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  <title>Top-Thema mit Vokabeln | Deutsch lernen | Deutsche Welle</title>
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  <description>Deutsch lernen mit Realitätsbezug: aktuelle Berichte der Deutschen Welle – leicht verständlich und mit Vokabelglossar.</description>
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  <copyright>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</copyright>
  <pubDate>Tue, 14 Feb 2012 12:33:06 GMT</pubDate>
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   <title>Top-Thema mit Vokabeln | Deutsch lernen | Deutsche Welle</title>
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   <title>Mehr Tote durch Kältewelle</title>
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   <description>Das Leben auf der Straße ist hart. Doch viele Obdachlose sind zu stolz, um Hilfsangebote wie Notunterkünfte anzunehmen. Bei den Minustemperaturen im Winter ist das fatal.&amp;lrm; 
	Wolfgang ist 71 und lebt seit zehn Jahren auf der Straße. &quot;Ich übernachte normalerweise in den Vorräumen von Banken, in U-Bahnschächten oder in geschützten Hauseingängen. Doch bei minus zehn Grad wie vergangene Nacht überlebt man draußen nicht. Ich würde erfrieren.&quot; Deshalb steht Wolfgang jeden Abend vor dem warmen Raum, den die Hilfsorganisation Caritas in Bonn Obdachlosen zur Verfügung stellt.
	
	In Deutschland wird die Zahl der Wohnungslosen auf mehr als eine Viertelmillion geschätzt. Davon leben rund 20000 Menschen wie Wolfgang tatsächlich permanent auf der Straße. Und diese Obdachlosen sind bei extremen Minustemperaturen besonders gefährdet. Seit Einbruch der Kältewelle mit nächtlichen Temperaturen bis zu unter minus 20 Grad hat die Zahl der Kältetoten in Europa zugenommen.
	
	Mehrere Hilfsorganisationen bieten deshalb beheizte Räume oder Zelte als Notunterkünfte für die Obdachlosen an. Viele von ihnen wollen sich jedoch nicht gerne helfen lassen. Deshalb machen sich Helfer in Großstädten wie Köln nachts zu sogenannten &#039;Kältegängen&#039; auf, um Obdachlose auf der Straße zu versorgen. In Berlin und Frankfurt sind sogar &#039;Kältebusse&#039; unterwegs, die Obdachlose zu den Unterkünften fahren.
	
	Sascha Dickmann, ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Roten Kreuz in Essen ist überwältigt von der Hilfsbereitschaft, die auch die Bürger im Moment zeigen: &quot;Ein Aufruf im Radio – und wir bekamen unzählige Kleiderspenden und Decken. Und das ist schon ein tolles Gefühl.&quot; Auch der Obdachlose Wolfgang betont dies: &quot;Die meisten Menschen respektieren und helfen uns. Mir hat neulich einer einen Kaffee und ein Brötchen geschenkt – einfach so.&quot;
	
	
	Glossar
	
	Kältewelle, die – eine Zeit mit sehr kalten Tagen, die plötzlich beginnt
	
	Obdachlose, der/die – jemand, der keine Wohnung hat und auf der Straße lebt
	
	Notunterkunft, die – ein Raum oder Gebäude, in dem Menschen in Not einige Zeit leben können
	
	fatal – schlimm; schrecklich; hier auch: lebensbedrohlich
	
	Schacht, der – ein Tunnel; ein Gang unter der Erde
	
	geschützt – hier: so, dass Wind oder Kälte abgehalten werden
	
	überleben – in einer gefährlichen/lebensbedrohlichen Situation nicht sterben
	
	erfrieren – wegen großer Kälte sterben
	
	etwas zur Verfügung stellen – etwas anbieten
	
	permanent – immer; dauerhaft
	
	gefährdet sein– in Gefahr sein
	
	Einbruch, der – der plötzliche Beginn von etwas
	
	sogenannt – so wie etwas genannt wird, obwohl es keinen offiziellen Namen dafür gibt
	
	jemanden versorgen – sich um jemanden kümmern, indem man ihm z. B. Essen gibt
	
	ehrenamtlich– freiwillig; ohne bezahlt zu werden
	
	überwältigtsein – sehr bewegt von etwas sein, was man nicht erwartet hätte
	
	Hilfsbereitschaft, die–die Tatsache, dass jemand gerne anderen hilft
	
	Aufruf, der – hier: eine offizielle Bitte (z. B. im Radio) um Hilfe oder Unterstützung
	
	unzählig – sehr viel
	
	Spende, die–die Tatsache, dass jemandGeld oder Gegenstände verschenkt, damit anderen Menschen geholfen wird
	
	jemanden/etwas respektieren – jemanden/etwas anerkennen; jemanden/etwas achten
	
	neulich – vor kurzem
	
	einfach so– hier: ohne etwas dafür zu verlangen
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Wegen des Einbruchs der Kältewelle …
	a) leben jetzt mehr Menschen auf der Straße.
	b) fallen in den Notunterkünften die Heizungen aus. 
	c) sind viele Menschen in Lebensgefahr.
	
	2. Hilfsorganisationen versuchen den Obdachlosen zu helfen, indem sie …
	a) Obdachlose in warmen Räumen übernachten lassen. 
	b) Obdachlose in Hotels unterbringen. 
	c) Obdachlose nachts in Bussen durch die Städte fahren lassen. 
	
	3. Durch einen Aufruf im Radio …
	a) dürfen Obdachlose jetzt in Banken und U-Bahnschächten übernachten. 
	b) bekommen Obdachlose jetzt leichter eine Wohnung.
	c) haben Bürger warme Kleider zu Hilfsorganisationen gebracht. 
	
	4. Welcher Satz passt nicht zum Inhalt des Textes?
	a) Viele Obdachlose würden nicht in einer Notunterkunft übernachten.
	b) Viele Obdachlose müssten nicht in einer Notunterkunft übernachten. 
	c) Viele Obdachlose wollen nicht in einer Notunterkunft übernachten. 
	
	5. Ohne die Hilfe von Organisationen und Bürgern … Wolfgang den Winter nicht überleben. 
	a) dürfte
	b) könnte
	c) müsste
	
	
	Arbeitsauftrag
	Diskutiert in Kleingruppen, wie man Obdachlosen am besten helfen kann. Findet ihr, dass man sie dazu zwingen müsste, bei großer Kälte in Notunterkünften zu übernachten? Überlegt außerdem, welche Gegenstände ihr aus eurem Besitz spenden würdet und warum diese Obdachlosen helfen könnten. Würde es euch schwer oder leicht fallen, euch von diesen Gegenständen zu trennen? Stellt eure Ergebnisse anschließend in der Klasse vor.

	
	Autorinnen: Miriam Klaussner/Stephanie Schmaus
	Redaktion: Shirin Kasraeian
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   <category>Deutsch XXL</category>
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   <pubDate>Fri, 10 Feb 2012 10:45:00 GMT</pubDate>
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   <title>Politisches Engagement von unten</title>
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   <description>Ob bei der Internationalen Grünen Woche, G20-Gipfeln oder UN-Klimaverhandlungen: Nichtregierungsorganisationen sind weltweit stets dabei. Die Zivilgesellschaft ist heute ein wichtiger Teil der globalen Politik.&amp;lrm; 
	Frech, frisch und laut treten die zivilgesellschaftlichen Gruppen auf, die sich sozial- und umweltpolitisch engagieren. Durch den UN-Begriff NGOs (Non-Governmental Organisations), also Nichtregierungsorganisationen, bekamen sie einen gemeinsamen Namen. Doch sonst sind sie so unterschiedlich wie die Themen, für die sie sich weltweit einsetzen.
	
