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  <description>Der internationale Talk. Vier kompetente Journalisten diskutieren das internationale Thema der Woche. Aus Politik, Wirtschaft oder Kultur.</description>
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  <copyright>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</copyright>
  <pubDate>Tue, 14 Feb 2012 07:05:26 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>USA und Europa - hat das Bündnis ausgedient?Mehr als 60 Jahre lang standen die USA und Europa Seite an Seite. Eine feste militärische und politische Allianz während des kalten Krieges, im Kosovo und im Kampf gegen den Terror. Nun kündigt US- Präsident Obama an, einen Teil seiner 80 000 Mann starken Truppen aus Europa abzuziehen, in Richtung Pazifik. Der amerikanische Präsident steht unter Druck. Die USA sind hoch verschuldet und der Wahlkampf hat begonnen. Die Republikaner wetzen die Messer. Obamas Plan ist es, sich militärisch stärker zu fokussieren. Im Pazifik sieht er die neue geostrategische Herausforderung für die USA.

 
Was heißt das für die Transatlantischen Beziehungen? Ist Europa so stabil, dass es auch ohne den großen Bruder USA auskommt? Im Pentagon bezeichnet man die Transatlantische Brücke als eine Erfolgsgeschichte. Die USA finanzieren 75 Prozent der Nato, die 27 Partner zusammen gerade mal ein Viertel. Ein Rückzug der USA bedeutet für die anderen Nato-Mitglieder, vor allem für Deutschland: mehr Eigenverantwortung im Bündnis und eine höhere finanzielle Beteiligung. Doch höhere Ausgaben für Sicherheit, für Ausrüstung, Ausbildung von Soldaten und militärisches Gerät ist für die Europäer, die mitten in einer Schuldenkrise stecken, derzeit ein echtes Problem. 

 
Mehr Eigenverantwortung für die eigene Sicherheit könnte man in Europa aber auch als Chance sehen. Doch im Moment verfolgen die Europäer sehr unterschiedliche Interessen. Frankreich und England zeigen im Gegensatz zu Deutschland wenig Interesse an einer gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik. Allianzen der Willigen, wie beim Libyen-Einsatz untergraben die Nato. Und ohne die Unterstützung der USA geht ihnen, wie beim Libyen-Einsatz, nicht nur im sprichwörtlichen Sinne, auch mal der Sprit aus. Es stellt sich die Frage, wie die Europäer in Zukunft sicherheitspolitisch weiter machen wollen? Welche Rolle wollen sie spielen? 


Denn die Gewichte in der internationalen Politik haben sich verschoben. China ist nicht nur im ökonomischen, sondern auch im politischen und vor allem im militärischen Sinne im Aufstieg begriffen. Damit ist die geopolitische Lage im asiatisch-pazifischen Raum in Bewegung geraten. Länder wie Japan, Südkorea und Australien sehen auf diese Entwicklungen mit Sorge. Es gibt ungeregelte Territorialkonflikte. Die USA wollen stärker, als sie es ohnehin bisher gewesen sind, auch als regionale Ordnungsmacht in Asien eine Rolle spielen. China ist dabei, seine Rolle als globale Weltmacht im Pazifik auszubauen. Dem will Obama nicht tatenlos zusehen, im Gegenteil. 

Was meinen Sie: USA und Europa – hat das Bündnis ausgedient?
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de


Die Gäste der Sendung sind:

 Walther Stützle – Auf der Insel Sylt aufgewachsen geht er nach seinem Studium als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das International Institute for Strategic Studies in London und wird später dann Direktor des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI). Seine politische Karriere beginnt er als persönlicher Referent und Leiter des Ministerbüros des damaligen Verteidigungsministers Leber. Nach der Wende geht er als Korrespondent zur Stuttgarter Zeitung und wird später Chefredakteur des Tagesspiegel. Von 1998 bis 2002 ist er als Staatssekretär im Verteidigungsministerium tätig. Heute engagiert er sich in einer Institution für transatlantische strategische Beziehungen und verfasst Bücher.
 
 Andrew B. Denison – Der amerikanische Politikwissenschaftler absolviert sein Studium in Deutschland und den USA. In Bonn arbeitet er zunächst als Autor und Wissenschaftler am Institut für Strategische Analysen. Heute ist er Direktor des Forschungsverbunds „Transatlantic Networks“ mit Sitz in Königswinter. Sein Schwerpunkt ist die Außen- und Sicherheitspolitik mit den Themen: Obama und das zweite amerikanische Jahrhundert, das Verhältnis der amerikanischen und der europäischen Wirtschaftspolitik, die Zukunft der NATO – Pax Atlantica für den Pax Humana und Moore`s Law und die Sicherheitspolitik von Morgen. 

 
 Felix Lee – Der Deutsch- Chinese lebt und arbeitet wechselweise in Peking, Shanghai, Hongkong und Berlin. Seit 2003 schreibt er als Redakteur für die taz in Berlin. Seine Schwerpunkte sind: Zivilgesellschaft, damit einhergehend Entwicklungspolitik und Welthandel. 2008 Jahr berichtet er für die taz mehrere Monate aus China und über den G8-Gipfel in Japan.</description>
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   <pubDate>Fri, 3 Feb 2012 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Eurokrise - zahlt Deutschland genug? Europa steht ein weiterer Gipfel ins Haus und wie gehabt geht es weiter um die Rettung des Euro. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Regierungschefs suchen in einem wahren Abstimmungsmarathon nach den richtigen Maßnahmen, um Europa zusammenzuhalten. Dabei fallen die Erwartungen an Deutschland immer höher aus. Wurde in der akuten Notlage das deutsche Diktat zunächst akzeptiert, so beginnen sich jetzt einige gegen die Dominanz der deutschen Kanzlerin zu wehren.

 Das Bild Deutschlands in Europa hat sich sehr verändert. Die Deutschen sind die Gewinner der Euro-Krise. Also sollen sie jetzt auch mehr bezahlen. So die Forderung nicht nur von Italiens Premier Monti. Angela Merkel gerät von vielen Seiten immer stärker unter Druck: Ihren verhassten Sparkurs hat sie durchgesetzt, aber das rettet Griechenland noch lange nicht. Die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen mehr als 50-prozentigen Schuldenerlass drohen zu scheitern. In diesem Fall müsste der Rettungsfond EFSF deutlich mehr Geld nach Griechenland schicken. Europas Haushaltsprüfer haben bislang auch nichts Gutes aus Athen zu berichten und ohne milliardenschwere Hilfen ist ein Staatsbankrott sowieso nicht abzuwenden. Es stellt sich eher die Frage, wie lange das so noch gehen kann, und wie groß die Ansteckungsgefahr für andere Länder ist. 

 Die Kernfrage bleibt: Wer bezahlt in Zukunft wie viel in Europas Gemeinschaftstopf ESM. Diesem permanenten Rettungsfonds stehen bislang 500 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Ruf nach einer Erhöhung des Fonds wird immer lauter, doch Merkel ist zum jetzigen Zeitpunkt strikt dagegen. Sie setzt auf Haushaltssanierung. So werden sich die Gipfelteilnehmer mehr mit Sparvorschlägen, Schuldenbremsen und dem Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin beschäftigen. Vorausgesetzt allerdings, Griechenland macht keinen Strich durch Merkels Rechnung. Ansonsten müsste sie sich doch noch schneller mit Milliardenzusagen beschäftigen als ihr lieb ist.

Was meinen Sie: Euro Krise - zahlt Deutschland genug?
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Quentin Peel – Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin.
 Friedrich Thelen – Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.

 Alessandro Alviani – Nach seinem Studium der Kommunikationswissenschaften in Perugia und Brüssel arbeitet der Journalist für verschiedene italienische Zeitungen. 2006 kommt er nach Berlin. Heute berichtet er aus Deutschland, unter anderem für die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ und er beschäftigt sich mit der Lage der italienischen Medien und der Regierungskrise unter Berlusconi.</description>
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   <pubDate>Fri, 27 Jan 2012 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Ungarn - Abschied von der Demokratie Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán treibt das Land immer tiefer in die Krise und immer weiter nach rechts. Jetzt hat die Europäische Kommission ein Verfahren wegen der Verletzung von EU-Recht gegen das Land eingeleitet. Orban, einst ein aufrechter Dissident, steht in Brüssel schon länger unter scharfer Beobachtung wegen eines umstrittenen Pressegesetzes. Mittlerweile aber befürchtet man in Brüssel, dass Orban sein Land komplett in den Bankrott reitet. Anstatt Wirtschaftsreformen einzuleiten will er jetzt mehr politischen Druck auf die ungarische Zentralbank ausüben. 
 Allein um eine Staatspleite abzuwenden bedarf es Milliarden, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen deutlich mehr. Die Ratingagenturen haben die ungarischen Staatsanleihen auf Ramschniveau herabgestuft. Orban ist deshalb darauf angewiesen, mit der EU und dem IWF über Milliarden-Finanzspritzen zu verhandeln – ein Druckmittel jetzt für Brüssel, dessen Einsprüche von Orban in der Vergangenheit immer wieder zurückgewiesen wurden.
 Seit Orbans Partei mit Zweidrittel-Mehrheit im Parlament das Sagen hat, hat er Ungarn kontinuierlich nach rechts gesteuert – auf allen Ebenen. Die Verwaltungen, die Justiz, die Kulturszene, ja sogar die Medien werden von seinen Gefolgsleuten und von Parteikadern auf Linie gehalten. Politisch Unliebsame werden kaltgestellt. Der Staat greift in sämtliche Lebensbereiche ein. Im Ungarn von heute ist so zum Beispiel der Antisemitismus wieder hoffähig geworden. 
EU-Gesetze, wie zum Beispiel das Datenschutzgesetz, werden konsequent ignoriert. Aber jetzt scheint Brüssel Druck zu machen, denn es geht auch um die Glaubwürdigkeit Europas. 
Was meinen Sie: Ungarn – Abschied von der Demokratie
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de</description>
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   <pubDate>Fri, 20 Jan 2012 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Griechenland - ein aussichtsloser Fall Für Griechenland geht es in den nächsten Wochen ums Ganze. Die finanzielle Notlage ist kritisch wie nie zuvor, die Staatspleite droht. Und Europas Rettungsversuche greifen nicht. Was tun? Bislang ist die EU entschlossen, dem griechischen Partner zu helfen. Doch wie lange verkraften die Europäer und der Euro das noch? 
 Die Experten der sogenannten Troika aus Europäischen Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfond (IWF) wissen schon heute, dass sie nächste Woche in Athen mit neuen Hiobsbotschaften konfrontiert werden. Die griechische Regierung wird trotz rigider Sparpolitik ihre Ziele deutlich verfehlen. Die Bedingungen für ein neues Hilfspaket über 130 Milliarden Euro können wohl nicht erfüllt werden. Wenn Griechenland dieses Geld nicht bekommt, ist endgültig Schluss. Immer lauter werden deshalb die Rufe nach einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone.
 Die Experten des IWF glauben mittlerweile nicht mehr an die Sanierungsfähigkeit des Landes. Neue Milliardenpakete würden die Zahlungsunfähigkeit nur hinauszögern. So wird Griechenlands Schuldenkrise auch zur Euro-Krise, setzt die Gemeinschaftswährung unter Druck: der Euro fällt, die Märkte sind verunsichert. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy suchen verzweifelt, Europas Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Ein europäischer Fiskalpakt mit strikten Haushaltsregeln soll künftig vor Finanzkatastrophen schützen. Für Griechenland aber kommt das alles zu spät.
Was meinen Sie?: Griechenland - ein aussichtsloser Fall
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 
 Panagiotis Kouparanis – Er arbeitet seit 1993 als Korrespondent bei der Deutschen Welle. Sein Fachgebiet ist die deutsche Innenpolitik, aber auch alles was seine griechische Heimat betrifft. So beschäftigt er sich mit dem Staatshaushalt Griechenlands ebenso wie mit dem türkisch- zypriotischen Konflikt.
 
