
<p>2. ein Freund. </p>
<p>3. der Gastgeber.</p>

<p><strong>Ein Fremder hatte in vorrömischer Zeit …</strong></p>
<p>1. immer Recht.</p>
<p>2. keine Rechte.</p>
<p>3. nie Recht.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Das Fremdwort für Fremdenverkehr ist:</strong></p>
<p>1. Terrorismus</p>
<p>2. Tourismus</p>
<p>3. Tinnitus</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Haben Sie Erfahrungen in der Fremde gemacht? Schreiben Sie einen Aufsatz über einen Auslandsaufenthalt und berichten Sie, wie es Ihnen in einem fremden Land, mit einer fremden Sprache und Kultur ergangen ist.</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Sprache, Fremd, Urlaub,  Fremder, Fremdenfeindlichkeit, Xenophobie]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/01002a8b.mp3" type="audio/mpeg" length="3748078"/>
   <itunes:duration>03:54</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 2 Nov 2009 10:33:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4696120,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Nachhaltig]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4696120,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Oft gebraucht, aber nicht immer verstanden: Nachhaltig. Das Adjektiv steht für etwas Dauerhaftes, für etwas, was bewahrt werden muss. In Zeiten der Globalisierung eine schwierige Aufgabe.<br /><p>So langsam hat es sich in den Sprachgebrauch – nachhaltig – eingeschlichen. Wenn dieses Wort gar die Patina der Goethe-Zeit trägt, macht man sich durchaus Gedanken, wie und warum es gerade im heutigen Sprachgebrauch wieder auftaucht. </p>

<p><strong>Definition</strong></p>

<p>Zum ersten Mal ist das Wort nämlich 1809 in Joachim Heinrich Campes "Wörterbuch der deutschen Sprache" als Adjektiv verzeichnet. Abgeleitet ist es vom Verb "nachhalten". Auch als Substantiv "Nachhalt" ist es uns vertraut. </p>

<p>Als "Nachhalt" gilt etwas, was zurückgehalten wird, um es im Notfall zu gebrauchen. "Nachhalten" heißt, dafür zu sorgen, dass im Bedarfsfall das vorhanden ist, was man zum Leben benötigt, oder auch überprüfen, ob man etwas Verliehenes wieder zurückbekommt. Beide Wörter sind heute nicht mehr üblich, ja aus der Sprache verschwunden. Geblieben ist nur "nachhaltig".</p>

<p><strong>Bedeutung</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Das Wort hat die Bedeutung von "anhaltend", "lange nachwirkend" und "dauernd" im Sinne von "weiterwirkend". </p>

<p>Ein Buch, das einen nachhaltigen Eindruck bei Leserin und Leser hinterlässt, wirkt über die Dauer des Lesens hinaus. Nachhaltige Freude hinterlässt ein Geschenk, das mit Liebe ausgesucht wurde und den Beschenkten immer wieder erfreut. </p>

<p><strong>Bestandteile</strong></p>

<p>Die Vorsilbe von nachhaltig – "nach" – gibt eine Richtung an. Die kann ganz wörtlich gemeint sein. Zum Beispiel: Nach Hause oder nach Hamburg. Die Richtung kann aber auch eine übertragene Bedeutung annehmen. Das Wort "nachdenken" wird fast ausschließlich im Sinne von "nachdenken über etwas" gebraucht. "Nachdenken" hat ein Ziel, eine Absicht.</p>

<p>Auch "halten" hat wörtliche und übertragene Bedeutungen: Etwas halten wird zum einen im Sinne von festhalten benutzt, zum anderen, im übertragenen Sinn, für etwas bewahren. </p>

<p><strong>Schlagwort</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Spätestens seit 1992 tauchen Nachhaltigkeiten und nachhaltig im deutschen Sprachgebrauch wieder auf und werden bald zu Schlagwörtern. </p>

<p>1992 fand in Rio de Janeiro der so genannte Umweltgipfel statt. In den Konferenzen tauchte immer wieder der englische Begriff "sustainable development" auf, was ganz wörtlich übersetzt "erhaltende Entwicklung" heißt. Im Deutschen wurde daraus jedoch "nachhaltige Entwicklung". </p>

<p><strong>Nachhaltige Entwicklung</strong></p>

<p>Worum geht es dabei? Es geht um das Zusammenwirken von Ökonomie und Ökologie, um Wirtschaft und Wachstum, um Entwicklungshilfe und Selbstbeschränkung, um sanften Tourismus, um die Bekämpfung der Armut.</p>

<p>Auf einen Nenner gebracht heißt das: Es geht um die Zukunft der Welt zum Wohle aller, die in ihr leben. Also: Nachhaltige Entwicklung, wo immer sie gefördert wird oder stattfindet, ist etwas Gutes oder erhebt zumindest den Anspruch, etwas Gutes zu sein. </p>

<p><strong>Beispiele</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>So etwa in der Forstwirtschaft. Nachhaltigkeit bedeutet hier, dass der Holzertrag, also die notwendige Abholzung, im Einklang stehen muss mit dem Erhalt der Schutzfunktion des Waldes und dem seines Ökosystems. Trotz der Nutzung muss das Bestehende erhalten bleiben. Einfach gesagt, aber manchmal sehr schwer umzusetzen.</p>

<p>Weitere Beispiele sind der Tourismus und die Landwirtschaft. Wer kennt nicht die Schattenseiten des Massentourismus, die Betonburgen an den Stränden, die Zerstörung der Lebensräume von Pflanzen und Tieren etwa. "Nachhaltiger" Tourismus nun ist, dass sich Touristen zwar in Massen tummeln können, allerdings möglichst ohne schädliche Spuren zu hinterlassen. </p>

<p><strong>Nachhaltig halten?</strong></p>

<p>Das klingt gut. Es wird nur schwer sein, Nachhaltigkeit auf Dauer zu praktizieren. Denn der Wohlstand in den Industrieländern vor allem denen des Westens ist gerade aufgrund eines keineswegs nachhaltigen Wirtschaftens auf Kosten der Länder der so genannten Dritten Welt entstanden. Nachhaltige Entwicklung würde ganz einfach auch Verzicht zugunsten anderer bedeuten. Wäre die möglich, bekäme die Globalisierung eine nachhaltige Variante.</p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Wenn man etwas nachhält, dann …</strong></p>
<p>1. hält man etwas fest.</p>
<p>2. kontrolliert man etwas.</p>
<p>3. bewahrt man etwas.</p>

<p><strong>Ich fahre … Hamburg.</strong></p>
<p>1. in</p>
<p>2. zu</p>
<p>3. nach</p>

<p><strong>Zur nachhaltigen Entwicklung gehört auch …</strong></p>
<p>1. die Windkraft.</p>
<p>2. die Atomenergie.</p>
<p>3. Energie aus Öl, Gas und Kohle.</p>

<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Stellen Sie sich vor, Sie besitzen einen Bauernhof. Erstellen Sie einen Text, in dem sie beschreiben, wie Sie dort nachhaltige Entwicklung praktizieren würden.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Sprachkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, nachhaltig, Nachhaltigkeit, nachhalten, Umweltgipfel, Entwicklung, Landwirtschaft, Tourismus]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/01049C5F.mp3" type="audio/mpeg" length="4256317"/>
   <itunes:duration>04:26</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 26 Oct 2009 08:04:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4694085,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Kreuz]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4694085,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz: Es gibt grüne, rote, eiserne und schwarze Kreuze, Kreuzworträtsel, Kreuzungen. Und an diesen finden sich manchmal Kreuze mit einem gekreuzigten Jesus.<br /><p>Das Kreuz – ein Wort, das in unzähligen Verbindungen und Bedeutungen auftaucht. Gibt man es in die am meisten verbreitete Internet-Suchmaschine Google ein, finden sich mehr als 90 Millionen Treffer. Diese reichen vom Deutschen Roten Kreuz, der Hilfsorganisation, über die Spielkartenfarbe bis hin zu Kreuzfahrten, und, und, und … </p>

<p><strong>Christliches Symbol</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Als Symbol gibt es das Kreuz in mehreren Varianten – etwa als keltisches Radkreuz, Andreaskreuz oder als Passionskreuz. Für die Christen ist das Passionskreuz das Symbol ihrer Religion. Jesus starb den Märtyrertod am Kreuz, womit wir bei der Wortabstammung sind. "Kreuz" kommt vom altlateinischen "crux". Es bedeutet nicht nur Kreuzstab, sondern auch Marterpfahl.</p>

<p>Bildlich gesehen ist es somit ein Ausdruck für große Not, für Übles und Schlimmes, für Mühsal und Sorge aller Art – auch für diejenigen, die unter den zahlreichen Kriegszügen im Mittelalter, den so genannten Kreuzzügen, zu leiden hatten. Die Kreuzfahrerheere plünderten und mordeten im Namen der Religion. </p>

<p><strong>Medizinisches Kreuz</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Eine weitere Bedeutung des Wortes findet sich in der Medizin. Dieses Kreuz ist im Rücken. Die Mediziner nennen es "os sacrum", was übersetzt "heiliger Knochen" bedeutet. Dieser besteht aus fünf kreuzförmig miteinander verbundenen Wirbelknochen. Und wenn man es im Kreuz hat, dann kann man sich nicht mehr bewegen, dann hat man Rückenschmerzen. </p>

<p>Kreuzschmerzen haben bedeutet aber noch lange nicht, dass man zu Kreuze kriechen muss. Das darf nicht wörtlich genommen werden. Denn wer dies tut, zeigt sich besonders unterwürfig und demütig. Dieser Ausdruck stammt aus der katholischen Kirchenpraxis zu Ostern. Die Gläubigen krochen zur Buße für ihre Sünden auf den Knien zu einem Kreuz.</p>

<p><strong>Rätselhaftes Kreuz </strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Das Kreuz steht aber nicht immer allein; es kommt auch in Wortverbindungen vor, die sich in ihrer Vielfalt kreuz und quer im deutschen Sprachgebrauch verbreitet und festgesetzt haben: Straßen- und Wegkreuzungen sind alltäglich, die Straßenkreuzer nicht mehr. So hießen die Benzin fressenden Autos in Amerika, die so genannten Amischlitten. Das waren keine normalen kreuzbraven Autos, sondern luxuriöse fahrende Wohnzimmer.</p>

<p>Manchmal tauchen die Straßenkreuzer vielleicht noch in Kreuzworträtseln auf. Das sind Worträtsel, die in senkrechte und waagerechte Zeilen eingeteilt sind; diese ergeben viele kleine Kreuze. Da wird dann nicht nur nach dem Straßenkreuzer gefragt, sondern etwa auch nach der bekannten Stadt in Holland mit vier Buchstaben, die einem Käse ihren Namen gegeben hat. </p>

<p><strong>Erleichterte Kreuze</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Und dann kann man drei Kreuze vor Erleichterung machen, wenn man endlich des Rätsels Lösung hat. Dieser weltlichen Redensart liegt wieder etwas Religiöses zugrunde. Der Geistliche erteilt den Segen, indem er dreimal symbolisch das Kreuzzeichen in die Luft malt. <strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Von der Erleichterung bis zum Frohsinn ist es kein allzu weiter Weg mehr. Wer putzmunter und guter Dinge ist, der ist auch kreuzfidel. Wenn jemand aber dann zu vertrauensselig ist, kann es schon mal sein, dass er oder sie aufs Kreuz gelegt wird. </p>

<p><strong>Redensartliches</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Wie bei bestimmten Sportarten, aus denen diese Redewendung kommt. Dort hat derjenige, der zu lange liegen bleibt, den Kampf verloren. Wer aufs Kreuz gelegt wird, wird sprichwörtlich übertölpelt, ausgetrickst, hereingelegt. Und dann ist man mit dieser Person, die einen hereingelegt hat, über Kreuz. </p>

<p>Man will mit dieser Person nichts mehr zu tun haben. Zumindest für eine gewisse Weile. Und wenn man sich dann wieder versöhnt hat, kann man sagen "Es ist schon ein Kreuz mit dir". Will heißen, man hat schon seine dauernde Not mit ihm oder ihr.</p>

<p><strong>Kreuzschnabel</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Nicht unerwähnt bleiben soll noch ein kleiner Vogel, der Kreuzschnabel. Dieser gehört zur Art der Finken und hat, wer hätte es gedacht, einen Schnabel, der aussieht wie ein Kreuz – die obere Hälfte des Schnabels ist über die untere gekreuzt. Die Legende will wissen, woher das kommt: Der kleine Vogel soll versucht haben, mit seinem schwachen Schnabel die Nägel aus dem Kreuz herauszuziehen, an dem Jesus hing. Davon sei der Schnabel so krumm geworden, dass er ihm nun auf immer und ewig über Kreuz wächst. </p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>Wenn man es sprichwörtlich im Kreuz hat, dann …</strong></p>
<p>1. hat man Rückenschmerzen.</p>
<p>2. hängt man am Marterpfahl.</p>
<p>3. hat man Streit mit jemandem.</p>

<p><strong>Straßenkreuzer sind …</strong></p>
<p>1. Menschen, die Straßen überqueren.</p>
<p>2. Autos.</p>
<p>3. Künstler, die Kreuze auf Straßen malen.</p>

