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 <title><![CDATA[Top-Thema mit Vokabeln | Deutsch lernen | Deutsche Welle]]></title>
 <subtitle><![CDATA[Deutsch lernen mit Realitätsbezug: aktuelle Berichte der Deutschen Welle – leicht verständlich und mit Vokabelglossar.]]></subtitle>
 <updated>2012-02-14T22:05:30Z</updated>
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  <name>DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</name>
  <email>info@dw-world.de</email>
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 <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <title><![CDATA[Whitney Houston - eine große Stimme verstummt]]></title>
  <updated>2012-02-14T13:35:00Z</updated>
  <published>2012-02-14T13:35:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Pop-Sängerin, Schauspielerin und Weltstar: Whitney Houston besaß eine Stimme wie kaum eine andere. Mit ihren Hits wurde sie auch in Deutschland ein großer Star. Aber Drogen ruinierten ihre Karriere.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Larry King, <strong>Moderator </strong>der berühmten CNN-<strong>Talkshow</strong>, <strong>brachte</strong> seine Bewunderung so <strong>zum Ausdruck</strong>: "Wenn Sie gesungen hat, hat sie nicht nur gesungen, sondern den Song auch wirklich gefühlt." Das große Talent von Whitney Houston war ihre einzigartige<strong>, </strong>klare Stimme, mit der sie die Herzen ihrer Fans weltweit berührte.</p>
<p>
	Whitney Houston wurde 1963 in New Jersey als Tochter einer <strong>Gospel</strong>-Sängerin geboren. Bereits mit 15 stand die <strong>Patentochter</strong> von Aretha Franklin als <strong>Background-Sängerin </strong>auf der Bühne. Sie startete eine Model-Karriere, bis sie im Alter von 20 Jahren von Clive Davies, dem <strong>Gründer</strong> der <strong>Plattenfirma</strong> "Arista", entdeckt wurde. Es folgten der <strong>Plattenvertrag</strong> und das <strong>Debütalbum</strong> "Whitney Houston" im Jahr 1985.</p>
<p>
	Viele Songs wie "I wanna dance with somebody" und "One Moment in Time" wurden zu Nummer-Eins-Hits und brachten Whitney Houston mehrere <strong>Grammy-Auszeichnungen</strong>. Der Song "I will always love you" aus dem <strong>Soundtrack</strong> ihres Kinoerfolgs "Bodyguard" von 1992 erreichte in 17 Ländern Platz eins der <strong>Charts</strong>.</p>
<p>
	Doch das Leben des Stars hatte auch dunkle Seiten: Alkohol- und Drogen<strong>exzesse</strong> sowie <strong>Entzugstherapien</strong> <strong>prägten</strong> ihre Karriere. Auch ihre Ehe mit dem Sänger Bobby Brown verlief unglücklich. Als die Sängerin 2010 nach einem erneuten Klinikaufenthalt wieder auf der Bühne stand, waren viele Fans enttäuscht. Ihre Stimme war nicht wiederzuerkennen. Whitney Houston hat mal gesagt: "Ich bin entweder mein bester oder mein schlimmster Freund." Am 12.02.2012 starb sie im Alter von 48 Jahren in einem Hotelzimmer.</p>
<p>
	<br />
	<strong>Glossar</strong><br />
	<br />
	<strong>verstummen </strong>– nicht mehr sprechen; stumm sein</p>
<p>
	<strong>Hit, der </strong>(aus dem Englischen) – ein Lied, das von sehr vielen Menschen gehört wird und deshalb sehr bekannt ist</p>
<p>
	<strong>ruinieren </strong>– kaputt machen; zerstören</p>
<p>
	<strong>Moderator/in, der/die </strong>– hier: jemand, der durch eine Radio- oder Fernsehsendung führt</p>
<p>
	<strong>Talkshow, die </strong>(aus dem Englischen) – eine Sendung im Fernsehen oder im Radio, in der über bestimmte Themen diskutiert wird</p>
<p>
	<strong>etwas zum Ausdruck bringen </strong>– etwas sagen; etwas zeigen</p>
<p>
	<strong>Gospel, der/das </strong>– christliche, afroamerikanische Musikrichtung</p>
<p>
	<strong>Pate/Patin, der/die </strong>– hier: jemand, der in christlichen Kirchen eine besondere Verantwortung für ein Kind (Patentochter oder Patensohn) übernimmt </p>
<p>
	<strong>Background-Sänger/in, der/die </strong>– Sänger/in, die in einer Band die Hauptstimme unterstützt</p>
<p>
	<strong>Gründer/in, der/die </strong>– eine Person, die etwas neu schafft, z. B. ein Unternehmen</p>
<p>
	<strong>Plattenfirma, die </strong>– ein Unternehmen, das Musik produziert und verkauft</p>
<p>
	<strong>Plattenvertrag, der </strong>– der Vertrag zwischen einer Band oder einem Musiker und einer → Plattenfirma</p>
<p>
	<strong>Debütalbum, das </strong>– die erste Sammlung von Songs, die eine Band oder ein Musiker herausgibt</p>
<p>
	<strong>Grammy, der </strong>– → eine Auszeichnung für Musiker; ein Musikpreis</p>
<p>
	<strong>Auszeichnung, die </strong>– etwas (z. B. ein Orden oder ein Preis), mit dem jemand für etwas geehrt wird (Verb: jemanden mit etwas auszeichnen)</p>
<p>
	<strong>Soundtrack, der </strong>(aus dem Englischen) – die Musik zu einem Film</p>
<p>
	<strong>Charts, die </strong>(nur im Plural) (aus dem Englischen) – eine meist wöchentliche Liste von Songs, die am meisten verkauft wurden</p>
<p>
	<strong>Exzess, der </strong>– die Übertreibung; das extreme Verhalten in einem bestimmten Bereich</p>
<p>
	<strong>Entzugstherapie, die </strong>– hier: eine Therapie, bei der Menschen von ihren Drogenpro-blemen geheilt werden sollen</p>
<p>
	<strong>etwas prägen </strong>– etwas stark beeinflussen<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text<br />
	<br />
	1. Welche Angabe ist richtig? Whitney Houston war …</strong><br />
	a) Pop-Sängerin, Tochter einer Gospel-Sängerin und Schauspielerin.<br />
	b) Model, Gründerin einer Plattenfirma und Background-Sängerin. <br />
	c) Patentochter von Aretha Franklin, Sängerin und Moderatorin.<br />
	<br />
	<strong>2. Welche Aussage ist richtig? Das erste Album von Whitney Houston …</strong><br />
	a) enthielt Songs aus dem Soundtrack des Kinofilms "Bodyguard". <br />
	b) wurde von der Plattenfirma "Arista" produziert. <br />
	c) wurde mit Aretha Franklin gesungen. <br />
	<br />
	<strong>3. Die Fans von Whitney Houston waren am Ende ihrer Karriere enttäuscht, weil … </strong><br />
	a) Whitney Houston sich von Bobby Brown scheiden ließ. <br />
	b) die Sängerin nicht in die Entzugsklinik gehen wollte. <br />
	c) ihre Stimme nicht mehr so gut klang wie früher. <br />
	<br />
	<strong>4. Welcher Satz ist grammatisch falsch?</strong><br />
	a) Whitney Houston stand auf der Bühne wieder.<br />
	b) Wieder stand Whitney Houston auf der Bühne.<br />
	c) Whitney Houston stand wieder auf der Bühne. <br />
	<br />
	<strong>5. Welcher Satz ist grammatisch und inhaltlich richtig? </strong><br />
	a) Whitney Houstons Fans erkannten bei ihrem Auftritt 2010 ihre Stimme nicht mehr wieder.<br />
	b) Whitney Houstons Fans wiedererkannten bei ihrem Auftritt 2010 ihre Stimme nicht mehr.<br />
	c) Whitney Houstons Fans erkannten bei ihrem Auftritt 2010 wieder ihre Stimme nicht mehr.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	Drogen- und Alkoholsucht sind ein Problem von vielen berühmten Menschen, vor allem bei Schauspielern und Sängern. Woran liegt das deiner Meinung nach? Diskutiert in der Klasse darüber, warum berühmte Menschen vor allem aus dem Show-Business oft Probleme mit Alkohol und Drogen haben. Schreibt fünf Gründe, die euch einfallen, auf. Was könnte solchen Menschen helfen, ihr Problem zu lösen?<br />
	<br />
	<br />
	<em>Autoren: Marko Langer/Natali Petala</em><br />
	<em>Redaktion: Ingo Pickel</em></p>
<p>
	<strong> </strong></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Mehr Tote durch Kältewelle]]></title>
  <updated>2012-02-10T10:45:00Z</updated>
  <published>2012-02-10T10:45:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Das Leben auf der Straße ist hart. Doch viele Obdachlose sind zu stolz, um Hilfsangebote wie Notunterkünfte anzunehmen. Bei den Minustemperaturen im Winter ist das fatal.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Wolfgang ist 71 und lebt seit zehn Jahren auf der Straße. "Ich übernachte normalerweise in den Vorräumen von Banken, in U-Bahn<strong>schächten</strong> oder in <strong>geschützten</strong> Hauseingängen. Doch bei minus zehn Grad wie vergangene Nacht <strong>überlebt</strong> man draußen nicht. Ich würde <strong>erfrieren</strong>." Deshalb steht Wolfgang jeden Abend vor dem warmen Raum, den die Hilfsorganisation Caritas in Bonn Obdachlosen <strong>zur Verfügung stellt</strong>.<br />
	<br />
	In Deutschland wird die Zahl der Wohnungslosen auf mehr als eine Viertelmillion geschätzt. Davon leben rund 20000 Menschen wie Wolfgang tatsächlich <strong>permanent</strong> auf der Straße. Und diese Obdachlosen sind bei extremen Minustemperaturen besonders <strong>gefährdet</strong>. Seit <strong>Einbruch</strong> der Kältewelle mit nächtlichen Temperaturen bis zu unter minus 20 Grad hat die Zahl der Kältetoten in Europa zugenommen.<br />
	<br />
	Mehrere Hilfsorganisationen bieten deshalb beheizte Räume oder Zelte als Notunterkünfte für die Obdachlosen an. Viele von ihnen wollen sich jedoch nicht gerne helfen lassen. Deshalb machen sich Helfer in Großstädten wie Köln nachts zu <strong>sogenannten</strong> 'Kältegängen' auf, um Obdachlose auf der Straße zu <strong>versorgen</strong>. In Berlin und Frankfurt sind sogar 'Kältebusse' unterwegs, die Obdachlose zu den Unterkünften fahren.<br />
	<br />
	Sascha Dickmann, <strong>ehrenamtlicher</strong> Mitarbeiter beim Roten Kreuz in Essen ist <strong>überwältigt</strong> von der <strong>Hilfsbereitschaft</strong>, die auch die Bürger im Moment zeigen: "Ein <strong>Aufruf</strong> im Radio – und wir bekamen <strong>unzählige</strong> Kleider<strong>spenden</strong> und Decken. Und das ist schon ein tolles Gefühl." Auch der Obdachlose Wolfgang betont dies: "Die meisten Menschen <strong>respektieren</strong> und helfen uns. Mir hat <strong>neulich</strong> einer einen Kaffee und ein Brötchen geschenkt – <strong>einfach so</strong>."<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong><br />
	<br />
	<strong>Kältewelle, die </strong>– eine Zeit mit sehr kalten Tagen, die plötzlich beginnt<br />
	<br />
	<strong>Obdachlose, der/die </strong>– jemand, der keine Wohnung hat und auf der Straße lebt<br />
	<br />
	<strong>Notunterkunft, die </strong>– ein Raum oder Gebäude, in dem Menschen in Not einige Zeit leben können<br />
	<br />
	<strong>fatal </strong>– schlimm; schrecklich; hier auch: lebensbedrohlich<br />
	<br />
	<strong>Schacht, der </strong>– ein Tunnel; ein Gang unter der Erde<br />
	<br />
	<strong>geschützt </strong>– hier: so, dass Wind oder Kälte abgehalten werden<br />
	<br />
	<strong>überleben </strong>– in einer gefährlichen/lebensbedrohlichen Situation nicht sterben<br />
	<br />
	<strong>erfrieren </strong>– wegen großer Kälte sterben<br />
	<br />
	<strong>etwas zur Verfügung stellen </strong>– etwas anbieten<br />
	<br />
	<strong>permanent </strong>– immer; dauerhaft<br />
	<br />
	<strong>gefährdet sein</strong>– in Gefahr sein<br />
	<br />
	<strong>Einbruch, der </strong>– der plötzliche Beginn von etwas<br />
	<br />
	<strong>sogenannt </strong>– so wie etwas genannt wird, obwohl es keinen offiziellen Namen dafür gibt<br />
	<br />
	<strong>jemanden versorgen </strong>– sich um jemanden kümmern, indem man ihm z. B. Essen gibt<br />
	<br />
	<strong>ehrenamtlich</strong>– freiwillig; ohne bezahlt zu werden<br />
	<br />
	<strong>überwältigt</strong><strong>sein</strong> – sehr bewegt von etwas sein, was man nicht erwartet hätte<br />
	<br />
	<strong>Hilfsbereitschaft, die</strong>–die Tatsache, dass jemand gerne anderen hilft<br />
	<br />
	<strong>Aufruf, der </strong>– hier: eine offizielle Bitte (z. B. im Radio) um Hilfe oder Unterstützung<br />
	<br />
	<strong>unzählig </strong>– sehr viel<br />
	<br />
	<strong>Spende, die</strong>–die Tatsache, dass jemandGeld oder Gegenstände verschenkt, damit anderen Menschen geholfen wird<br />
	<br />
	<strong>jemanden/etwas respektieren </strong>– jemanden/etwas anerkennen; jemanden/etwas achten<br />
	<br />
	<strong>neulich </strong>– vor kurzem<br />
	<br />
	<strong>einfach so</strong>– hier: ohne etwas dafür zu verlangen<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text<br />
	<br />
	1. Wegen des Einbruchs der Kältewelle …</strong><br />
	a) leben jetzt mehr Menschen auf der Straße.<br />
	b) fallen in den Notunterkünften die Heizungen aus. <br />
	c) sind viele Menschen in Lebensgefahr.<br />
	<br />
	<strong>2. Hilfsorganisationen versuchen den Obdachlosen zu helfen, indem sie …</strong><br />
	a) Obdachlose in warmen Räumen übernachten lassen. <br />
	b) Obdachlose in Hotels unterbringen. <br />
	c) Obdachlose nachts in Bussen durch die Städte fahren lassen. <br />
	<br />
	<strong>3. Durch einen Aufruf im Radio …</strong><br />
	a) dürfen Obdachlose jetzt in Banken und U-Bahnschächten übernachten. <br />
	b) bekommen Obdachlose jetzt leichter eine Wohnung.<br />
	c) haben Bürger warme Kleider zu Hilfsorganisationen gebracht. <br />
	<br />
	<strong>4. Welcher Satz passt nicht zum Inhalt des Textes?</strong><br />
	a) Viele Obdachlose würden nicht in einer Notunterkunft übernachten.<br />
	b) Viele Obdachlose müssten nicht in einer Notunterkunft übernachten. <br />
	c) Viele Obdachlose wollen nicht in einer Notunterkunft übernachten. <br />
	<br />
	<strong>5. Ohne die Hilfe von Organisationen und Bürgern … Wolfgang den Winter nicht überleben. </strong><br />
	a) dürfte<br />
	b) könnte<br />
	c) müsste<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	Diskutiert in Kleingruppen, wie man Obdachlosen am besten helfen kann. Findet ihr, dass man sie dazu zwingen müsste, bei großer Kälte in Notunterkünften zu übernachten? Überlegt außerdem, welche Gegenstände ihr aus eurem Besitz spenden würdet und warum diese Obdachlosen helfen könnten. Würde es euch schwer oder leicht fallen, euch von diesen Gegenständen zu trennen? Stellt eure Ergebnisse anschließend in der Klasse vor.</p>
<p>
	<br />
	<em>Autorinnen: Miriam Klaussner/Stephanie Schmaus</em><br />
	<em>Redaktion: Shirin Kasraeian</em></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Politisches Engagement von unten]]></title>
  <updated>2012-02-07T14:59:00Z</updated>
  <published>2012-02-07T14:59:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Ob bei der Internationalen Grünen Woche, G20-Gipfeln oder UN-Klimaverhandlungen: Nichtregierungsorganisationen sind weltweit stets dabei. Die Zivilgesellschaft ist heute ein wichtiger Teil der globalen Politik.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Frech, frisch und laut <strong>treten</strong> die zivilgesellschaftlichen Gruppen <strong>auf</strong>, die sich sozial- und umweltpolitisch engagieren. Durch den UN-Begriff NGOs (Non-Governmental Organisations), also Nichtregierungsorganisationen, bekamen sie einen gemeinsamen Namen. Doch sonst sind sie so unterschiedlich wie die Themen, für die sie <strong>sich</strong> weltweit <strong>einsetzen</strong>.<br />
	<br />
	<strong>Mittlerweile </strong>bilden sie sowohl national als auch international eine starke <strong>Lobby</strong>. Nichtregierungsorganisationen wie Greenpeace, Amnesty International, WWF oder Oxfam sind heute <strong>Markennamen</strong> für den Schutz der Umwelt, Natur oder Menschenrechte, die so bekannt sind wie Mercedes oder Boeing.<br />
	<br />
	Seit die erste NGO 1823 in Großbritannien gegen die <strong>Sklaverei</strong> kämpfte, machen Nichtregierungsorganisationen immer wieder durch <strong>spektakuläre</strong> politische Aktionen auf weltweite <strong>Missstände</strong> aufmerksam. So <strong>besetzte</strong> zum Beispiel Greenpeace im Jahr 1995 die Shell-<strong>Ölplattform</strong> Brent Spar und erreichte mit Unterstützung der Bevölkerung eine umweltfreundliche <strong>Entsorgung</strong> der Plattform.   <br />
	<br />
	Der Arbeitsalltag von NGOs ist jedoch meist weniger spektakulär. Sie <strong>sind</strong> vor allem beratend <strong>tätig</strong> oder treten als Experten bei Verhandlungen auf. Auch an UN-Gipfeln sind viele NGOs beteiligt und beeinflussen dort, welche Themen diskutiert werden. Das muss auch so sein, betont der Sprecher des UN-Umweltprogramms UNEP Nick Nuttall. Er sagt: "Wir leben nicht mehr in einer Welt, in der Regierungen alleine über die Zukunft entscheiden können."<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong><br />
	<br />
	<strong>Engagement, das </strong>– die Tatsache, dass man sich freiwillig für etwas (z. B. für den Umweltschutz) einsetzt (Verb: sich für etwas engagieren)<br />
	<br />
	<strong>Internationale Grüne Woche, die </strong>– eine Ausstellung zu den Themen Ernährung und Landwirtschaft und Gartenbau in Berlin<br />
	<br />
	<strong>G20 </strong>– Abkürzung für: die Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Welt<br />
	<br />
	<strong>Gipfel, der </strong>– hier:die Konferenz; die Tagung<br />
	<br />
	<strong>Nichtregierungsorganisation, die </strong>– eine von Regierungen unabhängige Organisation<br />
	<br />
	<strong>Zivilgesellschaft, die </strong>– die Bevölkerung<br />
	<br />
	<strong>auftreten </strong>– hier: in der Öffentlichkeit aktiv werden<br />
	<br />
	<strong>sich einsetzen für/gegen etwas/jemanden </strong>– Zeit und Kraft verwenden, um ein Ziel zu erreichen<br />
	<br />
	<strong>mittlerweile </strong>– jetzt<br />
	<br />
	<strong>Lobby, die </strong>(aus dem Englischen) – eine Gruppe von Menschen mit gleichen Interessen, die versucht die Politik in ihrem Sinn zu beeinflussen<br />
	<br />
	<strong>Markenname, der </strong>– der Name eines Produktes<br />
	<br />
	<strong>Sklaverei, die </strong>– die Situation, dass eine Gruppe von Menschen nicht frei leben darf, sondern als Besitz anderer Menschen angesehen wird<br />
	<br />
	<strong>spektakulär</strong> – spannend; aufregend; beeindruckend<br />
	<br />
	<strong>Missstand, der </strong>– eine ungerechte, schlechte Situation<br />
	<br />
	<strong>etwas besetzen </strong>– hier: etwas in Besitz nehmen, ohne die Erlaubnis dafür zu haben<br />
	<br />
	<strong>Ölplattform, die </strong>– ein Turm im Meer, von dem aus nach Öl gebohrt wird<br />
	<br />
	<strong>Entsorgung, die </strong>– hier: die Entfernung von Müll  <br />
	<br />
	<strong>tätig sein </strong>– eine Aufgabe haben<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text<br />
	<br />
	1.  Nichtregierungsorganisationen sind Organisationen, die …</strong><br />
	a)  vor allem spektakuläre politische Aktionen gegen Mercedes und Boeing durchführen.<br />
	b)  von der UN bezahlt werden.<br />
	c)  nicht von Regierungen kontrolliert werden.<br />
	<br />
	<strong>2.  Für welches politische Ziel setzte sich die erste Nichtregierungsorganisation ein?    </strong><br />
	a)  Sie engagierte sich für den Frieden.   <br />
	b)  Sie kämpfte gegen die Armut in Großbritannien. <br />
	c)  Sie setzte sich für die Menschenrechte ein.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>3.  Nichtregierungsorganisationen sind ein wichtiger Teil der globalen Politik, weil … </strong><br />
	a)  sie es schaffen, die Entscheidungen von Regierungen und Wirtschaft zu beeinflussen.<br />
	b)  ohne sie Müll nicht umweltgerecht entsorgt werden würde.<br />
	c)  sie für die weltweite Planung von UN-Gipfeln zuständig sind. <br />
	<br />
	<br />
	<strong>4.  In welchem Satz ist die Wortstellung falsch? </strong><br />
	a)  Jeden Tag engagieren sich NGOs für eine bessere Welt.<br />
	b)  Jeden Tag engagieren sich sie für eine bessere Welt.<br />
	c)  Jeden Tag engagieren sie sich für eine bessere Welt.  <br />
	<br />
	<br />
	<strong>5.  Welcher Satz ist richtig?</strong><br />
	a)  NGOs treten sich beratend auf.  <br />
	b)  NGOs beteiligen sich auch an UN-Gipfeln.<br />
	c)  Greenpeace erhielt sich die Unterstützung der Bevölkerung.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>
	Bildet Kleingruppen und beschäftigt euch mit der Arbeit einer der im Text genannten Nichtregierungsorganisation. Erstellt ein Porträt der Organisation und tragt eure Ergebnisse anschließend in der Klasse vor.</p>
<p>
	<br />
	<br />
	<em>Autorinnen: Helle Jeppesen/Stephanie Schmaus</em><br />
	<em>Redaktion: Shirin Kasraeian</em></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Kapitän auf hoher See]]></title>
  <updated>2012-02-03T10:03:00Z</updated>
  <published>2012-02-03T10:03:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Das Unglück der Costa Concordia hat gezeigt, wie groß die Verantwortung von Kapitänen ist. Im Notfall müssen sie schnell und richtig reagieren. Die Jade-Hochschule bereitet sie auf ihre Aufgabe vor.]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Stina Menzel möchte Kapitänin werden. Den <strong>ersten Schritt</strong> hat sie geschafft: Stolz hält sie ihr <strong>Bachelor-</strong>Zeugnis in der Hand. Die junge Frau hat Nautik an der Jade-Hochschule in Niedersachsen studiert. Nun kann sie als <strong>Offizierin</strong> auf einem Schiff arbeiten und nach drei Jahren Kapitänin werden.<br />
	<br />
	Die <strong>Havarie</strong> des <strong>Passagier</strong>schiffs Costa Concordia im Januar 2012 in Italien hat gezeigt, wie wichtig die gute Ausbildung von Kapitänen ist. Der Kapitän der Costa Concordia hatte sein Schiff gegen einen Felsen <strong>gesteuert</strong> und es dann verlassen, <strong>anstatt</strong> die Rettung der 4000 Passagiere zu leiten.<br />
	<br />