 Holger Zschäpitz - Der Journalist arbeitet heute als leitender Wirtschaftsredakteur für die Tageszeitung die WELT und die Welt am Sonntag. Seine Spezialgebiete sind Verhaltensökonomie, Staatsfinanzen und die Kapitalmärkte. Der Zusammenbruch der DDR hat ihn dafür sensibilisiert, welche Ideen Menschen antreiben und was die Welt im innersten zusammenhält. Der Systemcrash von 1989 macht aus dem Facharbeiter für Datenverarbeitung einen leidenschaftlichen Ökonom und begeisterten Journalisten. Er baut neben seinem Studium der Volkswirtschaftslehre 1999 den eigenständigen Finanzteil der WELT mit auf. Er ist Autor mehrerer Bücher. In seinem Buch „Schulden ohne Sühne?“ schreibt er über die Schuldensucht der Staaten.
 
 Ulrike Guérot - Nach ihrem Studium arbeitet die Politikwissenschaftlerin zunächst als Juniorprofessorin an der amerikanischen Johns Hopkins University im Fachbereich European Studies. Später wird sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Organisation Notre Europe in Paris sowie Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Außenpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag im Büro von Karl Lamers. Als Leiterin der Forschungsgruppe Europa bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) kommt sie nach Berlin und arbeitet dann 2004 beim German Marshall Fund. Heute leitet die Politikwissenschaftlerin das Berliner Büro des European Council on Foreign Relations. Dort forscht sie in den Bereichen Europäischer Integrationsprozess, Europäische Institutionen, Deutsch-Französische Beziehungen und Deutsch-Amerikanische Beziehungen; derzeit schwerpunktmäßig zu Deutschlands Rolle in Europa.</description>
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   <pubDate>Fri, 13 Jan 2012 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Säbelrasseln am Persischen Golf - eskaliert der Atomstreit mit Iran?Säbelrasseln am Persischen Golf: Der Iran droht, die Meeresenge von Hormus zu sperren. Eine mächtige Drohung für die ganze Welt. Denn jeden Tag müssen 20 Supertanker diese Meerenge passieren. Allein China erhält über diesen Weg die Hälfte seines Öls. Und auch die USA machen klar: Sie werden keine Blockade dulden. Mit ihrer schlagkräftigen Marine sind die Amerikaner eine militärische Macht in der Region.



Auslöser ist wie so oft der Streit um das iranische Atomprogramm. Für den Iran ist das Recht auf Urananreicherung eine Frage der nationalen Ehre. Das Land will endlich auch die Atomkraft für - wie die Mullahs sagen - friedliche Zwecke nutzten. Doch die Weltgemeinschaft kann und will das nicht zulassen: Denn wer Uran anreichern kann, der kann auch eine Atombombe bauen. Und damit wäre der Iran eine Nuklearmacht. Das wäre nicht nur für Israel brandgefährlich, sondern auch für alle anderen Länder in der Region.

 

Um das zu verhindert, haben die USA Sanktionen beschlossen, die den Iran empfindlich treffen: Der Ölhandel soll lahm gelegt werden. Denn mit dem Erdölgeschäft erzielt der Iran 80 % seiner Staatseinnahmen. 

 Doch jetzt droht der Streit zu eskalieren. Der Iran hält ein Manöver ab, bei dem er nach eigenen Angaben das erste Mal selbstentwickelte Mittel- und sogar Langstrecken-Raketen testet. Waffen, mit denen der Iran auch Israel und Europa erreichen könnte. Nicht auszudenken, was passiert, wenn diese Raketen mit atomaren Sprengköpfen bestücken werden könnten.


Was meinen Sie:  Säbelrasseln am Persischen Golf - eskaliert der Atomstreit mit Iran?
 
Die Gäste der Sendung sind:
 
 Hossein Yazdi – Der Iraner ist in Teheran geboren und dort aufgewachsen. Nach dem Abitur kommt er zum Studium nach Deutschland. Seine journalistische Laufbahn beginnt er beim Nationalen Fernsehen. Die Revolution trieb ihn ins Exil nach Deutschland.1979 wird er Redakteur bei der BZ in Berlin. Seit 1999 ist er für die Nachrichten Agentur &quot;Iran Press International&quot; zuständig. Die Agentur beliefert deutsche wie persische Medien. Nebenbei arbeitet er auch als Nachrichtenmoderator bei dem persischsprachigen TV-Sender &quot;TV-Yek&quot; in Berlin. 
 
 Malte Lehming –  Er leitet die Meinungsseite beim Tagesspiegel. Zuvor war er für 4 Jahre Chef des Washingtoner Büros der Zeitung. Zum Tagesspiegel kam er 1991 als Redakteur für Außenpolitik - mit den Schwerpunkten Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen und Mittlerer Osten. Von 1989 bis 1991 arbeitete Malte Lehming als Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt, heute Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Lehming studierte Philosophie, Deutsche Literatur und Europäische Geschichte. 
 
 John Kornblum – Der amerikanische Politikwissenschaftler tritt 1964 in den diplomatischen Dienst ein. In den 70er Jahren ist er Mitglied des politischen Planungsstabes im US-Außenministerium in Washington. In den folgenden Jahren bekleidet Kornblum verschiedene Posten in Washington und in der diplomatischen Vertretung der USA in Berlin, bevor er von 1987 bis 1991 als stellvertretender Ständiger Vertreter der USA bei der NATO in Brüssel fungiert. Anschließend vertritt er die USA bis 1994 als Botschafter bei der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), kehrt dann für mehrere Jahre nach Washington zurück und bekleidet schließlich von 1997 bis 2001 das Amt des amerikanischen Botschafters in Deutschland. Von 2001-2007 ist er Deutschland-Chef der Investment Bank Lazard. In seinen Büchern und Schriften beschäftigt er sich mit der Zukunft der Transatlantischen Beziehung.

 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de</description>
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   <description>2012 - Jahr der Wahlen, Jahr des Wandels?Gleich drei Großmächte entscheiden über einen Wechsel an der Staatsspitze: USA, Russland und China. Aber auch die Präsidentschaftswahl in Frankreich wird spannend. US-Präsident Obama steht mächtig unter Druck, die Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise. In Russland dürfte nach menschlichem Ermessen Wladimir Putin erneut das Rennen machen, auch wenn die Kritik an ihm wächst. Und in China warten die Beobachter gespannt darauf, wohin sich das Land mit einer neuen Führung entwickeln wird.</description>
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   <description>2011 - Jahr der Krisen, Jahr der HoffnungDer arabische Frühling 14.01.2011: Nach wochenlangen Straßenschlachten vertreiben die Tunesier als erstes arabisches Volk ihren Diktator. Präsident Zine el Ben Ali flieht ins Exil nach Saudi Arabien. Der arabische Frühling nimmt seinen Lauf: Aufstände in Ägypten, dem Jemen, ein Bürgerkrieg in Libyen: Die Zeit der Diktatoren scheint vorbei, doch was folgt? 
Die Atomkatastrophe 11.03.2011: Ein Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert Japan. Ein Tsunami überflutet die Küsten. Mehr als 10.000 Menschen sterben, Tausende werden vermisst. Doch die wahre Schreckensnachricht ist eine andere: Im Atomkraftwerk in Fukushima fällt die Kühlung aus. Es kommt zur Kernschmelze mit radioaktiver Verseuchung. Die atomkraftfreundliche Kanzlerin im fernen Deutschland hält fest: &quot;Fukushima hat meine Haltung zur Kernenergie verändert!&quot; Am 30.06. besiegelt der deutsche Bundestag den Ausstieg aus der Atomkraft. Die Energiewende in Deutschland - kann sie gelingen
Die Euroschuldenkrise 07.04.2011: Nach Griechenland und Irland muss nun auch Portugal unter den Eurorettungsschirm. Die Schuldenkrise weitet sich immer weiter aus. Angela Merkel mahnt: Scheitert der Euro - scheitert Europa. Der Anteil der Deutschen an den Garantieleistungen für den Rettungsfonds steigt von 123 auf 211 Milliarden Euro. Am 09.12. soll mit Hilfe einer EU-Vertragsänderung die Eurorettung endlich gelingen, doch Großbritannien weigert sich. Wann ist ein Ende der Krise endlich in Sicht?
Was meinen Sie: 2011 - Jahr der Krisen, Jahr der Hoffnung
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de</description>
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   <description>Der Kurs der Kanzlerin - wie deutsch wird Europa?Angela Merkel soll in der Krise führen, denn Deutschland sei das einzige Land, das in der Lage ist, der Schuldenkrise Herr zu werden und die Eurozone zu retten. Diese Forderung ist in den letzen Wochen und Monaten immer lauter zu vernehmen. 

Auf dem EU-Gipfel setzt sie ihre Vorstellungen von einer Fiskalunion weitgehend durch: Zusammen mit dem französischen Präsidenten Sarkozy fordert sie eine Schuldenbremse in allen EU-Staaten und eine automatische Bestrafung der Länder, die gegen die Regeln verstoßen. Bis auf Großbritannien folgen alle den Vorgaben – wenn auch widerwillig. 

Wie die Kanzlerin Europa ihren Stempel aufdrückt, löst nicht überall Jubelstürme bei den Nachbarn aus. Frankreichs sozialistischer Präsidentschaftskandidat Hollande kritisiert Merkel mit den Worten, die Kanzlerin versuche, ein „europäisches Modell durchzusetzen, dass nicht das unsrige ist“. Viele fühlen sich gegängelt. Großbritannien ist isoliert. Die Gemeinschaft ist in ihrer größten Krise gespalten. Alte Ressentiments aus längst überwunden geglaubten Zeiten werden wiederbelebt. Angela Merkel als Domina, die Europa die finanzpolitische Ordnung Deutschlands aufzwingt. Merkel mit Pickelhaube und Reitpeitsche. Das sind die wenig schmeichelhaften Beschreibungen der deutschen Dominanz.

Die Kanzlerin sieht ihr Handeln als alternativlos: Nur eine strikte Sparpolitik und verbesserte Wettbewerbsfähigkeit können die Krise beenden. Denn für sie ist klar: „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“. Und das will sie mit allen Mitteln verhindern. Selbst auf die Gefahr hin, dass die Deutschen als Buhmänner dastehen. 

Was meinen Sie: Der Kurs der Kanzlerin – wie deutsch wird Europa?
 
Schreiben Sie uns an Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Quentin Peel – Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin. 

 Friedrich Thelen – Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.