<p><strong>Kreuzfidel</strong><strong> ist die Bezeichnung für jemanden, der …</strong></p>
<p>1. besonders treu ist.</p>
<p>2. gerne lügt.</p>
<p>3. sehr fröhlich ist.</p>

<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Erstellen Sie in Ihrer Gruppe jeder einzeln ein kleines Kreuzworträtsel. Tauschen Sie die Rätsel zur Lösung untereinander aus.</p>


<p>Autor: Beatrice Warken</p>
<p>Redaktion: Raphaela Häuser</p>
<p><strong></strong> </p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Sprachkurse, Deutschkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Kreuz, Rückenschmerzen, Kirche, Straßenkreuzer, Kreuzworträtsel, Kreuzschnabel]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/0104ec72.mp3" type="audio/mpeg" length="4517454"/>
   <itunes:duration>04:43</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 19 Oct 2009 07:32:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4685744,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Note]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4685744,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Schüler fürchten sie – Diplomaten tauschen sie aus – für Musiker ist sie unentbehrlich: die Note. Das Wort kann aber mit noch mehr Bedeutungen aufwarten. Es ist deshalb ein guter Kandidat für ein bestimmtes Ratespiel.<br /><p>Wenn es sie nicht schon lange gäbe, man müsste sie erfinden. Ein Leben ohne sie ist schwer vorstellbar. Fast überall ist sie anzutreffen, sie ist unentbehrlich und unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags, weltweit! Ohne die Überschrift wären Sie mächtig ans Raten gekommen.</p>

<p><strong>Ratespiel</strong></p>

<p>Aber spielen wir dennoch ein Spiel, nämlich "Teekesselchen". Also unser "Teekessel" spielt vorrangig eine Rolle in der Politik, der Musik, der Schule und im Bankwesen.</p>

<p>Des Rätsels Lösung: Die "musikalische" Note ist nicht nur das grafische Zeichen für einen ganz bestimmten Ton, sondern auch der Ton selbst. Diesen kann man singen oder auf einem Instrument spielen. Die "politische" Note ist ein förmlicher schriftlicher Briefwechsel zwischen Botschaften. </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Benotung</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Dass Noten in der Schule als Bewertung von Klassenarbeiten, mündlichen Leistungen und schließlich als Zeugnisnoten eine manchmal für das ganze Leben entscheidende Rolle spielen, wollen wir nicht unerwähnt lassen. Allerdings sollte niemand alleine aufgrund seiner Noten beurteilt werden. Wer dies dennoch tut, wird von Schülern gern als Notenfetischist bezeichnet. </p>

<p>Aber wo wir bei Bewertungen sind: Auch Sportler wie etwa Kunstturner, Eiskunstläufer, Turmspringer werden benotet. Wenn sie die höchstmögliche Punktzahl bekommen, beispielsweise die Zehn beim Kunstturnen, haben sie die so genannte "Traumnote" erreicht. </p>

<p><strong>Bank-, Fuß- und Kopfnote</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Schon lange ist der sportliche Erfolg auch mit Noten ganz anderer Art verbunden. Mit Banknoten. Die werden übrigens von den Notenbanken ausgegeben. Banknote ist einfach der vornehme Ausdruck für Geldschein. </p>

<p>Das als Fußnote. Sehen Sie, schon wieder eine. Die Fußnote ist eine ergänzende Notiz am Fuße beziehungsweise am Ende einer Textseite. Übrigens, wenn es eine Fußnote gibt, sollte es auch eine Kopfnote geben. Stimmt genau. Die finden wir als den ersten Dufteindruck beim Erschnuppern eines Parfums oder Eau de Toilette. So gesehen hat jedes gute Riechwässerchen seine besondere Note. </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Geprüfte Qualität</strong></p>

<p>Da wir im Zeitalter des Testens und Bewertens leben, werden unzählige Produkte miteinander verglichen und für mehr oder weniger gut befunden. Die Note "mangelhaft" ist die schlechteste, die von einer Stiftung, die alle möglichen Waren testet, vergeben wird.</p>
<p>Die Note "sehr gut" steht – wie in der Schule – am Anfang dieser Notenskala. </p>

<p>Produkte, die damit ausgezeichnet werden, tauchen massiv in der Werbung auf. Egal, ob es sich um elektrische Zahnbürsten oder Dampfkochtöpfe handelt. Letztere führen uns zu einer weiteren Note. Zu der pikanten nämlich. Bestimmte Gewürze verleihen eben manchen Gerichten jene pikante Note, von der niemand so recht weiß, was sie eigentlich ist. Es schmeckt halt besonders.</p>

<p><strong>Witzig?</strong></p>

<p>Schmecken sollte auch der folgende Witz.<strong> </strong>Welche Note er bekommt, entscheiden Sie. Und wenn er Ihnen nicht gefällt, können Sie ja sprichwörtlich nach Noten schimpfen: "Norbert hat ein ganz schlechtes Zeugnis mit nach Hause gebracht. Die einzige gute Note hat er im Fach Singen. 'Das verstehe ich nicht', murmelt der Vater, 'dass man mit solchen Noten noch singen kann'."</p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Ein Notenfetischist ist jemand, …</strong></p>
<p>1. dem Noten besonders wichtig sind.</p>
<p>2. der Noten verabscheut.</p>
<p>3. der Angst vor Noten hat.</p>

<p><strong>Banknoten sind …</strong></p>
<p>1. Notenblätter, die auf einer Sitzbank liegen.</p>
<p>2. Geldscheine.</p>
<p>3. Schulzeugnisse, die auf die Bank gebracht werden.</p>


<p><strong>Die Stiftung, die in Deutschland Produkte testet und bewertet, heißt …</strong></p>
<p>1. Stiftung für Produktbewertung.</p>
<p>2. Noten-Stiftung.</p>
<p>3. Stiftung Warentest.</p>

<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Schreiben Sie eine Geschichte über ein Schulkind, das mit einem schlechten Schulzeugnis nach Hause kommt. Versuchen Sie dabei, so viele Bedeutungen wie möglich des Wortes "Note" zu verwenden. </p>

<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken<strong></strong></p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Sprachkurse, Deutsch im Fokus, Deutsch lernen, Note, Bank, Benotung, diplomatisch, Musik, Ton, Notenskala, Leistung, Punktzahl]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/01049C66.mp3" type="audio/mpeg" length="3360601"/>
   <itunes:duration>03:30</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 12 Oct 2009 07:35:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4684775,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Herbst]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4684775,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[In Gedichten, der Musik, dem Gesang und in der Malerei ist ihm ein Denkmal gesetzt, dem Herbst. Ein Zeichen der Vergänglichkeit im Bewusstsein der Erneuerung. Denn das nächste Frühjahr kommt bestimmt.<br /><p>Der Herbst ist die dritte der vier Jahreszeiten. Verbunden ist er mit Farbenpracht und Farbenvielfalt: gelbe, ockerfarbige, rötliche Blätter schimmern in der Sonne. So wie sich der Saft langsam aus den Blättern zurückzieht, zieht sich auch die Kraft des Sommers zurück. Herbst bedeutet aber auch Nebel, Nässe, feuchte Kleider, starker Wind und frühe Dunkelheit. </p>
<p><strong>Kalendarischer Beginn</strong></p>

<p>Auf der nördlichen Halbkugel beginnt der Herbst immer am 22. oder 23. September. Und daran gibt es nichts zu rütteln. Denn wenn die Sonne ins Sternbild der Waage kommt, gibt es zwei Tage später die so genannte Tag- und Nachtgleiche. Die Astronomen nennen sie Äquinoktium. </p>

<p>Das Wort "Herbst" gab es aber schon, als noch niemand an eine strenge Vierteilung des Jahres dachte. Und folglich bezeichnete es in seiner Grundbedeutung keineswegs eine Jahreszeit. </p>

<p><strong>Uralte Bedeutung</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>"Herbst" ist ein uraltes Wort für Ernte. Im Althochdeutschen hieß es "herbisto", im Mittelhochdeutschen wurde "herbest" daraus. Womit wir schon beim englischen "harvest" und dem altfranzösischen "erbast" sind. Diese haben dieselbe Wortwurzel wie unser Herbst, nämlich "herb" oder auch "kerp". </p>

<p>Und das bedeutete "schneiden", "pflücken", "abrupfen". Natürlich denkt man im Zeitalter der Mähdrescher nicht mehr so ohne weiteres daran, dass früher das Korn mit der Sichel geschnitten wurde. Ernte war Handarbeit. Und sie fand eigentlich schon im August statt.</p>

<p><strong>Mundartliches</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Im Tschechischen findet sich noch ein Hinweis darauf. Dort heißt der Monat August "Sichelmonat". Es ist die Zeit, wenn das Korn gemäht wird. In verschiedenen deutschen Mundarten ist der August immer noch der "erst Herbst", September und Oktober werden "der ander herbst" und "der drit herbst" genannt. </p>

<p>Auch das Zeitwort "herbsten" hat mit Ernte zu tun. Allerdings geht es dabei nicht um Getreide, sondern um Trauben. Die Traubenernte oder "Weinlese" heißt im Süddeutschen "herbsten". </p>

<p><strong>Herbstordnung und Herbstarrest</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Ein Ausdruck, der sich nicht nur in der Sprache der Weinbauern findet, sondern auch in der Dichtung. Beispielsweise bei Victor von Scheffel:</p>

<p>"Bald hebt sich auch das Herbsten an,</p>
<p>die Kelter harrt des Weines;</p>
<p>der Winzer Schutzherr Kilian</p>
<p>beschert uns etwas Feines".</p>

<p>Bleiben wir noch ein bisschen beim Wein und dem "Herbsten". Für die Weinlese gibt es strenge Vorschriften. Zum Beispiel, ab wann welche Trauben geerntet werden dürfen. Das wird den Winzern im so genannten "Herbstbrief" mitgeteilt. Ebenfalls ist genau festgelegt wann – so der Fachausdruck – die Weinberge geschlossen werden. Wer sich nicht an die "Herbstordnung" hält, wird bestraft. Und zwar mit "Herbstarrest". Das bedeutete früher, dass die gesamte Traubenernte beschlagnahmt wurde. </p>

<p><strong>Herbstliches</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Aber Schluss jetzt mit Verordnungen und Strafen. Der Herbst ist, auch wenn die Tage immer kürzer werden, eine schöne Zeit. Spaziergänge durch die bunten Wälder. Kinder, die Blätterhaufen durcheinander wirbeln. Dorffeste mit so kulinarischen Köstlichkeiten wie Kastanien und natürlich neuem Wein, dem Federweißen, mit Zwiebelkuchen. Das gibt es halt nur zu dieser Jahreszeit. </p>

<p>Ein schwacher Trost nur für alle diejenigen, die an die Herbstnebel und das nasse Laub denken, an kahle Bäume und Kälte. Aber man sollte doch eins auch noch dabei bedenken:</p>

<p>"Der Frühling ist zwar schön,</p>
<p> doch wenn der Herbst nicht wär,</p>
<p> wär zwar das Auge satt,</p>
<p> der Magen aber leer". </p>

<p>Friedrich von Logau hat das geschrieben und dem waren Frühjahr und Sommer auch lieber, als die dunkleren Monate im Herbst und Winter.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Storms "Herbst"</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Sein berühmter Dichterkollege Theodor Storm gibt den Lesern seines Gedichts "Der Herbst" im letzten Vers denn auch mit auf den Weg:</p>

<p>"Und sind die Blumen abgeblüht,</p>
<p>So brecht der Äpfel goldne Bälle;</p>
<p>Hin ist die Zeit der Schwärmerei,</p>
<p> So schätzt nun endlich das Reelle!"</p>

<p>Will heißen, findet euch ab mit dem, was nun kommt. Ganz im Wissen darauf, dass "hinter allem Winterleide, lieg' ein ferner Frühlingstag".<strong> </strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Die Tag- und Nachtgleiche wird bezeichnet als …</strong></p>
<p>1. Äquator.</p>
<p>2. Äquinoktium.</p>
<p>3. Äquivalenz.</p>

<p><strong>Korn wurde traditionell mit …</strong></p>
<p>1. einem Mäher gedroschen.</p>
<p>2. einer Sichel geschnitten.</p>
<p>3. einer Hacke abgehackt.</p>

<p><strong>Federweißer ist die Bezeichnung für …</strong></p>
<p>1. eine Federfarbe.</p>
<p>2. eine Vogelart.</p>
<p>3. einen jungen Wein.</p>

<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Finden Sie das vollständige Gedicht "Der Herbst" von Theodor Storm im Internet oder einer Gedichtesammlung. Anschließend erstellen Sie – jeder einzeln – eine schriftliche Interpretation der Bedeutung des Gedichts. Besprechen Sie die Ergebnisse in der Gruppe.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Sprachkurse, Deutschkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Stichwort, Herbst, herbstlich, Jahreszeit, Äquinoktium, Ernte, herbsten, Wein, Federweißer, Storm]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/0104ec68.mp3" type="audio/mpeg" length="4376914"/>
   <itunes:duration>04:34</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 5 Oct 2009 06:28:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4604536,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Laus]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4604536,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Auf unserer Kopfhaut, im Haar des Affen und selbst auf der Leber – überall fühlt sich die Laus wohl. Wenn selbst das Anti-Lausmittel den Blutsauger wenig juckt, helfen nur Wortwitz, Reim und Symbolik.<br /><p>Man braucht sich ihrer nicht mehr zu schämen. Zwar ist es nach wie vor höchst unangenehm, wenn sie einen befallen haben, aber die Zeiten sind vorbei, da es ausschließlich Zeichen dauernder, starker Ungepflegtheit und/oder Armut war, wenn jemand Läuse hatte. </p>