	Damit so etwas nicht passiert und die Studenten sich auf die unterschiedlichen Situationen <strong>an Bord</strong> vorbereiten können, gibt es an der Jade-Hochschule einen <strong>Navigationssimulator</strong>. Der kann verschiedene Schiffstypen und <strong>Routen</strong> darstellen, und er kann Nebel oder Nacht simulieren. Außerdem machen die Studenten Sicherheitstrainings: Sie lernen, wie sie sich bei Schiffsunglücken verhalten müssen.<br />
	<br />
	Bald wird Stina Menzel als Offizierin an Bord eines Schiffes gehen. Sie <strong>ist</strong> <strong>sich</strong> ihrer Verantwortung <strong>bewusst</strong> und freut sich auf die <strong>Herausforderung</strong>: "Ich denke, wenn es zu einem <strong>Ernstfall</strong> kommt, wird man sehen, wie man sich verhält. Hundertprozentig kann man es natürlich nie <strong>voraussehen</strong>. Aber ich denke, dass wir schon ganz gut vorbereitet wurden."<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar<br />
	<br />
	Kapitän/in, der/die</strong> – jemand, der ein Schiff lenkt<br />
	<br />
	<strong>auf hoher See</strong> – mitten im Meer, weit weg vom Ufer<br />
	<br />
	<strong>im Notfall</strong> – in einer gefährlichen Situation<br />
	<br />
	<strong>erste Schritt, der</strong> – hier: der erste Teil der Ausbildung<br />
	<br />
	<strong>Bachelor, der</strong> – ein akademischer Abschluss, der nach einer Studienzeit von etwa drei Jahren erreicht werden kann<br />
	<br />
	<strong>Offizier/in, der/die</strong> – hier: eine Person, die für die Seefahrt ausgebildet ist und bestimmte Leitungsaufgaben an Bord übernimmt<br />
	<br />
	<strong>Havarie, die</strong> – hier: der Schiffbruch; das Schiffsunglück<br />
	<br />
	<strong>Passagierschiff, das</strong> – ein Schiff, das Fahrgäste befördert<br />
	<br />
	<strong>etwas steuern</strong> – etwas lenken<br />
	<br />
	<strong>anstatt</strong> – statt<br />
	<br />
	<strong>an Bord</strong> – auf ein Schiff/auf einem Schiff<br />
	<br />
	<strong>Navigation, die</strong> – das Lenken eines Fahrzeuges<br />
	<br />
	<strong>Simulator, der</strong> – ein Gerät, das bestimmte Bedingungen künstlich so darstellt, als wären sie echt (Verb: etwas simulieren)<br />
	<br />
	<strong>Route, die</strong> – der Weg<br />
	<br />
	<strong>sich einer Sache bewusst sein</strong> – etwas wissen; etwas kennen<br />
	<br />
	<strong>Herausforderung, die</strong> – die schwierige Aufgabe<br />
	<br />
	<strong>Ernstfall, der</strong> – hier: der → Notfall<br />
	<br />
	<strong>etwas</strong> <strong>voraussehen</strong> – etwas vorher wissen<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text<br />
	<br />
	1. Nach dem Nautik-Studium muss man drei Jahre an Bord arbeiten, … </strong><br />
	a) bevor man Kapitän werden kann.<br />
	b) um Offizier zu werden.<br />
	c) damit man sein Bachelor-Zeugnis bekommt.<br />
	<br />
	<strong>2. Die Rettung der Passagiere bei einer Havarie … </strong><br />
	a) wird immer von Land aus gesteuert.<br />
	b) wird von einem der Offiziere organisiert.<br />
	c) gehört zu den Aufgaben des Kapitäns. <br />
	<br />
	<strong>3. Mit einem Navigationssimulator … </strong><br />
	a) üben die Studenten auf hoher See.<br />
	b) trainieren Studenten schwierige Situationen, ohne sich dabei in Gefahr zu begeben.<br />
	c) lernen Passagiere, sich im Notfall richtig zu verhalten.<br />
	<br />
	<strong>4. Der Kapitän der Costa Concordia hat sich nicht richtig ver…</strong><br />
	a) -haltet.<br />
	b) -halten.<br />
	c) -hält.<br />
	<br />
	<strong>5. Er hat die Rettung der Passagiere nicht … </strong><br />
	a) gelitten.<br />
	b) leitet.<br />
	c) geleitet.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	Informieren Sie sich im Internet über das Unglück der Costa Concordia. Fassen Sie die Ereignisse in einem kurzen Text zusammen.<br />
	<br />
	 </p>
<p>
	<em>Autoren: Jessica Holzhausen/Anne Gassen<br />
	Redaktion: Ingo Pickel</em></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Mehr Geld für chinesische Arbeiter]]></title>
  <updated>2012-01-31T10:58:00Z</updated>
  <published>2012-01-31T10:58:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Verliert China seinen Ruf als Billiglohnland Nummer eins? Allein im Jahr 2011 sind die Löhne um etwa 20 Prozent gestiegen. Dennoch bleibt China ein wichtiger Standort für internationale Unternehmen.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Die Löhne in China steigen <strong>rasant</strong>: Am 1. Januar 2012 hat die Pekinger Stadtregierung den <strong>Mindestlohn</strong> um 8,6 Prozent erhöht, und auch in anderen Regionen Chinas wird Arbeit immer besser bezahlt. Der chinesische Arbeitsmarktexperte Liu Kaiming vom Institute of Contemporary Observation erklärt: "Man sieht, dass seit dem Jahr 2004 die Menschen, die nach 1980 geboren sind, die Haupt<strong>arbeitskraft</strong>gruppe <strong>ausmachen</strong>. Aber wegen der <strong>Geburtenplanung</strong> <strong>schrumpft</strong> die Zahl der Arbeitskräfte."<br />
	<br />
	Der Arbeitskräfte<strong>mangel</strong> <strong>macht sich</strong> besonders im <strong>Niedriglohnsektor</strong> <strong>bemerkbar</strong>. Wegen der höheren Löhne in der <strong>Textilbranche</strong> und in der Spielzeugindustrie gehen immer mehr Unternehmen nach Vietnam, Kambodscha oder Bangladesch.<br />
	<br />
	China <strong>verliert</strong> zwar als Billiglohnland <strong>an Bedeutung</strong>, bleibt aber im <strong>Hochtechnologiesektor</strong> weiterhin wichtig. Deutsche Unternehmen zum Beispiel produzieren in China hauptsächlich in diesem Bereich. Da die <strong>Qualifikation</strong> der Arbeitskräfte im Hochtechnologiesektor <strong>eine wichtige Rolle spielt</strong>, liegen die Gehälter hier <strong>ohnehin</strong> über dem Mindestlohn. Die Lohnsteigerungen beeinflussen diese Branche also nicht so stark.<br />
	<br />
	Die höheren Löhne können <strong>sich</strong> <strong>für</strong> ausländische Unternehmen aber auch <strong>positiv</strong> <strong>auswirken</strong>: Wenn die Chinesen mehr verdienen, können sie auch mehr ausgeben. Aus den Arbeitskräften werden <strong>Konsumenten</strong>. Das macht den chinesischen Markt noch interessanter.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong><br />
	<br />
	<strong>seinen Ruf als etwas verlieren</strong> – nicht mehr als etwas gesehen werden/gelten<br />
	<br />
	<strong>Billiglohnland, das</strong> – ein Land, in dem die Löhne sehr niedrig sind<br />
	<br />
	<strong>rasant</strong> – sehr schnell<br />
	<br />
	<strong>Standort, der</strong> –hier: der Ort, an dem eine Firma etwas produziert<br />
	<br />
	<strong>Mindestlohn, der</strong>–der niedrigste Lohn, den das Gesetz erlaubt<br />
	<br />
	<strong>Arbeitskraft, die</strong>–der/die Arbeiter/in<br />
	<br />
	<strong>etwas ausmachen</strong>– hier: etwas sein<br />
	<br />
	<strong>Geburtenplanung, die</strong>– hier: die Tatsache, dass die Regierung durch Gesetze bestimmt, wie viele Kinder eine Familie (höchstens) bekommen darf<br />
	<br />
	<strong>schrumpfen</strong>– kleiner werden<br />
	<br />
	<strong>Mangel, der</strong>– die Tatsache, dass von etwas zu wenig da ist<br />
	<br />
	<strong>etwas macht sich </strong><strong>bemerkbar</strong> – etwas wird deutlich/sichtbar<br />
	<br />
	<strong>Niedriglohnsektor, der</strong>– der Wirtschaftsbereich, in dem die Löhne sehr niedrig sind<br />
	<br />
	<strong>Textilbranche, die</strong>– der Wirtschaftsbereich, in dem Kleidung produziert wird<br />
	<br />
	<strong>etwas verliert</strong><strong>an Bedeutung</strong> – etwas wird unwichtiger<br />
	<br />
	<strong>Hochtechnologiesektor, der</strong>– der Wirtschaftsbereich, in dem moderne Technik entwickelt und produziert wird<br />
	<br />
	<strong>Qualifikation, die</strong>– die berufliche Ausbildung<br />
	<br />
	<strong>etwas spielt eine wichtige Rolle</strong>– etwas ist wichtig<br />
	<br />
	<strong>ohnehin</strong>– sowieso<br />
	<br />
	<strong>etwas wirkt sich </strong><strong>positiv</strong> <strong>aus für</strong> – etwas hat eine gute Wirkung auf etwas<br />
	<br />
	<strong>Konsument/in, der/die</strong>–jemand, der etwas kauft<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong><br />
	<br />
	<strong>1. Die Löhne in China steigen, weil es dort immer … gibt. </strong><br />
	a) mehr Arbeitskräfte<br />
	b) weniger Arbeitskräfte<br />
	c) mehr Unternehmen<br />
	<br />
	<strong>2. Viele Unternehmen im Niedriglohnbereich … </strong><br />
	a) sind gerne bereit, deutlich höhere Löhne zu zahlen.<br />
	b) wechseln in den Hochtechnologiesektor.<br />
	c) verlassen China.<br />
	<br />
	<strong>3. Durch die steigenden Löhne können die Chinesen …</strong><br />
	a) keine Hochtechnologie mehr produzieren.<br />
	b) kein Spielzeug mehr kaufen.<br />
	c) mehr Geld ausgeben.<br />
	<br />
	<strong>4. In vielen Ländern gibt es … Mindestlöhne, doch davon leben können die Menschen nicht. </strong><br />
	a) zwar<br />
	b) trotzdem<br />
	c) aber<br />
	<br />
	<strong>5. Die Zahl der Arbeitskräfte sinkt, … die chinesische Regierung das Bevölkerungswachstum durch die Geburtenplanung begrenzt. </strong><br />
	a) deshalb<br />
	b) wegen<br />
	c) weil<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	Gibt es in deinem Heimatland Mindestlöhne? Wenn ja, wie hoch sind sie und kann man davon leben? Äußere deine Meinung zu dem Thema: Hältst du Mindestlöhne für sinnvoll?<br />
	<br />
	<br />
	<em><em>Autoren: Christoph Ricking/Anne Gassen</em><br />
	<em>Redaktion: Ingo Pickel</em></em></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Der "Große Friedrich"]]></title>
  <updated>2012-01-27T14:49:00Z</updated>
  <published>2012-01-27T14:49:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Grausamer Feldherr, großer Geist, fortschrittlicher Herrscher – an König Friedrich II. von Preußen scheiden sich die Geister. Schon zu seiner Zeit war er eine Legende. Interessant ist er auch noch heute.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	2012 wäre der preußische König Friedrich II. 300 Jahre alt geworden. Der Historiker Jürgen Luh bezeichnet ihn als <strong>Multitalent</strong>. Zunächst benahm er sich allerdings nicht wie ein <strong>Thronfolger</strong>. Er interessierte sich überhaupt nicht für das Reiten und das Militär. Nach seiner <strong>rebellischen</strong> Jugend wurde er 1740 Herrscher von Preußen.<br />
	<br />
	Schnell <strong>machte</strong> sich der neue König <strong>einen Namen</strong> als <strong>Reformer</strong>. Er engagierte sich gegen die <strong>Leibeigenschaft</strong> und für religiöse Toleranz. Das war zu seiner Zeit sehr fortschrittlich. Kein anderer europäischer Herrscher hatte damals die Idee, für Nicht-Christen Gotteshäuser zu bauen, glaubt der Buchautor und Journalist Tom Goeller.<br />
	<br />
	Aber Friedrich der Große war auch ein grausamer Feldherr, der viele Kriege führte. Die Soldaten seiner Armee wurden <strong>brutal</strong> behandelt und mussten <strong>bedingungslos</strong> gehorchen. Noch heute spricht man vom <strong>"Preußischen Drill"</strong>. Trotzdem wurde Friedrich von seiner Armee bewundert. Denn er <strong>hatte</strong> oft persönlich das <strong>Kommando</strong> und <strong>riskierte</strong> dabei auch sein Leben.<br />
	<br />
	Friedrich war außerdem Dichter, Philosoph und Musiker. Der Historiker Jürgen Luh meint, der Preußenkönig war tatsächlich in vielen Bereichen "groß" und besonders, wie sein Titel "Der Große" sagt. Aber er war auch umstritten. Jürgen Luhs Fazit: Er war von sich selbst sehr überzeugt und würde heute gut in eine Talkshow passen.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong><br />
	<br />
	<strong>grausam </strong>– gefühllos; ohne Mitleid mit anderen<br />
	<br />
	<strong>Feldherr, der </strong>– eine Person die im Krieg über eine Armee bestimmt<br />
	<br />
	<strong>großer Geist, der </strong>– eine Bezeichnung für berühmte Philosophen oder Künstler<br />
	<br />
	<strong>fortschrittlich </strong>– modern<br />
	<br />
	<strong>die Geister scheiden sich an etwas </strong>– etwas ist so, dass es verschiedene<br />
	Meinungen dazu gibt; etwas ist umstritten<br />
	<br />
	<strong>Legende, die </strong>– hier: eine sehr berühmte Person<br />
	<br />
	<strong>Multitalent, das </strong>– eine Person, die sehr viele Sachen gut kann<br />
	<br />
	<strong>Thronfolger/in, der/die </strong>– eine Person, die Regierung übernimmt, wenn der alte König stirbt<br />
	<br />
	<strong>rebellisch </strong>– so, dass man sich gegen die etwas wehrt, das man nicht gut findet<br />
	<br />
	<strong>sich einen Namen machen </strong>– umgangssprachlich für: berühmt werden<br />
	<br />
	<strong>Reformer/in, der/die </strong>– eine Person, die bestimmte Zustände verändern und verbessern will<br />
	<br />
	<strong>Leibeigenschaft, die </strong>– ein Zustand, in dem eine Person über eine andere bestimmen darf (wie im Mittelalter ein Herrscher über einen Bauern)<br />
	<br />
	<strong>sich für etwas engagieren </strong>– sich um etwas bemühen<br />
	<br />
	<strong>brutal </strong>– mit viel Gewalt<br />
	<br />
	<strong>bedingungslos </strong>– so das man nichts dagegen sagen darf<br />
	<br />
	<strong>"Preußische Drill", der </strong>– eine Bezeichnung für sehr strenge Behandlung, die auf die Zustände in der preußischen Armee verweist<br />
	<br />
	<strong>das Kommando haben </strong>– hier: die Armee anführen<br />
	<br />
	<strong>Sein Leben riskieren </strong>– etwas so Gefährliches machen, dass man dabei sterben kann<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong><br />
	<br />
	<strong>1. Der Preußenkönig Friedrich der II. war … Was stimmt nicht?</strong><br />
	a) ein grausamer Feldherr.<br />
	b) ein fortschrittlicher Herrscher.<br />
	c) ein schwacher König.<br />
	<br />
	<strong>2. Was bedeutet: "An König Friedrich von Preußen scheiden sich die Geister."?</strong><br />
	a) Er war umstritten und es gab verschiedene Meinungen über ihn.<br />
	b) Er war eine Legende und alle fanden ihn gut.<br />
	c) Er war außergewöhnlich und geisterhaft.<br />
	<br />
	<strong>3. Warum nennt man Friedrich den II. auch "Den Großen"?</strong><br />
	a) Er war ein sehr großer Mensch.<br />
	b) Er war sehr brutal.<br />
	c) Er war in vielen Bereichen außergewöhnlich.<br />
	<br />
	<strong>4. Mit welcher Konjunktion kann man "trotzdem" in folgendem Satz ersetzen? "Er behandelte die Soldaten brutal. Trotzdem wurde Friedrich von seiner Armee bewundert."</strong><br />
	a) dennoch<br />
	b) deshalb<br />
	c) daher<br />
	<br />
	<strong>5. Mit welcher Konjunktion kann man die beiden folgenden Sätze verbinden, ohne die Struktur zu ändern? "Das war damals sehr fortschrittlich. Kein anderer hatte zu der Zeit die Idee."</strong><br />
	a) weil<br />
	b) denn<br />
	c) aber<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	"Der Preußische Drill", der in der Armee herrschte, ist überall so bekannt, dass er zum Klischee für die Deutschen geworden ist. Viele denken, dass die Deutschen sehr strenge und ordentliche Menschen sind. Stimmt das? Was meint Ihr? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht? Welche Klischees über die Deutschen gibt es noch? Diskutiert im Kurs.<br />
	<br />
	 </p>
<p>
	<em>Autoren: Cornelia Rabitz/Bettina Schwieger</em><br />
	<em><em>Redaktion: Raphaela Häuser</em></em></p>
<p>
	<br />
	 </p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Aussitzen - wie Politiker sich in Krisen verhalten]]></title>
  <updated>2012-01-24T14:19:00Z</updated>
  <published>2012-01-24T14:19:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Kritik abprallen lassen, negative Medienberichte nicht beachten, Vorwürfe im Sande verlaufen lassen: Das Aussitzen von Skandalen ist eine häufige Strategie von Politikern. So haben schon viele Skandale überstanden.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Ende 2011 <strong>geriet</strong> <strong>Bundespräsident</strong> Christian Wullf wegen einer <strong>Kredit-Affäre</strong> <strong>in die Kritik</strong>. Der Politiker verteidigte sich, aber dann <strong>kamen</strong> Stück für Stück neue Informationen über seine Fehler <strong>ans Tageslicht</strong>. In den Medien liest, sieht und hört man nur noch <strong>Negativ-Schlagzeilen</strong>. Die Vorwürfe werden <strong>heruntergespielt</strong> und wenn es möglich ist, sitzt man die Krise aus. Das ist die allgemeine Strategie in Politiker-Skandalen. Auch Christian Wulff versuchte das.<br />
	<br />
	Entweder hat diese Strategie Erfolg, oder der Politiker muss dann schließlich doch <strong>zurücktreten</strong>. Der Historiker Michael Philipp meint, dass Politiker, die für ihre Partei sehr wichtig sind, häufig <strong>im Amt gehalten</strong> werden. Die Partei fragt sich, ob der Kandidat durch den Skandal bei der nächsten Wahl gefährlich für sie werden kann. Wenn nicht, wird sie ihn weiter <strong>unterstützen</strong>.<br />
	<br />
	In die Kritik geratene Politiker bestimmen also nicht alleine darüber, was in einer Krise mit ihnen passiert. Ein gutes Beispiel ist der ehemalige <strong>Bundeskanzler</strong> Helmut Kohl. Er hat mit der Unterstützung seiner Partei mehrere Krisen überstanden, zum Beispiel eine <strong>Schwarzgeld-Affäre</strong>. Denn Kohl war beliebt und sicherte seiner Partei trotz der Skandale Wahlerfolge.<br />
	<br />
	Kritik ist für einen Politiker ganz normal, denn er steht immer in der Öffentlichkeit. Der <strong>Druck </strong>während einer Krise ist natürlich größer, aber eigentlich nicht neu. Ein zu schneller Rücktritt bedeutet, dass ein Politiker seine <strong>Existenz </strong>einfach <strong>aufgibt</strong>. Doch wenn die Verfehlung groß und die öffentliche Kritik rechtmäßig ist, müssten Politiker die <strong>Konsequenzen</strong> auch <strong>tragen</strong> und zurücktreten, findet Michael Philipp. Denn wenn sie das nicht tun, schaden sie dadurch dem politischen Amt.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong><br />
	<br />
	<strong>aussitzen </strong>– durch Abwarten Probleme lösen<br />
	<br />
	<strong>etwas an sich abprallen lassen </strong>– eine Kritik ignorieren<br />
	<br />
	<strong>Vorwurf, der </strong>– die Kritik<br />
	<br />
	<strong>etwas im Sande verlaufen lassen </strong>– hier: hoffen, dass es mit der Zeit vergessen wird<br />
	<br />
	<strong>Strategie</strong><strong>, die </strong>– der Plan, wie man ein bestimmtes Ziel erreichen will<br />
	<br />
	<strong>etwas überstehen </strong>– hier: es schaffen, Probleme zu lösen<br />
	<br />
	<strong>Kredit-Affäre, die </strong>– der Skandal um die Verwendung von Geld, das man sich geliehen hat<br />
	<br />
	<strong>in die Kritik geraten </strong>– plötzlich öffentlich kritisiert werden<br />
	<br />
	<strong>Bundespräsident, der </strong>– das Staatsoberhaupt, das Deutschland repräsentiert<br />
	<br />
	<strong>ans Tageslicht kommen </strong>– bekannt werden<br />
	<br />
	<strong>Schlagzeile, die </strong>– die Überschrift einer Meldung in den Medien<br />
	<br />
	<strong>etwas herunterspielen </strong>– etwas als weniger schlimm beschreiben, als es ist<br />
	<br />
	<strong>zurücktreten </strong>– ein Amt abgeben<br />
	<br />
	<strong>jemanden im Amt halten </strong>– dafür sorgen, dass jemand im Amt bleiben kann<br />
	<br />
	<strong>jemanden unterstützen </strong>– jemandem helfen<br />
	<br />
	<strong>Bundeskanzler, der </strong>– der deutsche Regierungschef<br />
	<br />
	<strong>Schwarzgeld-Affäre, die </strong>– der Skandal um Geld, für das keine Steuern gezahlt wurden<br />
	<br />
	<strong>seine Existenz aufgeben </strong>– aufhören, in seinem Beruf zu arbeiten<br />
	<br />
	<strong>Druck, der </strong>– hier: psychische Belastung<br />
	<br />
	<strong>die Konsequenzen tragen </strong>– hier: seine Fehler zugeben<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong><br />
	<br />
	<strong>1.  Eine gängige Strategie der Politiker bei Skandalen ist es …</strong><br />
	a)  die Vorwürfe als weniger schlimm zu beschreiben und abzuwarten.<br />
	b)  die Fehler sofort zuzugeben und zurückzutreten.<br />
	c)  die Kritik anzunehmen und das Amt abzugeben.<br />
	<br />
	<strong>2.  In die Kritik geratene Politiker entscheiden nicht allein. Wenn die Politiker populär und wichtig sind, unterstützen ihre Parteien sie so, dass …</strong><br />
	a)  sie dem Amt schaden.<br />
	b)  die Medien nicht mehr berichten dürfen.<br />
	c)  sie die Krise überstehen und im Amt bleiben.<br />
	<br />
	<strong>3.  Wenn das Vergehen groß und die Kritik berechtigt ist, sollte der Politiker … . Was passt nicht?</strong><br />
	a)  zurücktreten.<br />
	b)  sein Amt behalten.<br />
	c)  sein Amt abgeben.<br />
	<br />
	<strong>4.  Wegen … Fehlers war der Politiker in die Kritik geraten.</strong><br />
	a)  eines großem<br />
	b)  eines großen<br />
	c)   einem großen<br />
	<br />
	<strong>5.  Wie heißt der Satz richtig? Trotz … Skandals kann der Politiker manchmal im Amt bleiben.</strong><br />
	a)  einem<br />
	b)  einer<br />
	c)  eines<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	Findet im Internet aktuelle oder vergangene Beispiele für politische Skandale. Was meint ihr, wie sollten die betroffenen Politiker mit der Kritik umgehen: aussitzen oder zurücktreten? Diskutiert im Kurs. Berichtet auch von Beispielen in euren Ländern. Wie geht man dort mit politischen Skandalen um?</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<em>Autoren: </em><em>Klaus Jansen/Bettina Schwieger</em><br />