 Almut Möller – Nach ihrem Studium ist die Politikwissenschaftlerin zunächst als Trainerin und Moderatorin in der europäischen Bildungsarbeit tätig. Nach verschiedenen Lehraufträgen in München folgen mehrere Forschungsaufenthalte in Peking, Kairo und Washington. 2008 geht sie als freiberufliche Autorin, Trainerin und Beraterin nach London. Als Mitarbeiterin am Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet sie an dem Projekt zur internen Reform der erweiterten EU und leitet zeitweise das EU-Mittelmeerprojekt. Seit 2010 ist sie die Programmleiterin des Alfred von Oppenheim-Zentrums für Europäische Zukunftsfragen (AOZ) der DGAP. Nebenbei ist sie auch Associate Fellow am Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik (AIES) in Österreich und Herausgeberin von berlinbrief, einem Briefing zu deutscher Außenpolitik in englischer Sprache.</description>
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   <pubDate>Fri, 16 Dec 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Wahlbetrug - reicht&#039;s den Russen Das hat Russland lange nicht erlebt: Tausende aufgebrachte Demonstranten auf den Straßen der Großstädte. Lautstarker Protest gegen Wahlbetrug bei der Parlamentswahl und das - wie sie sagen - &quot;System Putin&quot;. Allein in Moskau formierten sich über 6000 Demonstranten der Solidarnost-Bewegung unter dem Motto &quot;Diese Wahlen sind eine Farce&quot; zu einer Großkundgebung. Die Staatsmacht reagiert mit massivem Polizeiaufgebot. Mehrere Hundert friedliche Regierungskritiker werden verhaftet.

 Wladimir Putins Partei &quot;Einiges Russland&quot; musste trotz mutmaßlichen Wahlbetrugs zu ihren Gunsten eine herbe Niederlage einstecken. Sie hat bei den Wahlen zur russischen Staatsduma die Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament verloren, rutschte von einst 64,3 Prozent auf 49,7 Prozent ab. Putins Anhänger sind über den Image- und Machtverlust schockiert. Sie befürchten, dass die wahren Machtverhältnisse für sie noch weit schlechter aussehen könnten. Der amtierende Präsident Medwedew bezeichnet die Wahlen als &quot;Demokratie in Aktion&quot;, neutrale Wahlbeobachter hingegen attestieren schwere Verfahrensverletzungen und Manipulationen bei der Auszählung der Stimmen. So kommt es schon mal vor, dass plötzlich mehr Stimmen als Wähler verzeichnet sind und die Überzahl immer an &quot;Einiges Russland&quot; fällt.

 Auch die internationalen Reaktionen werden dem Präsidentenkandidaten Putin nicht gefallen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) spricht von Wahlmanipulationen, und die USA mahnen ein Untersuchungsverfahren an. Putin selbst hat wohl erkannt, dass sein geplanter Ämtertausch mit Medwedew nicht unbedingt auch Volkes Wille ist und er die Proteste wohl ernst nehmen muss. Für die Zeit nach der Präsidentenwahl im März verspricht er jetzt Erneuerungen im Machtapparat, denn er wolle &quot;als unabhängiger Politiker wahrgenommen werden&quot;, so sein Sprecher. Daran wird er arbeiten müssen, denn sein Machtanspruch bröckelt. Sind die Zeiten der gelenkten Demokratie a la Putin vorbei?

Was meinen Sie: Wahlbetrug – reicht’s den Russen?

Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Sergej Sumlenny – Nach seinem Journalismusstudium an der Moskauer Universität arbeitet er zunächst als Producer im ARD-Studio Moskau, dann für den Wirtschaftsfernsehsender RBC TV und wird Chefredakteur der Nachrichtensendung &quot;World Business&quot;. 2005 kommt er als Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung nach Deutschland und promoviert im Fach Politikwissenschaft. Heute ist er der Deutschland-Korrespondent der russischen Wirtschaftszeitschrift &quot;Expert&quot;. 2010 veröffentlicht er sein Buch &quot;Nemezkaja Sistema&quot; (Das Deutsche System). Eine Untersuchung der sozialen und wirtschaftlichen Mechanismen in der deutschen Gesellschaft.

 Alexander Rahr – Nach seinem Studium, Geschichte und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut von Radio Freies Europa/Radio Liberty in München und als Projektmanager am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln. Er fungierte als Berater für die RAND Corporation in Santa Monica, ist im Vorstand von Yalta European Strategy (YES) und Mitglied des Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs. Heute ist er der Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums – Kompetenzzentrum für Russland, Ukraine, Belarus und Zentralasien in der DGAP. Er ist Autor der Biographien von Michael Gorbatschow (1986) und Wladimir Putin (2000). Sein Buch &quot;Russland gibt Gas&quot; erschien 2008, &quot;Putin nach Putin” 2009 und &quot;Der kalte Freund. Warum wir Russland brauchen&quot; 2011.
Gesine Dornblueth – Die promovierte Journalistin hat in Hamburg Slavistik und Journalistik studiert. Seit 1992 arbeitet sie als Journalistin. Gesine Dornblueth berichtet aus Russland, der Ukraine, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, der Republik Moldau und dem Balkan für Deutschlandradio, Deutsche Welle und alle ARD-Anstalten. Ihre Themenschwerpunkte sind Regionale Konflikte, Demokratisierung, Menschenrechte, Alltag.</description>
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   <pubDate>Fri, 9 Dec 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Klimagipfel - heiße Luft in Durban Schon vor Beginn der Weltklimakonferenz in Durban zeigen sich die Vertreter der 194 Nationen wenig zuversichtlich. Die Erfolgsaussichten für ein verbindliches Abkommen zum Schutz unserer Erde sind trübe. Zwar wird mit großem Aufwand um ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll gerungen, aber vor allem die großen Industriestaaten tun sich mit der strengen Regulierung des Kohlendioxid-Ausstoßes schwer. Doch wie soll es nach 2012 weitergehen? Nehmen wir die Erderwärmung und die daraus resultierende Klima- und Naturkatastrophen einfach hin?

 Dabei haben die Regierungschefs noch auf dem letzten Treffen den Klimaschutz zur Chefsache erklärt. Doch der Klimaschutz wurde lange durch die globale Finanz- und Schuldenkrise in den Hintergrund gedrängt. Darüber hinaus wollen Länder, die sich einst als Vorreiter brüsteten, wie Japan und Russland, jetzt sogar wieder ganz aussteigen aus den Verhandlungen. Kanada und Australien waren schon immer skeptisch. Und die USA sind bis heute keinerlei Verpflichtung eingegangen. Und fast unbemerkt ist inzwischen China, neben Indien und Brasilien, zum größten CO2-Emittenten herangewachsen. Starke Verhandlungspartner mit weit auseinander liegenden Vorstellungen und Zwängen drücken auf das Konferenzklima. Es wird immer schwieriger, Auswege und Lösungen zu finden. Doch können wir es uns noch leisten, die Sorge um das Klima vor uns herzuschieben?

 Die Klimaforscher und Experten mahnen die Politik dringend zum Handeln an. Für sie ist die Klimaerwärmung die Ursache für immer häufiger auftretende extreme Wetterlagen: Hitzewellen, jahrzehntelange Dürren, extreme Regenfälle, Überschwemmungen, Stürme und schmelzende Gletscher. Dem jüngsten UNO-Klimareport ist zu entnehmen, dass diese Extremwetter noch deutlicher zunehmen werden. 

Was meinen Sie: Klimagipfel – heiße Luft in Durban

Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Ramesh Jaura - Der indische Journalist erlangt 1964 den Abschluss als Master of Arts an der Universität von Delhi. Danach beginnt er seine journalistische Laufbahn. Seit 1987 ist er Leiter der IPS Nachrichtenagentur für den deutschsprachigen Raum in Berlin. Im Mittelpunkt seiner Berichterstattung steht die Globalisierung und deren Auswirkungen auf die Lebensumstände von Bewohnern der Dritten Welt.


 Christian Schwägerl - Nach seinem Bioologiestudium arbeitet der Journalist von 2001 bis 2007 als Feuilletonkorrespondent bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) in Berlin. Heute schreibt er für den Spiegel. Seine Schwerpunktthemen sind: Wissenschaft, Biopolitik, Klimawandel, Klimaschutz und Forschungspolitik.

 
Dagmar Dehmer - Seit 2001 arbeitet die deutsche Journalistin in der Politikredaktion der Zeitung „Der Tagesspiegel“ in Berlin. Zuvor schrieb sie für die Wirtschaftsredaktion der Badischen Zeitung in Freiburg. Ihr Spezialgebiet ist die Umwelt- und Entwicklungspolitik. Besonderes Augenmerk gilt dabei Afrika. Sie ist mit einem Kenianer verheiratet.</description>
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   <pubDate>Fri, 2 Dec 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Ägypten - versinken die Wahlen in der Gewalt? Wenige Tage vor den ersten freien Wahlen droht Ägypten erneut im Chaos zu versinken. Tausende Ägypter protestieren wieder auf dem Tahrir-Platz - diesmal aber gegen die Militärregierung. Der Protest eskaliert zusehends. Die erste Bilanz: über 30 Tote und viele Verletzte durch Schlagstöcke, Tränengas und Gummigeschosse. Sind jetzt die Wahlen zum neuen Parlament, die am Montag beginnen sollen, gefährdet?

 Die Angst der Bevölkerung vor der Rückkehr alter Machthaber ist genauso groß wie das Misstrauen gegenüber dem Militärrat. Einst im Kampf gegen das alte Regime als Verbündete gefeiert, wirft die Bevölkerung den Generälen jetzt vor, mit der gleichen Gewalt gegen Oppositionelle vorzugehen wie einst Mubaraks Schlägertruppen. So fragen sich jetzt viele Ägypter, ob der Militärrat wirklich einen politischen Wandel herbeiführen will, oder ob es ihm nur um den eigenen Machterhalt geht? Der Chef des Militärrats, Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi, gilt vielen als neuer Mubarak.

 Die noch vom gestürzten Präsidenten eingesetzten Generäle betonen immer wieder, nur den Übergang in eine zivile Regierung begleiten zu wollen. Doch die Übergangsregierung aus Experten, inzwischen komplett zurückgetreten, war nichts als eine Marionette des Rates. Auch der Entwurf einer Verfassung zementiert den Machterhalt der Militärs statt neue demokratische Strukturen. Tausende von willkürlichen Verhaftungen, Folter und andere Menschenrechtsverletzungen tun ein Übriges, um das letzte Vertrauen zu zerstören. Inzwischen haben sich die Anhänger der islamistischen Muslimbruderschaft den Revolutionären angeschlossen, denn sie wollen in einer neuen Regierung die Macht nicht mit Generälen teilen.

Was meinen Sie. Ägypten - versinken die Wahlen in der Gewalt?
 
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de

Die Gäste der Sendung sind:

 Mazen Hassan - Der ägyptisch-deutsche Journalist studiert an der Kairo-Universität Germanistik und arbeitet zunächst als Deutschlehrer am dortigen Goetheinstitut. Ab 1990 schreibt er als freier Journalist hauptsächlich für die Tageszeitung Al-Ahram, die älteste und auflagenstärkste Tageszeitung im Nahen Osten. 1994 wird er Deutschlandkorrespondent für diese Zeitung in deren Frankfurter Büro. Heute arbeitet er als Redakteur bei der Deutschen Welle TV in Berlin.