<p><strong>Sie mögen es warm</strong></p>

<p>Mit Vorliebe treten sie da auf, wo viele Menschen zusammen sind, wo es für sie warm und gemütlich ist. Ganz besonders mögen Läuse Aufenthaltsorte wie Schulen und Kindergärten. Genauer gesagt die Spezies Kopflaus, also die Laus, die sich in den Haaren festsetzt. </p>

<p>Läuse sind klein. Flügellose Insekten, die nicht nur Menschen, sondern auch Säugetiere befallen; sie stechen und saugen Blut. Klingt ziemlich eklig. Wer Läuse hat, den juckt es und wen es juckt, der kratzt. Aber das wiederum juckt die Läuse wenig. Sie sind sehr anhänglich und nur schwer loszuwerden. </p>

<p><strong>Kleiner Scherz</strong></p>


<p>Diese bittere Erkenntnis findet sich auch in einem alten Scherz über das treueste Tier wieder: "Einer Laus, wohnt mehr Treue bei. Sie lässt den Mann nicht, wo er auch sei und sie lässt sich auch mit ihm henken… ." Dieser Spruch stammt aus einem "Ratbüchlein" des 16. Jahrhunderts. </p>

<p>Aber ganz so schlimm ist es nun doch nicht mit den Läusen. Es gibt durchaus Mittel und Wege, sie loszuwerden. </p>

<p><strong>Läusetöter</strong></p>

<p>Zum Beispiel den Läusekamm. Er hat besonders eng stehende feine Zinken, mit denen sich Kopfläuse auskämmen lassen. Scherzhafterweise werden auch ganz normale Kämme mitunter als "Lausrechen" bezeichnet. </p>

<p>Ein altbewährtes Mittel gegen Läuse ist ein Sud vom "Läusekraut". Das ist eine hübsch anzusehende hoch wachsende Pflanze mit gefiederten Blättern. Mit einer aus diesem Kraut gekochten Brühe wurden früher die verlausten Köpfe eingerieben. Inzwischen gibt es modernere Anti-Lausmittel. </p>

<p><strong>Lausende Affen</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Die einfachste, aber ziemlich unappetitliche Methode, Läuse loszuwerden, ist das "Lausen". Das bedeutet nichts anderes, als mit den Fingern den Kopf abzusuchen und die Laus samt den Nissen, das sind die Läuse-Eier, zu knacken, also zu zerdrücken. </p>

<p>Das "Selbstlausen" lässt sich bei den Affen trefflich beobachten. Diese lausen mit Hingabe und geradezu stoischer Ruhe sich und ihre Familienmitglieder. "Mich laust der Affe", ist allerdings eine Redensart, die höchstes Erstaunen und Befremden ausdrücken soll und nichts mit einer Entlausungsaktion durch einen Hausschimpansen zu tun hat. </p>

<p><strong>Laus-Vielfalt</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Läuse sind klein und gemein. Sie setzen sich nicht nur in der Behaarung fest, wie die Kopfläuse. Nein, es gibt auch Filz-, Kleider-, Schaf-, Blatt-, und Schildläuse. Allesamt sind sie hartnäckige und lästige Viecher. </p>

<p>Läuse hatten schon immer ein denkbar schlechtes Image. "Läuse haben", das hieß in schäbigen, dreckigen, unhygienischen Verhältnissen leben. Wo Läuse waren, war Armut und Elend. Diese ausschließlich negativen Konnotationen stecken in den Bedeutungen vieler Redensarten und Redewendungen. </p>

<p><strong>Redensarten</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Jemandem "eine Laus in den Pelz setzen" heißt, absichtlich Misstrauen erregen, jemanden wissentlich beunruhigen. Und wie das so ist, wenn einmal Misstrauen gesät ist, lässt es sich nur schwer wieder vertreiben. Ganz wie die Läuse, die sich ja tatsächlich gern im Pelz festsetzen. </p>

<p>Natürlich ist noch niemandem tatsächlich eine lebende "Laus über die Leber gelaufen". Dennoch ist dieser Ausdruck im alltäglichen Sprachgebrauch durchaus geläufig. Die Leber galt in alter Vorstellung als der Sitz der Gefühle und Stimmungen. Wenn einem also – so hieß es ursprünglich – "etwas über die Leber kroch", war die Stimmung getrübt, man war <strong>ver</strong>stimmt und missgelaunt. Aus diesem "Etwas" wurde wahrscheinlich deshalb die "Laus", weil auch sie ein kleines Etwas ist und außerdem liebt der Volksmund stabreimende Sprüche und so <strong>l</strong>äuft die <strong>L</strong>aus eben über die <strong>L</strong>eber. <br></p>

<p><strong>Lausige Zeiten</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Die Vorstellung von einem kleinen Etwas steckt auch in der Wendung "besser eine Laus im Kraut, als gar kein Fleisch." Mit anderen Worten. Ein wenig ist besser als gar nichts. </p>

<p>Während der grauen, dunklen Monate, wenn das Wetter "lausig" ist, wird man auch bei Minustemperaturen von "lausiger Kälte" sprechen. Wollen wir nicht hoffen, dass auch noch richtig "lausige Zeiten" auf uns zukommen. Hinter der scherzhaften Wendung "Kinder kauft Kämme, es kommen lausige Zeiten" steckt bitterer Ernst. </p>

<p><strong>Der Lausbub</strong></p>

<p>Apropos Kinder: Etwas Positives hat "Laus" doch. Zumindest als Bestimmungswort des Substantivs "Lausbub". Dieser ist die, in aller Regel, lausfreie Ausgabe eines Jungen, der in etwa mit dem ebenfalls – zumindest sprachlich – aus der Mode gekommenen Frechdachs zu vergleichen ist. </p>

<p>Der "Lausbub", in der Berliner Version ist es der "Lausejunge", ist stets zu Streichen aufgelegt. Er ist kein braver Junge, der sich nie schmutzig macht und als Mamas Liebling immer folgsam und ordentlich ist. Der Lausbub ist im Grunde seines Herzens ein guter Kerl. Pfiffig, witzig und, wenn es drauf ankommt, ein treuer Freund. </p>

<p><strong>Literarisches Denkmal</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Ludwig Thoma hat ihm in seinen "Lausbubengeschichten" zu Beginn des 20. Jahrhunderts das literarische Denkmal gesetzt. So gesehen ist die Laus, sofern sie <strong>im</strong> Buben steckt, durchaus sympathisch. Wir erwähnen gerne, dass es natürlich auch "Lausemädchen" gibt. Wahrscheinlich hatten ihnen die Lausbuben eine Laus in den Pelz gesetzt.</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Sprachkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Laus, Läuse, Läusekamm, Affen, Redensarten, Leber, Lausbub, Thoma, Lausemädchen]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/0104562A.mp3" type="audio/mpeg" length="5767176"/>
   <itunes:duration>06:01</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 28 Sep 2009 07:17:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4604723,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Führung]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4604723,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Ob in guten oder schlechten Zeiten: Führung ist gefragt. Selbstlos kann sie sein, oder autoritär. Bewirkt wird aber in jedem Falle etwas. Ob das Richtige, stellt sich meist erst im Nachhinein heraus.<br /><p><strong></strong></p>
<p>Wie soll es weitergehen? Wohin soll das alles führen? Was soll man machen? Wer weiß Bescheid mit Rat und Tat? Fragen, die vor allem in schlechten Zeiten gestellt werden, egal ob im öffentlichen oder im privaten Leben. Und da wird nach einer Führung gesucht, oder nach einem Führer. Obwohl dieser Begriff in Deutschland aus historischen Gründen immer mit einem Unbehagen benutzt wird.</p>

<p><strong>Führung – sprachlich betrachtet</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>"Führung" gehört rein sprachlich gesehen zu den Nomina, die von einem Verb abgeleitet sind. In unserem Falle von "führen". Dieses wiederum zählt zu den so genannten Veranlassungswörtern. Diese recht hölzern klingende Bezeichnung macht verständlich, was unter "führen" und "Führung" zu verstehen ist. </p>

<p>"Führen" hat zunächst einmal mit Bewegung zu tun. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Die Ausgangsbedeutung von "führen" ist "in Bewegung setzen" und "sich bewegen" – die enge Verwandtschaft mit dem Verb "fahren" kommt nicht von ungefähr.</p>

<p><strong>In Bewegung </strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>In den wirtschaftssprachlichen Begriffen "Einfuhr" und "Ausfuhr" klingt noch an, dass tatsächlich Güter hin- und hertransportiert werden – ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft. </p>

<p>Auch das kaufmännische "einen Artikel führen" für etwas, was zum Verkauf steht, rührt von der ursprünglichen Bedeutung von führen, da in früheren Zeiten die umherfahrenden, wandernden Kaufleute ihre Waren tatsächlich mit sich führten. </p>

<p><strong>Bildhaftes </strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Was geschieht, wenn wir ein Kind oder einen hilfsbedürftigen Menschen über die Straße führen? Wir setzen uns mit ihm in Bewegung und gelangen gemeinsam von A nach B. Auch wenn B nur die andere Straßenseite ist. </p>

<p>Wenn uns jemand an der Nase herumführt oder wir in Versuchung geführt werden, heißt das, etwas geschieht mit uns oder wir unternehmen etwas, was nicht zum erwünschten Ziel führt. Und: Wir werden geführt und führen nicht selbst. Das Bildhafte versinnbildlicht, was wir unter Führung verstehen. </p>

<p><strong>Führung = Leitung</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Nämlich, dass führen auch mit (An)leiten und mit Leitung zu tun hat. Das Lexikon definiert "Führung" mit der Ausübung von Macht, Autorität und Herrschaft. </p>

<p>Allerdings muss jemand, der führt, auch Orientierung schaffen und die Geschicke etwa eines Staates, eines Wirtschafts- oder eines Finanzunternehmens verantwortungsvoll steuern und kontrollieren. Bei diesen Beispielen wird vielleicht deutlich, wie schwer das Adjektiv "verantwortungsvoll" in diesem Zusammenhang wiegt. </p>

<p><strong>Führungsqualität in der Krise</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Nehmen wir die Führung eines Konzerns. Jene Personengruppe, die in der so genannten Führungsetage sitzt und die Geschicke des Betriebes leitet oder zu leiten versucht. Das Management also. Man spricht auch von Führungsmannschaft, um wie im Sport zu </p>
<p>betonen, dass man zusammengehört und einer für den anderen da ist. Das gilt auch dann, wenn eine Frau dabei sein sollte. </p>

<p>Nun kann es aber geschehen, dass sich trotz dieser Führungsmannschaft eine Führungskrise einstellt. Von dieser kann ein Bundesligaklub oder auch eine Regierung erfasst werden. Da heißt es dann, Führungsqualitäten zeigen oder das Handtuch werfen. </p>

<p><strong>Etwas bewirken</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Glücklicherweise gibt es immer Leute, die in solchen historischen Augenblicken Führungsansprüche geltend machen und die Führung des Fußballvereins, der Firma, des Staates zu übernehmen bereit sind. Wieso? Um ganz im ursprünglichen Wortsinne von "führen" etwas zu bewirken. Und das nicht unbedingt nur in schlechten Zeiten. Manchmal selbstlos, aber nicht immer. </p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Sprachkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Führung, Einfuhr, Ausfuhr, führen, bewegen, Leitung, leiten, Macht, Management, Staat]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/01044F66.mp3" type="audio/mpeg" length="3849833"/>
   <itunes:duration>04:01</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 21 Sep 2009 13:23:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1429365,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Dampf]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1429365,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Warm bis heiß und feucht, das ist er – der Dampf. Physikalisch ist seine Entstehung leicht zu erklären. In zwischenmenschlichen Beziehungen spielt er eine manchmal nicht unbedeutende Rolle, etwa beim "Hans Dampf".<br /><p>Es dampft: Etwa in einem türkischen Hamam, in Themalbädern und an Schwefelquellen. Auch wenn wir Wasser kochen oder eine Tasse mit einem heißen Getränk in den Händen halten, wenn es draußen kalt ist. Und wer kennt nicht, in der Erkältungszeit, das Handtuch über dem Kopf und denselbigen dann über einer Schüssel mit dampfendem Wasser. </p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Feuer und Dampf?</strong></p>

<p>"Dampf": Ein Wort, dessen Bedeutungsvielfalt vom Physikalischen – Stoff in gasförmigem Zustand, zum Beispiel Wasserdampf – bis in den Bereich zwischenmenschlicher Beziehungen reicht. "Jemandem einen Dämpfer aufsetzen" bedeutet, "ihn oder sie mäßigen, sein oder ihr übertriebenes Selbstgefühl mindern". So steht es im Lexikon.</p>