	<em>Redaktion: Raphaela Häuser </em></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
  <link rel="enclosure" type="image/jpeg" length="5198" href="http://www.dw.de/image/0,,15675861_1,00.jpg" title="Politiker sitzen Skandale um ihre Person aus"/>
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  <title><![CDATA[Das Unwort des Jahres 2011: Döner-Morde]]></title>
  <updated>2012-01-20T14:02:00Z</updated>
  <published>2012-01-20T14:02:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Aus über 900 Vorschlägen wurde der Begriff "Döner-Morde" zum Unwort des Jahres 2011 gekürt: Eine rassistische Bezeichnung für die Morde an acht türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Die <strong>Jury</strong> der "Sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres" wählte das Wort "Döner-Morde" als schlimmstes Wort des Jahres 2011 aus. Es wurde bei Polizei und <strong>Medien</strong> verwendet und bezeichnet die von einer rassistischen <strong>Terror</strong>gruppe <strong>verübten</strong> <strong>Morde</strong>. Die Jury, die es als Unwort des Jahres <strong>gekürt</strong> hat, kritisiert es als rassistisch.<br />
	<br />
	Jury-Sprecherin Nina Janich erklärt, dass "Döner" – eigentlich eine türkische Speise – hier eine ganze Bevölkerungsgruppe bezeichnet. Besonders im Zusammenhang mit den Ermordeten ist dies eine Bezeichnung, die die Verbrechen <strong>verharmlost</strong> und die Opfer <strong>diskriminiert</strong>.<br />
	<br />
	Jahrelang dachte man, dass die in den Jahren 2000 bis 2006 Ermordeten <strong>in kriminelle Geschäfte verwickelt waren</strong>. Nach Meinung der Jury <strong>stützte</strong> die Bezeichnung "Döner-Morde" diese <strong>Annahme</strong>. Die Jury kritisiert, dass die Verwendung des Begriffes in den Medien die <strong>Wahrnehmung</strong> vieler Menschen beeinflusst hat: Die ermordeten Kleinunternehmer wurden als Kriminelle <strong>betrachtet</strong>. Erst 2011 fand man heraus, dass sie Opfer von <strong>rechtsextremistischen</strong> Terroristen wurden.<br />
	<br />
	Jährlich kürt die Technische Universität Darmstadt ein Unwort des Jahres. Dabei geht es um <strong>unangemessene</strong> oder <strong>inhumane</strong> <strong>Formulierungen</strong>. Jeder Bürger und jede Bürgerin kann Vorschläge für das Unwort des Jahres machen. Mit der Aktion soll die Öffentlichkeit <strong>für</strong> den Gebrauch der Sprache <strong>sensibilisiert</strong> werden.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong><br />
	<br />
	<strong>Unwort, das </strong>– ein Wort, das eine Sache falsch darstellt oder eine bestimmte Personengruppe beleidigt<br />
	<br />
	<strong>rassistisch </strong>– so, dass man Ausländer hasst (Personenbezeichnung: der/die Rassist/in)<br />
	<br />
	<strong>Bezeichnung, die </strong>– die Benennung von etwas mit einem Begriff (Verb: bezeichnen)<br />
	<br />
	<strong>Jury, die </strong>–eine Gruppe von Personen, die entscheidet, wer einen Wettbewerb gewinnt<br />
	<br />
	<strong>Medien, die </strong>(meist im Plural) – Fernsehen, Zeitungen, Radio und Internet<br />
	<br />
	<strong>Terror, der </strong>– das Erreichen politischer Ziele durch Gewalt<br />
	<br />
	<strong>einen Mord verüben </strong>– jemanden töten<br />
	<br />
	<strong>etwas küren </strong>– etwas auswählen<br />
	<br />
	<strong>etwas verharmlosen </strong>– etwas als weniger schlimm darstellen, als es ist<br />
	<br />
	<strong>jemanden diskriminieren </strong>– jemanden ungerecht behandeln<br />
	<br />
	<strong>in kriminelle Geschäfte verwickelt sein </strong>– sich an verbotenen Geschäften beteiligen<br />
	<br />
	<strong>rechtsextremistisch </strong>– ausländerfeindlich und nationalistisch<br />
	<br />
	<strong>eine Annahme stützen </strong>– den Glauben an etwas bekräftigen<br />
	<br />
	<strong>Wahrnehmung, die </strong>– die Art, wie man etwas sieht und was man darüber denkt<br />
	<br />
	<strong>jemanden als etwas betrachten </strong>– jemanden als etwas sehen<br />
	<br />
	<strong>unangemessen </strong>– so, dass etwas nicht sachlich ist und nicht zu den Umständen passt<br />
	<br />
	<strong>inhuman </strong>– unmenschlich<br />
	<br />
	<strong>Formulierung, die </strong>– die Art, wie Worte etwas beschreiben<br />
	<br />
	<strong>jemanden für etwas sensibilisieren </strong>– jemandenauf etwas aufmerksam machen<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong><br />
	<br />
	<strong>1.  Das Wort </strong><strong>"Döner-Morde" bezeichnet … </strong><br />
	a)  die Verbrechen türkischer Kleinunternehmer.<br />
	b)  eine Reihe von rassistischen Morden in Deutschland. <br />
	c)  Morde, die sich in Dönerläden ereigneten.<br />
	<br />
	<strong>2.  Die Jury kritisiert, dass die Bezeichnung </strong><strong>"Döner-Morde" </strong><strong>… </strong><br />
	a)  Döner als Speise sehr unbeliebt macht.<br />
	b)  Dönerverkäufer diskriminiert.<br />
	c)  rassistisch ist.<br />
	<br />
	<strong>3.  Heute weiß man, dass die Ermordeten … </strong><br />
	a)  Opfer einer rassistischen Terrorgruppe wurden.<br />
	b)  in kriminelle Geschäfte verwickelt waren.<br />
	c)  Rassisten waren.<br />
	<br />
	<strong>4.  Welche Form von </strong><strong>"werden" lässt sich nicht einfügen</strong><strong>? </strong><br />
	<strong>"</strong><strong>Das Wort </strong><strong>'</strong><strong>Döner-Morde</strong><strong>'</strong><strong>… von der Polizei und den Medien verwendet.</strong><strong>"</strong><br />
	a)  wurde<br />
	b)  wird<br />
	c)   war<br />
	<br />
	<strong>5.  Die Öffentlichkeit soll mit dem Unwort des Jahres auf unangemessene Formulierungen aufmerksam gemacht …</strong><br />
	a)  wurden.<br />
	b)  worden.<br />
	c)  werden.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	Auf der Internetseite www.unwortdesjahres.net finden Sie alle Begriffe, die seit 1991 zum Unwort des Jahres gekürt wurden. Wählen Sie einen aus und informieren Sie sich auf der Seite darüber. Stellen Sie es der Gruppe dann mündlich vor oder schreiben Sie einen kurzen Text in eigenen Worten.</p>
<p>
	<br />
	<em>Autorinnen: Eleonore Uhlich (dapd, kna)/Anne Gassen</em><br />
	<em>Redaktion: Raphaela Häuser </em></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
  <link rel="enclosure" type="image/jpeg" length="7061" href="http://www.dw.de/image/0,,15670932_1,00.jpg" title="Die Opfer der Döner-Morde"/>
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  <id>http://www.dw.de/dw/article/0,,15669738,00.html?maca=de-DKfeed_topthemamitvokabeln_de-2248-xml-atom</id>
  <title><![CDATA[Europa wird alt]]></title>
  <updated>2012-01-17T13:22:00Z</updated>
  <published>2012-01-17T13:22:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Die Bevölkerung in Europa verändert sich: Die Frauen bekommen weniger Kinder und alle werden älter. Diese Entwicklung hat große Auswirkungen auf die Sozialsysteme. Die Politik muss auf die Veränderungen reagieren.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Während die Bevölkerung in Asien und Afrika <strong>wächst</strong>, gibt es in Europa immer weniger Menschen. Um die Bevölkerungszahl <strong>auf</strong> dem bisherigen <strong>Stand zu halten</strong>, müsste jede Frau in Europa <strong>statistisch</strong> 2,1 Kinder bekommen. Es sind es aber nur 1,59 Kinder. Deutschland liegt mit 1,39 Kindern pro Frau weit unter diesem <strong>Durchschnitt</strong>.</p>
<p>
	Gleichzeitig werden die Europäer immer älter: Männer wurden im Jahr 2008 statistisch 76 Jahre alt, Frauen 82 Jahre. Der wachsende<strong> Wohlstand</strong> lässt die Menschen länger leben. Die Folgen der gestiegenen <strong>Lebenserwartung</strong> zeigen sich vor allem in den Sozialsystemen: Wo weniger Menschen arbeiten, wird weniger in die <strong>Renten- und Sozialkassen</strong> eingezahlt. Zur gleichen Zeit aber steigen die Ausgaben, weil es mehr <strong>Rentner</strong> gibt.</p>
<p>
	Drei <strong>Faktoren</strong>, die diese Entwicklung beeinflussen können, sind bekannt: mehr Kinder, längeres Arbeiten und <strong>Zuwanderung</strong>. Axel Plünnecke vom Institut der deutschen Wirtschaft sieht hohe <strong>Geburtenraten</strong> vor allem in Ländern, in denen Frauen gut <strong>in den Arbeitsmarkt</strong> <strong>integriert</strong> <strong>sind</strong>. Dort gibt es, so erklärt er, eine sehr gute <strong>Kinderbetreuung</strong>.</p>
<p>
	Axel Börsch-Supan vom Max-Planck-Institut sieht die Zuwanderung nicht als Lösung für das Problem. Dafür müssten viel mehr Menschen nach Europa einwandern. Er glaubt, wie viele andere: "Wenn die <strong>Erwerbstätigen</strong> mittleren Alters länger arbeiten würden, könnte man einiges <strong>kompensieren</strong>."Das Problem ist also erkannt. Nun müssen die Europäer voneinander lernen und handeln, um es zu lösen.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong></p>
<p>
	<strong>Auswirkung, die </strong>– die Folge</p>
<p>
	<strong>Sozialsystem, das </strong>– ein staatliches System, in dem es soziale Sicherheit für alle Menschen geben soll (z. B. Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung)</p>
<p>
	<strong>wachsen </strong>– hier: mehr werden</p>
<p>
	<strong>etwas auf einem Stand halten </strong>– hier: bewirken, dass eine Zahl sich nicht ändert</p>
<p>
	<strong>statistisch </strong>– hier: im →Durchschnitt</p>
<p>
	<strong>Durchschnitt, der </strong>– der Mittelwert; die Zahl, die sich ergibt, wenn man mehrere Zahlen zusammenrechnet und das Ergebnis dann durch ihre Anzahl teilt</p>
<p>
	<strong>Wohlstand, der </strong>– die Tatsache, dass eine Person oder Gesellschaft genug Geld hat, um gut zu leben</p>
<p>
	<strong>Lebenserwartung, die </strong>– die Zahl der Jahre, die Menschen durchschnittlich leben</p>
<p>
	<strong>Renten- und Sozialkassen, die </strong>(im Plural) – die Einrichtung in einem →Sozialsystem, an die die Menschen Geld zahlen und/oder von der sie Geld erhalten</p>
<p>
	<strong>Rentner/in, der/die </strong>– jemand, der nicht mehr arbeiten muss und finanzielle Unterstützung vom Staat bekommt, weil er ein bestimmtes Alter erreicht hat</p>
<p>
	<strong>Faktor, der </strong>– etwas, das eine bestimmte Wirkung hat</p>
<p>
	<strong>Zuwanderung, die </strong>– die Tatsache, dass Menschen aus anderen Ländern kommen, um in einem Land zu leben</p>
<p>
	<strong>Geburtenrate, die </strong>– hier: die Anzahl der Geburten in einem Land pro Frau</p>
<p>
	<strong>jemand ist in den Arbeitsmarkt integriert </strong>– jemand hat eine Arbeitsstelle</p>
<p>
	<strong>Kinderbetreuung, die </strong>– die Tatsache, dass sich Kinder in Einrichtungen aufhalten können, wo man sich um sie kümmert (z. B. Kindergarten)</p>
<p>
	<strong>Erwerbstätige/r, die/der </strong>– jemand, der eine Arbeitsstelle hat</p>
<p>
	<strong>etwas kompensieren </strong>– etwas ausgleichen<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p>
	<strong>1.  Die europäische </strong><strong>Bevölkerung würde nicht kleiner werden, wenn … </strong><br />
	a)  jede Frau statistisch 2,1 Kinder bekommen würde.<br />
	b)  die Männer nur 76 und die Frauen nur 82 Jahre alt würden.<br />
	c)  die Zuwanderung ein wenig steigen würde. </p>
<p>
	<strong>2.  Die Renten- und Sozialkassen haben … </strong><br />
	a)  gleichbleibende Einnahmen, aber weniger Ausgaben.<br />
	b)  gleich hohe Ausgaben und Einnahmen.<br />
	c)  weniger Einnahmen und mehr Ausgaben.</p>
<p>
	<strong>3.  Man geht davon aus, dass … zu einer höheren Geburtenrate führt.</strong><br />
	a)  ein schlechtes Sozialsystem<br />
	b)  ein gutes Betreuungsangebot für Kinder<br />
	c)  die Zuwanderung</p>
<p>
	<strong>4.  Welche Lösung ist falsch? </strong><strong>"</strong><strong>Der … Wohlstand lässt die Menschen länger leben.</strong><strong>"</strong><br />
	a)  wachsende<br />
	b)  gewachsene<br />
	c)  wachsend</p>
<p>
	<strong>5.  </strong><strong>Die Folgen der … Lebenserwartung zeigen sich in den Rentenkassen.</strong><br />
	a)  gestiegenen<br />
	b)  steigende<br />
	c)  gestiegene<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	Wie ist die Bevölkerungssituation in Ihrem Land? Wie hoch ist die Geburtenrate und wie alt werden die Menschen? Was tut die Politik auf diesem Feld? Recherchieren Sie im Internet und notieren Sie ein paar Stichpunkte zum Thema. Erläutern Sie der Gruppe dann mündlich die Situation in Ihrem Land und vergleichen Sie Ihre Ergebnisse.<br />
	 </p>
<p>
	<em>Autorinnen: Daphne Grathwohl/Anne Gassen<br />
	Redaktion: Raphaela Häuser</em></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <id>http://www.dw.de/dw/article/0,,15660795,00.html?maca=de-DKfeed_topthemamitvokabeln_de-2248-xml-atom</id>
  <title><![CDATA[Gefährliche Keime im Fleisch]]></title>
  <updated>2012-01-13T14:02:00Z</updated>
  <published>2012-01-13T14:02:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Verbraucherschützer in Deutschland warnen: In Hähnchenfleisch aus Massentierhaltung befinden sich oft Keime, die gegen Antibiotika resistent sind. Nur Bio-Fleisch ist sicher, doch das kostet viel mehr.&lrm;]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation <strong>BUND</strong> führt zu <strong>alarmierenden</strong> Ergebnissen: Jede zweite Probe von Hähnchenfleisch aus deutschen Supermärkten enthält Keime, die Antibiotika-resistent sind. Der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger sagt dazu: "Das ist die erschreckende Folge des Antibiotika-<strong>Missbrauchs</strong>."<br />
	<br />
	Die Ursache für dieses Problem ist laut BUND die Massentierhaltung und der Umgang mit den Tieren. In <strong>Hähnchenmastbetrieben</strong> werden bis zu 24 Tiere pro Quadratmeter gehalten. Weiger kritisiert: "Dies ist nur unter Einsatz großer Mengen von Antibiotika möglich." Denn wenn ein Tier erkrankt, müssen alle anderen auch ein Antibiotikum bekommen. Weiger fordert darum strengere Tierschutzgesetze.<br />
	<br />
	Bisher verzichten nur Bio-Betriebe auf Antibiotika. Sie ermöglichen ihren Tieren zudem ein <strong>artgerechtes</strong> Leben: Die Hühner haben ein <strong>Außengehege</strong> und werden ausschließlich mit Bio-Futter gefüttert. Das <strong>hat</strong> allerdings auch <strong>seinen Preis</strong>, denn Bio-Hähnchenfleisch kostet mehr. Bisher sind nur wenige Verbraucher bereit, dafür zu zahlen. Der <strong>Marktanteil</strong> von Bio-Hähnchen in Deutschland liegt nur bei einem Prozent.<br />
	<br />
	Aber auch Betriebe mit Massentierhaltung beginnen umzudenken. Rainer Wendt, <strong>Landwirt</strong> und Präsident des <strong>Bundesverbands bäuerlicher Hähnchenerzeuger</strong>, setzt sich zum Beispiel dafür ein, dass Tiere weniger Medikamente bekommen. Dies kann seiner Meinung nach durch verbesserte <strong>Lebensbedingungen</strong>, die richtige Temperatur im Stall und <strong>Futterzusätze</strong> geschehen, die das <strong>Immunsystem </strong>der Tiere stärken.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong><br />
	<br />
	<strong>Keim, der </strong>– etwas (z. B. ein Bakterium), das Krankheiten hervorruft<br />
	<br />
	<strong>Verbraucherschützer/in, der/die </strong>– jemand, der für die Rechte der Konsumenten kämpft<br />
	<br />
	<strong>Massentierhaltung, die </strong>– das Pflegen und Füttern von sehr vielen Tieren gleichzeitig<br />
	<br />
	<strong>Antibiotikum, das </strong>– ein Medikament gegen Infektionen (Plural: Antibiotika)<br />
	<br />
	<strong>resistent </strong>– hier: immun/ohne Wirkung gegen einen Virus oder einen → Keim<br />
	<br />
	<strong>bio- </strong>– Abkürzung für: biologisch; hier: Hinweis auf → artgerechte Tierhaltung<br />
	<br />
	<strong>BUND, die </strong>– Abkürzung für: Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V.<br />
	<br />
	<strong>alarmierend </strong>– gefährlich; bedrohlich; erschreckend<br />
	<br />
	<strong>Missbrauch, der </strong>– die falsche oder übermäßige Verwendung von etwas<br />
	<br />
	<strong>Hähnchenmastbetrieb, der </strong>– ein Betrieb, in dem Hühnchen gehalten und so gefüttert werden, dass sie schnell groß und dick werden, um sie zu Fleisch zu verarbeiten<br />
	<br />
	<strong>artgerecht </strong>– so wie die natürlichen Lebensbedingungen und -gewohnheiten von Tieren<br />
	<br />
	<strong>Außengehege, das </strong>– ein größeres eingezäuntes Gebiet im Freien, auf dem Tiere sind<br />
	<br />
	<strong>etwas hat seinen Preis </strong>– etwas ist besser als etwas anderes und deshalb teurer<br />
	<br />
	<strong>Marktanteil, der </strong>– die Menge, die von einem bestimmten Produkt im Vergleich zur Gesamtmenge aller Waren in diesem Bereich verkauft wird<br />
	<br />
	<strong>Landwirt/Landwirtin, der/die </strong>– der Bauer/die Bäuerin<br />
	<br />
	<strong>Bundesverband bäuerlicher Hähnchenerzeuger, der </strong>– eine Organisation, die sich um die Interessen von Betrieben mit Hühnern kümmert, die später gegessen werden<br />
	<br />
	<strong>Lebensbedingungen, die </strong>(nur im Plural) – die Voraussetzungen, unter denen man lebt<br />
	<br />
	<strong>Futterzusatz, der </strong>– etwas, das zusätzlich zum Tierfutter gegeben wird (z. B. Vitamine)<br />
	<br />
	<strong>Immunsystem, das </strong>– die Fähigkeit des Körpers, Krankheiten zu bekämpfen<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong><br />
	<br />
	<strong>1.  Die Untersuchung der Umweltschutzorganisation BUND zeigte, dass …</strong><br />
	a)  ungefähr 50 % des Hähnchenfleisches Antibiotika-resistente Keime enthält.<br />
	b)  ungefähr 50 % aller Keime in Hähnchenfleisch resistent gegen Antibiotika sind. <br />
	c)  ungefähr jedes zweite Antibiotikum nicht gegen Keime wirkt. <br />
	<br />
	<strong>2.  Hubert Weiger sieht die Ursache des Problems …</strong><br />
	a)  in der Art und Weise, wie das Hähnchenfleisch im Supermarkt gelagert wird.<br />
	b)  im Tiertransport.      <br />
	c)  in der Massentierhaltung.  <br />
	<br />
	<strong>3.  Damit Antibiotika in der Tierhaltung nicht mehr so häufig eingesetzt werden, ...</strong><br />
	a)  sollten die Tiere keine Futterzusätze bekommen.<br />
	b)  muss man für eine bessere Tierhaltung sorgen.<br />
	c)  sollte man darauf achten, dass mehr als 24 Hühner auf einem Quadratmeter leben.  <br />
	<br />
	<strong>4.  Welche Pluralform ist nicht richtig?</strong><br />
	a)  Antibiotika<br />
	b)  Quadratmeter <br />
	c)  Fleische  <br />
	<br />
	<strong>5.  Welcher Satz hat keine Deklinationsfehler? </strong><br />
	a)  Die Tiere haben ein Außengehege und bekommen Bio-Fütter.  <br />
	b)  Hähnchenfleisch von einem Bio-Betriebs kostet mehr.<br />
	c)  Der Marktanteil von Bio-Hähnchen in Deutschland liegt bei einem Prozent.  <br />
	<br />
	<br />
	<strong>Arbeitsauftrag</strong><br />
	Immer mehr Menschen entscheiden sich für Bio-Fleisch und zwar nicht nur aus gesundheitlichen Gründen. Welche Argumente fallen euch noch ein, die für den Verbrauch von Bio-Fleisch sprechen? Recherchiert im Internet, um Vor- und Nachteile von Bio-Fleisch zu finden.</p>
<p>
	<em><em>Autorinnen: </em><em>Friederike Schulz/Natali Petala</em><br />
	<em>Redaktion: Stephanie Schmaus </em></em></p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Nach dem Tod zurück in die Heimat]]></title>
  <updated>2012-01-10T10:23:00Z</updated>
  <published>2012-01-10T10:23:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Menschen, die in einem fremden Land alt werden, müssen sich zu Lebzeiten darüber Gedanken machen, wo sie eines Tages begraben werden wollen. Sonst muss nach ihrem Tod die Familie diese schwere Entscheidung treffen.‎‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	<strong>Mehmet Can </strong>kam vor etwa 40 Jahren als <strong>Gastarbeiter</strong> nach Deutschland. Er arbeitete bei Ford, lebte mit seiner Frau in einer kleinen Wohnung und sparte für<strong> </strong>seine Zukunft in der Türkei. Denn als <strong>Rentner </strong>wollte er wieder in seiner Heimat leben. Doch eines Morgens starb Can plötzlich im Alter von 63 Jahren an einem <strong>Herzinfarkt</strong>.  </p>
<p>
	 </p>
<p>
	Cans Familie <strong>stand</strong> nun <strong>vor</strong> einer schweren Entscheidung. Denn Can hatte nie darüber gesprochen, wo er einmal begraben werden möchte. Einige <strong>Angehörige</strong> forderten eine <strong>Bestattung</strong> in der Türkei. Andere fanden dies zu <strong>aufwändig</strong>. Auch Cans Neffe bestand <strong>zunächst</strong> auf<strong> </strong>einer <strong>Beerdigung</strong> in Deutschland. Er sagte: "Wem nutzt ein Grab in einem Dorf, wo keiner hingeht?"</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Nach Angaben</strong> von <strong>DITIB </strong>möchten nur wenige ihrer Mitglieder in Deutschland <strong>beerdigt </strong>werden. 200000 von ihnen zahlen deshalb sogar bereits in jungen Jahren jedes Jahr 50 Euro in einen Beerdigungs<strong>fonds</strong> ein. Dieser sorgt dafür, dass sie nach ihrem Tod nach islamischen Regeln gewaschen und in ihre türkische Heimatstadt <strong>überführt </strong>werden.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	In Deutschland gibt es zwar auch muslimische Friedhöfe, aber sie sind nicht sehr beliebt. Die Grabplätze können nur für 20 Jahre gemietet werden, und viele alte Menschen fürchten, dass ihre Kinder die Gräber später <strong>vernachlässigen</strong> werden. Eine Bestattung in der Türkei ist außerdem billiger. Auch Mehmet Can wollte immer zurück in sein Heimatdorf – ein Wunsch, den ihm seine Familie schließlich nach seinem Tod erfüllte.  </p>