 Thomas Hasel - Der Journalist und Politologe absolviert sein Studium an den Universitäten in München, Paris und Berlin. 2002 promoviert er an der Berliner Freien Universität über den algerischen Machtkonflikt zwischen Islamisten und Staatsführung. Seit 1994 beschäftigt er sich intensiv mit den Staats- und Wirtschaftssystemen in der arabischen Welt. Als Lehrbeauftragter an der Freien Universität liegt der Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf einer Untersuchung der autoritären Regime in Nordafrika und den Schwierigkeiten, diese zu demokratisieren. Als Journalist war er in den vergangenen Jahren mehrfach in der Region unterwegs.

 Hoda Salah - Sie studiert Pädagogik und Deutsch in Ägypten, sowie Politikwissenschaften, Medienwissenschaften und Germanistik in Mannheim und Waterloo/Kanada. In ihrer Doktorarbeit beschäftigt sie sich mit der politischen Partizipation von Frauen im Islamismus. Nach ihrer Ausbildung ist sie bis 2010 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politik des Vorderen Orients der Freien Universität Berlin tätig. Heute ist sie Postdoktorandin an der Universität Frankfurt. Ihr Forschungsthema ist die Jugendkultur in Ägypten und die Jugend als Träger der Moral und des Sexualwandels. Forschungsschwerpunkte sind weiterhin auch die Politik und Kultur des Nahen Ostens, Demokratisierungsprozesse, Frauenbewegungen, islamischer Feminismus, Politischer Islam und soziale Bewegungen im Nahen Osten. Nebenbei ist sie auch als politische Beraterin für das Europäische Parlament, politische Stiftungen und Institutionen tätig.</description>
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   <pubDate>Fri, 25 Nov 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Terror von Rechts - Deutschland unter Schock Deutschland ist schockiert. Über 13 Jahre lang konnten rechtsextreme Terroristen ungehindert morden, Banken überfallen und Bomben legen. Zehn Menschen haben sie kaltblütig erschossen – neun Migranten und eine Polizistin. Zwei der drei bisher bekannten Täter sind tot, eine mutmaßliche Täterin hat sich der Polizei gestellt. Jetzt ist ein zynischen Video aufgetaucht, in dem die Opfer der Bluttaten verhöhnt werden. Die Bundeskanzlerin zeigt sich tief betroffen und bezeichnet die Mordserie als eine Schande für Deutschland. 
 Die Ermittlungen gegen das Killertrio laufen auf Hochtouren. Schrecklich und beängstigend, was nach Jahren ans Licht kommt, unvorstellbar was noch kommen könnte. Denn die Hintergründe sind alles andere als aufgeklärt, ganz zu schweigen von der Rolle, die die Sicherheitsbehörden in dem Fall gespielt haben. Ganz Deutschland fragt sich, wie es sein kann, dass diese Verbrecher mehr oder weniger ungestört eine Blutspur durch das ganze Land ziehen konnten, angeblich sogar unter den Augen des Verfassungsschutzes. Und darüber hinaus drängen sich weitere bange Fragen auf:
 Haben Politik und Verfassungsschutz die Gefahr unterschätzt und die braune Szene nicht mehr im Griff? Hat das Killertrio alleine und selbständig gehandelt oder ist hier schon ein gefährliches Netzwerk herangewachsen, das weitere Terroranschläge plant? Schon ziehen die Medien Vergleiche zur „Roten Armee Fraktion“. Die Bundeskanzlerin gesteht ein, dass sich schon jetzt Strukturen erkennen ließen, die die Regierung sich so nicht vorgestellt habe. Der Rechtsstaat werde alles tun um die Hintergründe aufzuklären.
Was meinen Sie: Terror von Rechts - Deutschland unter Schock
Schreiben Sie uns an Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:

 Peter Carstens – Sein Studium der Geschichte und Politik führt den Deutschen nach Paris, Wien und Berlin. 1994 beginnt er seine journalistische Arbeit bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Nach seiner Korrespondententätigkeit in Sachsen kommt er 2001 nach Berlin in die Hauptstadtredaktion der Zeitung. Neben der Innenpolitik beschäftigt er sich mit Sicherheits- und Verteidigungsfragen.
 Hajo Funke –  Der emeritierte deutsche Politikwissenschaftler forscht zunächst am Wissenschaftszentrum Berlin über die Emigration von Juden. Er veröffentlicht das Buch „Die andere Erinnerung. Interviews und Portraits von Jüdischen Gelehrten im Exil“. Nach seiner Lehrtätigkeit an der Harvard University in Cambridge übernimmt er vorübergehend einen Lehrstuhl der Politischen Philosophie, an der Freien Universität Berlin. Danach geht er als Professor für Moderne Geschichte, Literatur und Politik an die University of California (USA). 1993 kehrt er nach Deutschland zurück und übernimmt einen Lehrstuhl für Politik und Kultur am Otto-Suhr-Institut für Politische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin, an der er bis heute lehrt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Vergleichende Politische Kulturforschung, Autoritarismus, Rechtsextremismus, Migration, Fremdendenfeindlichkeit und Antisemitismus, die Verarbeitung der beiden deutschen Diktaturen und nicht zuletzt die Analyse von Staatsautoritarismus und Genozidpolitik.

 Bodo Wegmann – Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt er sich mit geheimen Nachrichtendiensten. Er hat insbesondere über die Spionageorganisationen der DDR und des früheren Ostblocks geforscht; seine Studie über die geheime Militäraufklärung der Nationalen Volksarmee gilt als Standardwerk. Der promovierte Politologe ist Vorstand und Geschäftsführer des Gesprächskreises Nachrichtendienste in Deutschland. Dem GKND gehören sowohl viele ehemals leitende Mitarbeiter deutscher und ausländischer Dienste als auch Fachwissenschaftler und -journalisten an.</description>
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   <pubDate>Fri, 18 Nov 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Iran und die Bombe - wie groß ist die Gefahr? Geheimdienste, Atomexperten und die internationalen Atomaufseher der IAEA in Wien scheinen sich einig zu sein: Der Iran ist langsam aber sicher auf dem besten Weg eine gefährliche und unkontrollierbare Nuklearmacht zu werden. Unklar scheint nur an welchem Bauabschnitt der Iran gerade arbeitet. Ist Ahmadinedschad zum Bau der Bombe fähig, oder setzt er seine Pläne schon in die Tat um? Der iranische Präsident lässt sich bis heute nicht in die Karten schauen und versetzt mit seinen Verwirrspielen die Welt in Angst und Schrecken. Die Spekulationen schießen ins Kraut und auch der mühsam erarbeitete Bericht der Atomenergiebehörde wartet mit viel Ungewissheit auf. Dennoch gibt es einige neue und wenig beruhigende Fakten.

 Nach Geheimdienstinformationen ist der Iran mit seinem Atomprogramm deutlich weiter vorangekommen als bislang gedacht. So soll ein russischer Waffenexperte an der Entwicklung eines Zünders mitgewirkt haben. Auch von einem Atomwaffenexperten aus Pakisten ist die Rede und mehrereTests mit hochexplosivem Sprengstoff durch iranische Sprengstoffexperten lassen sich nachweisen. Auch das Computermodell eines Atomsprengskopfes lässt wenig Gutes erahnen. Alles Fakten, die eine ausschließlich friedliche Nutzung der Atomanlagen in Frage stellen müssen.

 Israel beobachtet die Entwicklung mit großer Besorgnis und erhöht den Druck auf die internationale Gemeinschaft, indem es mit einem Militärschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen droht. Israel fordert vom UN-Sicherheitsrat endlich massive Sanktionen zu verhängen, eine Maßnahme, die am Veto Chinas und Russlands bislang scheiterte. Jetzt könnte sich das vielleicht ändern. Auch die USA sind besorgt. Eine Horrorvorstellung: Das kleine Israel greift im Alleingang den Iran an und setzt damit die ganze Region in Brand. Eine Herausforderung, die das kriegsmüde Amerika unbedingt vermeiden will. Auch Europa ist verunsichert und sieht die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung langsam schwinden. Teheran hat für den Fall eines Angriffs mit einer &quot;apokalyptischen Antwort&quot; gedroht.

Was meinen Sie: Iran und die Bombe - wie groß ist die Gefahr?
 
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Die Gäste der Sendung sind:

 Malte Lehming – Er leitet die Meinungsseite beim Tagesspiegel. Zuvor war er für 4 Jahre Chef des Washingtoner Büros der Zeitung. Zum Tagesspiegel kam er 1991 als Redakteur für Außenpolitik- mit den Schwerpunkten Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen und Mittlerer Osten. Von 1989 bis 1991 arbeitete Malte Lehming als Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt, heute Herausgeber der Wochenzeitung „Die Zeit“. Lehming studierte Philosophie, Deutsche Literatur und Europäische Geschichte.
 
 Oliver Thränert – Nach seinem Studium forscht und lehrt der Politikwissenschaftler und Sicherheitsexperte als Gastwissenschaftler an der ETH Zürich sowie an der Queen’s University in Kingston, Ontario. Von 1986 bis 2001 arbeitete er im Referat Internationale Politikanalyse der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn und Berlin. Heute ist er bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin tätig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Sicherheitspolitik. Ihn beschäftigen vor allem die Weiterverbreitung von atomaren, biologischen und chemischen Waffen und die Raketenabwehr.
 Eldad Beck – Der Deutschlandkorrespondent der größten israelischen Tageszeitung &quot;Yedioth Ahronot&quot; stammt aus Haifa. An der Pariser Sorbonne studierte der Israeli Arabisch und Islamwissenschaften. Seit 1994 lebt er in Berlin.</description>
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   <pubDate>Fri, 11 Nov 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Syrien - kommt Assad davon? 
 Die Hartnäckigkeit und die Gewalttätigkeit mit der Syriens Präsident Assad seine Machtposition verteidigt ist schockierend. Obwohl der internationale Druck wächst, geht er mit immer noch größerer Gewalt gegen Oppositionelle vor. Stur massakriert er mit Artillerieangriffen die eigene Bevölkerung. Seit Beginn der Ausschreitungen im März wurden, nach UN- Angaben über 3000 Menschen getötet und die Zusammenstöße werden immer härter.

 Die Internationale Gemeinschaft erkennt den zwingenden Handlungsbedarf und sucht Assad zur Umkehr zu bewegen. Doch er denkt nicht daran. Im Gegenteil. Mit markigen Worten warnt er die westlichen Länder vor einem Militäreinsatz wie in Libyen. Wenn der Westen in Syrien militärisch eingreife, dann werde die gesamte Region in Flammen aufgehen, droht Assad. Europa und die NATO lassen sich davon nicht beeindrucken, wollen aber selbst auch keinen weiteren Einsatz nach libyschem Muster. Die Arabische Liga hat Assad ein letztes Mal die Vermittlung mit den Oppositionellen angeboten. Sie fordert Assads Abzug aus de Hochburgen der Protestbewegung, die Freilassung der Gefangenen und Verhandlungen mit der Exil- Opposition. Wenn er nicht darauf eingehen werde, dann werde er aus der Arabischen Liga ausgeschlossen werden.