<p>Wir müssen nicht bis zu den indogermanischen Wurzeln von "Dampf", "dampfen" oder "dämpfen" vordringen; es genügt zu wissen, dass die ursprüngliche Bedeutung von "dämpfen" "das Feuer ersticken" war. Denn ein loderndes Feuer raucht so gut wie nicht. Schüttet man aber Erde oder Wasser darauf, erstickt es unter starker Rauchentwicklung und verlöscht schließlich.</p>

<p><strong>Der sanfte, leise Dampf</strong></p>
<p>So wie ganz wörtlich genommen ein Feuer gedämpft wird, lässt sich im übertragenen Sinn Vielerlei dämpfen. Erwartungen zum Beispiel. "Dämpfen" in diesem Sinne bedeutet "verringern". Gedämpfte Erwartungen führen zu gedämpfter Stimmung, der Dimmer an der Wohnzimmerlampe sorgt bei Bedarf für gedämpftes Licht. </p>

<p>Gegen Abend erscheinen die Farben der Natur in gedämpftem Licht; wir sprechen – wenn nicht alle Umstehenden mitkriegen sollen, was wir sagen – mit gedämpfter Stimme, der weiche Teppichboden dämpft das Geräusch unserer Schritte, in den Restaurants berieselt uns gedämpfte Musik. </p>
<p><strong>Dampf in Musik und Industrie</strong></p>

<p>Beispiele ohne Ende. Was nun aber die Musik betrifft, so gibt es für einige Streichinstrumente "Dämpfer" genannte Klammern, die auf den Steg gesetzt, die Tonstärke deutlich reduzieren, also dämpfen und überdies die Klangfarbe verändern; was jedoch nicht mit gedämpfter Musik gleichzusetzen ist. Die ist einfach leise oder undeutlich zu hören. Aus der Nachbarwohnung beispielsweise.</p>
<p>Lauter ging es da zu Zeiten der Dampfmaschine ab, die das Sinnbild der Industrialisierung schlechthin war. Dass die Eisenbahn mit den Dampflokomotiven, die auch Dampfrösser genannt wurden, das Verkehrswesen geradezu revolutionierte, ist hinlänglich bekannt. </p>

<p><strong>Dampf im Haushalt</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p>Auch im Haushalt geht es nicht ohne Dampf ab. Früher wurden Hosen und Hemden mittels eines feuchten Tuches beim Bügeln gedämpft. Schneller und einfacher geht das mit dem Dampfbügeleisen.</p>

<p>Nicht unbedeutend ist der Dampf auch in der Küche. Fisch, Fleisch, Gemüse, Kartoffeln werden gedämpft, also "durch Dampf gegart". Und das in einem Dampfkochtopf schonend und in kurzer Zeit. Im wahrsten Sinn des Wortes steht dieses Gerät wie jeder Dampfkessel unter Dampf, also unter Druck. Damit dieser Druck nicht so groß werden kann, dass der Topf in die Luft fliegt, gibt es ein Überdruckventil zum Dampfablassen. </p>

<p><strong>Hans Dampf</strong></p>
<p><strong></strong>Auch wir müssen mitunter "Dampf ablassen". Dann schimpfen wir lautstark über etwas oder über jemanden, das oder der uns aufgeregt hat. Vielleicht der "Hans Dampf in allen Gassen"? Dieser muss bei allem dabei sein, hat aber meist außer einer großen Klappe herzlich wenig zu bieten. Ein Schwätzer also, dem man so wenig Bedeutung beimessen muss wie dem Dampf, der sich auflöst und verfliegt. </p>
<p><br><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong>Dämpfen kann man …</strong></p>
<p>1.<strong> </strong>die Natur.</p>
<p>2. Kleidungsstücke.</p>
<p>3. Öl.</p>

<p><strong>Sinnbild der Industrialisierung ist …</strong></p>
<p>1. der Dampfkessel.</p>
<p>2. die Dampfmaschine.</p>
<p>3. die Dampfnudel.</p>

<p><strong>Ergänzen Sie: Hans Dampf …</strong></p>
<p>1. mit großer Klappe.</p>
<p>2. trinkt Glühwein.</p>
<p>3. in allen Gassen.</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag:</strong></p>
<p>Schreiben Sie eine kurze Geschichte über einen "Hans Dampf in allen Gassen". Verwenden Sie darin mehrere Sätze, in denen "Dampf" oder "dämpfen" vorkommen.</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Dampf, dämpfen, Dampfkochtopf, Hans Dampf, Dampfmaschine, Feuer, Thermal]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/01031C53.mp3" type="audio/mpeg" length="3596623"/>
   <itunes:duration>03:45</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 14 Sep 2009 06:56:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4544310,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Frau]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4544310,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Ob die Schöpfungsgeschichte Recht hatte, bleibt ein ewiger Zankapfel zwischen den Geschlechtern. Die deutsche Frau muss allerdings mit einem sprachgeschichtlichen Überbleibsel der angeblichen Abstammung vom Mann leben.<br /><p>Bei unserem heutigen Stichwort geht es um die Frau – allerdings weniger um die Sprachgeschichte dieses Wortes, als vielmehr um die Geschichte der Frau beziehungsweise der Frauen selbst. </p>

<p><strong>Von Adam und Eva</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Beginnen wir ganz vorne. Bei Adam und Eva sozusagen. Ob man – oder frau – nun an die Schöpfungsgeschichte des Alten Testaments glaubt oder nicht. Sie bestimmt bis heute – zumindest teilweise – das Frauenbild in den meisten Ländern der Welt. Dass sich die Frau dem Manne unterzuordnen habe und ihrem Wesen nach unselbstständig sei, war nicht nur für die Kirchenväter eine klare Sache. Denn schließlich wurde die Frau ja aus einer Rippe Adams geschaffen, gewissermaßen als Nebenprodukt der Schöpfung.</p>

<p>Dass nun ausgerechnet diese Passage aus der Bibel das Bild der Frau geprägt hat, ist nicht verwunderlich. Theologie und damit auch die Auslegung der Bibel war Männersache. Dabei gibt es im Alten Testament Texte, in denen die Frau ganz anders gesehen wird. </p>

<p><strong>"Biologisch minderwertig"</strong></p>

<p>Im Ersten Buch Mose zum Beispiel werden Mann und Frau als gleichrangige Ebenbilder Gottes dargestellt. Und dann gibt es noch das Preislied Salomos und vor allem das Hohelied auf die Frau. Aber durchgesetzt hat sich – wie gesagt – die Geschichte mit der Erschaffung der Frau aus dem Körper des Mannes.</p>

<p>Im Hochmittelalter gab es nicht wenige Gelehrte, die damit die absolute Pflicht zum Gehorsam, ja zur Unterwerfung der Frau gegenüber dem Mann begründeten. Einer von ihnen war Thomas von Aquin. Er fand sich von Aristoteles bestätigt. Dieser wiederum hatte die Frau als verfehlten Mann, ja sogar als biologisch minderwertiges Wesen gesehen.</p>
<p><strong><br></strong> </p>
<p><strong>Politische Mündigkeit</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Was in manchen Ländern und Kulturen immer noch – durch vor allem männliche – Köpfe geistert, hat in diesem Frauenbild seinen Ursprung. Kein Wunder, dass auch im öffentlichen Leben, in Staat und Gesellschaft, wie es immer so schön heißt, den Frauen deshalb eine untergeordnete Rolle zugewiesen wurde.</p>

<p>Dass sich daran in den letzten Jahrzehnten etwas geändert hat, ist ausschließlich den Frauen selbst zu verdanken. Die Französinnen zum Beispiel konnten sich erst 1944 das Wahlrecht erkämpfen. Die deutschen Frauen immerhin schon 1918. Damit war wenigstens die politische Mündigkeit der Frauen erreicht.</p>

<p><strong>Gleichberechtigung im Beruf?</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Die Gleichberechtigung von Mann und Frau wurde in Deutschland 1958 auch gesetzlich vollzogen. Der Ehemann hatte nicht mehr das letzte Wort in vielen Familienangelegenheiten. Im Berufsleben jedoch lässt die Gleichberechtigung weiterhin auf sich warten, obwohl sich vieles verändert hat. Noch in den 90er Jahren wurde in der Zeitung gefragt, ob es nicht ein Sicherheitsrisiko sei, wenn eine britische Fluggesellschaft eine Pilotin einstelle. Die Begründung: Pilot sei ein typischer Männerberuf.</p>

<p>Und was sind typische Frauenberufe? Erzieherin, Arzthelferin, Sekretärin, um nur einige zu nennen. Geschuldet ist dies nicht nur dem traditionellen Rollenverständnis. Viele Frauen selbst glauben immer noch, einen Beruf ergreifen zu müssen, in dem sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen können.</p>

<p><strong>Sprachgeschichte</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>"Frauenbewegung" – "Die Frau in Kunst und Literatur" … Viel gibt es noch zu sagen zum Stichwort "Frau". Belassen wollen wir es zum Schluss bei einem sprachgeschichtlichen Hinweis. </p>

<p>Das Wort "Frau" kommt von "frouwe". Dieses wiederum stammt vom althochdeutschen "fro" ab, was – wer hätte es erwartet – "Mann" beziehungsweise "Herr" bedeutete. So stammt also die Frau, zumindest sprachgeschichtlich, vom Manne ab.</p>

<p><strong>Männliches Überbleibsel</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Aber der "fro" ist inzwischen so gut wie ausgestorben. Nur einmal im Jahr taucht er noch auf. Als katholischer Feiertag am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Da ist "Fronleichnam".</p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Laut der Bibel wurde Eva geschaffen aus Adams …</strong></p>
<p>1. Hüfte.</p>
<p>2. Nase.</p>
<p>3. Rippe.</p>

<p><strong>Thomas von Aquin war der Meinung, dass die Frau dem Mann …</strong></p>
<p>1. ebenbürtig war.</p>
<p>2. untertan sein solle.</p>
<p>3. befehlen sollte.</p>

<p><strong>Seit 1918 wählen dürfen Frauen in … </strong></p>
<p>1. Italien.</p>
<p>2. Frankreich.</p>
<p>3. Deutschland.</p>

<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Frauen haben sich in vielen Ländern eine gleichberechtigte Stellung erworben. Erstellen Sie einen Text, in dem Sie begründen, ob Sie für oder gegen die Gleichberechtigung von Mann und Frau sind. Diskutieren Sie Ihre Positionen in der Gruppe.</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Stichwort, Frau, Adam, Eva, Bibel, Schöpfungsgeschichte, Thomas von Acquin, Wahlrecht, fro, Fronleichnam]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/0102841F.mp3" type="audio/mpeg" length="4009952"/>
   <itunes:duration>04:11</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 7 Sep 2009 07:32:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,945047,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Ton]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,945047,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Politiker, Sänger, Musiker, Handwerker: Alle müssen ihn richtig beherrschen, den Ton. Ansonsten kommt es zu Misstönen und Verstimmungen. Und die will ja keiner.‎<br /><p>Hört man manche Politiker, meint man, Handwerker vor sich zu haben. Da wird etwas eingeräumt, unterstrichen oder ausgeräumt, was gerade eben eingeräumt werden musste. Zur Bestätigung wird es dann noch ausdrücklich oder nachdrücklich betont.</p>

<p><strong>Im Ton vergreifen</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Nicht nur in der Politik spielt der Ton eine wichtige Rolle, nicht nur Politiker können sich auch einmal im Ton vergreifen. Nein, jeder kann es. So verletzen wir zum Beispiel in großer Aufregung und Wut den guten Ton und brüllen unser Gegenüber derart an, dass er oder sie keine Töne mehr hat. Reuevoll geben wir dann zu, dass in einem solchen Ton nicht miteinander umgegangen werden kann und schlagen versöhnliche Töne an. </p>

<p>In demütiger Einsicht wird uns in solchen Situationen deutlich, dass die Redensart "Der Ton macht die Musik" tatsächlich ihre Entsprechung im richtigen Leben findet. Bevor wir es vergessen und sich die ungezählten Töpferinnen und Töpfer in aller Welt um die Erwähnung <em>ihres</em> Tons betrogen fühlen: Wir wollen wenigstens jenes feinkörnige Sediment von gelblicher bis grauer Farbe erwähnen, aus dem die wundervollsten Gefäße, auch Tontöpfe, mit kundiger Hand hergestellt werden.</p>

<p><strong>Luftschwingung</strong></p>

<p>Was den tönenden Ton angeht, so finden wir folgende Definition im Lexikon: Ein Ton ist "eine vom Gehör wahrgenommene gleichmäßige Schwingung der Luft, die im Unterschied zum Klang keine Obertöne aufweist".</p>

<p>Wir müssen nicht die endlose Reihe von Adjektiven aufzuzählen beginnen, die den Ton in seinem Charakter näher bestimmen. In der Musik ist der Unterschied zwischen Klang und Ton fließend. </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Redensarten</strong></p>

<p>Wenn man vom runden und weichen Ton beispielsweise einer Altstimme spricht, so ist natürlich gleichermaßen der Klang dieser Stimme gemeint. Die zarten Töne, die der Pianist auf dem wunderbar klingenden Flügel anschlägt, sind ebenfalls Klang. </p>