<p>
	 </p>
<p>
	  </p>
<p>
	<strong>Glossar</strong></p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>zu Lebzeiten</strong> – während des Lebens</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>jemanden begraben </strong>– einen Toten unter die Erde bringen; beisetzen; → bestatten  </p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Mehmet Can</strong> – der Name dieses Mannes wurde geändert, um ihn und seine Familie anonym zu halten</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Gastarbeiter/in, der/die</strong> – jemand, der in den 50er- und 60er-Jahren nach Deutschland kam, um zu arbeiten</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Rentner/in, der/die </strong>– jemand, der nicht mehr arbeiten muss, weil er schon sehr alt ist</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Herzinfarkt, der</strong> – eine schwere und plötzliche Krankheit, bei der das Herz nicht mehr richtig schlägt</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>vor etwas stehen</strong> – hier: etwas Schwieriges erledigen/entscheiden müssen</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Angehöriger/e, der/die</strong> – der/die Verwandter/e</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Bestattung, die</strong> – der Akt, einen Toten in die Erde zu bringen oder zu verbrennen.   </p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>aufwändig</strong> – so, dass etwas mit viel Zeit und Arbeit verbunden ist (auch: aufwendig)</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>zunächst</strong> – erstmal; am Anfang</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Beerdigung, die</strong> – → die Bestattung (Verb: → beerdigen)</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>nach Angaben</strong> – so, wie es jemand gesagt hat; nach Informationen von jemandem</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>DITIB, die – </strong>Abkürzung der türkischen Bezeichnung für: Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion; eine Organisation, die sich für die Interessen von Muslimen einsetzt</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>beerdigen</strong> – einen Toten feierlich in der Erde → begraben</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Fonds, der (aus dem Französischen)</strong> –  hier: Geldsumme, die eine Organisation für ihre Ziele hat<br />
	<br />
	<strong>überführen</strong> – hier: eine Leiche an einen anderen Ort bringen</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>etwas/jemanden vernachlässigen</strong> – sich um etwas/jemanden nicht kümmern</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong><br />
	<br />
	<strong>1.  Menschen mit Migrationshintergrund müssen sich darüber Gedanken, wo sie eines Tages begraben werden möchten, weil …</strong></p>
<p>
	a)  sie sonst in Deutschland begraben werden.  </p>
<p>
	b)  es für die Angehörigen sehr schwierig sein kann, eine Entscheidung zu treffen.  </p>
<p>
	c)   weil sie sonst in ihrer Heimat, weit weg von ihrer Familie, begraben werden.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>2.  Cans Neffe meinte, dass …</strong></p>
<p>
	a)  eine Bestattung in Deutschland billiger ist.   </p>
<p>
	b)  eine Beerdigung in der Türkei nicht dem Wunsch seines Onkels entspricht.      </p>
<p>
	c)  in der Türkei nur sehr wenige Angehörige das Grab seines Onkels besuchen können.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>3.  Die meisten Mitglieder </strong><strong>des Vereins</strong> <strong>DITIB …</strong></p>
<p>
	a)  entscheiden sich für einen Grabplatz auf einem der muslimischen Friedhöfe in Deutschland.   </p>
<p>
	b)  zahlen jährlich Geld, um später in ihrer Heimat begraben werden zu können.</p>
<p>
	c)  zahlen jährlich 50 Euro, damit alle Muslime in ihrer Heimat begraben werden.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>4.  Welcher Satz ist grammatisch nicht richtig? </strong></p>
<p>
	a)  Menschen, die in einem fremden Land alt werden, werden dort begraben.  </p>
<p>
	b)  Viele Gräber auf muslimischen Friedhöfen sind vernachlässigt geworden. </p>
<p>
	c)  Can wurde in der Türkei bestattet.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>5.  Welche Form kann kein Passiv sein? </strong> <strong> </strong></p>
<p>
	a)  Seine Familie wird gelebt.</p>
<p>
	b)  Can wird nicht vergessen.</p>
<p>
	c)  Gräber werden vernachlässigt.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>
	Habt ihr euch bereits Gedanken darüber gemacht, wo und wie ihr eines Tages beerdigt werden möchtet? Schreibt einige Stichworte auf und stellt eure Gedanken mit Argumenten in der Gruppe vor. Denkt dabei auch an Angehörige und Freunde.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	 </p>
<p>
	Autorinnen: Basak Özay/Natali Petala</p>
<p>
	Redaktion: Stephanie Schmaus </p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
  <link rel="enclosure" type="image/jpeg" length="7602" href="http://www.dw.de/image/0,,5977700_1,00.jpg" title="Die letzte Ruhe in Deutschland oder in der Heimat?"/>
 </entry>
 <entry>
  <id>http://www.dw.de/dw/article/0,,15649700,00.html?maca=de-DKfeed_topthemamitvokabeln_de-2248-xml-atom</id>
  <title><![CDATA[Angriff auf die Pressefreiheit]]></title>
  <updated>2012-01-06T15:33:00Z</updated>
  <published>2012-01-06T15:33:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
  <link rel="alternate" hreflang="de" href="http://www.dw.de/dw/article/0,,15649700,00.html?maca=de-DKfeed_topthemamitvokabeln_de-2248-xml-atom"/>
  <summary><![CDATA[Die Freiheit der Presse ist durch das deutsche Grundgesetz garantiert. Die Praxis sieht jedoch häufig anders aus: Die enge Verbindung von Presse und Politik behindert oft die journalistische Arbeit.‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	<strong>Laut</strong> Grundgesetz darf es in Deutschland keine <strong>Zensur</strong> der Presse geben. Doch <strong>Pressestellen</strong> von Parteien und <strong>PR</strong>-Berater von Politikern versuchen oft, Einfluss auf die <strong>Berichterstattung</strong> der Medien zu nehmen. So dürfen Interviews häufig erst dann gedruckt werden, wenn sie vorher geprüft und <strong>überarbeitet</strong> wurden. Was der Zeitungsleser schließlich zu lesen bekommt, entspricht dann nicht mehr dem Originaltext.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	Sogar <strong>Bundespräsident</strong> Christian Wulff hat im Dezember 2011 versucht, die Berichterstattung der <strong>Boulevardzeitung</strong> "Bild" über einen <strong>dubiosen</strong> Privatkredit aus seiner Zeit als <strong>Ministerpräsident</strong> von <strong>Niedersachsen</strong> zu beeinflussen. Er soll Chefredakteur Kai Diekmann gerichtliche <strong>Konsequenzen</strong> <strong>angedroht</strong> haben, wenn der Artikel veröffentlicht wird. </p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Skandalös</strong> an der ganzen Sache findet Reporter Jens König von der Zeitschrift "Stern", dass der deutsche Bundespräsident glaubt, durch einen Telefonanruf bei einem Redakteur etwas ändern zu können: "Dahinter <strong>steckt</strong> nämlich die oft enge Verbindung von <strong>Spitzenpolitikern</strong> zu bekannten Journalisten und Chefredakteuren", sagt König. Durch solche persönlichen Kontakte erhoffen sich beide Seiten Vorteile: Politiker erwarten eine positive Berichterstattung und Redakteure interessante Informationen. </p>
<p>
	 </p>
<p>
	Aber wie kann die Pressefreiheit in Deutschland geschützt werden? Hans Leyendecker, Redakteur bei der "Süddeutschen Zeitung", fordert, dass sich alle Medien zusammentun und keine Interviews mehr veröffentlichen, die vorher überarbeitet wurden. Doch eine derartige Zusammenarbeit der Medien gibt es bisher in Deutschland nicht.<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong></p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Grundgesetz, das</strong> – die deutsche Verfassung</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>etwas garantieren</strong> – etwas versichern; etwas festlegen</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>laut </strong>– wie gesagt wird</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Zensur, die</strong> – die Aufsicht; die Kontrolle (z. B. von Medien oder Kunst)</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Pressestelle, die</strong> – eine Abteilung z. B. einer Firma, die Fragen von Medien beantwortet</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>PR </strong>(Englisch)<strong> </strong>– Abkürzung für "Public Relations", Pressearbeit</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Berichterstattung, die</strong> – Zeitungsartikel, Radio- oder Fernsehbeiträge zu einem aktuellen Thema</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>etwas überarbeiten</strong> – hier: etwas verändern; etwas neu schreiben</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Bundespräsident/Bundespräsidentin, der/die</strong> – die höchste politische Position in Deutschland</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Boulevardzeitung, die</strong> – eine Zeitung, die vor allem über Sensationen und Skandale berichtet</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>dubios</strong> – seltsam; verdächtig</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Ministerpräsident/Ministerpräsidentin, der/die</strong> – Regierungschef/Regierungschefin eines Bundeslandes</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Niedersachsen</strong> – der Name eines Bundeslandes im Norden von Deutschland</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Konsequenz, die</strong> – die Folge</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>jemandem etwas androhen</strong> – jemandem etwas Negatives (z. B. eine Strafe) ankündigen, wenn etwas getan oder nicht getan wird</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>skandalös</strong> – schockierend; so dass sich viele Leute über etwas ärgern oder aufregen</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>etwas steckt hinter etwas</strong> – etwas ist die Ursache für etwas</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Spitzenpolitiker/Spitzenpolitikerin, der/die</strong> – Politiker, die eine wichtige Position haben<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>1. Die Pressefreiheit ist in Deutschland in Gefahr, weil …</strong></p>
<p>
	a) Pressestellen Zeitungsinterviews selbst drucken wollen. </p>
<p>
	b) Pressestellen Zeitungsinterviews vor dem Druck überprüfen wollen. </p>
<p>
	c) Politiker mit PR-Beratern enge Kontakte haben.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>2. Politiker sind oft zu einer engen Zusammenarbeit mit Journalisten bereit, weil …</strong></p>
<p>
	a) sie nur dann Spitzenpolitiker werden können. </p>
<p>
	b) sie hoffen, dass Berichte über sie dann positiver werden. </p>
<p>
	c) sie dann Interviews einfach am Telefon geben können.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>3. Hans Leyendecker fordert, dass …</strong></p>
<p>
	a) die Medien sich gegen die Politiker wehren und keine überprüften Artikel veröffentlichen. </p>
<p>
	b) nur noch Pressestellen Interviews mit Politikern führen dürfen.</p>
<p>
	c) alle Artikel vor Druck überarbeitet werden.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>4. Welcher Satz ist grammatikalisch richtig? </strong></p>
<p>
	a) Zeitungen berichten immer wieder auf Skandale in der Politik.</p>
<p>
	b) Wulff hat Konsequenzen auf den Journalisten angedroht. </p>
<p>
	c) Pressestellen wollen Einfluss auf die Medien nehmen.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>5. Ergänze den folgenden Satz: Viele Politiker und Journalisten sind sich einig …, dass enge Verbindungen untereinander hilfreich sind.</strong> <strong> </strong></p>
<p>
	a) darin</p>
<p>
	b) daran</p>
<p>
	c) davon</p>
<p>
	 </p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>
	Diskutiert darüber, ob die Pressefreiheit in jedem Fall garantiert sein muss. Könnt ihr euch Situationen vorstellen, in denen der Staat die Presse kontrollieren sollte? Stellt eure Ergebnisse in der Klasse vor.<br />
	<br />
	<br />
	Autorinnen: Johanna Schmeller/Stephanie Schmaus<br />
	Redaktion: Ingo Pickel </p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
  <link rel="enclosure" type="image/jpeg" length="10564" href="http://www.dw.de/image/0,,998151_1,00.jpg" title="Welchen Einfluss übt die Politik auf die Presse aus?"/>
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  <title><![CDATA[Studieren in Deutschland]]></title>
  <updated>2012-01-03T13:38:00Z</updated>
  <published>2012-01-03T13:38:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Studieren in Deutschland bedeutet oft, sein Studium alleine organisieren zu müssen. Persönliche Kontakte zu den Professoren sind selten. Das ist vor allem für ausländische Studierende ein Problem.‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>
	Studierende in Deutschland <strong>sind</strong> es <strong>gewohnt</strong>, ihren Uni-Alltag selbstständig zu<strong> meistern</strong>. Ihr Lehrmaterial und die <strong>Stundenpläne</strong> müssen sie sich oft selbst <strong>zusammenstellen</strong>. Auch wenn sie mit Professoren sprechen wollen, müssen sie selbst aktiv werden. Damares Zimmermann hatte während ihres BWL-Studiums in Hamburg überhaupt keinen persönlichen Kontakt zu ihren Professoren.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	Für die Brasilianerin war das eine große <strong>Umstellung</strong>. In ihrer Heimat besuchte sie eine private Universität, an der es mehr Betreuung als in Hamburg gab. Die Professoren erklärten zum Beispiel auch, wie man bestimmte Bücher findet oder wo man kopieren kann. Hier in Deutschland hat sie ein ganzes <strong>Semester</strong> gebraucht, um <strong>sich</strong> an der Uni <strong>zurechtzufinden</strong>.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	Vor allem das wissenschaftliche Schreiben, das bei einem Studium in Deutschland so wichtig ist, <strong>fällt</strong> ausländischen Studierenden oft <strong>schwer</strong>. Das liegt nicht nur an Sprachproblemen. Professor Thomas Eger vom Institute of Law and Economics an der Uni Hamburg erklärt: "Einige haben bereits im Ausland ein komplettes Studium <strong>abgeschlossen</strong>, ohne auch nur eine einzige <strong>Hausarbeit</strong> geschrieben zu haben."</p>
<p>
	 </p>
<p>
	Die Uni Hamburg bietet deshalb ein spezielles Programm an, das allen Studierenden <strong>mit Rat und Tat zur Seite steht</strong>. Hier erfährt man zum Beispiel, wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt oder wie man sein <strong>Lernpensum</strong> <strong>schaffen</strong> kann. Dies ist nämlich seit <strong>Einführung</strong> des <strong>Bachelor-Abschlusses</strong> stark gestiegen – und <strong>belastet</strong> ausländische und deutsche Studierende <strong>gleichermaßen</strong>. <br />
	<br />
	<br />
	<strong>Glossar</strong></p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>Studierende, der/die</strong> – der/die Student/in</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>etwas gewohnt sein </strong>– etwas normal oder alltäglich finden; etwas oft machen</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>etwas meistern </strong>– etwas<strong> </strong>schaffen; etwas<strong> </strong>ohne Probleme beenden oder fertig machen</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>Stundenplan, der</strong> – ein Plan über Kurse oder Unterrichtsstunden, die jemand zu einer bestimmten Uhrzeit und an einem bestimmten Tag besuchen will oder muss</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>sich etwas zusammenstellen </strong>–<strong> </strong>sich<strong> </strong>etwas für seine eigenen Ziele aus einer großen Menge aussuchen und benutzen</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>Umstellung, die </strong>– die Anpassung an eine veränderte Situation</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>Semester, das </strong>– das Studienhalbjahr</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>sich zurechtfinden </strong>– in einer neuen Situation oder Umgebung<strong> </strong>ohne Probleme leben oder arbeiten können; sich an etwas gewöhnen</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>etwas fällt jemandem schwer</strong> – etwas ist schwierig für jemanden</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>etwas abschließen </strong>– etwas (z. B. ein Studium) erfolgreich beenden</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>Hausarbeit, die </strong>– eine wissenschaftliche schriftliche Arbeit, die vom Professor/von der Professorin benotet wird</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>jemandem mit Rat und Tat zur Seite stehen </strong>– jemandem bei jedem Problem helfen</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>Lernpensum, das </strong>– die Menge des Stoffes, der gelernt werden muss</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>Einführung, die</strong> –<strong> </strong>der Beginn von etwas Neuem</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>Bachelor-Abschluss, der </strong>– der erste akademische Abschluss, der vor einigen Jahren in Deutschland eingeführt wurde und der nach einer Studienzeit von etwa 3 bis 4 Jahren erreicht werden kann</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>etwas belastet jemanden </strong>– etwas ist für jemanden schwer; etwas ist ein Problem</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>gleichermaßen</strong> –<strong> </strong>auch; genauso<br />
	<br />
	<br />
	<strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>1. Wenn Studierende in Deutschland den Professor sprechen möchten, …</strong></p>
<p>
	a) müssen sie selbst einen Gesprächstermin mit ihm vereinbaren.</p>
<p>
	b) müssen sie so lange warten, bis der Professor sie zu einem Gespräch einlädt.</p>
<p>
	c) haben sie ein Problem, da man Professoren in Deutschland nicht ansprechen darf.</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>2. Warum ist das Studium in Deutschland für viele ausländische Studierende oft eine große Umstellung?</strong></p>
<p>
	a) Weil es keine Bibliotheken gibt und man alle Bücher selbst kaufen muss.</p>
<p>
	b) Weil sie in Deutschland keine Hausarbeiten schreiben müssen.</p>
<p>
	c) Weil man in Deutschland oft schlechter betreut wird als an Universitäten anderer Länder.</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>3. Probleme mit dem wissenschaftlichen Schreiben gibt es vor allem, weil … </strong></p>
<p>
	a) ausländische Studierende in ihrer Heimat nicht lernen, auf Deutsch zu schreiben. </p>
<p>
	b) man an deutschen Universitäten zu viele wissenschaftliche Arbeiten schreiben muss. </p>
<p>
	c) ausländische Studierende oft auch in ihrer Muttersprache keine Erfahrungen darin haben.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>4. </strong><strong>Durch den neuen Bachelor-Abschluss wird mehr von den Studierenden … </strong></p>
<p>
	a) angefordert.</p>
<p>
	b) gefordert.</p>
<p>
	c) aufgefordert.</p>
<p>
	 </p>
<p>
	<strong>5. Damares Zimmermann hat erst nach einem Semester gelernt, den Uni-Alltag richtig zu … </strong></p>
<p>
	a) meistern.</p>
<p>
	b) kopieren.</p>
<p>
	c) finden.</p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong> </strong></p>
<p>
	<strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>
	Haben Sie selbst einige Zeit in Deutschland studiert oder einen Sprachkurs besucht? Berichten Sie über Ihre Erfahrungen und erzählen Sie, welche Probleme Sie damals hatten.</p>
<p>
	Wenn Sie noch nie in Deutschland waren: Bilden Sie Kleingruppen und diskutieren Sie über die folgenden Fragen: Welche Probleme haben ausländische Studierende mit dem Studium und Leben in Ihrem Land? Wie sieht Ihrer Meinung nach die ideale Betreuung für ausländische Studierende aus? Tragen Sie Ihre Ergebnisse im Kurs vor.<br />
	<br />
	<br />
	Autoren: Janine Albrecht/Stephanie Schmaus <br />
	Redaktion: Ingo Pickel </p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <id>http://www.dw.de/dw/article/0,,15637332,00.html?maca=de-DKfeed_topthemamitvokabeln_de-2248-xml-atom</id>
  <title><![CDATA[Omas Brille ist wieder in]]></title>
  <updated>2011-12-30T14:54:00Z</updated>
  <published>2011-12-30T14:54:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[An einer Kölner Hauptverkehrsstraße gibt es einen Brillenladen, der auf den ersten Blick ganz normal wirkt. Doch auf den zweiten Blick zeigt sich: Hier ist wirklich alles ganz anders.‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>Die Brillen in Jens Güttsches Geschäft sind keine gewöhnlichen. Es sind keine Brillen, die <strong>auf alt gemacht</strong> sind. Was diesen Brillenladen so besonders macht, ist der kleine Unterschied zwischen <strong>Retro-Look</strong> und Original. Diese Modelle sind wirklich alt. So wird der Besuch beim <strong>Optiker</strong> zur <strong>Zeitreise</strong>. </p>