 Der UN- Sicherheitsrat konnte sich bislang keiner Syrien-Resolution durchringen. China und Russland legten ihr Veto ein. Sie wollen keine Grundlage legen, die eine Militärintervention zulässt. Sollte die Arabische Liga Assad fallen lassen, dann überdenken vielleicht auch die Veto-Länder ihre Entscheidung. Auch die Frage nach Sanktionen wird dann wieder bemüht werden. Inzwischen hat selbst die Türkei Assad die Freundschaft aufgekündigt und verhandelt schon mit der Opposition. Erdogan zeigt sich im arabischen Umbruch lieber an der Seite der Sieger. In einem Punkt sind sich alle einig: Der Konflikt in Syrien darf sich zu keinem langwierigen und blutigen Bürgerkrieg auswachsen, zumal dies zu einer gefährlichen Destabilisierung der arabischen Welt führen würde. Auf diese Befürchtung setzt Assad und das könnte ihn retten.

Was meinen Sie: Syrien - kommt Assad davon?
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Die Gäste der Sendung sind: 

 Heiko Wimmen - Das Forschungsgebiet des Politikwissenschaftlers umfasst politische Systeme und Dynamik innerer Konflikte in ethnisch-religiös gemischten Gesellschaften im Nahen Osten und auf dem Balkan. Von 1997 bis 2002 arbeitete er als freier Rundfunkjournalist in Beirut, Libanon. Zur Zeit arbeitet er bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in der Forschungsgruppe: Naher Osten und Afrika in Berlin. 


 Ibrahim Mohamad - Der Wirtschaftsjournalist ist in Lattakia, Syrien geboren. Seine beruflichen Stationen: Redakteur DW-TV/Arabisch. Chefredakteur des deutsch-arabischen Wirtschaftsmagazins &quot;SOUQ&quot;. Freier Autor und Redakteur beim Wirtschaftsmagzin &quot;Al-Iktisad Wal-Aamal&quot; und der Tageszeitung &quot;Al Hayat&quot;. Seit 2002 Teamleiter DW-WORLD.DE/Arabisch.


 Alexander Bühler - Nach seinem Studium, Geschichte, Politikwissenschaft und Anthropologie in Heidelberg, Mexico City und Köln arbeitet der Journalist für deutsche Zeitungen und Zeitschriften, wie Der Spiegel, Die Zeit, NZZ und Cicero, sowie für nationale und internationale Radiosender und die Fernsehsender ARD und ARTE. Er berichtet vor allem aus und über Krisengebiete. Er bereist Länder wie die Demokratischen Republik Kongo, das Kosovo, Haiti, Kolumbien und Syrien. Er macht Dokumentarfilme über die Nothilfe in Haiti und Pakistan und berichtet über vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Naturkatastrophen in Bolivien. Er lebt und arbeitet zur Zeit in Hamburg.</description>
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   <description>Schicksalswoche - hat Europa die Krise jetzt im Griff? Europas Krisenmanager haben einen dramatischen Gipfelmarathon hinter sich. Harte Diskussionen in der Euro-Gruppe, schwierige Auseinandersetzungen mit den Banken und herbe Auflagen für die Pleitestaaten prägten die lange Nacht der Euro-Rettung, und es hat sich gelohnt. Europas Regierungschefs haben die Rettung Griechenlands eingeleitet und erste Beschlüsse gefasst. Die wichtigsten Entscheidungen sind: 50 Prozent Schuldenschnitt für Griechenland, eine Rekapitalisierung der Banken, eine Hebelung des Rettungsschirms EFSF auf eine Billion und ein drastisches Sparprogramm für das marode Italien.

 „Es gibt nicht den einzigen Paukenschlag, aber dies hier ist ein wichtiges Paket auf dem Weg zu mehr Stabilität und zu einer Stabilitätsunion“, so die deutsche Bundeskanzlerin. Aber sie ist vorsichtig geworden und will nicht ganz ausschließen, dass die Rettungsversuche auch schiefgehen könnten. Nach aller Kritik im Vorfeld wird Angela Merkel jetzt im eigenen politischen Umfeld, aber auch international, für ihr umsichtiges und bedächtiges Vorgehen gelobt. Europas Schuldenkrise scheint gestoppt, aber noch lange nicht überwunden.

 Die Anleger an den Börsen zeigen sich in Kauflaune und die Finanzmärkte haben sich vorerst beruhigt. Die Analysten hingegen zeigen sich weit weniger zuversichtlich. Die Skeptiker unter ihnen glauben nicht, dass sich Staatsverschuldung auf diese Weise abbauen lässt, eine Dauerkrise immer weiter vor sich hergeschoben wird. Die Umsetzung der Gipfelbeschlüsse allein lässt noch viele Fragen offen, die in der kürze der Zeit nicht geregelt werden konnten. Mit Geld alleine lässt sich das Problem nicht lösen. Die Eurozone braucht Reformen und die werden Europas Regierungschefs noch einige schwierige Gipfelnächte bescheren. 


Was meinen Sie?: Schicksalswoche - hat Europa die Krise jetzt im Griff?

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Die Gäste der Sendung sind:
 
 Friedrich Thelen - Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.




 Gennaro Pellino - Nach seinem Germanistikstudium und mehreren Lehraufträgen macht er beim italienischen Sender RAI seine journalistische Ausbildung. Seit1992 arbeitet er als Redakteur und Reporter in verschiedenen Ressorts für die Rai. Sein Schwerpunkt ist die internationale Politik. So wird er 1996 Korrespondent für außenpolitische Belange. Heute berichtet er für die RAI aus Berlin.




 Ulrike Herrmann - Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.</description>
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   <pubDate>Fri, 28 Oct 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Krisengipfel - letzte Chance für Europa Europas Regierungschefs stehen unter mächtigem Entscheidungsdruck. Die Erwartungen an den bevorstehende EU-Krisengipfel sind hoch wie nie, geht es doch am Ende um nichts weniger als um die Rettung Europas. Der Präsident des Europäischen Rates, Herman Van Rompuy hatte, auch um Zeit zu schinden, das Treffen um eine Woche verschoben. Zusätzlich tagt fast zeitgleich die Euro-Gruppe (Ecofin) zum Thema Finanztransaktionssteuer. Auch die Rückkehr der Finanzprüfer aus Griechenland war noch abzuwarten. Jetzt hofft er, dass die Zeit reicht, um praktikable und geeignete Maßnahmen gegen die Schuldenkrise zu finden. Die mehr als brisante Lage schreit nach raschem Handeln den die horrenden Schuldenberge einiger Mitgliedsländer türmen sich weiter unaufhaltsam auf. 

 Den großen Befreiungsschlag, der Europa direkt aus der Krise führt, wird es wohl nicht geben. &quot;Man hoffe aber in Brüssel ein ordentliches Stück voranzukommen&quot;, baut die deutsche Kanzlerin vor. Sie und ihre Mitstreiter stehen vor schwiegigen Beratungen, denn die Vorstellungen von Rettungsmaßnahmen gehen weit auseinander. Für Griechenland muss jetzt rasch ein Konzept zur Entschuldung gefunden werden, sonst droht die Insolvenz, die manch einer schon als das bessere Konzept ansieht. Ein zweites Rettungspaket und die Beteiligung privater Banken und Versicherungen, sowie die Möglichkeit einer harten Umschuldung müssen vorrangig beraten und entschieden werden. Die Stabilisierung und die auch zwangsweise Rekapitalisierung europäischer Banken sind ein gewichtiges Thema. Die Finanz- und Kreditinstitute lehnen staatliche Einmischung strikt ab. Auch der Vorschlag künftig Investment- Banking vom klassischem Bankgeschäft trennen zu wollen stößt auf wenig Gegenliebe. 

 Während Europas Regierungschefs händeringend nach Lösungen suchen, wächst der Unmut in der Bevölkerung. Die Bürger sind immer weniger bereit für die Misswirtschaft anderer Länder und die Spekulationsgier der Banken zu bezahlen. Griechenland befindet sich im Generalstreik gegen den massiven Sparhaushalt der Regierung. Weltweit gewinnt eine neue Protestwelle, die gut organisierte &quot;Occupy- Bewegung&quot; immer mehr Zulauf. Ihr Protest richtet sich gegen Banken, Kreditinstitute und Spekulationshaie. Der Unmut schwillt langsam und ernstzunehmend an. Noch haben die Krisenmanager das Heft in der Hand, aber lange hält Europa den jetzigen Zustand nicht mehr durch. 

Was meinen Sie?: Krisengipfel – letzte Chance für Europa

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 Claus Hulverscheidt – Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre mit sozialwissenschaftlicher Richtung an der Universität Köln und seiner Ausbildung an der Kölner Journalistenschule für Politik und Wirtschaft arbeitet er zunächst als Wirtschaftsredakteur und Politikreporter für die Nachrichtenagentur Reuters in Bonn. Danach berichtet er für die Financial Times Deutschland aus Berlin über deutsche Politik und Wirtschaft. Heute ist er als Leitender Redakteur für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter der Parlamentsredaktion für die Süddeutsche Zeitung in Berlin tätig. 

 Ulrike Guérot – Nach ihrem Studium arbeitet die Politikwissenschaftlerin zunächst als Juniorprofessorin an der amerikanischen Johns Hopkins University im Fachbereich European Studies. Später wird sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Organisation Notre Europe in Paris sowie Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Außenpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag im Büro von Karl Lamers. Als Leiterin der Forschungsgruppe Europa bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) kommt sie nach Berlin und arbeitet dann 2004 beim German Marshall Fund. Heute leitet die Politikwissenschaftlerin das Berliner Büro des European Council on Foreign Relations. Dort forscht sie in den Bereichen Europäischer Integrationsprozess, Europäische Institutionen, Deutsch-Französische Beziehungen und Deutsch-Amerikanische Beziehungen; derzeit schwerpunktmäßig zu Deutschlands Rolle in Europa. 

 Ursula Weidenfeld – Die Journalistin promoviert in Bonn am Lehrstuhl für Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Nach einem Volontariat an der Georg-von-Holtzbrinck-Schule in Düsseldorf wird sie Berlin-Korrespondentin und stellvertretende Ressortleiterin bei der Wirtschaftswoche. Anschließend arbeitet sie als Ressortleiterin bei der Financial Times Deutschland. 2001 übernimmt sie die Leitung des Ressorts Wirtschaft beim Tagesspiegel. Nebenbei arbeitet sie als Moderatorin und Kommentatorin für verschiedenen Fernseh- und Hörfunksender. 2008 wechselt sie als Chefredakteurin zum Kölner Wirtschaftsmagazin „Impulse“ und wird mit dem „Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik“ ausgezeichnet. Heute ist sie als freie Journalistin für verschiedene Medien tätig und betreibt die Internetseiten www.starke-meinungen.de und www.das-tut-man-nicht.de.</description>
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   <pubDate>Fri, 21 Oct 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Ägypten - vom Frühling direkt in den Herbst des Zorns Der arabische Frühling, ein Synonym für den von so großer Hoffnung getragenen Kampf der Ägypter für Freiheit und Demokratie. Jetzt hat das Land einen schweren Rückschlag erlitten. Im Januar haben Regimegegner und Armee, Seite an Seite, in gut organisierten Massenprotesten, ihren Diktator samt Gefolgschaft aus dem Amt gejagt und gemeinsam für Freiheit gekämpft. Heute steht Hosni Mubarak wegen Menschenrechtsverletzung vor Gericht. Seit Beginn der Revolution ist es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Regimegegnern und Staatsmacht gekommen. Doch jetzt, wo der Termin für demokratische Parlamentswahlen und die Wahl eines neuen ägyptischen Präsidenten näherrückt, wird die Stimmung im Lande immer aggressiver.