<p>Übrigens: Die Redensart "den falschen Ton anschlagen" ist direkt aus der musikalischen Praxis genommen. Wenn der Pianist während des Spiels eine falsche Taste anschlägt, ergibt dies eben einen Misston. Auch der Ausdruck "sich im Ton vergreifen" hat seinen Ursprung in der Musik. Es ist der Alptraum jedes Musikers, der ein Saiteninstrument spielt, sich während eines Konzerts zu vergreifen. Passiert ist passiert. Keine Möglichkeit zur Korrektur. Auch ein Halb- oder nur ein Viertelton daneben bleibt daneben. </p>

<p><strong>Stimmige Töne</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Als Stimmton zur Einstimmung von Einzelinstrumenten gilt in der traditionellen abendländischen Musik der so genannte "Kammerton", das auf 440 Hertz festgelegte, eingestrichene "A". Er ist gewissermaßen "tonangebend". Jemand, der – in übertragener Bedeutung – den Ton angibt, ist allerdings nicht unbedingt eine Orientierungshilfe für Wohlklang und Harmonie. </p>

<p>Harmonie sollte herrschen, wenn man nach der Redensart "Der Ton macht die Musik". handelt. "Ton" stammt vom lateinischen Wort "tonus", das wiederum dem griechischen "tónos" entstammt. Es bedeutet nichts anderes als das Anspannen der Saiten. Jedes Saiteninstrument wird durch das "Anspannen" der Saite beziehungsweise der Saiten auf die richtige Tonhöhe gebracht. Es wird "gestimmt". Die richtigen Töne, die jemand im zwischenmenschlichen Umgang anschlägt, sorgen dann auch für die harmonische Stimmung.</p>

<p><strong>Einsingen</strong></p>

<p>Wenn wir von Musik, Ton, Instrumentenstimmung sprechen, dürfen wir die menschliche Stimme nicht vergessen. Auch der Sänger, die Sängerin stimmt sich gewissermaßen durch das "Einsingen" ein. </p>

<p>Nur so ist gewährleistet, dass sich der Wohlklang, die Klangschönheit einer Gesangsstimme entfalten kann. Für Klangschönheit gibt es ein Wort, das dem italienischen Kunstgesang vom 17. Jahrhundert an den Namen gegeben hat: "Belcanto". </p>
<p><strong><br></strong> </p>
<p><strong>Belcanto</strong></p>

<p>Er bedeutet weit mehr als nur den richtigen Ton zu treffen. Das wollen wir an dieser Stelle doch einmal ganz deutlich unterstreichen sowie ausdrücklich und nachdrücklich betonen. Und das, ohne uns im Ton zu vergreifen. Denn schließlich macht ja der Ton die Musik.</p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>Die Redewendung sich im Ton vergreifen bedeutet, …</strong></p>
<p>1. dass man den guten Ton verletzt und sein Gegenüber anbrüllt.</p>
<p>2. dass die Saite einer Geige reißt.</p>
<p>3. dass unsere Lieblingsvase zerbricht.</p>

<p><strong>Das Wort Ton kommt vom lateinischen …</strong></p>
<p>1. tonus.</p>
<p>2. tinnitus.</p>
<p>3. tonnage.</p>

<p><strong>Welche Redewendung ist richtig?</strong></p>
<p>1. Der Ton macht die Musik. </p>
<p>2. Die Musik macht den Ton.</p>
<p>3. Der Ton mag die Musik.</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag </strong></p>
<p>Schreiben Sie einen Text, in dem Sie mindestens zehn Wörter und Redewendungen verwenden, in denen Ton vorkommt.</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Stichwort, Deutschkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Ton, Töne, Wohlklang, Töpfer, Pianist, Musik, Saite, tonus, Belcanto]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/0102D2F4.mp3" type="audio/mpeg" length="4139637"/>
   <itunes:duration>04:19</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 31 Aug 2009 06:55:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4541556,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Gewürze]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4541556,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Märkte werden durch ihre Farbenpracht und ihren Duft bereichert. Fade schmeckt ein Essen ohne sie. Früher hart umkämpft und ein Monopol der Gewürzhändler, können sie inzwischen überall und von jedem gekauft werden.<br /><p>Im Fernsehen war zuletzt die Werbung für eine Aromasäule zu sehen. Eine nette Dame erklärte deren wundersame Wirkung. Sie wissen nicht, was das ist, eine Aromasäule?</p>

<p><strong>Künstliche Aromen</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Aroma kennen wir: Würziger Wohlgeruch, auch Duft. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Gewürz". Dieses, das Gewürz, ist unser heutiges Stichwort. Es ist aber ohne Aroma undenkbar und bedarf der wohldosierten Einleitung. Gewürze verbreiten einen aromatischen Duft. Man braucht nur an Weihnachtsmärkte zu denken, mit ihrem Duft von Glühwein, Lebkuchen und gebrannten Mandeln.</p>

<p>Aromasäule. Die in der erwähnten Werbung sah aus wie ein großer Schnorchel aus Edelstahl. Gefällig anzusehen, stand sie da neben einem riesigen Regal mit Obst und Südfrüchten und blies den selbstverständlich künstlichen Duft einer exotischen Gewürz- und Aromamischung in die Luft. Aus eigener Kraft können die gespritzten Zitrusfrüchte, die von langer Reise ermüdeten Papayas nebst den kalifornischen Trauben nicht mehr jenen köstlichen aromatischen Duft verbreiten, der uns das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Aromasäulen, auch diese gehören zur Kulturgeschichte der Gewürze und Aromastoffe.</p>

<p><strong>Hart umkämpft</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Kann man sich heute noch vorstellen, dass um Gewürze Kriege geführt wurden? In der Tat war besonders die Muskatnuss, so seltsam es klingt, ein hart umkämpftes Gewürz. Der Muskatbaum kommt von den Molukken – von den "Gewürzinseln", wie diese Inselgruppe auch genannt wird. Arabische Händler brachten Muskatnüsse über das Indische Meer, über die Gewürzstraßen des Vorderen Orients und schließlich über das Mittelmeer nach Europa. Dort sind sie seit dem frühen Mittelalter bekannt.</p>

<p>Muskatnüsse, ja Gewürze überhaupt, waren zu jenen Zeiten sündhaft teuer. Kein Wunder, dass die Seefahrervölker des ausgehenden Mittelalters mit allen Mitteln versuchten, sich die fernöstlich-indischen Köstlichkeiten selbst zu verschaffen. Bei diesem Bemühen wurde zum Beispiel der Seeweg nach Indien um das Kap der Guten Hoffnung entdeckt. 1512 landeten die Portugiesen auf den Gewürzinseln. Lissabon wurde zum europäischen Haupthandelsplatz für Gewürze.</p>

<p><strong>Reiche Pfeffersäcke</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Portugal musste sich schließlich der niederländischen und englischen Konkurrenz beugen. Die Eingeborenen der Gewürzinseln wurden ausnahmslos versklavt, Holländer und Engländer waren die neuen Herren. Ihre Kolonialreiche entstanden auf der Grundlage des Handels mit Gewürzen. Dort, wo der Pfeffer wächst, weit weg von Europa, wuchsen die aromatischen Köstlichkeiten, die bald die Speicher der reichen Kaufleute in Amsterdam und London füllten.</p>

<p>Die "Pfeffersäcke", wie man die reichen Gewürzhändler nicht umsonst nannte, wussten sehr wohl, wie ihre Geldsäcke zu füllen waren. Wer heimlich Muskatbäume kultivierte, um das Monopol zu umgehen, musste mit der Todesstrafe rechnen. Um die Preise hochzuhalten, griffen die Handelsherren im 18. Jahrhundert zu einem Mittel, das uns modernen Wohlstandsmenschen durchaus vertraut ist: Kostbarste Gewürze wurden tonnenweise vernichtet – ins Meer gekippt oder verbrannt.</p>

<p><strong>Alle Wohlgerüche Arabiens</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Aus dieser Kolonialzeit stammt auch das Wort "Kolonialwaren". In den entsprechenden Kolonialwarenläden herrschte ein Duft, der eine Mischung aus allen Wohlgerüchen Arabiens und sämtlichen denkbaren Aromen war. Inklusive dem von Salzheringen und Gewürzgurken. Dagegen ist eine Aromasäule ein mickriger Geruchsverteiler.</p>


<p><strong></strong> </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Der Muskatbaum stammt ursprünglich …</strong></p>
<p>1. von den Gewürzinseln</p>
<p>2. von den Seychellen-Inseln.</p>
<p>3. von den Galapagos-Inseln.</p>

<p><strong>Die Seefahrer entdeckten den Seeweg … das Kap der Guten Hoffnung.</strong></p>
<p>1. über</p>
<p>2. um</p>
<p>3. auf</p>


<p><strong>"Pfeffersäcke" war die negative Bezeichnung für …</strong></p>
<p>1. eine bestimmte Kleidermode.</p>
<p>2. Säcke mit Pfefferkörnern.</p>
<p>3. für reiche Gewürzhändler.</p>

<p><strong>Arbeitsauftrag </strong></p>
<p>Erfinden Sie eine kleine Geschichte von jemandem, der auf einem Markt verschiedene Gewürze Ihres Heimatlandes einkauft. Beschreiben Sie den Geschmack, den Geruch und das Aussehen der Gewürze. </p>



<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Stichwort, gewürze, Aroma, Aromasäule, Duft, Pfeffersäcke, Molukken, Muskatnuss, Kolonialwaren]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/01023BFF.mp3" type="audio/mpeg" length="3610042"/>
   <itunes:duration>03:46</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 24 Aug 2009 07:23:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1322456,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Tüte]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1322456,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Schultüte, Knalltüte, Flüstertüte – in verschiedenen Arten gibt es sie, die Tüte. Die Ursprungsform hat sich jedoch nicht verändert. Dazu zunächst einmal die folgende Sprechübung.<br />
<p>Sagen Sie doch mal "TuuT". Und jetzt bitte noch mal – mit schön langem "u". "Tuuut". Genau! Sie haben soeben das Stichwort der Woche in seiner lautmalerischen Urform von sich gegeben. Wir kennen das Tuten vor allem als Geräusch im Hafen. Wenn die Schiffe rausfahren oder vom Meer zurückkommen, schicken sie als Abschiedssignal oder zur Begrüßung ein Tuten übers Wasser. "Tuthorn" oder "Blashorn" waren die alten Wörter für diese Art von – nennen wir sie – "lautgebenden Signalinstrumenten". </p>

<p><strong>Attraktion zur Schuleinführung</strong></p>

<p>Die Form, ähnlich der einer Tüte oder eines Horns hat sich bis heute erhalten. Man kann das an den Signalhörnern von Rettungswagen und großen LKW sehen. So ein altes Tuthorn erinnert der Form nach auch an einen Trichter oder – jetzt kommt's: an eine Tüte. </p>

<p>Sie werden fragen, weshalb nun ausgerechnet "Tüte" unser Stichwort ist. Nun, die Ferien sind in den meisten Bundesländern zu Ende und viele Kinder müssen nun zum ersten Mal in die Schule. </p>

<p><strong>Die Schultüte</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Man erkennt die kleinen Schulanfänger daran, dass die allermeisten mit einer Schultüte unterwegs sind. Oft ist sie größer als die ABC-Schützen selber. Sie ist bunt, oben mit lustigen Schleifen zugebunden – und ja: Was ist drin? </p>

<p>Früher waren es Süßigkeiten, ein paar Buntstifte oder das legendäre "Schulmäppchen", in dem alle Mal- und Schreibutensilien untergebracht waren. Heute sind in den Schultüten immer noch süße Sachen, aber auch schon mal ein kleiner High-Tech-Taschenrechner und Geräte wie "game-boys" finden sich in den Schultüten. </p>

<p><strong>Die Einkaufstüte</strong></p>

<p>Nun aber zu den schlichteren Tüten, zu diesen ganz normalen Behältnissen aus Papier. In einem alten Wörterbuch findet sich eine drollige und gleichermaßen sehr treffende Definition. Danach ist "Tute" beziehungsweise "Tüte" "das trichterförmig aus Papier gedrehte Behältnis für trockene Kaufmannswaren seit dem 16. Jahrhundert". </p>

<p>In Papiertüten lässt sich in der Tat fast alles – außer Flüssigkeiten – verpacken. Die klassische braune dreieckige Spitztüte gibt es immer noch. Das Abfüllen von Waren in solche Spitztüten war typisch für die so genannten Tante-Emma-Läden. </p>

<p><strong>Gefangene mussten Tüten kleben</strong></p>

<p>Die Kleinkaufleute, auch Krämer genannt, wurden oft – man mag sich fragen wieso eigentlich – geringschätzig als Tütchenkrämer, Tütenkleber oder Tütendreher bezeichnet. Das Tütenkleben war früher vornehmlich eine Tätigkeit für Strafgefangene. </p>

<p>Wenn man sagte, "der ist Tüten kleben" war damit gemeint, dass jemand im Gefängnis einsaß. Eine Tüte selber herzustellen, sie zu drehen, ist ganz einfach. Marktfrauen und Französinnen, die in Bäckereien arbeiten, können das noch. Einfach mal zuschauen. </p>

<p><strong>Die Knalltüte</strong></p>

<p>Inzwischen haben die rechteckigen und teilweise sehr stabilen Plastiktüten den guten alten Papiertüten längst den Rang abgelaufen. Allerdings sind Papiertüten aufgrund eines gesteigerten Umweltbewusstseins wieder im Kommen. Tüten sind ideale Werbeträger. "Qualität. </p>