	Mittlerweile bilden sie sowohl national als auch international eine starke Lobby. Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace, Amnesty International, WWF oder Oxfam sind heute Markennamen für den Schutz der Umwelt, Natur oder Menschenrechte, die so bekannt sind wie Mercedes oder Boeing.
	
	Seit die erste NGO 1823 in Großbritannien gegen die Sklaverei kämpfte, machen Nichtregierungsorganisationen immer wieder durch spektakuläre politische Aktionen auf weltweite Missstände aufmerksam. So besetzte zum Beispiel Greenpeace im Jahr 1995 die Shell-Ölplattform Brent Spar und erreichte mit Unterstützung der Bevölkerung eine umweltfreundliche Entsorgung der Plattform.   
	
	Der Arbeitsalltag von NGOs ist jedoch meist weniger spektakulär. Sie sind vor allem beratend tätig oder treten als Experten bei Verhandlungen auf. Auch an UN-Gipfeln sind viele NGOs beteiligt und beeinflussen dort, welche Themen diskutiert werden. Das muss auch so sein, betont der Sprecher des UN-Umweltprogramms UNEP Nick Nuttall. Er sagt: &quot;Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der Regierungen alleine über die Zukunft entscheiden können.&quot;
	
	
	Glossar
	
	Engagement, das – die Tatsache, dass man sich freiwillig für etwas (z. B. für den Umweltschutz) einsetzt (Verb: sich für etwas engagieren)
	
	Internationale Grüne Woche, die – eine Ausstellung zu den Themen Ernährung und Landwirtschaft und Gartenbau in Berlin
	
	G20 – Abkürzung für: die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Welt
	
	Gipfel, der – hier:die Konferenz; die Tagung
	
	Nichtregierungsorganisation, die – eine von Regierungen unabhängige Organisation
	
	Zivilgesellschaft, die – die Bevölkerung
	
	auftreten – hier: in der Öffentlichkeit aktiv werden
	
	sich einsetzen für/gegen etwas/jemanden – Zeit und Kraft verwenden, um ein Ziel zu erreichen
	
	mittlerweile – jetzt
	
	Lobby, die (aus dem Englischen) – eine Gruppe von Menschen mit gleichen Interessen, die versucht die Politik in ihrem Sinn zu beeinflussen
	
	Markenname, der – der Name eines Produktes
	
	Sklaverei, die – die Situation, dass eine Gruppe von Menschen nicht frei leben darf, sondern als Besitz anderer Menschen angesehen wird
	
	spektakulär – spannend; aufregend; beeindruckend
	
	Missstand, der – eine ungerechte, schlechte Situation
	
	etwas besetzen – hier: etwas in Besitz nehmen, ohne die Erlaubnis dafür zu haben
	
	Ölplattform, die – ein Turm im Meer, von dem aus nach Öl gebohrt wird
	
	Entsorgung, die – hier: die Entfernung von Müll  
	
	tätig sein – eine Aufgabe haben
	
	
	Fragen zum Text
	
	1.  Nichtregierungsorganisationen sind Organisationen, die …
	a)  vor allem spektakuläre politische Aktionen gegen Mercedes und Boeing durchführen.
	b)  von der UN bezahlt werden.
	c)  nicht von Regierungen kontrolliert werden.
	
	2.  Für welches politische Ziel setzte sich die erste Nichtregierungsorganisation ein?    
	a)  Sie engagierte sich für den Frieden.   
	b)  Sie kämpfte gegen die Armut in Großbritannien. 
	c)  Sie setzte sich für die Menschenrechte ein.
	
	
	3.  Nichtregierungsorganisationen sind ein wichtiger Teil der globalen Politik, weil … 
	a)  sie es schaffen, die Entscheidungen von Regierungen und Wirtschaft zu beeinflussen.
	b)  ohne sie Müll nicht umweltgerecht entsorgt werden würde.
	c)  sie für die weltweite Planung von UN-Gipfeln zuständig sind. 
	
	
	4.  In welchem Satz ist die Wortstellung falsch? 
	a)  Jeden Tag engagieren sich NGOs für eine bessere Welt.
	b)  Jeden Tag engagieren sich sie für eine bessere Welt.
	c)  Jeden Tag engagieren sie sich für eine bessere Welt.  
	
	
	5.  Welcher Satz ist richtig?
	a)  NGOs treten sich beratend auf.  
	b)  NGOs beteiligen sich auch an UN-Gipfeln.
	c)  Greenpeace erhielt sich die Unterstützung der Bevölkerung.
	
	
	Arbeitsauftrag

	Bildet Kleingruppen und beschäftigt euch mit der Arbeit einer der im Text genannten Nichtregierungsorganisation. Erstellt ein Porträt der Organisation und tragt eure Ergebnisse anschließend in der Klasse vor.

	
	
	Autorinnen: Helle Jeppesen/Stephanie Schmaus
	Redaktion: Shirin Kasraeian
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   <pubDate>Tue, 7 Feb 2012 14:59:00 GMT</pubDate>
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  <item>
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   <title>Kapitän auf hoher See</title>
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   <description>Das Unglück der Costa Concordia hat gezeigt, wie groß die Verantwortung von Kapitänen ist. Im Notfall müssen sie schnell und richtig reagieren. Die Jade-Hochschule bereitet sie auf ihre Aufgabe vor.
	Stina Menzel möchte Kapitänin werden. Den ersten Schritt hat sie geschafft: Stolz hält sie ihr Bachelor-Zeugnis in der Hand. Die junge Frau hat Nautik an der Jade-Hochschule in Niedersachsen studiert. Nun kann sie als Offizierin auf einem Schiff arbeiten und nach drei Jahren Kapitänin werden.
	
	Die Havarie des Passagierschiffs Costa Concordia im Januar 2012 in Italien hat gezeigt, wie wichtig die gute Ausbildung von Kapitänen ist. Der Kapitän der Costa Concordia hatte sein Schiff gegen einen Felsen gesteuert und es dann verlassen, anstatt die Rettung der 4000 Passagiere zu leiten.
	
	Damit so etwas nicht passiert und die Studenten sich auf die unterschiedlichen Situationen an Bord vorbereiten können, gibt es an der Jade-Hochschule einen Navigationssimulator. Der kann verschiedene Schiffstypen und Routen darstellen, und er kann Nebel oder Nacht simulieren. Außerdem machen die Studenten Sicherheitstrainings: Sie lernen, wie sie sich bei Schiffsunglücken verhalten müssen.
	
	Bald wird Stina Menzel als Offizierin an Bord eines Schiffes gehen. Sie ist sich ihrer Verantwortung bewusst und freut sich auf die Herausforderung: &quot;Ich denke, wenn es zu einem Ernstfall kommt, wird man sehen, wie man sich verhält. Hundertprozentig kann man es natürlich nie voraussehen. Aber ich denke, dass wir schon ganz gut vorbereitet wurden.&quot;
	
	
	Glossar
	
	Kapitän/in, der/die – jemand, der ein Schiff lenkt
	
	auf hoher See – mitten im Meer, weit weg vom Ufer
	
	im Notfall – in einer gefährlichen Situation
	
	erste Schritt, der – hier: der erste Teil der Ausbildung
	
	Bachelor, der – ein akademischer Abschluss, der nach einer Studienzeit von etwa drei Jahren erreicht werden kann
	
	Offizier/in, der/die – hier: eine Person, die für die Seefahrt ausgebildet ist und bestimmte Leitungsaufgaben an Bord übernimmt
	
	Havarie, die – hier: der Schiffbruch; das Schiffsunglück
	
	Passagierschiff, das – ein Schiff, das Fahrgäste befördert
	
	etwas steuern – etwas lenken
	
	anstatt – statt
	
	an Bord – auf ein Schiff/auf einem Schiff
	
	Navigation, die – das Lenken eines Fahrzeuges
	
	Simulator, der – ein Gerät, das bestimmte Bedingungen künstlich so darstellt, als wären sie echt (Verb: etwas simulieren)
	
	Route, die – der Weg
	
	sich einer Sache bewusst sein – etwas wissen; etwas kennen
	
	Herausforderung, die – die schwierige Aufgabe
	
	Ernstfall, der – hier: der → Notfall
	
	etwas voraussehen – etwas vorher wissen
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Nach dem Nautik-Studium muss man drei Jahre an Bord arbeiten, … 
	a) bevor man Kapitän werden kann.
	b) um Offizier zu werden.
	c) damit man sein Bachelor-Zeugnis bekommt.
	