 Die jüngste Auseinandersetzung zwischen koptischen Christen, muslimischen Schlägertruppen und schwer bewaffneten Soldaten endete in einer grauenvollen Straßenschlacht. Die Schreckensbilanz: 25 Tote und über 300 Verletzte. Auslandskorrespondenten berichten von einem regelrechten Blutbad, schildern wie Soldaten mit Militärfahrzeugen ungebremst in die Menschenmenge rasen und mit aller Gewalt in die Gruppe der Kopten schießen. Die Christen, aber auch andere Beobachter machen die Armee für das Massaker verantwortlich. Ursache der Ausschreitung war vermutlich die Ankündigung der Übergangsregierung in Kürze ein neues Gesetz vorlegen zu wollen, das den Bau von Gotteshäusern vorsieht. Die verfolgten Kopten hingegen protestierten gegen den erneuten Abriss einer ihrer Kirchen zum Unmut der muslimischen Gegner. 

 Die Bevölkerung fürchtet weitere Ausschreitungen, Anarchie und Chaos. Das neu gewonnene Vertrauen in die Armee wurde schwer missbraucht. Es wird vermutet, dass die radikalen Kräfte in der Militärregierung mit Gewalt ihr Comeback inszenieren wollen. Eine weitere Destabilisierung der Sicherheitslage würde einen friedlichen Übergang in eine gut funktionierende Demokratie nahezu unmöglich machen. Die Anhänger des alten Regimes verstehen religiöse Spannungen je nach Bedarf zu befeuern und für sich zu nutzen. So ist das vom Militärrat erlassene Verbot von religiösen Slogans im Wahlkampf für die Moslembrüdern eine herbe Entscheidung. Droht Ägypten ein Herbst des Zorns?

Was meinen Sie?: Ägypten - vom Frühling direkt in den Herbst des Zorns
 
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Michael A. Lange – Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler arbeitet nach seinem Studium zunächst an verschiedenen Forschungsprojekten.1981 geht er zur Konrad Adenauer Stiftung und leitet als Auslandsmitarbeiter die Länderprogramme in Jordanien (1981-85), Tunesien (1985-88) und Israel (1989-94). Anschließend setzt er seine Arbeit in der Zentrale in Deutschland fort. In St. Augustin leitet er zunächst das Ländereferat USA, wird dann Abteilungsleiter für Nordamerika und Westeuropa. 1996 geht er wieder ins Ausland und leitet nacheinander die Länderprogramme in Südafrika und in Ägypten. 2007 wird er Koordinator für Nahost und Vernetzte Sicherheit im Team Außen-, Sicherheits- und Europapolitik der Hauptabteilung Politik. Heute leitet er das Ressort Politikdialog und Analyse in der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit.

Yassin Musharbash – Der Sohn eines jordanischen Vaters und einer deutschen Mutter studiert in Göttingen und an der Bir Zeit- Universität in den Palästinensischen Gebieten Arabistik und Politikwissenschaft. Schon während seines Studiums schreibt er für die deutsche Tageszeitung „taz“ über islamische Organisationen in Deutschland. Heute berichtet er als Redakteur von „SPIEGEL ONLINE“ über die Arabische Welt, islamistischen Terrorismus und die Propaganda von Al- Qaida im Internet. 

Samir Grees – Nach seinem Studium in Kairo und Mainz arbeitet der Ägypter zunächst als freiberuflicher Dolmetscher und Journalist, sowie als Lektor für Arabisch an der Uni Bonn. Er hat eine große Zahl deutscher Literatur ins arabische übersetzt, wie zum Beispiel: Ingo Schulze: Simple Storys, Elfriede Jelinek: Die Klavierspielerin, Michael Kleeberg: Das Tier, das weint und Martin Walser: Ein liebender Mann. Er arbeitet auch er in der arabischen Online- Redaktion der Deutschen Welle.</description>
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   <pubDate>Fri, 14 Oct 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Europa um jeden Preis - Politik und Glaubwürdigkeit In einem Punkt herrscht europäische Einigkeit: Es muss alles getan werden um Europa und den Euro zu retten. Den Regierungs- und Finanzchefs ist bewusst, dass dies nur mit enormen nationalen Kraftanstrengungen gelingen kann. Die europäische Schuldenkrise, eine für die Politik beispiellose Herausforderung. Der EU- Vertrag sieht den Untergang eines Mitgliedstaates bislang nicht vor und ist somit auch kein guter Ratgeber für Krisenlagen.

 Die Politik sucht händeringend nach den richtigen Strategien. Griechenland retten, Spanien, Italien und Portugal stützen, den Euro stabilisieren und Europa bewahren, um jeden Preis. Nie waren sich Politik, Banken und Wirtschaftsvertreter so uneinig wie heute. Ein Krisentreffen jagt das andere, ein Beschluss den nächsten. Milliardenhilfen werden um Milliarden aufgestockt und am Ende reicht es wieder nicht. Ist die Herausforderung zu groß, fehlt es den Krisenmanagern an Mut und Innovation oder einfach nur an guten Beratern und Sachkenntnis?

 Die Öffentlichkeit traut ihren Volksvertretern nicht mehr viel zu. Die Menschen fühlen sich von der eigenen Regierung übergangen und von den europäischen Pleitestaaten ausgenutzt. Es entstehen auf nationaler Ebene gefährliche Gemengelagen und Europa wird immer mehr in Frage gestellt. Die Vereinigten Staaten von Europa, längst nur noch eine Vision. Das Vertrauen der Bürger schwindet und damit auch das Vertrauen in die Demokratie. Immer häufiger drohen Entscheidungen nicht parlamentarisch abgestimmt, sondern auf höchster Regierungsebene beschlossen zu werden. Den Bürgern werden Sparmaßnahmen verordnet und aus Steuergeldern finanzierte Rettungsschirme zugemutet. Die Erklärung des deutschen Finanzministers fällt knapp aus: &quot;Scheitert der Euro, scheitert Europa und das zum Nachteil Deutschlands&quot;.

Was meinen Sie?: Europa um jeden Preis - Politik und Glaubwürdigkeit

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 Georgios Pappas – Nach seinem Studium der Politikwissenschaften in Athen und München arbeitet der Grieche zunächst für mehrere Jahre als Hörfunkredakteur beim Bayerischen Rundfunk in München. Danach geht er zur Deutschen Welle und arbeitet dort für das griechische Radioprogramm. Heute ist er als Korrespondent für das staatliche Fernsehen Griechenlands, ERT in Berlin beschäftigt. 
 Holger Zschäpitz – Der Journalist arbeitet heute als leitender Wirtschaftsredakteur für die Tageszeitung die WELT und die Welt am Sonntag. Seine Spezialgebiete sind Verhaltensökonomie, Staatsfinanzen und die Kapitalmärkte. Der Zusammenbruch der DDR hat ihn dafür sensibilisiert, welche Ideen Menschen antreiben und was die Welt im innersten zusammenhält. Der Systemcrash von 1989 macht aus dem Facharbeiter für Datenverarbeitung einen leidenschaftlichen Ökonom und begeisterten Journalisten. Er baut neben seinem Studium der Volkswirtschaftslehre 1999 den eigenständigen Finanzteil der WELT mit auf. Er ist Autor mehrerer Bücher. In seinem Buch „Schulden ohne Sühne?“ schreibt er über die Schuldensucht der Staaten. 


 Ulrike Herrmann – Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.</description>
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   <pubDate>Fri, 7 Oct 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Demokratie auf Russisch - der ewige Putin  Russlands Präsident Medwedew will 2012 nicht mehr für das höchste Amt des Landes kandidieren. Damit hat er für Wladimir Putin den Weg zurück an die Macht frei gemacht. Der machtbewusste Premierminister wird sein oberstes Ziel erreichen und nach der verfassungsgemäßen Zwangspause im Frühjahr erneut als Präsident aus den Wahlen hervorgehen. Er kehrt in den Kreml zurück. Gleichzeitig schlägt er den bisherigen Präsidenten Medwedew als Ministerpräsidenten vor.

 Wirklich überrascht hat in Moskau die abgekartete Rochade und Putins Comeback wohl niemand. Überraschend ist eher der Zeitpunkt. Die Kandidatenkür war nicht für den Parteitag vorgesehen und wurde erst nach den Parlamentswahlen im Dezember erwartet. Ein herber Schlag für die Medwedew- Anhänger. Russlands liberale Elite hat ihren Hoffnungsträger verloren und mit ihm sehen sie auch die Demokratisierung und Modernisierung des Landes schwinden. Medwedew selbst hingegen wirkt, als wäre jetzt eine schwere Last von ihm genommen.

 Putin nutzt die Bühne des Moskauer Parteitages um seinen Machtanspruch zu zeigen und findet große Worte. Russland muss stark sein, so seine Parole. Er verspricht Wirtschaftsaufschwung, will die Industrie modernisieren und Millionen Arbeitsplätze schaffen. Wie er das mit Blick auf Energie- und Finanzkrise erreichen will, das sagt er nicht. Sogar unter seinen Vertrauten findet sich leise Kritik. Einer bringt es dann aber auf den Punkt: &quot;Machtlosigkeit ist eine tödliche Gefahr für Russland&quot;. Machtbewusstsein, das zeigt Putin immer auf ein Neues, davon hat er genug. Schnelle Veränderungen wird es mit ihm nicht geben.

Was meinen Sie?: Demokratie auf Russisch – der ewige Putin
 
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 Alexander Rahr – Nach seinem Studium, Geschichte und Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München arbeitet er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut von Radio Freies Europa/Radio Liberty in München und als Projektmanager am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien in Köln. Er fungierte als Berater für die RAND Corporation in Santa Monica, ist im Vorstand von Yalta European Strategy (YES) und Mitglied des Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs. Heute ist er der Leiter des Berthold-Beitz-Zentrums – Kompetenzzentrum für Russland, Ukraine, Belarus und Zentralasien in der DGAP. Er ist Autor der Biographien von Michael Gorbatschow (1986) und Wladimir Putin (2000). Sein Buch “Russland gibt Gas” erschien 2008, “Putin nach Putin” 2009 und “Der kalte Freund. Warum wir Russland brauchen” 2011.

 Sergey Lagodinsky – wurde in Russland geboren und emigrierte 1993 nach Deutschland. Er ist Fellow am &quot;Global Public Policy Institute&quot;, ein unabhängiges Forschungsinstitut in Berlin. Seine Forschungsschwerpunkte sind die transatlantischen Beziehungen, globale Sicherheit und internationales Recht. Im russischen Fernsehsender RTVi ist er häufig als politischer Kommentator zu sehen. Zur Zeit ist er als Rechtsanwalt in der Kanzlei Orrick Hölters &amp;amp; Elsing tätig.