<p>Einige dieser Originale erinnern an Brillen aus den 1980er-Jahren. In einer <strong>Schublade</strong> liegen Brillen aus den 1950ern und dann sind da die so genannten "Oma-Brillen" aus den 60er-Jahren. Seit Stars wie Victoria Beckham und Paris Hilton die übergroßen Sonnenbrillen aus den Siebzigern tragen, entwerfen Brillen<strong>designer</strong> Modelle im Siebziger-Look. Doch richtige Brillen-<strong>Freaks</strong> und Sammler finden die echten alten <strong>Gestelle </strong>viel spannender.</p>

<p>Den <strong>Trend</strong> zum Retro-Look hat Jens Güttsches <strong>zu seiner Hauptaufgabe gemacht</strong>. Er kommt aus einer alten Kölner Optikerfamilie mit langer Tradition – seit 1921. Güttsches Glück ist es, dass die Familie nichts wegwerfen wollte und alles gesammelt hat. So gibt es in seinem Laden viele Kartons voll mit alten Brillen aus den letzten 90 Jahren. Ungefähr 5000 Brillen – vielleicht auch 6000 – sollen es sein, so Güttsches. </p>

<p>Der gelernte Optiker hat noch mehr <strong>originelle</strong> Ideen: Er plant sogar Brillen-<strong>Happenings</strong> mit Musik und <strong>Lesungen</strong>. Güttsches liebt seinen Beruf. Er erklärt: "Bei den normalen <strong>Fassungen</strong>, da lächeln die Leute nicht, die kaufen eine Brille, weil sie eine Brille brauchen. Bei den Brillen, die ich verkaufe, da lachen die einfach, die haben Spaß ohne Ende. Und das ist es, <strong>was es ausmacht</strong>."</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Glossar</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Oma, die </strong>– umgangssprachlich: die Großmutter</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>etwas ist in </strong>– umgangssprachlich für: etwas ist in Mode<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>auf den ersten Blick </strong>– zuerst; beim ersten Mal</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>etwas ist auf alt gemacht </strong>– etwas ist so hergestellt worden, dass es aussieht wie alt</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Retro-Look, der </strong>–<strong> </strong>Mode: die Tatsache, dass etwas (z.B. ein Kleidungsstück) so aussieht, wie es früher Mode war</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Optiker/in, der/die </strong>– Berufsbezeichnung für jemanden, der Brillen und Kontaktlinsen anpasst und verkauft.<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Zeitreise, die </strong>– eine Reise in die Zukunft oder in die Vergangenheit <strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Schublade, die </strong>– ein Fach, das oben offen ist und das man in einen Schrank schieben kann</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Designer/in, der/die </strong>– (aus dem Englischen) – jemand, der etwas (z. B. Mode) gestaltet<strong></strong></p>