	2. Die Rettung der Passagiere bei einer Havarie … 
	a) wird immer von Land aus gesteuert.
	b) wird von einem der Offiziere organisiert.
	c) gehört zu den Aufgaben des Kapitäns. 
	
	3. Mit einem Navigationssimulator … 
	a) üben die Studenten auf hoher See.
	b) trainieren Studenten schwierige Situationen, ohne sich dabei in Gefahr zu begeben.
	c) lernen Passagiere, sich im Notfall richtig zu verhalten.
	
	4. Der Kapitän der Costa Concordia hat sich nicht richtig ver…
	a) -haltet.
	b) -halten.
	c) -hält.
	
	5. Er hat die Rettung der Passagiere nicht … 
	a) gelitten.
	b) leitet.
	c) geleitet.
	
	
	Arbeitsauftrag
	Informieren Sie sich im Internet über das Unglück der Costa Concordia. Fassen Sie die Ereignisse in einem kurzen Text zusammen.
	
	 

	Autoren: Jessica Holzhausen/Anne Gassen
	Redaktion: Ingo Pickel
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   <itunes:keywords>Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch Aktuell, Top-Thema, B1,  Kapitän, Costa Concordia, Havarie, Stina Menzel, Nautik, Jade-Hochschule, Offizier, Passagier, Navigation, Schiff, Schifffahrt</itunes:keywords>
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   <pubDate>Fri, 3 Feb 2012 10:03:00 GMT</pubDate>
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   <title>Mehr Geld für chinesische Arbeiter</title>
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   <description>Verliert China seinen Ruf als Billiglohnland Nummer eins? Allein im Jahr 2011 sind die Löhne um etwa 20 Prozent gestiegen. Dennoch bleibt China ein wichtiger Standort für internationale Unternehmen.&amp;lrm;
	Die Löhne in China steigen rasant: Am 1. Januar 2012 hat die Pekinger Stadtregierung den Mindestlohn um 8,6 Prozent erhöht, und auch in anderen Regionen Chinas wird Arbeit immer besser bezahlt. Der chinesische Arbeitsmarktexperte Liu Kaiming vom Institute of Contemporary Observation erklärt: &quot;Man sieht, dass seit dem Jahr 2004 die Menschen, die nach 1980 geboren sind, die Hauptarbeitskraftgruppe ausmachen. Aber wegen der Geburtenplanung schrumpft die Zahl der Arbeitskräfte.&quot;
	
	Der Arbeitskräftemangel macht sich besonders im Niedriglohnsektor bemerkbar. Wegen der höheren Löhne in der Textilbranche und in der Spielzeugindustrie gehen immer mehr Unternehmen nach Vietnam, Kambodscha oder Bangladesch.
	
	China verliert zwar als Billiglohnland an Bedeutung, bleibt aber im Hochtechnologiesektor weiterhin wichtig. Deutsche Unternehmen zum Beispiel produzieren in China hauptsächlich in diesem Bereich. Da die Qualifikation der Arbeitskräfte im Hochtechnologiesektor eine wichtige Rolle spielt, liegen die Gehälter hier ohnehin über dem Mindestlohn. Die Lohnsteigerungen beeinflussen diese Branche also nicht so stark.
	
	Die höheren Löhne können sich für ausländische Unternehmen aber auch positiv auswirken: Wenn die Chinesen mehr verdienen, können sie auch mehr ausgeben. Aus den Arbeitskräften werden Konsumenten. Das macht den chinesischen Markt noch interessanter.
	
	
	Glossar
	
	seinen Ruf als etwas verlieren – nicht mehr als etwas gesehen werden/gelten
	
	Billiglohnland, das – ein Land, in dem die Löhne sehr niedrig sind
	
	rasant – sehr schnell
	
	Standort, der –hier: der Ort, an dem eine Firma etwas produziert
	
	Mindestlohn, der–der niedrigste Lohn, den das Gesetz erlaubt
	
	Arbeitskraft, die–der/die Arbeiter/in
	
	etwas ausmachen– hier: etwas sein
	
	Geburtenplanung, die– hier: die Tatsache, dass die Regierung durch Gesetze bestimmt, wie viele Kinder eine Familie (höchstens) bekommen darf
	
	schrumpfen– kleiner werden
	
	Mangel, der– die Tatsache, dass von etwas zu wenig da ist
	
	etwas macht sich bemerkbar – etwas wird deutlich/sichtbar
	
	Niedriglohnsektor, der– der Wirtschaftsbereich, in dem die Löhne sehr niedrig sind
	
	Textilbranche, die– der Wirtschaftsbereich, in dem Kleidung produziert wird
	
	etwas verliertan Bedeutung – etwas wird unwichtiger
	
	Hochtechnologiesektor, der– der Wirtschaftsbereich, in dem moderne Technik entwickelt und produziert wird
	
	Qualifikation, die– die berufliche Ausbildung
	
	etwas spielt eine wichtige Rolle– etwas ist wichtig
	
	ohnehin– sowieso
	
	etwas wirkt sich positiv aus für – etwas hat eine gute Wirkung auf etwas
	
	Konsument/in, der/die–jemand, der etwas kauft
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Die Löhne in China steigen, weil es dort immer … gibt. 
	a) mehr Arbeitskräfte
	b) weniger Arbeitskräfte
	c) mehr Unternehmen
	
	2. Viele Unternehmen im Niedriglohnbereich … 
	a) sind gerne bereit, deutlich höhere Löhne zu zahlen.
	b) wechseln in den Hochtechnologiesektor.
	c) verlassen China.
	
	3. Durch die steigenden Löhne können die Chinesen …
	a) keine Hochtechnologie mehr produzieren.
	b) kein Spielzeug mehr kaufen.
	c) mehr Geld ausgeben.
	
	4. In vielen Ländern gibt es … Mindestlöhne, doch davon leben können die Menschen nicht. 
	a) zwar
	b) trotzdem
	c) aber
	
	5. Die Zahl der Arbeitskräfte sinkt, … die chinesische Regierung das Bevölkerungswachstum durch die Geburtenplanung begrenzt. 
	a) deshalb
	b) wegen
	c) weil
	
	
	Arbeitsauftrag
	Gibt es in deinem Heimatland Mindestlöhne? Wenn ja, wie hoch sind sie und kann man davon leben? Äußere deine Meinung zu dem Thema: Hältst du Mindestlöhne für sinnvoll?
	