 Lucian Kim –  Nach seinem Fremdsprachen- und Geographiestudium an der Clark University in Worcester, Massachusetts und seinem Masterabschluß in &quot;Nationalism Studies&quot; an der Central European University in Budapest arbeitet er von 1996 - 2002 als Berlin Korrespondent für &quot;The Christian Science Monitor&quot;. Er beschäftigt sich intensiv mit dem Kosovokonflikt und mit Afghanistan. 2003 geht er nach Russland und arbeitet dort für die Moskow Times und als Korrespondent für Bloomberg News. Zur Zeit schreibt er ein Buch über die Ära Putin.</description>
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   <pubDate>Fri, 30 Sep 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Eurokrise – Zerreißprobe für die Regierung Merkel

 Griechenland droht die Staatspleite, Italiens Bonität wird von Rating-Agenturen herabgestuft. Die Sorge um den Euro ist so groß wie nie. Ganz Europa schaut auf Deutschland. Kommen von hier die Ideen, die den Euro retten, kommen von hier die Milliarden, mit denen Schuldenländern wie Griechenland geholfen werden soll? Tatsächlich treiben diese hohen Erwartungen Deutschland geradewegs in eine Regierungskrise. Die Koalition aus CDU, CSU und FDP kann sich nicht auf eine gemeinsame Strategie zur Eurorettung einigen.

 Vorläufiger Tiefpunkt: FDP-Parteichef Rösler versucht es mit Anti-Euro-Populismus und scheitert damit bei der Berlin-Wahl krachend. Die FDP ist am Boden, die Koalition noch mehr zerstritten. Hinzu kommt, dass selbst die kleine Schwesterpartei CSU eine griechische Insolvenz nicht mehr ausschließt. Und zu guter Letzt kritisiert auch der neue Bundesbankpräsident Weidmann die Politik der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank.
 Was tun? Vor allem Griechenland braucht dringend weitere Milliardenhilfen, um den Staatsbankrott zu verhindern, hat aber im Gegenzug nicht viel Erfolg mit seinen Konsolidierungsbemühungen. Tiefgreifende Reformen aber sind Voraussetzung für die europäische Solidarität. Die wackelt mittlerweile auch in anderen europäischen Geberländern. Aber nirgendwo ist die politische Lage so verfahren wie im wirtschaftsstärksten und größten Land Europas. 

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 Ulrike Herrmann - Die ausgebildete Bankkauffrau macht ihre journalistische Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule und studiert an der FU Berlin Geschichte und Philosophie. Anschließend geht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Körber-Stiftung und wird Pressesprecherin der Hamburger Gleichstellungs-Senatorin Krista Sager. 2000 geht sie als Parlamentskorrespondentin und Wirtschaftsredakteurin zu der Berliner Tageszeitung &quot;taz&quot;. Heute leitet sie die Meinungsredaktion dieser Zeitung.

 Friedrich Thelen - Der promovierte Jurist ist ab 1975 als Geschäftsführer beim Deutschen Entwicklungsdienst tätig. Danach schreibt er als Journalist für die Tageszeitung &quot;Die Welt&quot;. 1978 beginnt er seine Karriere bei der &quot;Wirtschaftswoche&quot; als Bonner Korrespondent und Büroleiter. Zuletzt leitete er die Berliner Redaktion der &quot;Wirtschaftswoche&quot;.

 Ulrike Guérot - Nach ihrem Studium arbeitet die Politikwissenschaftlerin zunächst als Juniorprofessorin an der amerikanischen Johns Hopkins University im Fachbereich European Studies. Später wird sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Organisation Notre Europe in Paris sowie Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Außenpolitik der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag im Büro von Karl Lamers. Als Leiterin der Forschungsgruppe Europa bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) kommt sie nach Berlin und arbeitet dann 2004 beim German Marshall Fund. Heute leitet die Politikwissenschaftlerin das Berliner Büro des European Council on Foreign Relations. Dort forscht sie in den Bereichen Europäischer Integrationsprozess, Europäische Institutionen, Deutsch-Französische Beziehungen und Deutsch-Amerikanische Beziehungen; derzeit schwerpunktmäßig zu Deutschlands Rolle in Europa.</description>
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   <pubDate>Fri, 23 Sep 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Umbruch im Nahen Osten - Israel im Abseits Der politische Umbruch im Nahen Osten macht Israel schwer zu schaffen. Premierminister Netanjahu gerät immer stärker unter Druck. In Kairo stürmen aufgebrachte Massen die israelische Botschaft, die Beziehung zur Türkei befindet sich an einem gefährlichen Tiefpunkt und die Palästinenser planen ihre Staatsgründung ohne Israel.

 Die einst politischen Freunde beziehen Stellung. Der türkische Regierungschef Erdogan verzeiht Netanjahu den Angriff auf die Gaza- Hilfsflotte nicht und hat den israelischen Botschafter des Landes verwiesen. Israel habe dadurch seinen strategischen Partner verloren. Mit der Türkei oder der türkischen Ehre sei nicht zu spielen, so Erdogan. Und ausgerechnet in Kairo bekräftigt er seinen Anspruch auf eine Führungsrolle in der islamischen Welt. Zudem bringt sein Besuch zum jetzigen Zeitpunkt Netanjahu in eine schwierige Lage, denn auch Ägypten hat er gegen sich aufgebracht. Israelische Sicherheitskräfte hatten bei der Verfolgung mutmaßlicher palästinensischer Terroristen fünf ägyptische Grenzbeamte erschossen. Nur nach Drängen ließ sich Israel dazu herab sein Bedauern zu äußern. In Kairo hat sich die Verärgerung angestaut und dann in einer gewaltigen Erstürmung der Botschaft und Vertreibung der israelischen Botschaftsangehörigen entladen. Ägypten, wie auch die Türkei lehnen Israels Politik gegenüber den Palästinensern ab.

 Die Palästinenser nutzen die Gunst der Stunde und wollen nächste Woche die Anerkennung und Aufnahme des Staates Palästina in die UNO beantragen. Erstmals stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Auch wenn die USA, Europa und Israel dagegen sind, so könnte die Vollversammlung sich dafür entscheiden. Für den Sicherheitsrat hat der amerikanische Präsident Obama schon sein Veto angedroht. Er hält diese Aktion für kontraproduktiv und fordert, dass beide Parteien sich endlich wieder kompromissbereit an den Verhandlungstisch setzen und gemeinsam eine Zweistaatenlösung erarbeiten. 

Mit seinem harten Konfrontationskurs gegen alles und jeden treibt Netanjahu Israel in die Isolation, so die Kritik auch der US- Regierung. Die Frage ist, wie lange die Bevölkerung, angesichts des arabischen Frühlings, dem Kurs der eigenen Regierung noch folgt. Die Forderungen nach einem Politikwechsel werden immer lauter und Israels unzufriedene Jugend hat schon bewiesen, dass auch sie mit Ausdauer demonstrieren kann. 

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Die Gäste der Sendung sind:

 Margret Johannsen – Sie studiert in Berlin und Hamburg. Ihr Studium beendet sie mit der Promotion über das Thema &quot;Amerikanische Atomwaffen in Europa&quot;. Von 1987 bis 1997 gestaltet sie den friedenspädagogischen Service am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Seit 1997 gehört sie dem Institut als Senior Research Fellow an und ist Mitherausgeberin des jährlichen Friedensgutachtens. Sie ist Dozentin im Postgraduiertenstudiengang &quot;Master of Peace and Security Studies - M.P.S.&quot; der Universität Hamburg. In ihren Büchern und zahlreichen Artikeln beschäftigt sie sich vor allem mit Analysen über den Nahostkonflikt.

Abdul-Rahman Alawi – Der gebürtige Palästinenser wurde in einem kleinen Dorf in Israel geboren. Nach seinem Studium der Politikwissenschaften wurde er 1983 Leiter des PLO-Büros in den Niederlanden. Von 1984-1985 leitete er das PLO-Büro in Norwegen, zwischen 1986 und 1994 das in Dänemark. Jetzt arbeitet er als freier Journalist in Köln und ist Korrespondent der palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA.

Eldad Beck – Der Deutschlandkorrespondent der größten israelischen Tageszeitung &quot;Yedioth Ahronot&quot; stammt aus Haifa. An der Pariser Sorbonne studierte der Israeli Arabisch und Islamwissenschaften. Seit 1994 lebt er in Berlin.</description>
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   <pubDate>Fri, 16 Sep 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Veränderte Welt - Europa und der 11. September 

 Der 11. September 2001 markiert weltweit eine historische Zäsur. Die schockierenden Terroranschläge auf die Supermacht USA haben tiefe Wunden hinterlassen. Auch heute, nach10 Jahren, sind die Auswirkungen im politischen Leben wie im Alltag spürbar. Die Zeitzeugen haben recht behalten: Die Welt hat sich seither verändert. Die Supermacht USA hat im Kampf gegen den Terror ihre Vormachtstellung riskiert.

 Auch in Europa, selbst ins Visier von Terroristen geraten, sind die Auswirkungen deutlich zu spüren. Terroristen mitten in Deutschland, Anschläge in Madrid und London, all das verunsichert und schockiert die Gesellschaft. Die Innenpolitik, wie auch die Außenpolitik der europäischen Länder stehen vor neuen Herausforderungen. Die gemeinsame Terrorismusbekämpfung fordert Zusammenarbeit bei Strafverfolgung und Wirtschaftskriminalität. Sicherheits- und Verteidigungspolitik gewinnen an Bedeutung. Langwierige und schwierige Debatten um Militäreinsätze prägen den politischen Alltag. Der Einsatz in Afghanistan ist noch lange nicht ausgestanden. Sicherheitsbehörden werden mit neuen Kompetenzen ausgestattet. Die Folge: Mehr Kontrolle und mehr Überwachung auf Kosten der Freiheit. 

 Der Kampf gegen die radikalen Islamisten hat nach wie vor höchste Priorität und prägt den politischen wie gesellschaftlichen Umgang mit dem Islam und den Moslems. Osama Bin Laden ist tot, das Terrornetzwerk Al Kaida ist geschwächt. Die Jugend in der arabischen Welt will ihre Forderungen nach Arbeit und Freiheit mit anderen Mitteln durchsetzen: Kommunikation statt Terror. Europa ist auf den Umbruch der Arabischen Welt wenig vorbereitet. 