<p><strong>Freak, der </strong>(aus dem Englischen) – hier: jemand, der sich für eine Sache mehr als normal interessiert und begeistert</p>

<p><strong>Gestell, das</strong> – die Brille; der Rahmen einer Brille<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Trend, der </strong>(aus dem Englischen)<strong> </strong>– die Mode; die Entwicklung hin zu etwas</p>

<p><strong>etwas zu seiner Hauptaufgabe machen </strong>– hier: sich auf etwas konzentrieren</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>originell </strong>– einzigartig; interessant; neu</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Happening, das </strong>(aus dem Englischen) – eine improvisierte Veranstaltung, die häufig als Kunst verstanden wird<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Lesung, die</strong> – eine Veranstaltung, bei der Texte vorgelesen werden<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Fassung, die </strong>– hier: ein Brillengestell; der Rahmen einer Brille<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>etwas macht etwas aus </strong>– etwas ist das Wichtigste für etwas</p>

<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>1. Ein Besuch in Jens Güttschers Brillenladen ist wie eine Zeitreise, weil ...</strong></p>
<p>a) es den Brillenladen schon seit 1921 gibt.</p>
<p>b) es dort so viele Brillen aus den vergangenen Jahrzehnten gibt.</p>
<p>c) er Brillen im Siebziger-Look verkauft.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>2. Der Unterschied zwischen einer Retro-Brille und einer Original-Brille ist: </strong></p>
<p>a) Die Retro-Brille ist auf alt gemacht, die Original-Brille ist wirklich alt.</p>
<p>b) Die Retro-Brille ist alt und sieht alt aus, die Original-Brille sieht neu aus.</p>
<p>c) Die Retro-Brille ist alt und sieht originell aus, die Original-Brille ist neu.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>3. Welches Wort ist kein Synonym für "entwerfen":</strong></p>
<p>a) fassen</p>
<p>b) designen</p>
<p>c) gestalten</p>

<p><strong>4. Die Wortzusammensetzung "Oma-" ist umgangssprachlich und bedeutet:</strong></p>
<p>a) etwas, das nur alte Frauen benutzen dürfen.</p>
<p>b) etwas, das man von s5c)einen Großeltern bekommen hat.</p>
<p>c) etwas, das eher ältere Menschen benutzen. </p>

<p><strong>5. Was ist mit der Zusammensetzung "Brillen-Freak" gemeint?</strong></p>
<p>a) eine Person, die aussieht wie ein Freak</p>
<p>b) jemand, der immer eine Brille trägt</p>
<p>c) jemand, dessen Leidenschaft Brillen sind</p>

<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Im Text gibt es viele Anglizismen (englische Wörter), die im Deutschen übernommen werden. Kennen Sie andere Anglizismen auf Deutsch und benutzen Sie sie? Gibt es in Ihrer Muttersprache auch Einflüsse aus der englischen Sprache?</p>


<p>Autoren: Silke Wünsch/Katrin Schauer</p>
<p>Redaktion: Raphaela Häuser</p>]]></content>
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  <title><![CDATA["Stresstest" ist Wort des Jahres 2011]]></title>
  <updated>2011-12-27T10:36:00Z</updated>
  <published>2011-12-27T10:36:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Ein Wort hat 2011 Karriere gemacht, weil man es oft in den Medien hören oder lesen konnte: der Stresstest. Durch die Wirtschaftskrise und die Diskussion über die Atomkraft hat es eine neue Bedeutung bekommen.‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p><strong></strong></p>
<p>Die <strong>Gesellschaft für deutsche Sprache </strong>hat<strong> </strong>"Stresstest" zum Wort des Jahres 2011 <strong>gekürt</strong>. Damit hat die Jury den <strong>Nerv</strong> des <strong>Mainstreams</strong> <strong>getroffen</strong>. Unter den 400 Vorschlägen, die zum Wort des Jahres <strong>eingingen</strong>, war „Stresstest“ der <strong>Favorit</strong>. Seit 1971 <strong>vergibt</strong> die Gesellschaft für deutsche Sprache jedes Jahr den Titel „Wort des Jahres“ an Wörter und Redewendungen, die wichtig für das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben sind.</p>

<p>Eigentlich kommt der Stresstest aus der Medizin und beschreibt einen Test, bei dem die körperliche <strong>Belastbarkeit</strong> von Patienten untersucht wird. Das Wort hat aber eine politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung bekommen. Man spricht von einem Stresstest, wenn geprüft wird, welche Folgen extreme und <strong>außergewöhnliche</strong> Ereignisse für eine Sache haben. Seit der Wirtschaftskrise werden zum Beispiel Banken Stresstests <strong>unterzogen</strong>. Aber auch in der politischen Diskussion um die Sicherheit von Atomkraft <strong>taucht</strong> das Wort <strong>auf</strong>.</p>

<p>Wichtige Themen im Jahr 2011 waren neben der Wirtschafts- und Finanz<strong>krise</strong> auch die politischen Veränderungen in den arabischen Staaten oder die <strong>Plagiatsaffäre</strong> um Karl-Theodor zu Guttenberg. Diese Ereignisse <strong>prägen</strong> die Sprache und lassen auch neue Wörter entstehen. So sind zum Beispiel "guttenbergen" für <strong>abschreiben</strong> oder "Arabellion" als neues Wort für die Revolutionen in den arabischen Staaten unter den <strong>Top Ten</strong> der Wörter des Jahres.<br><br><br><strong>Glossar</strong></p>

<p><strong>Karriere machen </strong>– Erfolg haben; berühmt werden</p>

<p><strong>Medien, die </strong>(Plural)<strong> </strong>– Fernsehen, Zeitungen, Radio und Internet<strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>sich durchsetzen </strong>– hier: gewinnen</p>

<p><strong>Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS), die </strong>– der Name einer Organisation<strong>, </strong>die sich mit der deutschen Sprache beschäftigt</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>etwas küren </strong>– etwas auswählen<strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>jemandes Nerv</strong> <strong>treffen </strong>– genau das finden, was jemand mag</p>

<p><strong>Mainstream, der </strong>(aus dem Englischen) – hier: die meisten Leute; die Mehrheit</p>

<p><strong>etwas geht ein </strong>– hier: etwas wird an jemanden geschickt; etwas kommt an<strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Favorit, der </strong>– hier: etwas, das am beliebtesten ist</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>etwas vergeben </strong>– hier: jemandem etwas geben<strong></strong></p>

<p><strong>Belastbarkeit, die </strong>– die Kondition; Fähigkeit des Körpers, etwas zu leisten<strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>außergewöhnlich </strong>– nicht normal; besonders</p>

<p><strong>sich etwas unterziehen </strong>– hier: eine Prüfung auf sich nehmen<strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>auftauchen </strong>– hier: vorkommen</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Krise, die </strong>– die schwierige Situation<strong></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Plagiatsaffäre, die </strong>– ein unangenehmer Vorfall, bei dem öffentlich bekannt wird, dass jemand ohne Markierung fremde Gedanken und Texte für seine Arbeit verwendet hat </p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>etwas prägt etwas </strong>– etwas hat Einfluss auf etwas<strong></strong></p>

<p><strong>abschreiben</strong> – Gedanken oder Texte von anderen nutzen und sagen, dass es eigene sind</p>

<p><strong>Top Ten, die </strong>(aus dem Englischen) – die zehn Besten<br><br><br><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>1. Zum </strong><strong>"Wort des Jahres" werden Wörter und Redewendungen gewählt, die sehr …</strong></p>
<p>a) oft im Alltag benutzt werden.</p>
<p>b) wichtig für das gesellschaftliche und politische Leben sind.</p>
<p>c) viele Bedeutungen haben.</p>

<p><strong>2. Wichtige politische und gesellschaftliche Ereignisse haben Einfluss auf die Sprache. Was stimmt nicht?</strong></p>
<p>a) Die Sprache wird international.</p>
<p>b) Die Bedeutung von Wörtern verändert sich.</p>
<p>c) Es entstehen ganz neue Wörter.</p>

<p><strong>3. "Ein Stresstest ist ein Test, der zeigt, …" Welche Bedeutung passt nicht?</strong></p>
<p>a) welche körperliche Kondition ein Mensch hat.</p>
<p>b) welche Folgen bestimmte Ereignisse für eine Sache haben können.</p>
<p>c) wie viel Stress man hat.</p>

<p><strong>4. Mit welcher Konjunktion kann man die folgenden Sätze nicht verbinden? "Mit ihrer Wahl hat die Jury den Nerv des Mainstreams getroffen. Unter den 400 Vorschlägen war 'Stresstest' der Favorit."</strong></p>
<p>a) aber</p>
<p>b) denn</p>
<p>c) weil</p>

<p><strong>5. Durch welche Konjunktion kann man "nicht nur … sondern auch" in folgendem Satz ersetzen? "Nicht nur 'Stresstest', sondern auch 'guttenbergen' war unter den Top Ten."</strong></p>
<p>a) sowohl ... als auch</p>
<p>b) je … desto</p>
<p>c) weder …noch</p>