	
	Autoren: Christoph Ricking/Anne Gassen
	Redaktion: Ingo Pickel
&lt;img class=&quot;img&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; src=&quot;http://zap.dw-world.de/run/run.dw?RUN.js=No&amp;DW.dom=www.dw-world.de&amp;DW.uri=%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C15703373%2C00.html%3Fmaca%3Dde-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.ct=1&amp;DW.loc=de_DE&amp;DW.oid=15703373&amp;DW.sid=10291&amp;DW.po=www.dw-world.de&amp;DW.pr=dw-world.de&amp;DW.cat0=Start&amp;DW.cat1=DEUTSCH%20LERNEN&amp;DW.cat2=Deutsch%20XXL&amp;DW.cat3=Deutsch%20Aktuell&amp;DW.cat4=Top-Thema&amp;DW.cat5=Top-Thema&amp;DW.title=Mehr%20Geld%20f%C3%BCr%20chinesische%20Arbeiter&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</description>
   <category>Deutsch XXL</category>
   <itunes:author>DW-WORLD.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
   <itunes:keywords>Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch Aktuell, Top-Thema, B1,  Konjunktionen, China, Billiglohnland, Niedriglöhne, Arbeitskräfte, Geburtenplanung, Hochtechnologie, Liu Kaiming, Institute of Contemporary Observation</itunes:keywords>
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   <pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:58:00 GMT</pubDate>
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   <title>Der &quot;Große Friedrich&quot;</title>
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   <description>Grausamer Feldherr, großer Geist, fortschrittlicher Herrscher – an König Friedrich II. von Preußen scheiden sich die Geister. Schon zu seiner Zeit war er eine Legende. Interessant ist er auch noch heute.&amp;lrm;
	2012 wäre der preußische König Friedrich II. 300 Jahre alt geworden. Der Historiker Jürgen Luh bezeichnet ihn als Multitalent. Zunächst benahm er sich allerdings nicht wie ein Thronfolger. Er interessierte sich überhaupt nicht für das Reiten und das Militär. Nach seiner rebellischen Jugend wurde er 1740 Herrscher von Preußen.
	
	Schnell machte sich der neue König einen Namen als Reformer. Er engagierte sich gegen die Leibeigenschaft und für religiöse Toleranz. Das war zu seiner Zeit sehr fortschrittlich. Kein anderer europäischer Herrscher hatte damals die Idee, für Nicht-Christen Gotteshäuser zu bauen, glaubt der Buchautor und Journalist Tom Goeller.
	
	Aber Friedrich der Große war auch ein grausamer Feldherr, der viele Kriege führte. Die Soldaten seiner Armee wurden brutal behandelt und mussten bedingungslos gehorchen. Noch heute spricht man vom &quot;Preußischen Drill&quot;. Trotzdem wurde Friedrich von seiner Armee bewundert. Denn er hatte oft persönlich das Kommando und riskierte dabei auch sein Leben.
	
	Friedrich war außerdem Dichter, Philosoph und Musiker. Der Historiker Jürgen Luh meint, der Preußenkönig war tatsächlich in vielen Bereichen &quot;groß&quot; und besonders, wie sein Titel &quot;Der Große&quot; sagt. Aber er war auch umstritten. Jürgen Luhs Fazit: Er war von sich selbst sehr überzeugt und würde heute gut in eine Talkshow passen.
	
	
	Glossar
	
	grausam – gefühllos; ohne Mitleid mit anderen
	
	Feldherr, der – eine Person die im Krieg über eine Armee bestimmt
	
	großer Geist, der – eine Bezeichnung für berühmte Philosophen oder Künstler
	
	fortschrittlich – modern
	
	die Geister scheiden sich an etwas – etwas ist so, dass es verschiedene
	Meinungen dazu gibt; etwas ist umstritten
	
	Legende, die – hier: eine sehr berühmte Person
	
	Multitalent, das – eine Person, die sehr viele Sachen gut kann
	
	Thronfolger/in, der/die – eine Person, die Regierung übernimmt, wenn der alte König stirbt
	
	rebellisch – so, dass man sich gegen die etwas wehrt, das man nicht gut findet
	
	sich einen Namen machen – umgangssprachlich für: berühmt werden
	
	Reformer/in, der/die – eine Person, die bestimmte Zustände verändern und verbessern will
	
	Leibeigenschaft, die – ein Zustand, in dem eine Person über eine andere bestimmen darf (wie im Mittelalter ein Herrscher über einen Bauern)
	
	sich für etwas engagieren – sich um etwas bemühen
	
	brutal – mit viel Gewalt
	
	bedingungslos – so das man nichts dagegen sagen darf
	
	&quot;Preußische Drill&quot;, der – eine Bezeichnung für sehr strenge Behandlung, die auf die Zustände in der preußischen Armee verweist
	
	das Kommando haben – hier: die Armee anführen
	
	Sein Leben riskieren – etwas so Gefährliches machen, dass man dabei sterben kann
	
	
	Fragen zum Text
	
	1. Der Preußenkönig Friedrich der II. war … Was stimmt nicht?
	a) ein grausamer Feldherr.
	b) ein fortschrittlicher Herrscher.
	c) ein schwacher König.
	
	2. Was bedeutet: &quot;An König Friedrich von Preußen scheiden sich die Geister.&quot;?
	a) Er war umstritten und es gab verschiedene Meinungen über ihn.
	b) Er war eine Legende und alle fanden ihn gut.
	c) Er war außergewöhnlich und geisterhaft.
	
	3. Warum nennt man Friedrich den II. auch &quot;Den Großen&quot;?
	a) Er war ein sehr großer Mensch.
	b) Er war sehr brutal.
	c) Er war in vielen Bereichen außergewöhnlich.
	
	4. Mit welcher Konjunktion kann man &quot;trotzdem&quot; in folgendem Satz ersetzen? &quot;Er behandelte die Soldaten brutal. Trotzdem wurde Friedrich von seiner Armee bewundert.&quot;
	a) dennoch
	b) deshalb
	c) daher
	
	5. Mit welcher Konjunktion kann man die beiden folgenden Sätze verbinden, ohne die Struktur zu ändern? &quot;Das war damals sehr fortschrittlich. Kein anderer hatte zu der Zeit die Idee.&quot;
	a) weil
	b) denn
	c) aber
	
	Arbeitsauftrag
	&quot;Der Preußische Drill&quot;, der in der Armee herrschte, ist überall so bekannt, dass er zum Klischee für die Deutschen geworden ist. Viele denken, dass die Deutschen sehr strenge und ordentliche Menschen sind. Stimmt das? Was meint Ihr? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Welche Klischees über die Deutschen gibt es noch? Diskutiert im Kurs.
	
	 

	Autoren: Cornelia Rabitz/Bettina Schwieger
	Redaktion: Raphaela Häuser

	
	 
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   <category>Deutsch XXL</category>
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   <pubDate>Fri, 27 Jan 2012 14:49:00 GMT</pubDate>
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  <item>
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   <title>Aussitzen - wie Politiker sich in Krisen verhalten</title>
   <link>http://www.dw.de/dw/article/0,,15685877,00.html?maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss</link>
   <description>Kritik abprallen lassen, negative Medienberichte nicht beachten, Vorwürfe im Sande verlaufen lassen: Das Aussitzen von Skandalen ist eine häufige Strategie von Politikern. So haben schon viele Skandale überstanden.&amp;lrm;
	Ende 2011 geriet Bundespräsident Christian Wullf wegen einer Kredit-Affäre in die Kritik. Der Politiker verteidigte sich, aber dann kamen Stück für Stück neue Informationen über seine Fehler ans Tageslicht. In den Medien liest, sieht und hört man nur noch Negativ-Schlagzeilen. Die Vorwürfe werden heruntergespielt und wenn es möglich ist, sitzt man die Krise aus. Das ist die allgemeine Strategie in Politiker-Skandalen. Auch Christian Wulff versuchte das.
	
	Entweder hat diese Strategie Erfolg, oder der Politiker muss dann schließlich doch zurücktreten. Der Historiker Michael Philipp meint, dass Politiker, die für ihre Partei sehr wichtig sind, häufig im Amt gehalten werden. Die Partei fragt sich, ob der Kandidat durch den Skandal bei der nächsten Wahl gefährlich für sie werden kann. Wenn nicht, wird sie ihn weiter unterstützen.
	