<p>Was anderes kommt nicht in die Tüte" lautet der Slogan einer Bäckerei. Der Ausdruck "Das kommt nicht in die Tüte" ist seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in der deutschen Sprache verbreitet und stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus Berlin. Diese Redewendung ist Ausdruck kategorischer Ablehnung. </p>

<p><strong>"Du Knalltüte"</strong></p>

<p>Möglich, dass auch das Wort "Knalltüte" aus Berlin kommt. Die "Knalltüte" gibt es wirklich. Wir kennen alle den Spaß: Eine Papiertüte aufblasen, sie fest zudrehen und dann auf eine feste Unterlage hauen. </p>

<p>Unter dem Stichwort "mathematische Basteleien" gibt es im Internet eine Anleitung, wie man eine Knalltüte selber falten kann. Wäre doch was für Schulanfänger. Oder? Die "Knalltüte" hat auch eine übertragene Bedeutung. Als Schimpfname für einen Dummkopf oder Spinner sagt man auch: "Der ist vielleicht eine Knalltüte!" </p>

<p><strong>Das Geheimnis der Flüstertüte</strong></p>

<p>Und jetzt wird es höchste Zeit für die "Flüstertüte". Das ist ein Schallverstärker aus Blech, geformt wie eine Tüte, allerdings mit einer kleinen Öffnung am spitz zulaufenden Ende. Die Flüstertüte hat einen Griff, mit dem man sie sich vor den Mund hält. Wenn man in normaler Lautstärke in die Flüstertüte spricht, wird der Schall verstärkt und in eine Richtung gelenkt. </p>

<p>Selbst ein Flüstern ist so deutlich und in größerem Abstand zu hören. Sie liegen mit Ihrer Vermutung richtig. Das Megaphon ist nichts anderes als eine moderne, mit Verstärker und Elektronik ausgestatte Flüstertüte. </p>

<p><strong>Flüstertüte für jedermann</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Übrigens: Jeder hat so eine Flüstertüte. Einfach die beiden Hände trichterförmig um den Mund schließen - und dann "Tuuut" machen.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>Was kann nicht in Papiertüten verpackt werden?</strong></p>
<p>1. Gebäck. </p>
<p>2. Käse.</p>
<p>3. Flüssigkeiten.</p>

<p><strong>Tüten wurden früher vor allem geklebt von …</strong></p>
<p>1. Kindern.</p>
<p>2. Strafgefangenen.</p>
<p>3. Piloten.</p>

<p><strong>Wenn jemand sagt Das kommt nicht in die Tüte, dann …</strong></p>
<p>1. kauft jemand bestimmte Dinge nicht.</p>
<p>2. benutzt jemand keine Tüten.</p>
<p>3. lehnt jemand etwas ab.</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag </strong></p>
<p>Beschreiben Sie, wie Ihr erster Schultag verlaufen ist. War er für Sie und Ihre Familie etwas Besonderes? Hatten Sie auch eine Schultüte?</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Stichwort, Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch im Fokus, Schultüte, Tüte, Knalltüte, Tante-Emma, Tuten, Tuthorn]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/01006dfa.mp3" type="audio/mpeg" length="4834344"/>
   <itunes:duration>05:02</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 17 Aug 2009 06:41:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1273283,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Suche]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1273283,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Dem erleichterten Finden von Dingen geht oft ein langes und nervenraubendes Suchen voran. Dabei gibt es neben dem alltäglichen Suchen des Wohnungsschlüssels auch die schwierigere Suche nach Arbeit oder einem Partner.<br /><p>In Zeiten der Ratlosigkeit ist guter Rat ganz besonders teuer, wenn das allgemeine Schulterzucken in völliger Erstarrung endet und also gar nichts mehr geht. Aber irgendwo muss es doch Hilfe geben, eine Lösung. "Suchet, dann werdet ihr finden" heißt es im Matthäusevangelium; und in dieser geradezu nüchtern anmutenden Feststellung ist die Voraussetzung jeglicher Findung und allen Findens genau benannt: "Die Suche". Beziehungsweise "das Suchen". Ein Stichwort, das wie fast alle große und kleine Bedeutung annehmen kann. </p>

<p><strong>Alltags-Suche</strong></p>

<p>Denken wir nur, alle Brillenträgerinnen und Brillenträger werden zustimmend nicken, an die lästige Brillensuche, die sich insofern fatal erschwert, weil wir sie – die Brille – ja zum Suchen bräuchten! Auch die Suche nach den Schlüsseln und der Telefonnummer von Herrn Müller, von dem man dummerweise nur den Nachnamen weiß, gehört zu den eher banalen Suchaktionen. </p>

<p>Wer indessen eine Wohnung, einen Partner respektive Partnerin oder gar Arbeit sucht; für den hat "Suche" einen ganz anderen Klang. Aber alles außer der Partnersuche wird einfacher, da ja ständig und überall nach Lösungen für welches Problem auch immer gesucht wird. Nur: Eigentlich interessiert uns die "Suche" ja nicht. Das Finden ist wichtig. Aber wie das so ist im Leben: Kein "Finden" ohne das "Suchen". </p>

<p><strong>Schwierige Partnersuche</strong></p>

<p>Damit eine Suche erfolgreich ist, das Gesuchte also gefunden werden kann, sollte man genau wissen, wonach man wo und wie sucht. Nehmen wir die Partnersuche. In den einschlägigen Suchanzeigen lässt sich nachlesen, was man/Frau sucht. Meist sind es die sprichwörtlich eierlegenden Wollmilchsäue in Menschengestalt, die den Partner fürs Leben abgeben sollen. Schwer zu finden. Das ist wie mit der berühmten Stecknadel im Heuhaufen. Fast aussichtslos, da fündig zu werden. </p>

<p>Was also tun? Weitersuchen oder die Suche aufgeben beziehungsweise nach anderen, bescheideneren Kriterien fortsetzen? Ein Glücksfall, wenn sich von einem Pärchen sagen lässt: "Die Zwei haben sich gesucht und gefunden". Wobei mit dieser Redensart ganz allgemein gesagt wird, dass zwei Menschen besonders gut zueinander passen.</p>

<p><strong>Die Suche im Beruf</strong></p>

<p>Suchen beinhaltet Bewegung. Im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Jeder Suchende bewegt sich auf ein Ziel zu oder versucht es zumindest. Ob es der Gottsucher ist – um ein extremes Beispiel zu nennen – oder der Philosoph, der nach dem Sinn des Lebens sucht oder einfach jemand, der sich beim Wandern oder in der Großstadt verlaufen hat, sie alle suchen nach einem Weg und dieser soll selbstverständlich der richtige sein. </p>

<p>Den sucht selbstverständlich auch der Bergmann, dessen Ziel das Ausfindigmachen von ertragreichen Lagerstätten ist. Es verwundert nicht, dass "suchen" ursprünglich ein Zeitwort der Bewegung war – ganz im wörtlichen Sinne und noch genauer ein Wort aus der Jägersprache: "Witternd nachspüren". Da haben wir den Hund des Jägers vor Augen, wie er schnüffelnd eine Spur aufnimmt, dieweil der Hase das Weite sucht und – da sind wir auf der Seite von Meister Lampe – es hoffentlich auch findet. </p>

<p><strong>Tiere mit Spürsinn</strong></p>

<p>Such- oder Spürhunde sind verlässliche und äußerst findige Tiere; wie auch unsere französischen Freunde, die Trüffelschweine. Da weiß man, was man hat. </p>



<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>Eine Suche endet im besten Fall mit …</strong></p>
<p>1. dem Aufgeben.</p>
<p>2. mit einer Pause.</p>
<p>3. mit dem Finden.</p>

<p><strong>Der Ausspruch Die zwei haben sich gesucht und gefunden bedeutet: …</strong></p>
<p>1. Zwei Menschen geraten in einen Streit.</p>
<p>2. Zwei Menschen leben in einer Wohngemeinschaft.</p>
<p>3. Zwei Menschen passen besonders gut zueinander.</p>

<p><strong>Der Philosoph sucht …</strong></p>
<p>1. den Sinn des Lebens.</p>
<p>2. den Geburtsort von Siegmund Freud.</p>
<p>3. neue Rohstoffe.</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag </strong></p>
<p>Haben Sie sich schon einmal in einer fremden Stadt verlaufen und den Rückweg gesucht? Schreiben Sie Ihre Erlebnisse auf und tragen den Text in der Gruppe vor. </p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Stichwort, Sprachkurse, Deutschkurse, Deutsch im Fokus, Deutsch lernen, Suche, Suchen, Finden, Brille, Heuboden, Partner, Spürhunde]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/010037b7.mp3" type="audio/mpeg" length="3442817"/>
   <itunes:duration>03:35</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 10 Aug 2009 08:29:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,921331,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Landpartie]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,921331,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Schöne Sommertage, laue Luft – ein guter Anlass für ein Picknick im Freien. Es klingt etwas altmodisch und nicht sehr aufregend, aber ist das nicht gerade das Schöne daran?<br /><p>Es ist Ferienzeit. Sommer. Reiseverkehr. Hochsaison. Vielleicht ein bisschen Ruhe gefällig? Nicht auf die Autobahn, nicht ins Flugzeug? Zuhause bleiben und dennoch hinaus? Ausfliegen? Versuchen wir es doch einmal mit einer Landpartie, einem "Ausflug aufs Land" wie das Lexikon dieses herrlich altmodische Wort erklärt. </p>

<p><strong>Entspannte Trägheit</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Sicher, Ausflug ist richtig, aber eine Landpartie ist doch noch etwas mehr, doch noch ein bisschen etwas anderes als ein Ausflug. Wir denken zum Beispiel an die runden Strohhüte der Damen mit dem blauen oder hellroten Band, zum getupften Sommerkleid passend. Die Herren tragen legere und selbstverständlich lange Hosen, beige ärmellose Westen und heben die geflochtenen Körbe mit Leckereien und Getränken aus der offenen Kutsche. </p>

<p>Ja, zugegeben, wir sind mitten in einem Genrebild des Biedermeier, der Romantik oder des Impressionismus und machen eine Landpartie. Die Kinder spielen mit dem Ball oder rennen mit dem Hund um die Wette, Schmetterlinge fliegen, alle sind guter Dinge. Es geschieht eigentlich nichts. Man sitzt auf bunten Decken im Gras einer Lichtung oder in einer Wiese, vielleicht hat jemand eine Hängematte mitgebracht, die hinten links zwischen den beiden Bäumen aufgespannt wird. </p>

<p><strong>Picknick à la française</strong></p>

<p>Eine leichte Bewegung entsteht, als die großen Servietten ausgebreitet werden; es geht ans Essen. Man picknickt. "Picknick", meldet sich wieder das Lexikon: "Imbiss, Mahlzeit im Freien". Das bedarf der Ergänzung. </p>

<p>Wir finden das Wort im Französischen, am Ausgang des 17. Jahrhunderts. "Un pique–nique", das ist ein Mahl im Freien, zu dem jeder Teilnehmer etwas beiträgt. Köstlichkeiten zumeist; kleine Pasteten, feiner Schinken, vielleicht etwas gebratenes Huhn, Obst, ein frischer Käse und knuspriges Brot, von allem ein bisschen. Zum Trinken gibt es leichten gekühlten Wein und Wasser. </p>
<p> <strong> </strong></p>
<p><strong>Die Picknick-Ausrüstung</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>In einem Schriftstück aus dem Jahre 1786 wird behauptet, "die Piquenics haben ihren Namen von einem Traiteur in Berlin, welcher sie zuerst veranlasst hat." Das Wort selbst ist jedoch schon 1694 gebucht, zumindest gibt das französische Wörterbuch "Le Petit Robert" diese Auskunft. </p>

<p>Wie auch immer, es geht also ans Verspeisen diverser Delikatessen und dazu gibt es das Picknick-Besteck aus dem Picknick-Koffer. Eine richtige Landpartie kommt eigentlich ohne Picknick nicht aus. Ein Ausflug schon. </p>

<p><strong>Lauschige Landpartie</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Eine Landpartie, das ist die gemächliche Fahrt zu einem lauschigen Plätzchen, an dem es sich alle genüsslich bequem machen und es sich gut gehen lassen. Irgendwann, ein bisschen träge geworden, geht es wieder nach Hause. Die Landpartie ist etwas ohne jede Anstrengung. Sicher, man geht ein paar Schritte, vielleicht um Kirschen zu pflücken, aber sonst? </p>

<p>"Man wandert nicht mehr durch Wald und Fluren. Man macht nur "Partien" und "famose Touren"." Der erzürnte Reim entstand sicher ungewollt; jedenfalls war man im Jahre 1910 sehr erbost über das modische Fremdwort "Partie", das aus dem verruchten Frankreich in deutsche Lande eingesickert war. </p>

<p><strong>Aus der Mode</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Längst gilt das Wort als veraltet. Démodé sozusagen. Aber was es bedeutet, ist doch eigentlich ganz schön und könnte durchaus auch weiterhin so genannt werden. </p>

<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>Man verbringt eine Landpartie …</strong></p>
<p>1. im Kaufhaus.</p>
<p>2. im Büro.</p>
<p>3. auf dem Land.</p>