<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Den Titel "Wort des Jahres" bekommen Wörter, die eine besondere Bedeutung für das politische und gesellschaftliche Leben haben. Welches deutsche Wort finden Sie besonders lustig, wichtig, komisch, etc.? Nennen Sie ihr Wort im Kurs und begründen Sie, warum es eine besondere Bedeutung für Sie hat. Wählen Sie dann das "wichtigste, lustigste… deutsche Wort" für ihren Kurs.</p>
<p> <br></p>
<p>Autorinnen: Naima El Moussaoui/Bettina Schwieger</p>
<p>Redaktion: Raphaela Häuser</p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
  <link rel="enclosure" type="image/jpeg" length="7063" href="http://www.dw.de/image/0,,6682357_1,00.jpg" title="Wer besteht den Stresstest?"/>
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  <id>http://www.dw.de/dw/article/0,,15622604,00.html?maca=de-DKfeed_topthemamitvokabeln_de-2248-xml-atom</id>
  <title><![CDATA[Weihnachten zu jeder Jahreszeit]]></title>
  <updated>2011-12-23T13:06:00Z</updated>
  <published>2011-12-23T13:06:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Rothenburg ob der Tauber ist Deutschlands Weihnachtshauptstadt. Hier befindet sich das einzige Weihnachtsmuseum der Welt, und nur hier kann man das ganze Jahr über Weihnachtsartikel kaufen.]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>Die kleine Stadt Rothenburg ob der Tauber gehört zu den am besten<strong> erhaltenen</strong> <strong>mittelalterlichen</strong> Städten Deutschlands und <strong>lockt</strong> darum fast 1,5 Millionen Besucher pro Jahr <strong>an</strong>. Gerade zur Weihnachtszeit kommen die viele Touristen, denn neben der mittelalterlichen <strong>Atmosphäre</strong> bietet die Stadt <strong>jede Menge</strong> Weihnachtsshops.<br><br>Einer davon ist sogar das ganze Jahr über geöffnet und auf der ganzen Welt berühmt: "Käthe Wohlfahrt". Für <strong>Kenner </strong>und<strong> Liebhaber</strong> deutschen <strong>Weihnachtsschmucks</strong> ist dieser Shop ein wahres <strong>Mekka</strong>. Hier gibt es alles für den <strong>Weihnachtsfan</strong>. Die vielen Räume sind wie eine Art Marktplatz <strong>gestaltet</strong> mit <strong>schneebedeckten</strong> <strong>Fachwerkhäusern</strong> rundherum. Daher wird das Geschäft auch "Weihnachtsdorf" genannt.<br><br>Viele der angebotenen Sachen werden <strong>in eigener Produktion</strong> <strong>hergestellt</strong>. Aber neben echtem und wertvollem <strong>Kunsthandwerk</strong> kann man auch den üblichen Weihnachts<strong>kitsch</strong> kaufen. Felicitas Höptner, die Sprecherin des Unternehmens, kennt die Kunden aus der ganzen Welt genau und weiß, was die Besucher mögen.<br><br>Amerikaner haben große Freude an den traditionellen <strong>Schnitzereien</strong>. Japaner kaufen gerne kleine Dinge und Russen mögen alles, was <strong>glitzert</strong>. Wer nach dem Gang durchs Weihnachtsdorf <strong>noch nicht genug hat</strong>, kann das Weihnachtsmuseum besuchen, in dem <strong>sich</strong> alles <strong>um</strong> die Kulturgeschichte<strong> </strong>der Weihnachtsdekoration <strong>dreht</strong> – natürlich auch im Sommer.<br><br><br><strong>Glossar</strong></p>
<p><strong>erhalten sein</strong> – nicht zerstört sein; noch existieren</p>
<p><strong>mittelalterlich </strong>– bezogen auf eine Epoche in der europäischen Geschichte (etwa 500 bis 1500 n. Chr.)<br><br><strong>jemanden/etwas anlocken</strong> – hier: so interessant sein, dass viele dorthin kommen</p>
<p><strong>Atmosphäre, die</strong> - hier: die Stimmung</p>
<p><strong>jede Menge</strong> – ganz viel</p>
<p><strong>Kenner, der </strong>– eine Person, die etwas besonders gut kennt und viel darüber weiß</p>
<p><strong>Liebhaber, der </strong>– eine Person, die etwas besonders gern mag</p>
<p><strong>Weihnachtsschmuck, der </strong>– die Dinge, mit denen man zu Weihnachten die Wohnung, den Baum etc. dekoriert</p>
<p><strong>Mekka </strong>– (eigentlich wichtige Stadt im Islam) hier umgangssprachlich für: der beste Ort</p>
<p><strong>Weihnachtsfan, der</strong> – eine Person, die Weihnachten sehr gern mag</p>
<p><strong>gestaltet sein</strong> – dekoriert sein</p>
<p><strong>schneebedeckt </strong>– so, dass Schnee darauf liegt</p>
<p><strong>Fachwerkhaus, das – </strong>ein traditionell gebautes deutsches Haus mit dunklen Balken</p>
<p><strong>etwas in eigener Produktion herstellen </strong>– etwas selbst machen</p>
<p><strong>Kitsch, der </strong>(nur im Singular)<strong> </strong>– etwas, das geschmacklos erscheint; etwas, das zu gefühlsbetont wirkt</p>
<p><strong>Schnitzerei, die</strong> – eine Sache, die aus Holz mit einem Messer hergestellt wird</p>
<p><strong>glitzern </strong>– Lichtreflexe erzeugen</p>
<p><strong>noch nicht genug haben</strong> – noch mehr wollen</p>
<p><strong>sich um etwas drehen </strong>– Thema sein<br><br><br><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong>1. Rothenburg ob der Tauber ist die Weihnachtshauptstadt Deutschlands, weil… <br></strong>a) die Einwohner besonders gern Weihnachten feiern.<br>b) Rothenburg eine sehr alte Stadt ist.<br>c) man das ganze Jahr Weihnachsschmuck kaufen kann.</p>
<p><strong>2. "Das Weihnachtsdorf ist ein Mekka für alle Liebhaber" heißt: Das Weihnachtsdorf ist der richtige Ort für … <br></strong>a) religiöse Menschen.<br>b) Verliebte.<br>c) Weihnachtsfans.</p>
<p><strong>3. Was stellt die Firma "Käthe Wohlfahrt" nicht in eigener Produktion her?<br></strong>a) Fachwerkhäuser<br>b) Schnitzereien<br>c) Weihnachtsschmuck</p>
<p><strong>4. Wie heißt die korrekte Passiv-Form des folgenden Satzes? "Bei 'Käthe Wohlfahrt' hat man schon früher viele Sachen in eigener Produktion hergestellt." Bei "Käthe Wohlfahrt" … schon früher viele Sachen in eigener Produktion… <br></strong>a) sind …hergestellt worden.<br>b) sind … hergestellt wurden.<br>c) wurden … hergestellt.</p>
<p><strong>5. Wie heißt die korrekte Passiv-Form des folgenden Satzes? "In Rothenburg kann man das ganze Jahr über Weihnachtsartikel kaufen." In Rothenburg … das ganze Jahr über Weihnachtsartikel … <br></strong>a) wurden … gekauft.<br>b) kann … gekauft werden.<br>c) können … gekauft werden.<br><br><br><strong>Arbeitsauftrag<br></strong>Kennen Sie Rothenburg oder waren Sie schon einmal dort? Was wissen Sie über die Stadt? Suchen Sie im Internet Informationen zu Rothenburg, zum Beispiel, welche Sehenswürdigkeiten oder welche berühmte Süßigkeit es dort gibt? Tragen Sie im Kurs Ihre Informationen zusammen.<br><br><br></p>
<p>Autoren: Silke Wünsch/Bettina Schwieger</p>
<p>Redaktion: Raphaela Häuser</p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Weihnachten für alle]]></title>
  <updated>2011-12-20T13:19:00Z</updated>
  <published>2011-12-20T13:19:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[An einer Bonner Grundschule feiern christliche und muslimische Kinder gemeinsam Weihnachten. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei mehr über die Religion und die Kultur der anderen.‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p><strong></strong></p>
<p>Christliche und muslimische Kinder singen gemeinsam Weihnachtslieder und <strong>zünden</strong> die <strong>Kerzen</strong> des <strong>Adventskranzes</strong> <strong>an</strong>. Das ist gar nicht so <strong>selbstverständlich</strong>: Etwa 340 Kinder aus 29 Nationen lernen an der Bonner Domhofschule neben Mathematik und Deutsch auch den <strong>Respekt</strong> vor anderen Kulturen und Religionen. </p>
<p> </p>
<p>So wird an der Schule auch "<strong>Islamkunde</strong> in deutscher Sprache" unterrichtet. Dabei lernen die Kinder, was den Islam und das Christentum oder andere Religionen miteinander verbindet. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Geburt Jesu auch für die muslimischen Kinder wichtig ist: Im Islam ist Jesus ein <strong>Prophet</strong> und heißt Isa.</p>

<p>Der Islamunterricht ist Teil eines <strong>Konzepts</strong> der Domhofschule und der Universität Köln für eine bessere <strong>Integration</strong> und <strong>Alphabetisierung</strong>. So finden manche Unterrichtsstunden in der Muttersprache der Kinder statt. Ein anderes Angebot ist "Deutsch für Mütter". Hierdurch sollen Eltern von <strong>Migrantenkindern</strong> in das <strong>Schulgeschehen</strong> <strong>eingebunden</strong> werden. </p>

<p>Das Konzept hat Erfolg: Viele Kinder schaffen den Schritt auf das Gymnasium. Trotzdem sind nicht alle Eltern offen für das Konzept. Manche nehmen ihre Kinder sogar von der Schule. Aber das sind Ausnahmen. Die Kinder, die an der Schule bleiben, <strong>leben</strong> und erleben Integration. Und so ist Weihnachten für viele muslimische Familien inzwischen auch ein Feiertag.</p>


<p><strong>Glossar</strong></p>

<p><strong>Grundschule, die</strong> – die Schule von Klasse eins bis vier, in der die Kinder Lesen und Schreiben lernen</p>

<p><strong>muslimisch</strong> – zum Islam gehörend</p>

<p><strong>etwas anzünden</strong> – Feuer an etwas machen</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Kerze, die</strong> – ein Gegenstand aus Wachs, den man → anzündet, um Licht zu haben</p>

<p><strong>Adventskranz, der</strong> – ein Tischschmuck mit vier → Kerzen, die an den vier Sonntagen vor Weihnachten nacheinander → angezündet werden<strong></strong></p>

<p><strong>selbstverständlich</strong> – normal<strong></strong></p>

<p><strong>Respekt, der</strong> – die Achtung</p>

<p><strong>Islamkunde, die</strong> – der Unterricht über den Islam</p>

<p><strong>Prophet/in, der/die</strong> – jemand, der eine religiöse Botschaft überbringt</p>

<p><strong>Konzept, das</strong> – der Plan; die Idee</p>

<p><strong>Integration, die</strong> – hier: die Bildung einer Gemeinschaft mit Menschen aus verschiedenen Kulturen</p>

<p><strong>Alphabetisierung, die</strong> – die Tatsache, dass man jemandem Lesen und Schreiben beibringt<strong></strong></p>

<p><strong>Migrantenkind, das</strong> – das Kind von Einwanderern<strong></strong></p>

<p><strong>Schulgeschehen, das</strong> – das, was in der Schule passiert (z. B. Schulfeste) </p>

<p><strong>jemanden einbinden </strong> – dafür sorgen, dass jemand bei etwas mitmacht</p>

<p><strong>etwas leben</strong> – hier: engagiert bei etwas mitmachen</p>


<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>

<p><strong>1. Das Besondere an der Domhofschule ist, dass die Kinder dort … lernen.</strong></p>
<p>a) alles in der eigenen Muttersprache </p>
<p>b) Lesen und Schreiben </p>
<p>c) viel über andere Kulturen </p>

<p><strong>2. Die Schülerinnen und Schüler der Bonner Domhofschule feiern …</strong></p>
<p>a) nur christliche Feste. </p>
<p>b) nur muslimische Feste. </p>
<p>c) gemeinsam christliche und muslimische Feste. </p>

<p><strong>3. Welcher Satz ist richtig? </strong></p>
<p>a) Viele Eltern finden das Konzept gut. </p>
<p>b) Die meisten Eltern finden das Konzept nicht so gut. </p>
<p>c) Alle Eltern sind begeistert von dem Konzept der Bonner Domhofschule.</p>

<p><strong>4. </strong><strong>"</strong><strong>Trotzdem</strong><strong>" und "aber" erfordern eine unterschiedliche Satzstellung. In welchen Satz kann man "trotzdem" einsetzen? "</strong><strong>Das Konzept ist erfolgreich, …</strong><strong>"</strong><strong></strong></p>
<p>a) nicht alle Eltern finden es gut. </p>
<p>b) finden es nicht alle Eltern gut. </p>
<p>c) manche Eltern finden es nicht gut. </p>

<p><strong>5. </strong><strong>"</strong><strong>Trotzdem</strong><strong>" und "aber" erfordern eine unterschiedliche Satzstellung. In welchen Satz kann man "aber" einsetzen? "Weihnachten ist ein christliches Fest, …"</strong><strong></strong></p>
<p>a) feiern an der Bonner Domhofschule auch muslimische Kinder mit.</p>
<p>b) feiern es an der Bonner Domhofschule auch muslimische Kinder.</p>
<p>c) an der Bonner Domhofschule feiern es auch muslimische Kinder. </p>


<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Weihnachten und Ostern sind die wichtigsten Feste im christlichen Glauben, das Opferfest und das Fest des Fastenbrechens die wichtigsten im Islam. Außerdem gibt es viele weitere religiöse und nicht religiöse Feste. Welches ist für Sie persönlich das wichtigste Fest? Was wird an diesem Fest genau gefeiert und weshalb finden Sie es wichtig? Schreiben Sie einen kurzen Text. </p>


<p>Autorinnen: Ulrike Hummel/Anne Gassen</p>
<p>Redaktion: Shirin Kasraeian</p>]]></content>
  <category term="Deutsch XXL"/>
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  <title><![CDATA[Wer reich ist, lebt länger]]></title>
  <updated>2011-12-16T13:43:00Z</updated>
  <published>2011-12-16T13:43:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Wie lange jemand lebt, hängt auch von seinem Einkommen ab. Das stellten Politiker anhand von Statistiken fest. Die Lebenserwartung von Menschen mit geringem Einkommen ist in den letzten Jahren gesunken.‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>Mithilfe von <strong>Daten </strong>der Bundesregierung zur <strong>Rentenbezugsdauer</strong> errechneten Politiker der Partei "Die Linke" die Lebenserwartung der Menschen in Deutschland. Sie stellten fest, dass bei <strong>geringverdienenden</strong> Frauen die Rentenbezugsdauer zwar um einige Monate stieg, sie bei männlichen Arbeitnehmern aber deutlich sank. 2001 bekamen sie noch durchschnittlich 12,5 Jahre lang Rente, 2010 waren es nur noch 10,5 Jahre. </p>
<p>Armutsforscher und <strong>Sozialverbände </strong>glauben, dass diese Zahlen einen lange bekannten <strong>Trend </strong>bestätigen: Bildung und Einkommen <strong>bestimmen</strong> die Gesundheit. Auch der Sozialbericht, der alle zwei Jahre von der Bundesregierung veröffentlicht wird, zeigt: Menschen mit <strong>Abitur</strong> leben<strong> </strong>rund 5 Jahre länger<strong> </strong>als solche mit einem <strong>Hauptschul</strong>abschluss. </p>
<p>Aus diesem Grund hat die <strong>Wohlfahrtsorganisation</strong> "Caritas" für das Jahr 2012 das <strong>Motto </strong>"Armut macht krank" ausgewählt. Sie kritisiert auch die "Zweiklassenmedizin": Hohe <strong>Praxisgebühren</strong> und gestiegene <strong>Medikamentenzuzahlungen</strong> <strong>halten</strong> Geringverdiener und Arbeitslose vom Arztbesuch <strong>ab</strong>. Dabei sind ihre körperlichen <strong>Belastungen</strong> höher: Sie fangen früher an zu arbeiten, und zwar in körperlich anstrengenden Berufen. Und sie neigen eher zu <strong>Übergewicht </strong>oder<strong> </strong>Tabak- und Alkohol<strong>konsum</strong>.<br><br><strong><br>Glossar</strong></p>
<p><strong>anhand von </strong>– mithilfe von; unter Berücksichtigung von </p>

<p><strong>Statistik, die</strong> – eine Liste von Zahlen, die zeigt, wie häufig bestimmte Dinge vorkommen</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Lebenserwartung, die </strong>– die Zahl der Jahre, die Menschen durchschnittlich leben</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Daten, die </strong>(nur im Plural) – die Informationen </p>

<p><strong>Rentenbezugsdauer, die </strong>– die gesamte Zeit, in der ein Mensch Rente bekommt </p>

<p><strong>geringverdienend </strong>– so, dass man wenig Geld verdient </p>

<p><strong>Sozialverband, der </strong> – Organisation, die bei sozialen Fragen und Problemen hilft </p>

<p><strong>Trend, der </strong>– hier: die Entwicklung </p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>etwas bestimmen </strong>– etwas beeinflussen </p>

<p><strong>Abitur, das</strong> – höchster Schulabschluss in Deutschland, mit dem man berechtigt ist, an einer Universität zu studieren</p>

<p><strong>Hauptschule, die</strong> – eine von drei Schularten nach der Grundschule, nur bis zur 9. Klasse </p>