	In die Kritik geratene Politiker bestimmen also nicht alleine darüber, was in einer Krise mit ihnen passiert. Ein gutes Beispiel ist der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl. Er hat mit der Unterstützung seiner Partei mehrere Krisen überstanden, zum Beispiel eine Schwarzgeld-Affäre. Denn Kohl war beliebt und sicherte seiner Partei trotz der Skandale Wahlerfolge.
	
	Kritik ist für einen Politiker ganz normal, denn er steht immer in der Öffentlichkeit. Der Druck während einer Krise ist natürlich größer, aber eigentlich nicht neu. Ein zu schneller Rücktritt bedeutet, dass ein Politiker seine Existenz einfach aufgibt. Doch wenn die Verfehlung groß und die öffentliche Kritik rechtmäßig ist, müssten Politiker die Konsequenzen auch tragen und zurücktreten, findet Michael Philipp. Denn wenn sie das nicht tun, schaden sie dadurch dem politischen Amt.
	
	
	Glossar
	
	aussitzen – durch Abwarten Probleme lösen
	
	etwas an sich abprallen lassen – eine Kritik ignorieren
	
	Vorwurf, der – die Kritik
	
	etwas im Sande verlaufen lassen – hier: hoffen, dass es mit der Zeit vergessen wird
	
	Strategie, die – der Plan, wie man ein bestimmtes Ziel erreichen will
	
	etwas überstehen – hier: es schaffen, Probleme zu lösen
	
	Kredit-Affäre, die – der Skandal um die Verwendung von Geld, das man sich geliehen hat
	
	in die Kritik geraten – plötzlich öffentlich kritisiert werden
	
	Bundespräsident, der – das Staatsoberhaupt, das Deutschland repräsentiert
	
	ans Tageslicht kommen – bekannt werden
	
	Schlagzeile, die – die Überschrift einer Meldung in den Medien
	
	etwas herunterspielen – etwas als weniger schlimm beschreiben, als es ist
	
	zurücktreten – ein Amt abgeben
	
	jemanden im Amt halten – dafür sorgen, dass jemand im Amt bleiben kann
	
	jemanden unterstützen – jemandem helfen
	
	Bundeskanzler, der – der deutsche Regierungschef
	
	Schwarzgeld-Affäre, die – der Skandal um Geld, für das keine Steuern gezahlt wurden
	
	seine Existenz aufgeben – aufhören, in seinem Beruf zu arbeiten
	
	Druck, der – hier: psychische Belastung
	
	die Konsequenzen tragen – hier: seine Fehler zugeben
	
	
	Fragen zum Text
	
	1.  Eine gängige Strategie der Politiker bei Skandalen ist es …
	a)  die Vorwürfe als weniger schlimm zu beschreiben und abzuwarten.
	b)  die Fehler sofort zuzugeben und zurückzutreten.
	c)  die Kritik anzunehmen und das Amt abzugeben.
	
	2.  In die Kritik geratene Politiker entscheiden nicht allein. Wenn die Politiker populär und wichtig sind, unterstützen ihre Parteien sie so, dass …
	a)  sie dem Amt schaden.
	b)  die Medien nicht mehr berichten dürfen.
	c)  sie die Krise überstehen und im Amt bleiben.
	
	3.  Wenn das Vergehen groß und die Kritik berechtigt ist, sollte der Politiker … . Was passt nicht?
	a)  zurücktreten.
	b)  sein Amt behalten.
	c)  sein Amt abgeben.
	
	4.  Wegen … Fehlers war der Politiker in die Kritik geraten.
	a)  eines großem
	b)  eines großen
	c)   einem großen
	
	5.  Wie heißt der Satz richtig? Trotz … Skandals kann der Politiker manchmal im Amt bleiben.
	a)  einem
	b)  einer
	c)  eines
	
	
	Arbeitsauftrag
	Findet im Internet aktuelle oder vergangene Beispiele für politische Skandale. Was meint ihr, wie sollten die betroffenen Politiker mit der Kritik umgehen: aussitzen oder zurücktreten? Diskutiert im Kurs. Berichtet auch von Beispielen in euren Ländern. Wie geht man dort mit politischen Skandalen um?

	 

	Autoren: Klaus Jansen/Bettina Schwieger
	Redaktion: Raphaela Häuser 
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   <category>Deutsch XXL</category>
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   <pubDate>Tue, 24 Jan 2012 14:19:00 GMT</pubDate>
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  <item>
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   <title>Das Unwort des Jahres 2011: Döner-Morde</title>
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   <description>Aus über 900 Vorschlägen wurde der Begriff &quot;Döner-Morde&quot; zum Unwort des Jahres 2011 gekürt: Eine rassistische Bezeichnung für die Morde an acht türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer.&amp;lrm;
	Die Jury der &quot;Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres&quot; wählte das Wort &quot;Döner-Morde&quot; als schlimmstes Wort des Jahres 2011 aus. Es wurde bei Polizei und Medien verwendet und bezeichnet die von einer rassistischen Terrorgruppe verübten Morde. Die Jury, die es als Unwort des Jahres gekürt hat, kritisiert es als rassistisch.
	
	Jury-Sprecherin Nina Janich erklärt, dass &quot;Döner&quot; – eigentlich eine türkische Speise – hier eine ganze Bevölkerungsgruppe bezeichnet. Besonders im Zusammenhang mit den Ermordeten ist dies eine Bezeichnung, die die Verbrechen verharmlost und die Opfer diskriminiert.
	
	Jahrelang dachte man, dass die in den Jahren 2000 bis 2006 Ermordeten in kriminelle Geschäfte verwickelt waren. Nach Meinung der Jury stützte die Bezeichnung &quot;Döner-Morde&quot; diese Annahme. Die Jury kritisiert, dass die Verwendung des Begriffes in den Medien die Wahrnehmung vieler Menschen beeinflusst hat: Die ermordeten Kleinunternehmer wurden als Kriminelle betrachtet. Erst 2011 fand man heraus, dass sie Opfer von rechtsextremistischen Terroristen wurden.
	
	Jährlich kürt die Technische Universität Darmstadt ein Unwort des Jahres. Dabei geht es um unangemessene oder inhumane Formulierungen. Jeder Bürger und jede Bürgerin kann Vorschläge für das Unwort des Jahres machen. Mit der Aktion soll die Öffentlichkeit für den Gebrauch der Sprache sensibilisiert werden.
	
	
	Glossar
	
	Unwort, das – ein Wort, das eine Sache falsch darstellt oder eine bestimmte Personengruppe beleidigt
	
	rassistisch – so, dass man Ausländer hasst (Personenbezeichnung: der/die Rassist/in)
	
	Bezeichnung, die – die Benennung von etwas mit einem Begriff (Verb: bezeichnen)
	
	Jury, die –eine Gruppe von Personen, die entscheidet, wer einen Wettbewerb gewinnt
	
	Medien, die (meist im Plural) – Fernsehen, Zeitungen, Radio und Internet
	
	Terror, der – das Erreichen politischer Ziele durch Gewalt
	
	einen Mord verüben – jemanden töten
	
	etwas küren – etwas auswählen
	
	etwas verharmlosen – etwas als weniger schlimm darstellen, als es ist
	
	jemanden diskriminieren – jemanden ungerecht behandeln
	
	in kriminelle Geschäfte verwickelt sein – sich an verbotenen Geschäften beteiligen
	
	rechtsextremistisch – ausländerfeindlich und nationalistisch
	
	eine Annahme stützen – den Glauben an etwas bekräftigen
	
	Wahrnehmung, die – die Art, wie man etwas sieht und was man darüber denkt
	
	jemanden als etwas betrachten – jemanden als etwas sehen
	
	unangemessen – so, dass etwas nicht sachlich ist und nicht zu den Umständen passt
	
	inhuman – unmenschlich
	
	Formulierung, die – die Art, wie Worte etwas beschreiben
	
	jemanden für etwas sensibilisieren – jemandenauf etwas aufmerksam machen
	
	
	Fragen zum Text
	
	1.  Das Wort &quot;Döner-Morde&quot; bezeichnet … 
	a)  die Verbrechen türkischer Kleinunternehmer.
	b)  eine Reihe von rassistischen Morden in Deutschland. 
	c)  Morde, die sich in Dönerläden ereigneten.
	