<p><strong>Ein Imbiss im Freien ist ein …</strong></p>
<p>1. Menü.</p>
<p>2. Frühstück.</p>
<p>3. Picknick.</p>

<p><strong>Bei einer Landpartie …</strong></p>
<p>1. wandert man sehr viel und geht danach schwimmen.</p>
<p>2. arbeitet man in einem anderen Land.</p>
<p>3. macht man es sich bequem und lässt es sich gut gehen.</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag </strong></p>
<p>Wie stellen Sie sich eine Landpartie vor? Beschreiben Sie, wo und mit wem sie gerne eine Landpartie machen möchten und was Sie alles für ein Picknick mitnehmen wollen.</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Stichwort, Deutschkurse, Deutsch lernen,  Deutsch im Fokus, Landpartie, Picknick, Ferienzeit, Ausflug, Natur, Biedermeier, Imbiss, Picquenics]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/00ff812f.mp3" type="audio/mpeg" length="3514143"/>
   <itunes:duration>03:40</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 3 Aug 2009 07:19:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1307894,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Nass]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1307894,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Sommer, Sonne, Schweiß – an heißen Tagen sehnen sich viele Menschen nach erfrischendem Wasser. Doch wenn es dann in Strömen regnet, vergisst man schnell, wie wertvoll das kühle Nass eigentlich ist.‎<br /><p>Es sind die Tage, an denen die Hitze flimmernd über dem Land liegt. Die Erde ist ausgetrocknet, alle Farben scheinen verblasst, unbarmherzig brennt die Sonne vom Himmel. Keine einzige Wolke ist zu sehen. Aus allen Poren rinnt der Schweiß. Hochsommer. Hundstage.</p>

<p><strong>Kostbares Nass</strong></p>

<p>In dieser Zeit haben die Getränkehändler Hochkonjunktur; wer kann, geht ins Schwimmbad oder fährt zum nächsten Baggersee. Hauptsache Abkühlung – von innen wie von außen. Wasser. Kaltes, frisches Wasser. Und abends ein Gewitter und Regen. Danach auf dem Balkon sitzen, das Glas ist beschlagen, die Temperatur genau richtig. Genießen, wie das kühle Nass durch die Kehle rinnt. </p>

<p>Stichwort "Nass". Angesichts der zunehmenden Wasserknappheit – nicht nur in den so genannten armen Ländern – wird immer häufiger von "kostbarem Nass" gesprochen als Synonym für Wasser. "Nass", eigentlich ein Adjektiv, erscheint in diesem Beispiel als Substantiv. </p>

<p><strong>Der Ursprung der Nässe</strong></p>

<p>"Das kostbare Nass". Die "Nässe", ebenfalls Substantiv, ist jedoch etwas anderes als "das Nass". Aber alle drei –"nass", das "Nass" und die "Nässe" – stammen von dem uralten Verbum "natjan" ab, von dem man sich allein vom Klang her gut vorstellen kann, dass aus ihm "nass" entstanden ist. </p>

<p>Aber "natjan" hieß "netzen" beziehungsweise <strong>be-</strong>netzen; in der Bedeutung "mit Wasser begießen". Bis heute hat sich in einigen Landschaften, zum Beispiel in der Südwestpfalz, der Ausdruck "netzen" statt gießen gehalten. Ob gießen oder netzen: Beides bedeutet "nass machen". </p>

<p><strong>Nass und kalt</strong></p>

<p>Und jetzt nehmen wir eine strenge Definition zu Hilfe, damit uns "nass" nicht zu sehr verwässert. "Nass", heißt es im Wörterbuch, "von Feuchtigkeit, besonders Wasser, durchtränkt oder von außen, an der Oberfläche damit benetzt, bedeckt". Wir wissen, was nasse Füße, nasse Schuhe und nasse Haare sind; und dass wir einen Sommer, während dem es zu viel geregnet hat, einen "nassen Sommer" nennen. Müßig zu erwähnen, dass solche Sommer nicht besonders warm sind. </p>

<p>Übrigens wurde schon im 14. Jahrhundert bedeutungsgemäß "nass" in die Nähe von "kalt" gerückt und am Beginn des 19. Jahrhunderts finden sich erste Belege für das Wort "nasskalt". Aber darüber lassen wir uns nicht länger aus, das hat Zeit bis zu eben dieser nasskalten Jahreszeit mit den Nebelnässen, dem Nieselregen. Unangenehm. </p>

<p><strong>Redewendungen und Eigenschaften</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Übrigens findet sich dieser negative Aspekt von "Nass" und "Nässe" in etlichen Redewendungen, wobei "nass" in übertragener Bedeutung erscheint. "Jemanden nass machen" heißt, ihn oder sie "fertig machen", "erledigen". Das ist oft nicht ganz so schlimm gemeint wie es klingt. "Mach ihn nass!" ist der Zuruf und die Aufforderung beim Fußball, den Gegenspieler auszutricksen, ihn stehen zu lassen. </p>

<p>"Wasch mich, aber mach mich nicht nass": Diese Redensart gilt für Leute, die gerne die Vorteile einer Sache in Anspruch nehmen, selbst aber nicht bereit sind, etwas dafür zu tun. Diese Bedeutung von "nass", die so etwas wie Schnorrermentalität umschreibt, ist alt. Schon im 16. Jahrhundert findet sich "nass" als Eigenschaftswort für "liederlich", "verschlagen", "ohne Geld". Bis heute sagt man zum Beispiel in der Gegend von Plauen, "der fährt nass" und meint damit einen "Schwarzfahrer".</p>

<p><strong>Schmarotzende Nassauer</strong></p>

<p>Für "schnorren und schmarotzen", für das "Nehmen ohne je etwas zu geben" gibt es im Deutschen das seltsame Wort "nassauern". Zur Erklärung dieses Begriffs wird gern die Geschichte von den Freitischen für nassauische Studenten in Göttingen bemüht. </p>

<p>Als Anreiz zur Aufnahme des Studiums gewährte der Herzog damals seinen Studenten Stipendien in Form eines "Freitisches", das heißt, die konnten bei einem Wirt, mit dem die herzogliche Regierung einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen hatte, umsonst essen. Blieb ein Nassauer Student dem Freitisch fern, fand sich schnell ein fremder, unbefugter, der sich als Nassauer ausgab und das Mahl einnahm. </p>

<p>Wer "nassauerte", schlug sich also als ungebetener Gast auf Kosten und anstelle anderer – der Nassauer – den Bauch voll. So. Jetzt ab ins Freibad. Ins kühle Nass. Aber bitte nicht mit vollem Bauch.</p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong> </strong></p><strong></strong><strong>
<p><strong>Für das Substantiv das Nass kann man auch sagen: …</strong></p></strong>
<p>1. die Nuss.</p>
<p>2. die Nase.</p>
<p>3. die Nässe.</p>

<p><strong>Die Redensart jemanden nass machen bedeutet, …</strong></p>
<p>1. jemanden fertig machen.</p>
<p>2. jemanden baden.</p>
<p>3. jemandem ein Glas Wasser zum Trinken geben.</p>

<p><strong>Wenn jemand nassauert, dann …</strong></p>
<p>1. teilt er etwas mit anderen. </p>
<p>2. nimmt er etwas, ohne selbst etwas zu geben.</p>
<p>3. lehnt er etwas ab.</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag </strong></p>
<p>Einige Menschen verbringen ihren Urlaub am liebsten in heißen und sonnigen Ländern, andere fahren lieber in kühle Länder. Was bevorzugen Sie? Schreiben Sie einen kurzen Text über Ihr liebstes Reiseziel. </p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Deutschkurse, Deutsch lernen, Deutsch im Fokus, Stichwort, Stichworte, Deutsch, Sprache, Nass, Regen, Hitze, nassauern, Nässe, Kälte]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/00ff82ad.mp3" type="audio/mpeg" length="4640030"/>
   <itunes:duration>04:50</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 27 Jul 2009 07:32:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1014630,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Kunst]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,1014630,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Picasso war ein Künstler – ohne Zweifel. Doch ist ein Straßenmaler auch einer? Wer ein Künstler ist und wo Kunst anfängt, ist häufig schwer zu sagen. Eines steht jedoch fest: Kunst löst Gefühle aus.‎<br /><p>"Kunst" heißt diese Woche unser Stichwort, aber wir werden nicht das Kunststück fertig bringen, in nur vier oder fünf Minuten zu erklären, was Kunst denn nun eigentlich ist. Kunststück allerdings können wir erklären.</p>

<p><strong>Das ist doch keine Kunst! Oder doch?</strong></p>

<p>Es ist ein Wort aus der Akrobaten- und Zirkussprache. Wer ein Kunststück zeigen kann, verfügt über ganz bestimmte Fertigkeiten. Stellen Sie sich einen Jongleur vor und Sie wissen, was gemeint ist. Wenn man Ihnen aber einen einzigen Ball zuwirft, den Sie sicher auffangen, so ist dies wahrlich "keine Kunst". Noch nicht einmal ein Trick. Über Tricks verfügen die Illusionskünstler. Die Magier und Zauberer. Die Meister der "Schwarzen Kunst".</p>

<p>Was ist aber nun die Grundbedeutung von Kunst? Klammern wir uns an die Sprache. Das Wort ist ein Verbalabstraktum zu "können." Von daher erklärt sich die etwas ausgeleierte Floskel "Kunst kommt von können". Aber da ist natürlich etwas dran. Denn ein Kunstprodukt herzustellen – nehmen wir eine Steinplastik – erfordert natürlich Können, Fertigkeiten und Wissen um das Material, die richtigen Werkzeuge, Arbeitstechniken und so weiter. </p>

<p><strong>Handwerkskunst </strong></p>

<p>Zu Recht käme an dieser Stelle der Einwand, über Können und Wissen müsse jeder gute Handwerker genauso verfügen. Das ist richtig. Nur: Was macht der Handwerker, was der Künstler? Nehmen wir einen Schreiner. Er kann und weiß viel, schreinert Tische, Schränke, Betten, Regale. Darüber hinaus berät er fachkundig seine Kunden. </p>

<p>Eines Tages baut er einen kunstvollen Tisch mit Einlegearbeiten aus verschiedenen Hölzern, da gibt es Schubladen, die fast nicht zu sehen sind und hast du nicht gesehen, lässt sich so ein Tisch auf die doppelte Fläche ausziehen. Könnte man diesen Schreiner oder diese Schreinerin nicht als Kunstschreiner bezeichnen? Aber ja doch.<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Kunsthandwerk</strong></p>

<p>Nun geht es aber weiter. Eines Tages möchte unser Handwerker etwas ganz Besonderes machen. Da er in seiner Lehre mit Holzwerkzeugen umzugehen gelernt hat, wird er ein bestimmtes Holzstück nehmen und es so bearbeiten, wie er will. </p>

<p>Vielleicht – und da streifen wir das, was christliche beziehungsweise religiöse Kunst genannt wird – vielleicht macht er aus seinem Holzstück eine Madonna, einen Engel, eine Christusfigur. Vielleicht schnitzt er Tiere oder Gefäße, Schalen oder Fantasiefiguren – also profane Kunst. Handwerk, Kunsthandwerk, Kunst. Die Grenzen sind fließend. </p>

<p><strong>Kunst ist künstlich</strong></p>

<p>Was Kunst ist, kann man nicht lernen, aber einige der Voraussetzungen für künstlerisches Schaffen sind durchaus erlernbar. An den Kunstschulen, den Kunstakademien, den Musikhochschulen. Kunst ist, so banal sich das anhört, etwas künstlich Geschaffenes. </p>

<p>Das heißt, Kunst ist niemals Natur, sie ist sicht-, fühl-, hörbarer Ausdruck menschlichen Gefühls dessen, der sie geschaffen hat. Zu pathetisch? Aber was lässt uns dann innehalten vor einem Gemälde ganz gleich welcher Kunstrichtung? Weshalb möchten wir die Skulptur aus Stein berühren? Einer Musik zuhören? </p>

<p><strong>Stille Freude</strong></p>

<p>Vielleicht deshalb: Kunst tut gut. Da geschieht etwas mit der Kunst und uns. Was, wird jeder selbst am besten wissen. Oft stellt sich ganz einfach eine stille Freude ein. Oder Begeisterung. Oder Nachdenklichkeit. Oder alles zusammen. Und das geht dem Künstler ganz genauso.</p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>Ein Kunststück zeigen kann jemand, der …</strong></p>
<p>1. keine Fertigkeiten hat.</p>
<p>2. über ganz bestimmte Fertigkeiten verfügt.</p>
<p>3. alles kann.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kunst</strong><strong> kommt von …</strong></p>
<p>1. können.</p>
<p>2. kundig.</p>
<p>3. kunterbunt.</p>

<p><strong>Künstlerisches Schaffen erlernen kann man …</strong></p>
<p>1. an bestimmten Schulen, Akademien und Hochschulen.</p>
<p>2. in Fußballvereinen.</p>
<p>3. an Sprachschulen. </p>


<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Beschreiben Sie Ihr Lieblingsbild in einem kleinen Aufsatz und begründen Sie, warum Sie das Bild mögen.</p>