<p><strong>Wohlfahrtsorganisation, die</strong> – eine Organisation, die Armen, Kranken und Alten hilft </p>

<p><strong>Motto, das</strong> – ein kurzer Satz, der den wichtigsten Gedanken einer Gruppe darstellt</p>

<p><strong>Praxisgebühr, die </strong>– die Gebühr von zehn Euro, die man in Deutschland einmalig alle drei Monate bezahlen muss, wenn man zum Arzt geht </p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Medikamentenzuzahlung, die</strong> – das Geld, das man selbst für Medikamente zahlen muss und das nicht von der Krankenkasse gezahlt wird</p>

<p><strong>jemanden von etwas abhalten</strong> – jemanden daran hindern, etwas zu tun</p>

<p><strong>Belastung, die </strong>– etwas, das für jemanden nur schwer zu ertragen ist</p>

<p><strong>Übergewicht, das</strong> – das zu hohe Körpergewicht</p>

<p><strong>Konsum, der</strong> – der Verbrauch<br><br><strong><br>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1. Die Partei "Die Linke" fand heraus, dass …</strong></p>
<p>a) geringverdienende Frauen kürzer leben als geringverdienende Männer. </p>
<p>b) Geringverdiener eine geringere Lebenserwartung haben als Besserverdienende. </p>
<p>c) geringverdienende Frauen weniger Rente beziehen als geringverdienende Männer. </p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>2. Menschen mit geringerer Bildung …</strong> <strong>als Menschen mit einem guten Schulabschluss.</strong></p>
<p>a) sterben im Durchschnitt früher </p>
<p>b) arbeiten im Durchschnitt weniger </p>
<p>c) zahlen höhere Praxisgebühren</p>

<p><strong>3. Ärmere Menschen …</strong></p>
<p>a) können in Deutschland nur zu schlechten Ärzten gehen. </p>
<p>b) gehen oft nicht zum Arzt, weil ihnen die Kosten zu hoch sind. </p>
<p>c) bekommen in der Apotheke billigere Medikamente. </p>

<p><strong>4. Welcher Satz ist grammatisch richtig? </strong></p>
<p>a) Die Lebenserwartung von geringverdienenden Männern sank um 2 Jahren. </p>
<p>b) Die Lebenserwartung geringverdienender Männern sank um 2 Jahre. </p>
<p>c) Die Lebenserwartung geringverdienender Männer sank um 2 Jahre. </p>

<p><strong>5. Gestiegene Medikamentenzuzahlungen bedeuten … </strong></p>
<p>a) höheren Ausgaben beim Kauf von Medikamenten. </p>
<p>b) höhere Ausgaben bei Kauf von Medikamenten. </p>
<p>c) höhere Ausgaben beim Kauf von Medikamenten. </p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Schauen Sie sich unter dem Wikipedia-Link http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung die Statistik zur Lebenserwartung der Menschen weltweit an. Zwischen einigen Ländern gibt es große Unterschiede in der Lebenserwartung, die zum Teil auch mit der Bildung und dem Einkommen zusammenhängen. Kennen Sie weitere Gründe für diese Unterschiede weltweit? Schreiben Sie diese auf. </p>


<p>Autorinnen: Gessat, Rachel/Natali Petala </p>
<p>Redaktion: Raphaela Häuser</p>
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  <title><![CDATA[Kaufrausch vor Weihnachten]]></title>
  <updated>2011-12-13T13:24:00Z</updated>
  <published>2011-12-13T13:24:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Mehr gehetzte Menschen als Besinnlichkeit, mehr Werbeplakate als Kerzenglanz – die Adventszeit hat sich von ihrem ursprünglichen Sinn weit entfernt. Vor Weihnachten tun die Menschen vor allem Eines: konsumieren.‎‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>Zum Jahresende sieht Deutschland ganz verändert aus: In den Innenstädten laden Weihnachtsmärkte mit <strong>Glühwein</strong> und <strong>Leckereien</strong> zum Essen und Trinken im Freien ein. Unzählige Stände mit Geschenkartikeln und viel <strong>Kitsch</strong> regen zum Einkaufen an. In den Schaufenstern sieht man <strong>Tannengrün</strong>, <strong>Christbaumkugeln</strong> und Weihnachtsmänner. </p>

<p>Häuser, Bäume und Einkaufsstraßen sind schon vor dem ersten <strong>Advent</strong> mit <strong>blinkenden </strong>Lichterketten geschmückt. Auf Plakatwänden, in Fernseh-Werbespots und in den Geschäften wird pausenlos<strong> mit</strong> "Geschenkideen für Ihre <strong>Lieben</strong> zum Fest" <strong>geworben</strong>. Für den <strong>Einzelhandel</strong> ist der Advent eine der wichtigsten Jahreszeiten, denn dann wird der höchste <strong>Umsatz</strong> gemacht. </p>

<p>Ursprünglich war der Advent eine <strong>Fastenzeit </strong>und für die Christen eine Zeit des Wartens auf die Ankunft von Jesus Christus. Vom Fasten haben sich die heutigen Adventsbräuche aber längst entfernt: Bereits im September bieten die Geschäfte <strong>Lebkuchen</strong>, <strong>Spekulatius</strong> und <strong>Zimtsterne</strong> an. </p>

<p>Viele Menschen sehnen sich in dieser Zeit auch nach Ruhe und Besinnlichkeit. Doch die meisten fühlen sich stattdessen gehetzt: Sie eilen von einer Weihnachtsfeier zur nächsten, machen sich Gedanken, wo der Weihnachtsbaum gekauft wird, und jagen nach Geschenken für Freunde und Verwandte. Denn wie eine große <strong>Elektrohandelskette </strong>wirbt: "Weihnachten wird unterm Baum entschieden."</p>

<p><br><strong>Glossar</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Kaufrausch, der </strong>– die Kaufsucht; die übertriebene Kaufaktivität </p>

<p><strong>gehetzt </strong>– so, dass man unter Zeitdruck steht; gestresst </p>

<p><strong>Besinnlichkeit, die </strong>– die ruhige Atmosphäre zum Nachdenken über Wichtiges </p>

<p><strong>Adventszeit, die</strong> (nur im Singular)<strong> </strong>– die Zeit vom vierten Sonntag vor Weihnachten bis Heiligabend </p>

<p><strong>konsumieren </strong>– verbrauchen; ein Produkt kaufen</p>

<p><strong>Glühwein, der</strong> – ein für Weihnachten typischer Wein mit Gewürzen, den man warm trinkt</p>

<p><strong>Leckerei, die</strong> – umgangssprachlich für etwas, das besonders gut schmeckt </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Kitsch, der </strong>(nur im Singular)<strong> </strong>– etwas, das geschmacklos erscheint; etwas, das zu gefühlsbetont wirkt</p>

<p><strong>Tannengrün, das</strong> (nur im Singular) – Tannenbaumäste, die als Weihnachtsdekoration benutzt werden</p>

<p><strong>Christbaumkugel, die</strong> – Kugeln, mit denen man den Weihnachtsbaum schmückt</p>

<p><strong>Advent, der</strong> – hier: der Sonntag in der Adventszeit</p>

<p><strong>etwas blinkt </strong>– ein Licht geht an und aus </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>mit etwas werben </strong>– mit etwas Werbung machen </p>

<p><strong>Lieben, die</strong> (nur im Plural) – die Menschen, die man liebt </p>

<p><strong>Einzelhandel, der </strong>(nur im Singular)<strong> </strong>– die kleinen Geschäfte</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Umsatz, der </strong>– das Geld, das durch den Verkauf eines Produktes eingenommen wird</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Fastenzeit, die </strong>– die Zeit, in der Gläubige bestimmte Sachen nicht oder weniger essen</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Lebkuchen, der; Spekulatius, der; Zimtstern, der </strong>– für Weihnachten typische Gebäcke <strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Elektrohandelskette, die </strong>– eine Firma für elektrische Geräte, die mehrere Filialen hat<strong><br></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Fragen zum Text</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>1. Welche Ergänzung ist nicht richtig? Advent ist …</strong></p>
<p>a) die Zeit vor Weihnachten, in der man sich auf das Weihnachtsfest vorbereiten kann.</p>
<p>b) die Woche, in der die Weihnachtsmärkte geöffnet werden. </p>
<p>c) ein christlicher Brauch in Deutschland. </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>2. Für den Einzelhandel ist die Adventszeit …</strong></p>
<p>a) die beste Zeit des Jahres. </p>
<p>b) die stressigste Zeit des Jahres. </p>
<p>c) eine Zeit für Ruhe und Besinnlichkeit. </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>3. Welche Aussage ist richtig? Viele Deutsche …</strong></p>
<p>a) wollen in der Weihnachtszeit weniger fasten. </p>
<p>b) würden in der Adventszeit lieber mehr Ruhe haben. </p>
<p>c) machen sich zu Weihnachten keine Gedanken mehr über Geschenke. </p>

<p><strong>4. Welches der Verben kann nicht mit der Präposition "zu" ergänzt werden?</strong></p>
<p>a) werben</p>
<p>b) eilen</p>
<p>c) einladen </p>

<p><strong>5. Welche der Präpositionen ergänzt die Lücke im Satz richtig? _______ Ruhe und Besinnlichkeit erleben die Deutschen in der Adventszeit Stress und Hetze. </strong></p>
<p>a) trotz</p>
<p>b) ohne</p>
<p>c) statt</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Arbeitsauftrag</strong></p>
<p>Der Slogan der Elektrohandelskette lautet "Weihnachten wird unterm Weihnachtsbaum entschieden". Einige Vertreter der Kirche protestierten gegen diesen Slogan. Können Sie verstehen, warum, oder finden Sie, dass die Reaktion der Kirche übertrieben ist? Tauschen Sie Ihre Argumente im Plenum aus. </p>


<p>Autorinnen: Andrea Grunau/Natali Petala </p>
<p>Redaktion: Raphaela Häuser</p>]]></content>
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  <link rel="enclosure" type="image/jpeg" length="10801" href="http://www.dw.de/image/0,,15519091_1,00.jpg" title="Weihnachtseinkäufe: Stress statt Ruhe"/>
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  <title><![CDATA[Warten auf die Anerkennung]]></title>
  <updated>2011-12-09T13:35:00Z</updated>
  <published>2011-12-09T13:35:00Z</published>
  <rights>2012 DW-WORLD.DE, Deutsche Welle</rights>
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  <summary><![CDATA[Verfolgte haben ein Recht auf Asyl. Sie müssen glaubwürdig darstellen, dass sie in ihrem Heimatland verfolgt werden. Aber das ist nicht einfach. Von über 48000 Anträgen im Jahr 2010 wurden nur 22 Prozent anerkannt.‎]]></summary>
  <content type="html"><![CDATA[<p>Fragt man <strong>Flüchtlinge</strong> nach ihren Erfahrungen mit dem deutschen Asylrecht, erhält man verschiedene Antworten: Für manche begann mit ihrer Ankunft in Deutschland ein jahrelanger <strong>bürokratischer</strong> <strong>Hürdenlauf</strong>, bis über ihren Asylantrag entschieden wurde. Andere haben positive Erfahrungen mit den deutschen Behörden gemacht. </p>

<p>Meistens dauert es einige Monate, bis <strong>Asylbewerber</strong> nach ihrer Ankunft in Deutschland offiziell über ihre Fluchtgeschichte beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sprechen können. Von diesem Gespräch hängt alles Weitere ab. Wichtig ist deshalb eine gute Vorbereitung, sagt die Juristin Elisabeth Reese, die in Berlin Flüchtlinge berät. Denn meistens wissen die Asylbewerber nicht, worauf es in dem Gespräch ankommt. </p>

<p>Ein großes Problem ist, dass sie ihre Angaben oft nicht beweisen können. Stattdessen muss die Behörde prüfen, wie glaubwürdig ihre Asylgründe sind. <strong>Hartnäckige</strong> Fragen geben den Bewerbern oft das Gefühl, in einem <strong>Verhör</strong> zu sitzen. Marei Pelzer, Mitarbeiterin der Flüchtlingsorganisation Pro Asyl erklärt: "Manche Befragungen werden fast schon dahin <strong>gesteuert</strong>, dass der Bewerber <strong>widersprüchliche</strong> <strong>Aussagen</strong> <strong>trifft</strong>." </p>

<p>Wer im Gespräch Erfolg hat, bekommt eine <strong>Aufenthaltserlaubnis</strong> und darf in Deutschland arbeiten. Den Übrigen bleibt nur die Möglichkeit, vor Gericht zu <strong>klagen</strong>. Wird die <strong>Ablehnung</strong> dort bestätigt, <strong>leitet</strong> das Bundesamt die<strong> Abschiebung ein</strong>. Das bedeutet aber nicht, dass alle Asylbewerber das Land verlassen müssen. Denn wer zum Beispiel keinen Pass hat, kann nicht abgeschoben werden. Meist muss man dann jedoch jahrelang auf eine Arbeitserlaubnis warten - wenn nicht sogar ein Arbeits<strong>verbot</strong> <strong>erteilt</strong> wird. </p>







<p><strong>Glossar</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Anerkennung, die </strong>– eine positive Beurteilung (Verb: anerkennen)<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Verfolgte, der/die</strong> –<strong> </strong>jemand, der bedroht ist<strong> </strong>(Verb: verfolgen)<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Asyl, das </strong>– der Aufenthalt, den ein Staat gewährt, wenn jemand in seiner Heimat → verfolgt wird</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>glaubwürdig</strong> – so, dass man davon überzeugt ist, dass etwas wahr ist</p>

<p><strong>Flüchtling, der</strong> – jemand, der sein Land aus einem bestimmten Grund (z. B. Krieg, Hunger, → Verfolgung) verlässt und in ein anderes Land geht</p>

<p><strong>bürokratische Hürdenlauf, der</strong> – Schwierigkeiten mit Behörden und Ämtern</p>

<p><strong>Asylbewerber/Asylbewerberin, der/die </strong>– jemand, der um → Asyl bittet<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>hartnäckig </strong>– immer wieder und ohne seine Meinung zu ändern <strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Verhör, das</strong> – eine Befragung bei der Polizei</p>

<p><strong>etwas steuern</strong> – hier: etwas in eine bestimmte Richtung bewegen</p>

<p><strong>widersprüchlich</strong> – hier: so, dass Aussagen gemacht werden, die gegenteilig sind</p>

<p><strong>Aussagen treffen</strong> – etwas sagen</p>

<p><strong>Aufenthaltserlaubnis, die</strong> – die Genehmigung, für eine begrenzte Zeit in Deutschland zu bleiben</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>klagen </strong>–<strong> </strong>einen Prozess beginnen<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Ablehnung, die </strong>– die Tatsache, etwas nicht zu akzeptieren (Verb: ablehnen)</p>

<p><strong>einleiten</strong> – dafür sorgen, dass etwas durchgeführt wird</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Abschiebung, die </strong>–<strong> </strong>der Vorgang, Asylbewerber zurück in ihr Land zu schicken (Verb: abschieben)<strong></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>ein Verbot erteilen </strong>– etwas verbieten <br><br><br><strong>Fragen zum Text</strong><strong><br><br></strong><strong>1. Elisabeth Reese rät Flüchtlingen, …<br></strong>a) sich auf das Gespräch beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge vorzubereiten. <br>b) Beweise für ihre Verfolgung zu sammeln. <br>c) dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hartnäckige Fragen zu stellen. <br><br><strong>2. Marei Pelzer von Pro Asyl findet, dass …<br></strong>a) die Bewerber vor allem positive Erfahrungen beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge machen. <br>b) Asylbewerber ohne Pass Deutschland verlassen sollten. <br>c) in den Gesprächen oft Fragen gestellt werden, die für die Bewerber schwer zu beantworten sind. <br><br><strong>3. Wenn das Gespräch beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge negativ ausgeht, … <br></strong>a) muss man in ein anderes EU-Land gehen. <br>b) muss man Deutschland sofort verlassen. <br>c) kann es sein, dass man trotzdem in Deutschland bleiben kann. <br><br><strong>4. In welchem Satz ist das Relativpronomen falsch?<br></strong>a) Die Angaben, die die Asylbewerber machen, müssen genau geprüft werden. <br>b) Elisabeth Resse arbeitet auch mit Asylbewerbern, denen keinen Pass haben. <br>c) Es gibt in Deutschland viele Asylbewerber, denen Flüchtlingsberater helfen können. <strong> <br><br></strong><strong>5. Welcher Relativsatz entspricht den folgenden beiden Sätzen: Verfolgte kommen nach Deutschland. Dort haben sie ein Recht auf Asyl. <br></strong>a) Verfolgte, die ein Recht auf Asyl haben, kommen nach Deutschland. <br>b) Verfolgte kommen nach Deutschland, wo sie ein Recht auf Asyl haben. <br>c) Verfolgte haben in Deutschland ein Recht, das vom Asyl kommt. <br><br><br><strong>Arbeitsauftrag<br></strong>Diskutieren Sie in Kleingruppen, welche Gründe es dafür geben könnte, sein Land zu verlassen und Asyl in einem anderen Land zu beantragen. Informieren Sie sich zudem darüber, ob auch Ihr Land Flüchtlinge aufnimmt. Versuchen Sie im Internet Informationen darüber zu bekommen, aus welchen Ländern die Asylbewerber in Deutschland kommen. </p>


<p>Autor/Autorin: Dennis Stute/Stephanie Schmaus</p>
<p>Redaktion: Ingo Pickel</p>]]></content>
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