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  <description>Spannende Features zu verschiedenen Themen aus dem deutschen (Sprach-)Alltag.</description>
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  <title>Deutsche im Alltag - Alltagsdeutsch | Deutsch lernen | Deutsche Welle</title>
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  <title>DW-WORLD.DE</title>
  <description>News, Analysis and Service from Germany and Europe - in 30 Languages</description>
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  <title>Karnevalswagen-Künstler</title>
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  <description>Sie sind der Schmuck eines jeden Karnevalszuges: die Wagen mit den großen Pappmachéfiguren, die sich über Ereignisse, die die Menschen bewegen, lustig machen. Wagenbauer – wie Jacques Tilly – sind wahre Künstler.</description>
  <dc:date>2012-02-14T09:59:00Z</dc:date>
  <dc:subject>Deutsch XXL</dc:subject>
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  <dwsyn:fullText>&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Mit einem schelmischen Lächeln läuft Jacques Tilly durch die Wagenbauhalle und wirft einen prüfenden Blick auf die kleineren Wagen, die noch nach frischer Farbe duften. Eine singende Aubergine am Mikrofon oder rosarote Löwen neben einer Torte – die meisten dieser Motive wirken so unpolitisch wie ein Kindergeburtstag. Besonders interessant sind nämlich gerade die politischen Motivwagen. Bei denen muss manchmal noch schnell auf ein politisches Ereignis reagiert werden – wie 2011, als der damalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wegen eines Plagiatsskandals zurücktreten musste. Diese Wagen stehen im nicht-öffentlichen Teil der Wagenbauhalle in Düsseldorf. Hinter verschlossenen Türen – wohlbehütet wie ein Staatsgeheimnis – entstehen dort Tillys Karikaturen auf Rädern. Wie er mit &lt;strong&gt;heißen politischen Kandidaten&lt;/strong&gt;, also mit Politikern, über die in der Öffentlichkeit viel gesprochen wird, umgeht, möchte der Karnevalskünstler kurz vor dem Karnevalsumzug noch nicht verraten:&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jacques Tilly:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Dass natürlich so &apos;n paar &lt;strong&gt;heiße politische Kandidaten&lt;/strong&gt; wahrscheinlich Rosenmontag auf den Straßen gesichtet werden können – davon kann man ja ausgehen. Ich meine, wenn wir dazu keinen Wagen machen würden, würden wir uns blamieren! Natürlich müssen wir das kommentieren. Aber zu den andern Dingen, da sag ich also gar nichts. Lassen wir uns alle überraschen!&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Für Überraschungen können Jacques Tilly und sein Team bis zur letzten Sekunde sorgen. Sie seien es den Narren schuldig, nur aktuelle Themen zu behandeln. Kalter Kaffee von gestern interessiere nicht. Wenn also einen Tag vor dem großen Rosenmontagszug eine brisante Nachricht die Öffentlichkeit erreicht, kann sie der Künstler innerhalb einer einzigen Nacht als provozierende Großplastik auf Rädern verarbeiten. Seinen ersten Wagen baute Jacques Tilly 1983. Damals finanzierte er sich mit dieser ungewöhnlichen Kunstform sein Kommunikationsdesign-Studium in Essen. Doch in den 1980er und 1990er Jahren hatte er oft riesigen Ärger mit den Wagen, weil sie schon vor dem Rosenmontagszug in der Presse vorgestellt werden durften. Manchmal musste der Künstler dann besonders provozierende Wagen im letzten Moment noch umbauen – zum Beispiel eine Figur, die den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl als nackten Urwaldindianer darstellte. Also zog das Düsseldorfer Karnevalskomitee im Jahr 2000 die Notbremse: Jetzt sind die Wagen bis zum Rosenmontagszug geheim. Doch danach bekommt Jacques Tilly oft bitterböse Post von Menschen, die seine Satire als unanständig empfinden. Manche drohen gar mit dem Rechtsanwalt.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jacques Tilly:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Ich hab&apos; sehr viel Klage-Androhungen bekommen – nach dem Motto &apos;Wir zeigen sie an!&apos;, aber da ist noch nie etwas &lt;strong&gt;eingeflattert&lt;/strong&gt;, &apos;n Brief in mein Haus, weil die Gerichte in Deutschland die Narrenfreiheit, beziehungsweise die Meinungsfreiheit, also die künstlerische Freiheit, sehr sehr &lt;strong&gt;hoch hängen&lt;/strong&gt;. Das wissen auch die Rechtsanwälte. Haben alle &lt;strong&gt;abgewunken&lt;/strong&gt;. Da is&apos; nichts zu machen!&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Jacques Tilly hat zwar Klagedrohungen bekommen, aber entsprechende Schreiben von Rechtsanwälten hat er noch nie erhalten. Die sind ihm nicht ins Haus &lt;strong&gt;geflattert&lt;/strong&gt;. Denn die Anwälte &lt;strong&gt;winken&lt;/strong&gt; direkt &lt;strong&gt;ab&lt;/strong&gt;. Sie nehmen solche Fälle nicht an, weil die deutschen Gerichte die künstlerische Freiheit – besonders zu Karneval – sehr wichtig nehmen, sie sehr &lt;strong&gt;hoch hängen&lt;/strong&gt;. Zu dieser Narrenfreiheit gehörte es auch, dass Jacques Tilly eine Figur von Kanzlerin Angela Merkel aus dem Hintern von &quot;Uncle Sam&quot; hat herauskriechen lassen. Der Satiriker hat sich mit seinen Wagen über islamistische Selbstmordattentäter lustig gemacht und hohe Würdenträger der katholischen Kirche als Hexenverbrenner oder Antisemiten dargestellt. Religionen &lt;strong&gt;nimmt&lt;/strong&gt; er genauso &lt;strong&gt;aufs Korn&lt;/strong&gt; wie aktuelle politische Ereignisse:&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jacques Tilly:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Religiöse Gefühle gelten ja immer als besonders schützenswert und das sehe ich einfach nicht ein! Alle menschlichen Gefühle sind schützenswert und man kann nicht eine Form von menschlichen Gefühlen &lt;strong&gt;unter Artenschutz stellen&lt;/strong&gt; und sagen &apos;Hier is&apos; tabu, hier darf man nichts zu sagen!