Was meinen Sie?: Veränderte Welt – Europa und der 11. September
 
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Die Gäste der Sendung sind: 

 Malte Lehming - Er leitet die Meinungsseite beim Tagesspiegel. Zuvor war er für 4 Jahre Chef des Washingtoner Büros der Zeitung. Zum Tagesspiegel kam er 1991 als Redakteur für Außenpolitik- mit den Schwerpunkten Sicherheitspolitik, Transatlantische Beziehungen und Mittlerer Osten. Von 1989 bis 1991 arbeitete Malte Lehming als Persönlicher Referent und Redenschreiber für den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt, heute Herausgeber der Wochenzeitung „ Die Zeit“. Lehming studierte Philosophie, Deutsche Literatur und Europäische Geschichte. 
 Rob Savelberg- Der niederländische Journalist lebt seit 1998 in Berlin und arbeitet als Korrespondent für die Zeitung „De Telegraaf“. Er absolvierte sein Studium in Geschichte, German Studies und Journalismus in Amsterdam, Rotterdam und Berlin. In 2009 erschien sein Buch ,,Berlijn beweegt. Oude hoofdstad in een nieuw land&quot;. Er arbeitet als freier Journalist auch für Deutsche Tageszeitungen. 
 Quentin Peel - Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin.</description>
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   <pubDate>Fri, 9 Sep 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Hunger und Krieg - das Elend Somalias Es war eine Katastrophe mit Ansage: Nordafrika wird von der schwersten Dürre seit 60 Jahren heimgesucht. 12 Millionen Menschen sind vom Hunger bedroht, zehntausende bereits gestorben. Der afrikanische Kontinent ist wieder einmal nicht in der Lage, sich selbst zu helfen.
 Besonders betroffen ist das vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg zerrissene Somalia. Die UNO will 2,4 Milliarden US Dollar als akute Nothilfe auftreiben.
Doch in Somalia kassieren seit Jahren die Warlords einen Großteil der Hilfsgüter. Die UN Monitoring Group stellte fest, dass jedes Jahr etwa die Hälfte aller Nahrungsmittelhilfen für Somalia im Wert von 450 Millionen US Dollar an Warlords und korrupte lokale Mitarbeiter gehen. Mittlerweile wird vermutet, dass dieser Anteil auf 80 Prozent gestiegen ist.   In Somalia wird so die radikal-islamische al-Shabaab Miliz auch durch die internationale Hilfe mitfinanziert. 
Das Elend wird so also nicht beseitigt, sondern der Krieg verlängert. Lokale Märkte werden zerstört und die Menschen in ewiger Abhängigkeit von Almosen gehalten.
 Die internationale Gemeinschaft kennt diese Probleme, steckt aber fest in einem Dilemma. Denn trotz allem gilt das humanitäre Gebot: Jeder Mensch in Not hat ein Recht auf Hilfe. 
 Anfang August ein erster Erfolg. Ein Großteil der al-Shabaab Miliz zieht sich nach schweren Kämpfen mit Regierungstruppen aus der Hauptstadt Mogadischu zurück. Der Flughafen ist wieder frei. Frei für Lebensmittellieferungen für die Hungernden.
Was meinen Sie?: Hunger und Krieg - das Elend Somalias
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.deDie Gäste der Sendung sind: 

 Bastian Hartig - lebt und arbeitet als freier Journalist in Berlin. Nach seinem Studium der Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien mit dem Schwerpunkt Südostasien in Passau, wechselt er nach London. Dort macht er noch seinen Master in &quot;Chinese Studies&quot;. Sein Volontariat absolvierte er bei der Deutschen Welle. Für die war er auch als VJ in Nordafrika unterwegs. 
 Abdirizak Sheikh - ist Diplom Politologe und arbeitet als freier Journalist und Übersetzer in Deutschland. In Somalia verbrachte er seine Kindheit. Später zog er mit seiner Familie nach Italien und in die USA. Zum Studium kam er dann nach Deutschland. Von ihm ist bisher das Buch „Kein Frieden für Somalia?“ erschienen. 
 Markus Virgil Höhne - geboren 1975, arbeitet am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung. Seine Doktorarbeit zu Staats- und Identitätsbildung in Nordsomalia (Somaliland und Puntland) hat er 2011 abgeschlossen. Zusammen mit Virginia Luling hat er das Buch Milk and peace, drought and war: Somali culture, society and politics (London, 2010) herausgegeben.</description>
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   <pubDate>Fri, 2 Sep 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Umsturz in Libyen - Was kommt nach Gaddafi? Die Aufständischen in Tunesien und in Ägypten haben es vorgemacht. Sie haben ihre Despoten Ben Ali und Mubarak gestürzt. Und die Rebellen in Libyen stehen nach einem halben Jahr blutiger Kämpfe an genau dem gleichen Punkt: Der Sturz ihres Diktators Muammar al-Gaddafi ist nur noch eine Frage von Tagen. 
 Der Westen hat sich früh mit einer UN Resolution an die Seite der Rebellen gestellt, sie beim Kampf gegen Gaddafi mit Luftangriffen unterstützt. 
Doch wer ist dieser Nationale Übergangsrat der Rebellen, der nach dem Sturz das Machtvakuum in Libyen füllen will? Er ist weder durch Wahlen legitimiert, noch sind alle seine Mitglieder bekannt. Vor einigen Wochen wurde der Verteidigungsminister der Rebellen, Abdel Fattah Juni, vermutlich von seinen eigenen Leuten ermordet.
 Wer also übernimmt jetzt die Macht in Libyen? Sind es Regimegegner und demokratische Oppositionelle wie Abdel Hafis Ghoga, der Vizechef des Rebellen-Rates und das Gesicht des Aufstandes? Oder sind es Stammesfürsten, die sich vor allem ihren Anteil an den reichen Erdölvorkommen sichern wollen? Und welchen Einfluss haben die Islamisten? Bricht das Land am Ende gar auseinander?
 Das Mandat der Nato läuft im September aus. Doch der Kampf um die Macht in Libyen ist mit dem Sturz von Gaddafi noch nicht zu Ende.
Was meinen Sie: Umsturz in Libyen - Was kommt nach Gaddafi?
Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.deDie Gäste der Sendung sind: 
 Stefan Buchen - Studium der Arabischen und Französischen Sprache in Germersheim, danach Studium der Arabischen Sprache und Literatur. Ab 1995 Korrespondent im AFP-Büro Jerusalem und Producer im Nahen Osten. 2000 Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk, danach fester freier Mitarbeiter bei &quot;Panorama&quot; sowie freier Autor bei &quot;arte&quot;. Zahlreiche Reportagen und Berichte u.a. aus Iran, Irak, Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Nordafrika und der arabischen Welt. 
 Hamed Abdel-Samad - Der Ägypter ist Sohn eines sunnitischen Imams. Im Alter von 23 Jahren kommt er nach Deutschland. Er studiert Politik in Augsburg, Englisch und Französisch an der Universität in Kairo. Nach seinem Studium lehrt er am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität in München. Seit 2009 arbeitet er ausschließlich als freier Autor und Journalist. Mit seinen Büchern „Mein Abschied vom Himmel: Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland“, dem Buch „Der Untergang der islamischen Welt: Eine Prognose“ oder das gemeinsam mit dem deutschen Publizisten Henryk M. Broder verfasste „Entweder Broder - Die Deutschland-Safari“ machte er sich einen Namen als Islamkritiker.
 Cécile Calla - Die Französin ist in Paris geboren und aufgewachsen. Sie studierte Geschichte, Politik und Soziologie und verbringt ein Jahr als Erasmus-Studentin an der Universität Würzburg. Danach beginnt ihre journalistische Laufbahn bei der französischen Zeitung „Le Figaro“. 2006 kommt sie als Korrespondentin für „Le Monde“ nach Berlin. Seit 2010 arbeitet sie als freie Journalistin nicht nur für französische Medien, sondern auch für Deutsche wie „Spiegel online“ und „die Tageszeitung“.</description>
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   <pubDate>Fri, 26 Aug 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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   <title>Quadriga: Der internationale Talk</title>
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   <description>Schuldenkrise - hängt Europas Schicksal an Berlin?Europa versinkt immer tiefer im Schuldenstrudel und die Deutschen sollen das bezahlen? Eine Horrorvorstellung für Angela Merkel. Auf die deutsche Kanzlerin richten sich derzeit alle Augen in Europa. Als Chefin der größten und stabilsten Volkswirtschaft in der EU trägt sie schwer an der Verantwortung für den Euro und für die Europäische Union. Alle bisher beschlossenen Stabilitätsmaßnahmen und Rettungsschirme scheinen die Finanzmärkte nicht wirklich zu beruhigen. 

In dieser Woche haben Merkel und Sarkozy ihre Vorschläge präsentiert. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa soll umstrukturiert werden. Deutschland und Frankreich wollen bilateral besser zusammen arbeiten. Zur Bewältigung der Krise planen sie eine Wirtschaftsregierung. In dem Gremium sollen die 17 Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone sitzen unter dem Vorsitz des jetzigen EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy. Ebenso wollen sie eine Steuer auf Transaktionen einführen und eine verbindliche Schuldengrenze für alle Euro-Länder. Versuche Stabilität zu schaffen, wo keine mehr ist: Griechenland, Portugal, Irland befinden sich bereits unter dem Rettungsschirm. Nun schwappt die Krise auf Italien, Spanien, vielleicht sogar auf Frankreich über - und damit auf Kerneuropa. Hält die Union das aus? Zumindest muss sie sich über ein neues Gesicht Gedanken machen. Rollen neu verteilen. Die Rolle Deutschlands als Währungs- und Stabilitätsgarant wird jedenfalls immer wichtiger.

Doch das behagt den Deutschen gar nicht. Angela Merkel appelliert an die nationale Verantwortung der hoch verschuldeten Euro-Länder, ihre Schuldenkrisen selbst in den Griff zu bekommen, und sie nicht weiter auf die anderen Mitgliedsländer abzuwälzen. Euro-Bonds, also gemeinsame Staatsanleihen aller 17 Euro-Länder, lehnt die Kanzlerin und ihre Regierung bisher als Stabilitätsmechanismus für den Euro strikt ab. Für Deutschland wäre die Einführung solcher Euro-Bonds teuer, ein gewaltiger Einschnitt und ein Bruch aller EU-Verträge. Denn bisher gilt: jeder Schuldner muss für seine Schulden selbst einstehen. In der FDP gibt es bereits Stimmen, die mit Koalitionsbruch drohen. Doch wenn Deutschland in Europa keine stärkere Verantwortung und Führungsrolle übernimmt, droht die Währungsunion dann auseinanderzubrechen? Dann könnte Deutschland als stark exportabhängiges Land zu den Hauptverlierern gehören. So oder so: Deutschland muss handeln. Es steht viel auf dem Spiel.

Was meinen Sie: Schuldenkrise - hängt Europas Schicksal an Berlin?Schreiben Sie uns an: Quadriga@dw-world.de
Die Gäste der Sendung sind:
 Heike Göbel – Nach ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg arbeitet sie zwei Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Weltwirtschaft in Kiel. Im Anschluss absolviert sie ein Volontariat bei den „Stuttgarter Nachrichten“. Im April 1992 wechselt Göbel in die Wirtschaftsredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die sie von 1994 an in Bonn und Berlin die Finanz- und Rentenpolitik beobachtet. 2002 kehrt sie als verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik in die Zentrale zurück. Die Journalistin wird 2005 mit dem Karl-Bräuer-Preis des Steuerzahlerbundes und 2006 mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik ausgezeichnet.
 Frank Paul Weber – Seit 1999 arbeitet der Franzose als Korrespondent für die in Paris erscheinende Zeitung „La Tribune“. Er berichtet zunächst aus Deutschland und dann aus Italien. Vor seiner Tätigkeit als Auslandskorrespondent hat er als Sozialwissenschaftler an den Universitäten in New York, Paris, Berlin und Warschau gearbeitet. Heute lebt und arbeitet er wieder in Berlin. 

 Quentin Peel – Nach seinem Wirtschaftsstudium am Queens College in Cambridge geht er als Wirtschaftsjournalist zur Financial Times. Er arbeitet als Korrespondent in Südafrika und berichtet von dort aus über die Probleme des Kontinents. Von dort aus geht er nach Brüssel um über europäische Belange zu berichten. Seine Korrespondententätigkeit setzt er danach in Moskau fort. Heute arbeitet er weiter für die FT, als Mitglied der Chefredaktion und als Chefkorrespondent, jetzt in Berlin.</description>
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   <pubDate>Fri, 19 Aug 2011 19:30:00 GMT</pubDate>
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