	2.  Die Jury kritisiert, dass die Bezeichnung &quot;Döner-Morde&quot; … 
	a)  Döner als Speise sehr unbeliebt macht.
	b)  Dönerverkäufer diskriminiert.
	c)  rassistisch ist.
	
	3.  Heute weiß man, dass die Ermordeten … 
	a)  Opfer einer rassistischen Terrorgruppe wurden.
	b)  in kriminelle Geschäfte verwickelt waren.
	c)  Rassisten waren.
	
	4.  Welche Form von &quot;werden&quot; lässt sich nicht einfügen? 
	&quot;Das Wort &#039;Döner-Morde&#039;… von der Polizei und den Medien verwendet.&quot;
	a)  wurde
	b)  wird
	c)   war
	
	5.  Die Öffentlichkeit soll mit dem Unwort des Jahres auf unangemessene Formulierungen aufmerksam gemacht …
	a)  wurden.
	b)  worden.
	c)  werden.
	
	
	Arbeitsauftrag
	Auf der Internetseite www.unwortdesjahres.net finden Sie alle Begriffe, die seit 1991 zum Unwort des Jahres gekürt wurden. Wählen Sie einen aus und informieren Sie sich auf der Seite darüber. Stellen Sie es der Gruppe dann mündlich vor oder schreiben Sie einen kurzen Text in eigenen Worten.

	
	Autorinnen: Eleonore Uhlich (dapd, kna)/Anne Gassen
	Redaktion: Raphaela Häuser 
&lt;img class=&quot;img&quot; width=&quot;1&quot; height=&quot;1&quot; src=&quot;http://zap.dw-world.de/run/run.dw?RUN.js=No&amp;DW.dom=www.dw-world.de&amp;DW.uri=%2Fdw%2Farticle%2F0%2C%2C15674262%2C00.html%3Fmaca%3Dde-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss&amp;DW.ct=1&amp;DW.loc=de_DE&amp;DW.oid=15674262&amp;DW.sid=10291&amp;DW.po=www.dw-world.de&amp;DW.pr=dw-world.de&amp;DW.cat0=Start&amp;DW.cat1=DEUTSCH%20LERNEN&amp;DW.cat2=Deutsch%20XXL&amp;DW.cat3=Deutsch%20Aktuell&amp;DW.cat4=Top-Thema&amp;DW.cat5=Top-Thema&amp;DW.title=Das%20Unwort%20des%20Jahres%202011%3A%20D%C3%B6ner-Morde&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;</description>
   <category>Deutsch XXL</category>
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   <itunes:keywords>Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch Aktuell, Top-Thema, B1,  Dönermorde, Döner-Morde, Passiv, Unwort, Rassismus, Technische Universität Darmstadt, Nina Janich</itunes:keywords>
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   <pubDate>Fri, 20 Jan 2012 14:02:00 GMT</pubDate>
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  <item>
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   <title>Europa wird alt</title>
   <link>http://www.dw.de/dw/article/0,,15669738,00.html?maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss</link>
   <description>Die Bevölkerung in Europa verändert sich: Die Frauen bekommen weniger Kinder und alle werden älter. Diese Entwicklung hat große Auswirkungen auf die Sozialsysteme. Die Politik muss auf die Veränderungen reagieren.&amp;lrm;
	Während die Bevölkerung in Asien und Afrika wächst, gibt es in Europa immer weniger Menschen. Um die Bevölkerungszahl auf dem bisherigen Stand zu halten, müsste jede Frau in Europa statistisch 2,1 Kinder bekommen. Es sind es aber nur 1,59 Kinder. Deutschland liegt mit 1,39 Kindern pro Frau weit unter diesem Durchschnitt.

	Gleichzeitig werden die Europäer immer älter: Männer wurden im Jahr 2008 statistisch 76 Jahre alt, Frauen 82 Jahre. Der wachsende Wohlstand lässt die Menschen länger leben. Die Folgen der gestiegenen Lebenserwartung zeigen sich vor allem in den Sozialsystemen: Wo weniger Menschen arbeiten, wird weniger in die Renten- und Sozialkassen eingezahlt. Zur gleichen Zeit aber steigen die Ausgaben, weil es mehr Rentner gibt.

	Drei Faktoren, die diese Entwicklung beeinflussen können, sind bekannt: mehr Kinder, längeres Arbeiten und Zuwanderung. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft sieht hohe Geburtenraten vor allem in Ländern, in denen Frauen gut in den Arbeitsmarkt integriert sind. Dort gibt es, so erklärt er, eine sehr gute Kinderbetreuung.

	Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut sieht die Zuwanderung nicht als Lösung für das Problem. Dafür müssten viel mehr Menschen nach Europa einwandern. Er glaubt, wie viele andere: &quot;Wenn die Erwerbstätigen mittleren Alters länger arbeiten würden, könnte man einiges kompensieren.&quot;Das Problem ist also erkannt. Nun müssen die Europäer voneinander lernen und handeln, um es zu lösen.
	
	
	Glossar

	Auswirkung, die – die Folge

	Sozialsystem, das – ein staatliches System, in dem es soziale Sicherheit für alle Menschen geben soll (z. B. Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung)

	wachsen – hier: mehr werden

	etwas auf einem Stand halten – hier: bewirken, dass eine Zahl sich nicht ändert

	statistisch – hier: im →Durchschnitt

	Durchschnitt, der – der Mittelwert; die Zahl, die sich ergibt, wenn man mehrere Zahlen zusammenrechnet und das Ergebnis dann durch ihre Anzahl teilt

	Wohlstand, der – die Tatsache, dass eine Person oder Gesellschaft genug Geld hat, um gut zu leben

	Lebenserwartung, die – die Zahl der Jahre, die Menschen durchschnittlich leben

	Renten- und Sozialkassen, die (im Plural) – die Einrichtung in einem →Sozialsystem, an die die Menschen Geld zahlen und/oder von der sie Geld erhalten

	Rentner/in, der/die – jemand, der nicht mehr arbeiten muss und finanzielle Unterstützung vom Staat bekommt, weil er ein bestimmtes Alter erreicht hat

	Faktor, der – etwas, das eine bestimmte Wirkung hat

	Zuwanderung, die – die Tatsache, dass Menschen aus anderen Ländern kommen, um in einem Land zu leben

	Geburtenrate, die – hier: die Anzahl der Geburten in einem Land pro Frau

	jemand ist in den Arbeitsmarkt integriert – jemand hat eine Arbeitsstelle

	Kinderbetreuung, die – die Tatsache, dass sich Kinder in Einrichtungen aufhalten können, wo man sich um sie kümmert (z. B. Kindergarten)

	Erwerbstätige/r, die/der – jemand, der eine Arbeitsstelle hat

	etwas kompensieren – etwas ausgleichen
	
	
	Fragen zum Text

	1.  Die europäische Bevölkerung würde nicht kleiner werden, wenn … 
	a)  jede Frau statistisch 2,1 Kinder bekommen würde.
	b)  die Männer nur 76 und die Frauen nur 82 Jahre alt würden.
	c)  die Zuwanderung ein wenig steigen würde. 