&apos; Selbstverständlich müssen religiöse Gefühle auch verspottet werden dürfen, denn sie richten ja wohl oft genug großen Schaden an, also Stichwort &lt;strong&gt;Karikaturenstreit&lt;/strong&gt;.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Als 2006 die &lt;strong&gt;Karikaturen&lt;/strong&gt; des islamischen Propheten Mohammed in einer dänischen Zeitung zu Protesten und Gewalt in einigen muslimischen Ländern führten, bezog Jacques Tilly eindeutig Stellung für die Freiheit des Wortes und des Bildes – unter anderem durch einen Karnevalswagen, in dem ein schwarzer Sarg mit der Aufschrift &quot;Meinungsfreiheit&quot; von zwei Figuren getragen wird. Tilly findet, dass religiöse Gefühle nicht &lt;strong&gt;unter Artenschutz&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;gestellt&lt;/strong&gt; werden dürfen, wie Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Die einzigen Grenzen, die für Tilly gelten, sind seine eigenen Vorstellungen von Moral. Sich zum Beispiel über die Opfer von Terroranschlägen lustig zu machen, kommt für ihn nicht in Frage. Ganz anders sieht es bei den Tätern aus: Da kennt er keine Grenzen. Über sie &lt;strong&gt;schüttet&lt;/strong&gt; er &lt;strong&gt;bis zum&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Geht-nicht-mehr&lt;/strong&gt; seinen &lt;strong&gt;Spott&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;aus&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jacques Tilly:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Es gibt Dinge, die würde ich selbstverständlich nie machen, beispielsweise Spott mit Opfern. Die Täter müssen natürlich schon dran glauben, also die werden &lt;strong&gt;mit Spott überschüttet&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;bis zum&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Geht-nicht-mehr&lt;/strong&gt;. Aber man muss aufpassen, dass man die Opfer nicht gleichzeitig mitverspottet – etwa von Terroranschlägen.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Einigen gesellschaftlichen Opfern haben Tillys Provokationen, bei denen er die Politik &lt;strong&gt;aufs Korn nimmt&lt;/strong&gt;, schon geholfen. Einmal zeigte er auf einem Wagen den damaligen Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, beim Zerstören eines Cellos. Das Instrument gehörte einem Musiker, der sich für Obdachlose einsetzte – also war der Wagen eine harte Kritik an der Entscheidung von Jürgen Rüttgers, bei der Obdachlosenhilfe riesige Summen zu streichen.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jacques Tilly:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Rüttgers hat diesen Wagen gesehen und am Aschermittwoch war das Geld zurückerstattet! Also es war das erste Mal, dass ein Karnevalswagen nicht nur Politik &lt;strong&gt;aufs Korn genommen&lt;/strong&gt; hat, sondern tatsächlich Politik gemacht hat – aber das wird wohl &apos;ne Ausnahme bleiben.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Alle Jahre wieder muss sich der Künstler von seinen Karnevalswagen verabschieden. Nachdem die dreidimensionalen Karikaturen durch die Stadt gerollt sind, wandern sie tags darauf in den Schredder und werden zerstört. Oft bleiben dann nur die Fotos auf den Titelseiten der Zeitungen.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Musik:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Am Aschermittwoch ist alles vorbei, die Schwüre von Treue, sie brechen entzwei…&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Fragen zum Text&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Ist etwas nicht mehr aktuell, spricht man von …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1. heißen Kartoffeln.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2. sauren Äpfeln.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3. kaltem Kaffee.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Will jemand etwas nicht machen, dann hat jemand …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1. abgewunken.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2. abgewinkt.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3. abgewunkt.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Macht man etwas bis zum Geht-nicht-mehr, dann …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1. macht man es immer und immer wieder bis zum Schluss.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2. hat man sein Ziel erreicht.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3. verlässt einen der Lebensmut.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Arbeitsauftrag&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Schauen Sie sich im Internet die Seite von Jacques Tilly zu seinen politischen Motivwagen an: http://www.sculpturepark.de/politwagen/politwagen.html. Suchen Sie sich ein Foto heraus. Verfassen Sie einen Text, in dem Sie ausführlich beschreiben, welches Ereignis der Düsseldorfer Wagenbauer karikiert.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Autorinnen: Alexandra Scherle; Beatrice Warken&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Redaktion: Shirin Kasraeian&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;?maca=de-DKfeed_alltagsdeutsch_de-2251-rdf</dwsyn:fullText>
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  <title>Beruf Fotograf</title>
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  <description>Früher ist man fürs Familienfoto zum Fotografen gegangen. Heute kann jeder dieses Foto mit einem eigenen Fotoapparat machen. Profi-Fotografen haben aber weiter gut zu tun, wie ein Beispiel aus Düsseldorf zeigt.</description>