<p><em>Autor: Michael Utz</em></p>
<p><em>Redaktion: Beatrice Warken</em></p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Stichwort, Deutschkurse, Deutsch im Fokus, Deutsch lernen, Sprachkurse, Kunst, Kunststück, Akrobaten, Handwerker]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/dwelle/deutschkurse/stichwort/00ff9ff4.mp3" type="audio/mpeg" length="3527486"/>
   <itunes:duration>03:40</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 13 Jul 2009 07:04:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,276083,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Waschen]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,276083,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Was früher an den Waschplätzen in den Dörfern und auch Städten von den Waschfrauen auf den Waschbrettern gemacht wurde, das geschieht heute in Waschtrommeln. Schmutzige Wäsche allerdings ist ein zeitloses Phänomen.‎<br /><p>1901 hatten die Herren Carl Miele und Reinhard Zinkann jenes Wunderwerk erfunden, welches – und jetzt kommt ein Zitat – die Hausfrau von den immensen Mühen des Waschtages befreite.</p>

<p><strong>Dummes Gewäsch</strong></p>

<p>Freilich war die erste Waschmaschine noch von Hand betrieben und funktionierte nach dem Prinzip einer Buttermaschine. Hölzernes Drehkreuz im Bottich für die Wäsche, die – wenn es Kochwäsche war – im brüllendheißen Waschwasser hin- und herbewegt wurde. Meist in der Waschküche, einem dampfigen, feuchtwarmen, unangenehmen Ort. Oft dient die Waschküche als Synonym für schwülwarme Witterung und bleigrauen Himmel, unter dem man sich eben wie in einer Waschküche fühlt.</p>

<p>Wir machen einen Zeitsprung über die Transmissionsriemenwaschmaschine – was für ein Wort! – von 1904, die erste Elektromotorwaschmaschine von 1914, die Ganzmetallmaschine von 1938, zum ersten Mal mit emailliertem Gehäuse, und landen beim Waschvollautomaten der 50er Jahre. Der erledigte alle Waschgänge in einem Waschprogramm oder auch in mehreren. Feinwäsche, Buntwäsche, Kochwäsche.</p>

<p><strong>Die fleißigen Waschfrauen</strong></p>

<p>Was früher an den Waschplätzen in den Dörfern und auch Städten von den Waschfrauen auf den Waschbrettern gemacht wurde, das geschah jetzt in Waschtrommeln. Aber eins ist geblieben: Gewaschen wurde und wird mit Wasser. Früher allerdings sprach man nicht von Waschmitteln, sondern man wusch halt mit Seifen und Laugen, spülte die Wäsche.</p>

<p>Klar, dass die Waschfrauen sich viel zu erzählen hatten. Jede kam ja aus einem anderen Haushalt. Was da im wahrsten Sinne des Wortes an schmutziger Wäsche gewaschen und gleichzeitig über deren Besitzer geredet wurde, führte wohl zur übertragenen Bedeutung von "schmutzige Wäsche waschen", sprich sich über die Unarten, Fehler und Schwächen anderer unterhalten. Wer gar zu sehr übertrieb und über seine Herrschaften lästerte, der hatte ein ungewaschenes Maul, ein Lästermaul. Bis heute hat sich übrigens für "ein großes Geschwätz", das "große Gewäsch" gehalten.</p>

<p><strong>Gewaschene Waschbrettbäuche</strong></p>

<p>Wenn etwas gewaschen ist, ist es im Allgemeinen sauber. Rein von Mängeln, keine Flecken, keine Fehler. "Das hat sich gewaschen" sagen wir und meinen damit, dass etwas ganz prima ist. Ein Mannsbild, das sich gewaschen hat, ist nicht nur eines, das sich wäscht, sondern das auch und vor allem ein tüchtiger Kerl, ja ein toller Typ ist. Auch ganz ohne Waschbrettbauch.</p>

<p>"Mit allen Wassern gewaschen" – dieser Ausdruck besagt, dass jemand überaus erfahren, ja durchtrieben und mit Vorsicht zu genießen ist. Wer sich mit einem solchen Menschen einlässt, kann unter Umständen ganz schön dumm aus der Wäsche gucken. Apropos Wäsche: Waschen kann man natürlich nicht nur Wäsche. Auch Autos. Die werden in der Waschanlage gewaschen, die, obwohl auch eine Maschine, kein Mensch Waschmaschine nennen würde.</p>

<p><strong>Nicht nur sauber, sondern rein</strong></p>

<p>Mit der Wäsche, die wir in Form waschbarer Textilien als so genannte Leibwäsche tragen, ist es mit einfachem Waschen oft nicht getan. Und hier müssen wir ganz einfach Frau Johanna König, der gelernten Schauspielerin, Referenz erweisen. Sie war es, die ab 1968 als Waschfrau Klementine den Deutschen per Fernsehwaschmittelwerbung eingebläut hat, dass man nicht nur sauber waschen muss, sondern rein. Das funktionierte natürlich nur mit einem ganz bestimmten Waschmittel. Klar. Dennoch werden diskret auch andere Waschsubstanzen von stets führenden Waschmaschinenherstellern empfohlen.</p>

<p>Im Waschsalon geht es diesbezüglich etwas schlichter zu. Der Automat lässt nach Münz- oder Chipeinwurf das Waschpulver in einen Becher rieseln, und dann geht’s rund mit der Schmutzwäsche in der Trommel. Waschsalons sind so etwas wie die ehemaligen Waschplätze, Wäschebrücken oder Waschhäuser aus der vorindustriellen Zeit. Man trifft sich zum Waschen und schwätzt. Ohne sich anzustrengen. Die Wäsche wird ja automatisch gewaschen.</p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>Die Redensart schmutzige Wäsche waschen<em> </em>bedeutet, …</strong></p>
<p>1. sich über die Unarten, Fehler und Schwächen anderer unterhalten.</p>
<p>2. sich über die positiven Eigenschaften von jemandem auszutauschen.</p>
<p>3. sich von seinen Sünden frei sprechen zu lassen. </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Ein Mannsbild, das sich gewaschen hat, ist ...</strong></p>
<p>1. sauber. </p>
<p>2. ein toller Typ.</p>
<p>3. jemand, der schlecht über andere spricht.</p>

<p><strong>Jemand, der mit allen Wassern gewaschen ist, ist ...</strong></p>
<p>1. unschuldig.</p>
<p>2. durchtrieben.</p>
<p>3. getauft.</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag </strong></p>
<p>Moderne Waschmaschinen waschen nicht nur, sie sparen auch noch Wasser. Wie kann man im täglichen Leben noch Wasser sparen? Schreiben Sie 10 Beispiele auf. </p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Stichwort, Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutch im Fokus, Waschen Waschmaschine, Miele, Klementine,]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/podcasts/de/1172_podcast_stichwort/00fc74de-podcast-1172-276083.mp3" type="audio/mpeg" length="2129952"/>
   <itunes:duration>04:23</itunes:duration>
   <pubDate>Mon, 6 Jul 2009 06:22:00 GMT</pubDate>
  </item>
  <item>
   <guid isPermaLink="true">http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4452746,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</guid>
   <title><![CDATA[Ferien]]></title>
   <link>http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4452746,00.html?maca=de-podcast_stichwort-1172-xml-mrss</link>
   <description><![CDATA[Jeder freut sich darauf und ist traurig, wenn sie zu Ende sind – die Ferien. Was bleibt ist die Vorfreude auf die nächsten schönsten Wochen des Jahres. Es sei denn, man ist ständig in Ferien. Auch das soll vorkommen.<br /><p>Es gibt in jeder Sprache Worte, die schon wenn sie ausgesprochen werden, gute und angenehme Gefühle auslösen. Das liegt nicht allein daran, dass sie etwas Schönes bezeichnen, sondern auch an ihrer Zusammensetzung aus weichen Konsonanten und freundlichen Vokalen. "Ferien" ist so ein Wort. </p>

<p><strong>Zeit des Nichtstuns</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>In der Tourismusbranche werden sie auch als "die schönsten Wochen des Jahres" bezeichnet. Das ist aus verschiedenen Gründen richtig. Erstens gibt es die Ferien nur in der Mehrzahl – darüber freuen sich nicht nur die Schulkinder – und zweitens braucht man in dieser Zeit nichts zu tun. Sollten Sie nach Italien fahren, sind Sie im Ursprungsland der Ferien. </p>

<p>Schon zu Zeiten der Römer gab es die "feriae" – und sie waren ihnen im wahrsten Sinne des Wortes heilig. Da gab es zum Beispiel vom Staat angeordnete Ruhetage nach der Aussaat im Frühjahr. Es wurden Opfer gebracht, um von den Göttern eine gute Ernte zu erbitten. Wer während dieser Zeit arbeitete wurde bestraft. Es gab im Römischen Staat auch schon so etwas wie "Große Ferien" und die hatten – wie bei uns auch – mit der Schule zu tun. </p>

<p><strong>Angeordnete Ferien</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Das Bildungswesen war allerdings Privatsache, das heißt, die Eltern mussten für den Unterricht bezahlen. Sie taten es nur von November bis Juni. Also hatten die kleinen Römerinnen und Römer Ferien bis Oktober. Der Schriftsteller Tertullian hat übrigens diesen langen Unterrichtsausfall bitter beklagt. Gegen die "feriae imperativae", die vom Staat befohlenen Ferien, hatte er nichts einzuwenden. Die wurden mit Zustimmung des Senats angeordnet, wenn die römischen Legionen einen Krieg siegreich beendet hatten. Das kam ziemlich oft vor. </p>

<p>Ein friedlicher Anlass für "feriae imperativae" waren die Markttage in Rom. Wenn die Bauern in der Stadt ihre Produkte verkauften, durfte niemand arbeiten. Auch die Gerichte blieben während dieser Zeit geschlossen. Übrigens kommt daher unser Begriff "Gerichtsferien." Aber keine Regel ohne Ausnahme. In ganz dringenden Fällen wurde und wird damals wie heute die Justiz tätig. </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Ausnahmen von der Regel</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>Es gab übrigens römische Rechtsgelehrte, die eine Lockerung der staatlichen Ferienordnung forderten. Arbeiten, die niemand schadeten und vor allem die Götter nicht beleidigten, sollten erlaubt werden. Wer zum Beispiel einen Weinberg oder Olivenhain gepachtet hatte, der sollte auch an Ferientagen pflücken dürfen. Oder Vögel fangen. Allerdings nur schädliche. Wobei niemand so recht wusste, was nun ein schädlicher Vogel war. </p>

<p>Zur Kulturgeschichte unseres Stichworts "Ferien" wäre noch Einiges zu sagen. Zum Schluss aber noch ein kleiner Blick auf die Entstehung des Wortes selbst: Es ist aus dem lateinischen "fanum" abgeleitet; was so viel wie "das Heilige" bedeutet. So waren für die Römer die meisten Ferien heilige Tage; und es verwundert nicht, dass auf ihre Einhaltung so streng geachtet wurde. Das ist ja bei uns noch ganz ähnlich. </p>

<p><strong>Feierabend: Die kleinste Ferien-Form</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p>An gesetzlichen Feiertagen darf nicht gearbeitet werden. Außer in Notfällen. Der "Feierabend", den wir alle so schätzen und der vielen von uns sogar heilig ist, ist ja auch eine Zeit der Arbeitsruhe; und wenn man so will die kleinste Form von Ferien. Übrigens galt früher ausschließlich der Abend vor einem Festtag als Feierabend. Deshalb gibt es ihn –im Gegensatz zu den Ferien – auch in der Einzahl. Nun bleibt uns nichts mehr, als Ihnen wunderschöne Ferien zu wünschen. Also nur Festtage. </p>



<p><strong>Fragen zum Text:</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Das Wort Ferien kommt aus dem …</strong></p>
<p>1. Griechischen.</p>
<p>2. Lateinischen.</p>
<p>3. Hebräischen.</p>

<p><strong>Die römischen Kinder hatten keine Schule von …</strong></p>
<p>1. Juni bis Oktober.</p>
<p>2. November bis Juni.</p>
<p>3. Oktober bis Juni.</p>

<p><strong>Feriae imperativae </strong><strong>wurden angeordnet, wenn …</strong></p>
<p>1. ein Krieg siegreich beendet wurde und Markttag in Rom war.</p>
<p>2. ein Krieg verloren ging und Olympiade war.</p>
<p>3. Schüler und Lehrer in Rom streikten.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Stellen Sie sich vor, sich hätten im "alten Rom" gelebt. Beschreiben Sie in einem Text, wie Sie die Ferien verbracht hätten. Lesen Sie der Gruppe Ihre Geschichte vor.</p>


<p>Autor: Michael Utz</p>
<p>Redaktion: Beatrice Warken</p>]]></description>
   <category><![CDATA[Deutsch XXL]]></category>
   <itunes:keywords><![CDATA[Stichwort, Deutchkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch im Fokus, Ferien, Urlaub, Tourismus, Römer, feriae, Feierabend]]></itunes:keywords>
   <itunes:explicit>clean</itunes:explicit>
   <enclosure url="http://dw-world-od.streamfarm.net/Events/podcasts/de/1172_podcast_stichwort/00FF441E-podcast-1172-4452746.mp3" type="audio/mpeg" length="2164370"/>
   <itunes:duration>04:27</itunes:duration>
   <pubDate>Fri, 3 Jul 2009 13:58:00 GMT</pubDate>
  </item>
 </channel>
</rss>