	2.  Die Renten- und Sozialkassen haben … 
	a)  gleichbleibende Einnahmen, aber weniger Ausgaben.
	b)  gleich hohe Ausgaben und Einnahmen.
	c)  weniger Einnahmen und mehr Ausgaben.

	3.  Man geht davon aus, dass … zu einer höheren Geburtenrate führt.
	a)  ein schlechtes Sozialsystem
	b)  ein gutes Betreuungsangebot für Kinder
	c)  die Zuwanderung

	4.  Welche Lösung ist falsch? &quot;Der … Wohlstand lässt die Menschen länger leben.&quot;
	a)  wachsende
	b)  gewachsene
	c)  wachsend

	5.  Die Folgen der … Lebenserwartung zeigen sich in den Rentenkassen.
	a)  gestiegenen
	b)  steigende
	c)  gestiegene
	
	
	Arbeitsauftrag
	Wie ist die Bevölkerungssituation in Ihrem Land? Wie hoch ist die Geburtenrate und wie alt werden die Menschen? Was tut die Politik auf diesem Feld? Recherchieren Sie im Internet und notieren Sie ein paar Stichpunkte zum Thema. Erläutern Sie der Gruppe dann mündlich die Situation in Ihrem Land und vergleichen Sie Ihre Ergebnisse.
	 

	Autorinnen: Daphne Grathwohl/Anne Gassen
	Redaktion: Raphaela Häuser
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   <category>Deutsch XXL</category>
   <itunes:author>DW-WORLD.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
   <itunes:keywords>Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch Aktuell, Top-Thema, B1, Bevölkerung, Sozialsystem, Wohlstand, Lebenserwartung, Rentenkasse, Sozialkasse, Rentner, Geburtenrate, Zuwanderung, Arbeitsmarkt, Kinderbetreuung, Plünnecke, Börsch-Supan</itunes:keywords>
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   <pubDate>Tue, 17 Jan 2012 13:22:00 GMT</pubDate>
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   <title>Gefährliche Keime im Fleisch</title>
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   <description>Verbraucherschützer in Deutschland warnen: In Hähnchenfleisch aus Massentierhaltung befinden sich oft Keime, die gegen Antibiotika resistent sind. Nur Bio-Fleisch ist sicher, doch das kostet viel mehr.&amp;lrm; 
	Eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation BUND führt zu alarmierenden Ergebnissen: Jede zweite Probe von Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten enthält Keime, die Antibiotika-resistent sind. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger sagt dazu: &quot;Das ist die erschreckende Folge des Antibiotika-Missbrauchs.&quot;
	
	Die Ursache für dieses Problem ist laut BUND die Massentierhaltung und der Umgang mit den Tieren. In Hähnchenmastbetrieben werden bis zu 24 Tiere pro Quadratmeter gehalten. Weiger kritisiert: &quot;Dies ist nur unter Einsatz großer Mengen von Antibiotika möglich.&quot; Denn wenn ein Tier erkrankt, müssen alle anderen auch ein Antibiotikum bekommen. Weiger fordert darum strengere Tierschutzgesetze.
	
	Bisher verzichten nur Bio-Betriebe auf Antibiotika. Sie ermöglichen ihren Tieren zudem ein artgerechtes Leben: Die Hühner haben ein Außengehege und werden ausschließlich mit Bio-Futter gefüttert. Das hat allerdings auch seinen Preis, denn Bio-Hähnchenfleisch kostet mehr. Bisher sind nur wenige Verbraucher bereit, dafür zu zahlen. Der Marktanteil von Bio-Hähnchen in Deutschland liegt nur bei einem Prozent.
	
	Aber auch Betriebe mit Massentierhaltung beginnen umzudenken. Rainer Wendt, Landwirt und Präsident des Bundesverbands bäuerlicher Hähnchenerzeuger, setzt sich zum Beispiel dafür ein, dass Tiere weniger Medikamente bekommen. Dies kann seiner Meinung nach durch verbesserte Lebensbedingungen, die richtige Temperatur im Stall und Futterzusätze geschehen, die das Immunsystem der Tiere stärken.
	
	
	Glossar
	
	Keim, der – etwas (z. B. ein Bakterium), das Krankheiten hervorruft
	
	Verbraucherschützer/in, der/die – jemand, der für die Rechte der Konsumenten kämpft
	
	Massentierhaltung, die – das Pflegen und Füttern von sehr vielen Tieren gleichzeitig
	
	Antibiotikum, das – ein Medikament gegen Infektionen (Plural: Antibiotika)
	
	resistent – hier: immun/ohne Wirkung gegen einen Virus oder einen → Keim
	
	bio- – Abkürzung für: biologisch; hier: Hinweis auf → artgerechte Tierhaltung
	
	BUND, die – Abkürzung für: Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V.
	
	alarmierend – gefährlich; bedrohlich; erschreckend
	
	Missbrauch, der – die falsche oder übermäßige Verwendung von etwas
	
	Hähnchenmastbetrieb, der – ein Betrieb, in dem Hühnchen gehalten und so gefüttert werden, dass sie schnell groß und dick werden, um sie zu Fleisch zu verarbeiten
	
	artgerecht – so wie die natürlichen Lebensbedingungen und -gewohnheiten von Tieren
	
	Außengehege, das – ein größeres eingezäuntes Gebiet im Freien, auf dem Tiere sind
	
	etwas hat seinen Preis – etwas ist besser als etwas anderes und deshalb teurer
	
	Marktanteil, der – die Menge, die von einem bestimmten Produkt im Vergleich zur Gesamtmenge aller Waren in diesem Bereich verkauft wird
	
	Landwirt/Landwirtin, der/die – der Bauer/die Bäuerin
	
	Bundesverband bäuerlicher Hähnchenerzeuger, der – eine Organisation, die sich um die Interessen von Betrieben mit Hühnern kümmert, die später gegessen werden
	
	Lebensbedingungen, die (nur im Plural) – die Voraussetzungen, unter denen man lebt
	
	Futterzusatz, der – etwas, das zusätzlich zum Tierfutter gegeben wird (z. B. Vitamine)
	
	Immunsystem, das – die Fähigkeit des Körpers, Krankheiten zu bekämpfen
	
	
	Fragen zum Text
	
	1.  Die Untersuchung der Umweltschutzorganisation BUND zeigte, dass …
	a)  ungefähr 50 % des Hähnchenfleisches Antibiotika-resistente Keime enthält.
	b)  ungefähr 50 % aller Keime in Hähnchenfleisch resistent gegen Antibiotika sind. 
	c)  ungefähr jedes zweite Antibiotikum nicht gegen Keime wirkt. 
	
	2.  Hubert Weiger sieht die Ursache des Problems …
	a)  in der Art und Weise, wie das Hähnchenfleisch im Supermarkt gelagert wird.
	b)  im Tiertransport.      
	c)  in der Massentierhaltung.  
	
	3.  Damit Antibiotika in der Tierhaltung nicht mehr so häufig eingesetzt werden, ...
	a)  sollten die Tiere keine Futterzusätze bekommen.
	b)  muss man für eine bessere Tierhaltung sorgen.
	c)  sollte man darauf achten, dass mehr als 24 Hühner auf einem Quadratmeter leben.  
	