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  <dwsyn:fullText>&lt;p&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;Seit den 1990er Jahren arbeitet Alexander Vejnovic als freiberuflicher Fotograf. Für Modefotos ist er in der ganzen Welt unterwegs. Am liebsten hat er jedoch ganz normale Menschen vor der Linse: diejenigen, die Bewerbungs- oder Hochzeitsfotos wollen, Schwangere oder junge Eltern, die ihr Baby ablichten lassen wollen. Vejnovic ist gefragt, über mangelnde Aufträge kann er sich nicht beschweren. Er besitzt ein voll ausgestattetes Fotostudio in Düsseldorf. Die Ausrüstung, das Equipment, hat er sich nach und nach angeschafft.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Alexander Vejnovic:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&quot;Gut, das ist hier der Arbeitsplatz, wo dann die Leute die Bilder angucken, wo natürlich eben auch &apos;n bisschen Bildbearbeitung stattfindet. Dann haben wir hier das Fotostudio, hier ist der Schminkplatz, wo dann die &lt;strong&gt;Visagistin&lt;/strong&gt;, wenn &lt;strong&gt;dazugebucht&lt;/strong&gt;, die Leute schminkt, das heißt nicht nur schminkt, also auch Haare macht – was zum Teil viel, viel wichtiger ist.&quot;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;Vejnovic hat einen voll eingerichteten Arbeitsplatz. Wer allerdings professionell geschminkt und frisiert werden will, muss eine &lt;strong&gt;Visagistin&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;dazubuchen&lt;/strong&gt;. Sie wird extra bezahlt. Aber besteht wirklich so ein großer Unterschied zwischen den Bildern des Profis und denen eines Hobbyfotografen? Vejnovic erinnert sich an seine Ausbildungszeit. Er war bei einem Modeshooting in Spanien als Assistent dabei. Der Fotograf hatte wenig Zeit und musste schon bald zum Flughafen. Da kam Vejnovic auf eine Idee.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Alexander Vejnovic:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&quot;Ich stand dann also mit den Fotomodellen und mit dem ganzen Fototeam noch &lt;strong&gt;am&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Set&lt;/strong&gt; und dachte mir mal &apos;Okay, was der kann, kann ich jetzt auch!&apos;, hab&apos; mir die Kamera &lt;strong&gt;geschnappt&lt;/strong&gt; und versucht, genau das gleiche Fotomodell unter den gleichen Lichtverhältnissen zu fotografieren – und es kamen wirklich katastrophale Ergebnisse raus. Also es macht nicht nur die Technik, sondern es macht eben auch einfach der Blick fürs Foto den Fotografen aus.&quot;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;Also: Übung macht den Meister. Es nützt nichts, sich als Anfänger am &lt;strong&gt;Set&lt;/strong&gt;, beim Fotoshooting von Models, eine Kamera zu &lt;strong&gt;schnappen&lt;/strong&gt;, zu nehmen, und drauflos zu fotografieren. Man muss Erfahrung und einen guten Blick für das richtige Motiv haben, der Blick muss &lt;strong&gt;geschult&lt;/strong&gt; sein. Diesen besonderen Blick sollte ein Fotograf vor 60 Jahren aber auch schon gehabt haben. Der einzige Unterschied zu heute war: nur er verfügte über die entsprechende technische Ausrüstung. Heute kann jeder, der es sich leisten kann, eine sehr gute Kamera kaufen. Diese Fotoapparate sind technisch leicht zu handhaben, sie sind &lt;strong&gt;bedienbar&lt;/strong&gt;. Und wer braucht noch eine Dunkelkammer, um Fotos zu entwickeln – es gibt ja die Digitalfotografie und Bildbearbeitungsprogramme. Viele Laien, &lt;strong&gt;Amateure&lt;/strong&gt;, sind inzwischen technisch so gut ausgerüstet wie Profis. Ernste Konkurrenz machen sie den richtigen Fotografen trotzdem nicht, sagt Jörg Winde, Professor für Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jörg Winde:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&quot;Also im Prinzip werden die Bilder ja nicht wirklich besser. Die werden technisch besser und die Technik ist natürlich &lt;strong&gt;bedienbarer&lt;/strong&gt; und leichter geworden. Aber die Bilder bestehen ja nicht nur aus der Technik, sondern die Bilder sind ja eigentlich Ideen. Oder auf der anderen Seite etwas, was man gesehen hat. Und das Sehen ist &apos;ne &lt;strong&gt;Schulung&lt;/strong&gt;. Also man braucht viele Jahre – und ich erkenne das auch immer bei den Studierenden –, viele Jahre, bis man wirklich sieht, bis man Dinge sieht, die normale Menschen, auch fortgeschrittene &lt;strong&gt;Amateure&lt;/strong&gt;, einfach nicht sehen.&quot;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;Trotzdem haben es Fotografen heutzutage nicht leicht, sagt Winde. Das liege vor allem an der großen Konkurrenz. Der Beruf sei in den letzten 20 Jahren immer begehrter geworden. Fast 300 Bewerber machen im Schnitt pro Jahr die Eignungsprüfung für das Fotografiestudium an der Fachhochschule Dortmund. Etwa ein Fünftel von ihnen wird angenommen. An anderen Hochschulen sehe es nicht anders aus, so Winde. Von der Vielzahl an gelernten und studierten Fotografen kann nur ein Teil seinen Traumberuf ausüben. Der Markt ist so eng, dass &lt;strong&gt;keine&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Luft, &lt;/strong&gt;kein Platz vorhanden ist für Neuankömmlinge.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jörg Winde:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&quot;Der ganze &lt;strong&gt;abbildende&lt;/strong&gt; Bereich der Fotografie, der kann von anspruchsvollen Amateuren oder von handwerklich arbeitenden Fotografen gut abgedeckt werden. Und da ist &lt;strong&gt;keine Luft&lt;/strong&gt; und kein Platz mehr für Fotodesigner, für Fotokünstler. Das ist richtig, das ist klar und das macht unseren Absolventen auch ganz klar Probleme.&quot;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;Wer auf dem Markt bestehen will, muss Bilder mit Aussage machen. Denn alltägliche Fotos, die das Geschehen nur &lt;strong&gt;abbilden&lt;/strong&gt;, kann jeder anspruchsvolle Amateur mit einem guten Blick machen. Die Nachfrage nach guten Fotos ist groß, etwa  für Firmenwebsites oder Magazine. Alexander Vejnovic hat sich darauf spezialisiert, Menschen zu fotografieren und ist erfolgreich damit. Er will, dass sich die Menschen in seinen Fotos wieder erkennen und versucht, sie die Kamera vergessen zu lassen. So können authentische Bilder entstehen – eine aufwändige Nachbearbeitung ist dann nicht mehr nötig, sagt Vejnovic.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Alexander Vejnovic:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&quot;Also ich finde es okay, Kleinigkeiten im Gesicht zu verändern, wenn eben ein kleiner Mitesser oder Pickel da ist. Ansonsten wird &lt;strong&gt;Fotoretusche&lt;/strong&gt; auch oftmals angewendet, um aus &apos;nem schlechten Foto ein gutes Foto zu machen. Aber das funktioniert eigentlich nicht. Also ein gutes Foto muss mich &lt;strong&gt;ansprechen&lt;/strong&gt;, da muss der Blick stimmen. Und wenn das nicht gegeben ist, dann kann ich mit Nachbearbeitung eigentlich das auch nicht mehr hineinzaubern.&quot;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;Der Fotograf aus Düsseldorf lehnt es ab, seine Bilder in großem Stil zu &lt;strong&gt;retuschieren&lt;/strong&gt;, zu bearbeiten, wie es oft auf den Deckblättern der Zeitschriften zu sehen ist. Sein Motto: ein Foto muss den Betrachter auf Anhieb begeistern, es muss ihn &lt;strong&gt;ansprechen&lt;/strong&gt;. Wenn das Foto jedoch nicht von sich aus den Betrachter anspreche, könne man das besondere Etwas hinterher nicht mehr künstlich hineinzaubern. Hier sieht Vejnovic eine positive Entwicklung im Fotogeschäft: Seiner Meinung nach haben die Menschen genug von Bildern, die so bearbeitet sind, dass sie künstlich wirken. Also: Fotografen wird es glücklicherweise auch weiterhin geben – auf den Auslöser drücken reicht nämlich nicht.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Fragen zum Text&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jemand, der noch eine Extra-Leistung haben möchte, der … &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;1.  bucht etwas ab.&lt;br /&gt;&#10;&#9;2.  bucht etwas an.&lt;br /&gt;&#10;&#9;3.  bucht etwas dazu.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Ein Dieb nimmt eine Geldbörse und läuft davon. Er hat sie sich …&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;1.  geschnappt.&lt;br /&gt;&#10;&#9;2.  gefilzt.&lt;br /&gt;&#10;&#9;3.  gestohlen.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sieht ein Sohn aus wie sein Vater, dann ist er dessen …&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9;1.  Vorbild.&lt;br /&gt;&#10;&#9;2.  Abziehbild.&lt;br /&gt;&#10;&#9;3.  Abbild.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Arbeitsauftrag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&#10;&#9; Schauen Sie sich das Foto an. Stellen Sie sich vor, was der/die Autor/in des Briefes geschrieben haben könnte. Verfassen Sie einen eigenen kurzen Brief.&lt;br /&gt;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&#10;&#9;Autorin: Sola Hülsewig; Beatrice Warken&lt;br /&gt;&#10;&#9;Redaktion: Raphaela Häuser&lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#10;&lt;p&gt;&#10;&#9; &lt;/p&gt;</dwsyn:fullText>
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  <title>Humortraining</title>
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  <description>Deutsche und Humor? Zwei Begriffe, die nicht unbedingt zueinander passen, am Arbeitsplatz schon mal gar nicht. Doch humorvolles Verhalten entspannt manche kritische Situation. Im Humortraining kann das gelernt werden.</description>
  <dc:date>2012-01-31T09:02:00Z</dc:date>
  <dc:subject>Deutsch XXL</dc:subject>
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  <dwsyn:fullText>&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Deutsche gelten als arbeitsam, zuverlässig und fleißig, aber nicht unbedingt als humorvoll. So lautet zumindest das Vorurteil, das Klischee. Aber an einem Klischee haftet ja immer auch ein kleines bisschen Wahrheit. Das Vorurteil gegen die Deutschen soll sich ändern: Sie wollen lachen und das nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch an ihrem Arbeitsplatz – aber nicht allein, um ein bisschen mehr Spaß zu haben. Studien haben ergeben, dass humorvolle Mitarbeiter effizienter arbeiten, weil sie nicht alles auf die Waagschale legen und problematische Situationen leichter meistern. Daher schicken immer mehr Firmen ihre Mitarbeiter zu so genannten Humortrainings. Ein solches Training bietet das Deutsche Institut für Humor in Leipzig. Zum Auftakt eines Kurses dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst auswählen, worüber sie lachen wollen.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;O-Ton: &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&quot;Wir möchten jetzt von Ihnen eine kurze Einführung. Dürfen Sie sich aussuchen, ob sie &apos;ne &lt;strong&gt;Vorliebe&lt;/strong&gt; nehmen oder &apos;ne &lt;strong&gt;Macke&lt;/strong&gt;, weil ich bin so hektisch, dass schon Buddha angerufen hat, gesagt hat &apos;Mach mal langsam!&apos;. Erst mal &lt;strong&gt;kreativen Müll produzieren&lt;/strong&gt;.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Die Trainerin schlägt vor, dass sich jeder eine &lt;strong&gt;Vorliebe&lt;/strong&gt; heraussucht, etwas was er oder sie besonders gerne mag, beziehungsweise eine &lt;strong&gt;Macke&lt;/strong&gt;, eine Eigenart, die anderen etwas seltsam vorkommt. Und dann soll jeder loslegen und &lt;strong&gt;kreativen Müll produzieren&lt;/strong&gt;, sich überlegen, wie er oder sie sich über sich selbst lustig machen könnte. Kaum gesagt, fangen die Teilnehmer auch schon an. Die beiden Trainerinnen geben eigene Beispiele. Sie agieren wie früher die Narren am Hofe von Fürsten und Königen.