	4.  Welche Pluralform ist nicht richtig?
	a)  Antibiotika
	b)  Quadratmeter 
	c)  Fleische  
	
	5.  Welcher Satz hat keine Deklinationsfehler? 
	a)  Die Tiere haben ein Außengehege und bekommen Bio-Fütter.  
	b)  Hähnchenfleisch von einem Bio-Betriebs kostet mehr.
	c)  Der Marktanteil von Bio-Hähnchen in Deutschland liegt bei einem Prozent.  
	
	
	Arbeitsauftrag
	Immer mehr Menschen entscheiden sich für Bio-Fleisch und zwar nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. Welche Argumente fallen euch noch ein, die für den Verbrauch von Bio-Fleisch sprechen? Recherchiert im Internet, um Vor- und Nachteile von Bio-Fleisch zu finden.

	Autorinnen: Friederike Schulz/Natali Petala
	Redaktion: Stephanie Schmaus 
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   <category>Deutsch XXL</category>
   <itunes:author>DW-WORLD.DE | Deutsche Welle</itunes:author>
   <itunes:keywords>Deutschkurse, Deutsch lernen, Sprachkurse, Deutsch Aktuell, Top-Thema, B1, Keime, Antibiotikum, BUND, Massentierhaltung, Hubert Weiger, Biofleisch, Biohähnchen, Bundesverband bäuerlicher Hähnchenerzeuger, Immunsystem,  Hähnchenfleisch, Antibiotika-Missbrauch, Rainer Wendt, Plural, Deklinationen</itunes:keywords>
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   <pubDate>Fri, 13 Jan 2012 14:02:00 GMT</pubDate>
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   <title>Nach dem Tod zurück in die Heimat</title>
   <link>http://www.dw.de/dw/article/0,,15654837,00.html?maca=de-DKpodcast_topthemamitvokabeln_de-2296-xml-mrss</link>
   <description>Menschen, die in einem fremden Land alt werden, müssen sich zu Lebzeiten darüber Gedanken machen, wo sie eines Tages begraben werden wollen. Sonst muss nach ihrem Tod die Familie diese schwere Entscheidung treffen.‎‎
	Mehmet Can kam vor etwa 40 Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland. Er arbeitete bei Ford, lebte mit seiner Frau in einer kleinen Wohnung und sparte für seine Zukunft in der Türkei. Denn als Rentner wollte er wieder in seiner Heimat leben. Doch eines Morgens starb Can plötzlich im Alter von 63 Jahren an einem Herzinfarkt.  

	 

	Cans Familie stand nun vor einer schweren Entscheidung. Denn Can hatte nie darüber gesprochen, wo er einmal begraben werden möchte. Einige Angehörige forderten eine Bestattung in der Türkei. Andere fanden dies zu aufwändig. Auch Cans Neffe bestand zunächst auf einer Beerdigung in Deutschland. Er sagte: &quot;Wem nutzt ein Grab in einem Dorf, wo keiner hingeht?&quot;

	 

	Nach Angaben von DITIB möchten nur wenige ihrer Mitglieder in Deutschland beerdigt werden. 200000 von ihnen zahlen deshalb sogar bereits in jungen Jahren jedes Jahr 50 Euro in einen Beerdigungsfonds ein. Dieser sorgt dafür, dass sie nach ihrem Tod nach islamischen Regeln gewaschen und in ihre türkische Heimatstadt überführt werden.

	 

	In Deutschland gibt es zwar auch muslimische Friedhöfe, aber sie sind nicht sehr beliebt. Die Grabplätze können nur für 20 Jahre gemietet werden, und viele alte Menschen fürchten, dass ihre Kinder die Gräber später vernachlässigen werden. Eine Bestattung in der Türkei ist außerdem billiger. Auch Mehmet Can wollte immer zurück in sein Heimatdorf – ein Wunsch, den ihm seine Familie schließlich nach seinem Tod erfüllte.  

	 

	  

	Glossar

	 

	zu Lebzeiten – während des Lebens

	 

	jemanden begraben – einen Toten unter die Erde bringen; beisetzen; → bestatten  

	 

	Mehmet Can – der Name dieses Mannes wurde geändert, um ihn und seine Familie anonym zu halten

	 

	Gastarbeiter/in, der/die – jemand, der in den 50er- und 60er-Jahren nach Deutschland kam, um zu arbeiten

	 

	Rentner/in, der/die – jemand, der nicht mehr arbeiten muss, weil er schon sehr alt ist

	 

	Herzinfarkt, der – eine schwere und plötzliche Krankheit, bei der das Herz nicht mehr richtig schlägt

	 

	vor etwas stehen – hier: etwas Schwieriges erledigen/entscheiden müssen

	 

	Angehöriger/e, der/die – der/die Verwandter/e

	 

	Bestattung, die – der Akt, einen Toten in die Erde zu bringen oder zu verbrennen.   

	 

	aufwändig – so, dass etwas mit viel Zeit und Arbeit verbunden ist (auch: aufwendig)

	 

	zunächst – erstmal; am Anfang

	 

	Beerdigung, die – → die Bestattung (Verb: → beerdigen)

	 

	nach Angaben – so, wie es jemand gesagt hat; nach Informationen von jemandem

	 

	DITIB, die – Abkürzung der türkischen Bezeichnung für: Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion; eine Organisation, die sich für die Interessen von Muslimen einsetzt

	 

	beerdigen – einen Toten feierlich in der Erde → begraben

	 

	Fonds, der (aus dem Französischen) –  hier: Geldsumme, die eine Organisation für ihre Ziele hat
	
	überführen – hier: eine Leiche an einen anderen Ort bringen

	 

	etwas/jemanden vernachlässigen – sich um etwas/jemanden nicht kümmern

	 

	
	Fragen zum Text
	
	1.  Menschen mit Migrationshintergrund müssen sich darüber Gedanken, wo sie eines Tages begraben werden möchten, weil …

	a)  sie sonst in Deutschland begraben werden.  

	b)  es für die Angehörigen sehr schwierig sein kann, eine Entscheidung zu treffen.  

	c)   weil sie sonst in ihrer Heimat, weit weg von ihrer Familie, begraben werden.

	 

	2.  Cans Neffe meinte, dass …

	a)  eine Bestattung in Deutschland billiger ist.   

	b)  eine Beerdigung in der Türkei nicht dem Wunsch seines Onkels entspricht.      

	c)  in der Türkei nur sehr wenige Angehörige das Grab seines Onkels besuchen können.

	 

	3.  Die meisten Mitglieder des Vereins DITIB …

	a)  entscheiden sich für einen Grabplatz auf einem der muslimischen Friedhöfe in Deutschland.   

	b)  zahlen jährlich Geld, um später in ihrer Heimat begraben werden zu können.

	c)  zahlen jährlich 50 Euro, damit alle Muslime in ihrer Heimat begraben werden.

	 

	4.  Welcher Satz ist grammatisch nicht richtig? 

	a)  Menschen, die in einem fremden Land alt werden, werden dort begraben.  

	b)  Viele Gräber auf muslimischen Friedhöfen sind vernachlässigt geworden. 

	c)  Can wurde in der Türkei bestattet.

	 

	5.  Welche Form kann kein Passiv sein?   

	a)  Seine Familie wird gelebt.

	b)  Can wird nicht vergessen.

	c)  Gräber werden vernachlässigt.

	 

	 

	Arbeitsauftrag

	Habt ihr euch bereits Gedanken darüber gemacht, wo und wie ihr eines Tages beerdigt werden möchtet? Schreibt einige Stichworte auf und stellt eure Gedanken mit Argumenten in der Gruppe vor. Denkt dabei auch an Angehörige und Freunde.

	 

	 

	Autorinnen: Basak Özay/Natali Petala

	Redaktion: Stephanie Schmaus 
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   <pubDate>Tue, 10 Jan 2012 10:23:00 GMT</pubDate>
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