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;O-Ton Trainerin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Wir führen uns als Trainer immer gern als &apos;&lt;strong&gt;Hofnarren&lt;/strong&gt;&apos; ein, also weniger als Lehrer, sondern als zwei, die gut unterhalten, die inspirieren, die neugierig machen, die genauer draufgucken, ja die mal &apos;nen &lt;strong&gt;Spiegel vorhalten&lt;/strong&gt;.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer lassen sich hier in entspannter Runde im kleinen Seminarraum eines Leipziger Hotels sehr gern einen &lt;strong&gt;Spiegel vorhalten&lt;/strong&gt;. Wie verhält man sich eigentlich als Arzt, Pädagogin oder Abteilungsleiter eines Großunternehmens? Um das zu erfahren sind die meisten extra angereist vom Tegernsee, aus Bonn, Hamburg und Berlin. Zum Beispiel der 47jährige Ralf, der sich auf humorvolle Art so vorstellt:&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;O-Ton Ralf:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Projektmanager bei einem großen deutschen Unternehmen für &lt;strong&gt;individuelle Briefmarken&lt;/strong&gt;.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Individuelle Briefmarken&lt;/strong&gt;! Im Alltag scheint er ein lustiger Typ zu sein, dieser Ralf – denn er arbeitet bei der Deutschen Post, die unter anderem Briefmarken verkauft. Aber wie sieht es in seinem Berufsleben aus?&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;O-Ton Ralf:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Es ist mit Sicherheit da noch &apos;n hoher &lt;strong&gt;Optimierungsbedarf&lt;/strong&gt;. Würd&apos; ich jetzt nicht auf Briefmarkenunternehmen beziehen, sondern auf alle große Unternehmen: dass das alles sehr strukturiert abläuft, und dass an der ein oder anderen Stelle – glaub&apos; ich – auch mit Humor Arbeitsergebnisse optimiert werden können, weil es einfach &lt;strong&gt;lockerer aus den Leuten raus&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;kommt&lt;/strong&gt;.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Ralf stellt fest, dass es nicht nur bei der Deutschen Post, sondern in allen großen Unternehmen nicht sehr humorvoll zugeht, dass da noch viel &lt;strong&gt;Optimierungsbedarf&lt;/strong&gt; besteht, Dinge verbessert werden können. Denn, &lt;strong&gt;kommt&lt;/strong&gt; etwas &lt;strong&gt;lockerer aus Leuten raus&lt;/strong&gt;, wird etwas humorvoll gesagt, werde manche Kritik nicht unbedingt als Kritik verstanden.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;O-Töne:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Wie war deine Frage? / Wie kann ich humorvoller mit Kritik umgehen? / Indem du deine Kleidung änderst?&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Also immer schön entspannt bleiben, spontan und mit Humor auf verfahrene oder angespannte Situationen reagieren, im besten Fall mit einem kleinen Witz und feiner Ironie – all das sollen die Teilnehmer hier im Seminar lernen. Nicht theoretisch, sondern spielerisch im Praxistest. Die bunte Gruppe hat sichtlich und unüberhörbar Spaß am Rollenspiel. Aufmerksam beobachten die beiden Trainerinnen das lustige Treiben. Eva Ullmann, die das Leipziger Institut 2005 gründete, ist der Meinung, dass Humortraining keine Wissenschaft für sich ist. Sie hat das Institut aus einem bestimmten Grund ins Leben gerufen.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Eva Ullmann:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Es braucht das Deutsche Institut für Humor nicht zwingend. Also, das hab&apos; ich nicht aus &apos;ner Notwendigkeit gegründet, weil es zu wenig Humor gibt, sondern einfach aus der Faszination an Humor mit &apos;ner gewissen Seriosität. Also was mich schnell interessiert hat, ist Humor in ernsten Situationen: Wie hoch darf die &lt;strong&gt;Dosis&lt;/strong&gt; sein? Die Dosis macht das Gift.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Wichtig für Eva Ullman war also die Paarung von Humor und Ernsthaftigkeit, &lt;strong&gt;Seriosität&lt;/strong&gt;. Entsprechende Studien des amerikanischen Psychologen Stephen R. Schmidt untermauern das. Er hat herausgefunden, dass sich zum Beispiel Schüler im Unterricht einen Sachverhalt leichter merken, wenn er mit einem Witz verbunden wird. Aber wie bei einem Medikament macht es die &lt;strong&gt;Dosis, &lt;/strong&gt;die einzelne Menge. Denn würde der gesamte Unterricht aus Witzen bestehen, käme es zu einer &lt;strong&gt;Überdosis&lt;/strong&gt;. Der Sachverhalt würde nicht mehr ernst genommen und die Schüler würden sich nichts merken. Aber: Wie viel Humor am Arbeitsplatz ist gesund, wann ist er angebracht und wo hört der Spaß auf? Gerade in Deutschland kommt es da öfter zu Missverständnissen, meint Teilnehmerin Roswitha aus Gmund am Tegernsee. In Großbritannien, das als Mutterland des feinen Humors und des Spielens mit Wörtern gilt, sei das anders. Dort sei Humor am Arbeitsplatz &lt;strong&gt;gang und gäbe&lt;/strong&gt;, üblich.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;O-Ton Roswitha: &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Ich bezeichne mich als sehr humorvoll. Ich war in erster Ehe in England verheiratet, und da war dieser englische Humor mit diesen vielen Wortspielen, den hab ich sehr geliebt. Und ich finde es sehr schade, dass das in Deutschland so wenig gebraucht wird. Also sie sind nicht humorlos, aber es ist sehr ungewöhnlich, Humor in den Arbeitsalltag zu integrieren – im Gegensatz zu England zum Beispiel, wo das &lt;strong&gt;gang und gäbe&lt;/strong&gt; ist.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Die Gründerin des Humorinstituts, Eva Ullmann, blickt jedoch optimistisch in die Zukunft.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Eva Ullmann:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Der deutsche Humor ist ja gar nicht so &lt;strong&gt;im Keller&lt;/strong&gt;. Er ist eben nicht zwingend immer im Arbeitsbereich. Im Freizeitbereich, vom Karneval zur Varietészene zu &apos;Wir lachen gern in geselligen Runden&apos;. Es war lange Zeit aus dem Arbeitsbereich so &lt;strong&gt;ausgekoppelt&lt;/strong&gt;. Also ich glaube schon, das ist &apos;n zunehmender Markt, weil Leute sagen: Ich möchte auf der Arbeit auch Spaß haben dürfen, ohne dabei die &lt;strong&gt;Seriosität&lt;/strong&gt; meiner Produkte oder die Seriosität meiner Arbeit zu verlieren.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecherin:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Ullmann findet, dass die Deutschen ja gar nicht so humorlos sind, der Humor nicht &lt;strong&gt;im Keller&lt;/strong&gt;, der tiefsten Stelle im Haus, ist. Auch im Arbeitsleben, wo Witz und Humor bislang &lt;strong&gt;ausgekoppelt&lt;/strong&gt; waren wie eine technische Verbindung, die aus etwas herausgelöst wird, wolle man mehr lachen, ohne dabei als nicht ernsthaft, als &lt;strong&gt;unseriös&lt;/strong&gt; zu gelten. Die Teilnehmer sind zufrieden mit den beiden Tagen Humortraining. Es hat ihnen &lt;strong&gt;eine Menge gebracht&lt;/strong&gt;, sie haben Einiges gelernt. Der 60jährige Horst aus Bonn, der für mehr als 100 Angestellte verantwortlich ist, geht mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht durch den Raum. &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;O-Ton Teilnehmer:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Also, mir hat das &apos;ne &lt;strong&gt;Menge gebracht&lt;/strong&gt;, auch einige Ideen. Und ich finde es auch mit der Gruppe sehr angenehm zu arbeiten, weil eben hier sehr viel Kreativität im Raum steckt und &apos;ne offene Atmosphäre auch tatsächlich Ideen erzeugt, um einige Dinge besser handhaben zu können, also eben gerade auch Konflikte, Auseinandersetzungen, Dinge, die mit Humor sich besser managen lassen.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Fragen zum Text&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Produziert&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt; jemand umgangssprachlich kreativen Müll, …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1. äußert jemand seine Gedanken frei und ungeordnet.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2. bildet jemand sinnlose Sätze.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3. schafft jemand aus Müll künstlerische Dinge.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Wird jemandem sprichwörtlich der Spiegel vorgehalten, …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1. soll jemand&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;sich wiederfinden.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2. wird jemandem sein Handeln begreiflich gemacht.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3. soll jemand gezeigt werden, wie schön er/sie ist.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Hat jemand an Ansehen verloren, ist es sprichwörtlich …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1. in der Kiste.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2. hinter dem Mond.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3. im Keller.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Arbeitsauftrag&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Testen Sie Ihren eigenen Humor. Formulieren Sie anhand der folgenden beiden Beispiele (Quelle: www.humorinstitut.de) eigene humorvolle/nicht humorvolle Sätze. Humorvoll: &quot;Ich hab die Rechnung für meine Operation bekommen – jetzt weiß ich, warum die Chirurgen Masken trugen.&quot; Nicht humorvoll: &quot;Ich habe die Rechnung für meine Operation bekommen – diese Chirurgen sind Diebe, bei den Preisen!&quot; Humorvoll: &quot;Die einfachste Art, Kindern etwas über Geld beizubringen, ist, sich welches von ihnen zu leihen.&quot; Nicht humorvoll: &quot;Sich von Kindern Geld zu leihen ist eine einfache Methode, um ihnen etwas über den Wert von Geld beizubringen.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Autor/in: Ronny Arnold; Beatrice Warken&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Redaktion: Raphaela Häuser&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;</dwsyn:fullText>
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  <title>Kiezdeutsch</title>
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  <description>Jeder fünfte Deutsche hat inzwischen ausländische Wurzeln - mit Auswirkungen auf die deutsche Sprache. Unter Jugendlichen hat sich eine eigene Alltagssprache entwickelt: &quot;Kiezdeutsch&quot;. Forscher sprechen von &quot;Ethnolekt&quot;.</description>
  <dc:date>2012-01-24T10:04:00Z</dc:date>
  <dc:subject>Deutsch XXL</dc:subject>
  <dc:language>de</dc:language>
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  <dwsyn:fullText>&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Manche Linguisten glauben, dass sich die Grammatik in den kommenden Jahrzehnten radikal vereinfachen und am Ende der des Englischen gleichen könnte. Auch wenn diese These umstritten ist: Einig sind sich die Forscher darin, dass besonders in den deutschen Großstädten in den vergangenen Jahren eine neue Sprache unter Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln entstanden ist: &quot;Kiezdeutsch&quot; – also Deutsch, das im &lt;strong&gt;Kiez&lt;/strong&gt;, im Wohnviertel, gesprochen wird. Wissenschaftler bezeichnen es als &quot;Ethnolekt&quot;, genauer als &quot;&lt;strong&gt;Multi–Ethnolekt&lt;/strong&gt;&quot;, erklärt Heike Wiese, Linguistin an der Universität Potsdam.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Heike Wiese: &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Das sind &lt;strong&gt;Varietäten&lt;/strong&gt;, die sich unter Sprechern unterschiedlicher Herkunft entwickeln – also gerade im gemeinsamen Alltag Jugendliche[r] deutscher, türkischer, arabischer, kurdischer Herkunft. Insgesamt zeichnet diesen &lt;strong&gt;Multi–Ethnolekt&lt;/strong&gt; eher aus, dass das ein Dialekt ist, der sich besonders schnell und systematisch im Deutschen entwickelt, weil wir viele mehrsprachige Sprecher haben. Da kommen ganz andere sprachliche Kompetenzen ins Spiel.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Der &lt;strong&gt;Multi-Ethnolekt&lt;/strong&gt; ist also ein Dialekt, der sich unter Jugendlichen vor allem des türkischen und nahöstlichen Raumes herausgebildet hat. Und dieser &lt;strong&gt;variiert&lt;/strong&gt;, verändert sich. Zwei Beispiele:&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Mundstuhl / O-Ton:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &quot;&lt;strong&gt;Alda&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;was geht&lt;/strong&gt;?&quot; – &quot;&lt;strong&gt;Konkret&lt;/strong&gt;, ich hab neue Job, verstehst Du.&quot; – &quot;Alda!&quot; – &quot;Konkret, ich bin &lt;strong&gt;korrekt&lt;/strong&gt; Lehre jetzt, weissu?&quot; – &quot;Was machstu für Lehre, Alda?&quot; – &quot;Konkret, ich bin jetzt &lt;strong&gt;korrekt&lt;/strong&gt; Stift. / &quot;Was redest du, &lt;strong&gt;du Hund&lt;/strong&gt;?&quot; – &quot;Voll &lt;strong&gt;haram&lt;/strong&gt;, Junge.&quot; – Was los, &lt;strong&gt;moruk&lt;/strong&gt;?&quot; – &quot;&lt;strong&gt;Cüs&lt;/strong&gt;, er hat voll &lt;strong&gt;gelabert&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;walla ya&lt;/strong&gt;!&quot;.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Alda,&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;was geht?&lt;/strong&gt; ist die Begrüßung unter diesen Jugendlichen und die Frage danach, was es an Neuigkeiten gibt. &lt;strong&gt;Konkret&lt;/strong&gt;,&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;inzwischen&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;kaum noch benutzt, will nichts anderes sagen als das Partikel also und &lt;strong&gt;korrekt&lt;/strong&gt; ist ein Evaluativum, manchmal sogar noch gesteigert als &lt;strong&gt;voll korrekt&lt;/strong&gt;. &lt;strong&gt;Haram&lt;/strong&gt; ist schlimm, &lt;strong&gt;moruk&lt;/strong&gt; wird inzwischen öfter benutzt als &lt;strong&gt;alda&lt;/strong&gt;, und &lt;strong&gt;Cüs, er hat voll gelabert&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;walla ya!&lt;/strong&gt; dient als Bekräftigung und will so viel sagen wie: &quot;Krass, er hat das einfach erfunden, wirklich.&quot; Statt des deutschen Na los! benutzen die Jugendlichen das arabische Yalla. Die Grammatik folgt im Kiezdeutschen eigenen Regeln: Artikel können ebenso wegfallen wie Reflexivpronomen oder Präpositionen – einzelne Sätze können so deutlich einfacher werden und auf die halbe Länge schrumpfen. Aus dem Satz &quot;Lass&apos; uns jetzt mal zur Schule gehen&quot; wird: &quot;Lassma Schule gehn&quot;.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;O-Ton:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Alles krass. Oh, seh&apos; ich geil aus!&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Doch was ist Kiezdeutsch – das auch Kanaksprak oder Türkenslang genannt wird – abseits der ständig wiederkehrenden Vorurteile? So richtig lässt sich das nicht fassen. Nicht immer kann festgestellt werden, inwieweit Jugendliche statt des klassischen &quot;Verpiss&apos; Dich, Alter, oder ich schlitz&apos; dich auf!&quot; tatsächlich Formulierungen wie &quot;Siktir Lan, üsch mach düsch Messer!&quot; verwenden. Und die Jugendlichen sprechen nur mit Altersgleichen Kiezdeutsch. Bei anderen wie Heike Wiese &lt;strong&gt;verfallen&lt;/strong&gt; sie sofort ins Hochdeutsche. Oder – diese Erfahrung hat der Hamburger Linguist Jannis Androutsopoulos gemacht – sie übertreiben es. Sie &lt;strong&gt;parodieren&lt;/strong&gt;, machen sich lustig über die Art und Weise, wie sie selbst reden, in ihrer &lt;strong&gt;eigenen Zunge sprechen&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Heike Wiese / Jannis Androutsopoulos: &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Wir können zum Beispiel in Interviews überhaupt keine Sprachdaten kriegen. Wenn ich losgehe und &apos;nen Jugendlichen interviewe, der eben noch mit seinen Freunden Kiezdeutsch gesprochen hat, dann &lt;strong&gt;verfällt&lt;/strong&gt; der ins Standarddeutsche. Der spricht mit mir nicht Kiezdeutsch. Dafür bin ich zu alt. / Jugendliche &lt;strong&gt;parodieren&lt;/strong&gt; Parodien und manchmal merken wir Forscher das gar nicht – und wir denken, jetzt reden sie in ihrer &lt;strong&gt;eigenen Zunge&lt;/strong&gt;, während die eigentlich nur widerhallen sozusagen, etwas parodistisch wiedergeben.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;In der Sprachforschung wächst zudem die Unsicherheit, ob es so etwas wie einen einzigen Ethnolekt oder Multi–Ethnolekt überhaupt gibt. Denn die Unterschiede in der Sprechweise von Jugendlichen mit ähnlichen ausländischen Wurzeln sind meist größer als die Gemeinsamkeiten – je nachdem, woher, aus welchem &lt;strong&gt;Milieu&lt;/strong&gt; jemand stammt und in welcher Stadt er lebt.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jannis Androutsopoulos:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Es gibt vielerlei Ethnolektales, es gibt aber keinen Ethnolekt. Also das Problem ist dann die Erwartung einer Einheitlichkeit quer durch Kleingruppen, quer durch &lt;strong&gt;Milieus&lt;/strong&gt; und Städte und so weiter. Das ist das, was wir sicherlich nicht fassen können.&quot;&lt;br /&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Doch unabhängig davon herrscht Einigkeit, dass überall im Land neue Formen des Deutschen gesprochen werden. Dies werde die Sprache insgesamt verändern, glaubt Uwe Hinrichs, Sprachwissenschaftler an der Universität Leipzig.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Uwe Hinrichs: &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Ich sage zunächst mal, dass der Einfluss natürlich massiv ist. Dass der sich mit der Zeit &lt;strong&gt;auskristallisiert&lt;/strong&gt;, dass er merkwürdigerweise – auch vielleicht aus Correctness-Gründen – nicht erfasst wird und dass er auch unumkehrbar ist.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Noch, so Hinrichs, ist nicht eindeutig erkennbar, dass Ethnolekte das Deutsche beeinflussen. Aber in Zukunft werde sich das eindeutig herausstellen, &lt;strong&gt;herauskristallisieren&lt;/strong&gt;, wie ein Kristall der sich bildet und verhärtet. Der Sprachwandel sei vergleichbar mit der Situation auf dem Balkan, wo das jahrhundertelange Nebeneinander grundverschiedener Sprachen zu starken Vereinfachungen geführt habe. Hinrichs sagt voraus, dass in den nächsten Jahrzehnten bestimmte grammatische Formen ganz verschwinden werden. Am Ende werde die Sprachstruktur im Deutschen deutlich simpler sein und der im Englischen oder Französischen gleichen. Zum Beispiel werde es dann statt &quot;das Haus meines Vaters&quot; &quot;das Haus von mein Vater&quot; heißen. Aus &quot;Er ist geeigneter werde &quot;Er ist mehr geeignet&quot;. Diese Entwicklung der &lt;strong&gt;Simplifizierung&lt;/strong&gt; werde sich nicht auf die gesprochene Sprache beschränken, sondern auch die geschriebene Sprache erfassen. Ein Beweis für ihn ist die Kommunikation im Internet.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Uwe Hinrichs: &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Das Schriftsprachliche wird unter dem Einfluss der mündlichen Umgangssprache wesentlich einfacher werden. Hat man ja heute schon durchs Internet und durch Chatten und durch andere Kommunikationsformen.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Hinrichs Kollegen, Heike Wiese und Jannis Androutsopoulos, sind da skeptischer.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Heike Wiese / Jannis Androutsopoulos:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Ob Kiezdeutsch die Sprache insgesamt verändert, vermag ich nicht zu sagen. Ein einzelner Dialekt kann das eigentlich selten. Auch Hessisch verändert das Deutsche insgesamt jetzt nicht wirklich massiv. / Die Idee, dass eine Varietät einer Sprache zu einer &lt;strong&gt;Simplifizierung&lt;/strong&gt; von einer Gesamtsprache führt – ich kann das einfach nicht nachvollziehen.&quot;&lt;br /&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;br /&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Sprecher:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Ein einzelner Dialekt wie das Hessische kann, so Heike Wiese, eine Sprache nicht verändern. Ähnlich sieht das Jannis Androutsopoulos. Vor allem in der Politik, der Wissenschaft, den Medien und anderen Bereichen werde die Standardsprache Bestand haben, glaubt er. Anders könne dies allerdings in der Alltagssprache aussehen.  &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Jannis Androutsopoulos:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&quot;Wenn sich die Bevölkerungsstruktur verändert in einem Land, dann wird das auch in der Sprache seine Auswirkungen haben.&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Fragen zum Text&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Etwas, das vielfältig zu gebrauchen ist, ist …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1.  bilateral.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2.  defunktionell.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3.  multifunktional.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Ändert man unbemerkt sein Verhalten, ist man …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1.  von einem Sinneswandel angefallen worden.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2.  in eine andere Rolle verfallen.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3.  von einer Idee befallen worden.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Soll jemand etwas einfacher erklären, kann man sagen: …&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;1.  &quot;Simplizieren Sie das bitte!&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;2.  &quot;Diese Simplifikation ist zu simpel!&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;3.  &quot;Das sollten Sie simplifizieren!&quot;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;&lt;strong&gt;Arbeitsauftrag&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Informieren Sie sich auf der Internetseite www.kiezdeutsch.de. Beschreiben Sie anschließend in einem kurzen Text, was die Besonderheiten dieser Jugendsprache und ihrer Grammatik sind. Formulieren Sie einen eigenen Dialog analog unseres Beispiels, indem Sie Grammatik- und Wortschatzbeispiele der Internetseite verwenden.&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Autor/in: Dennis Stute; Beatrice Warken&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9;Redaktion: Raphaela Häuser&lt;/p&gt;&#13;&#10;&lt;p&gt;&#13;&#10;&#9; &lt;/p&gt;</dwsyn:fullText>
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